Das richtige Absorber-Material für jeden Anwendungsfall

Absorber zu bauen ist so ziemlich die erste Maßnahme zur Verbesserung der Raumakustik im Heimkino. Auch bei reinen Stereo-Setups oder nur zur Erhöhung der Sprachverständlichkeit in Wohnräumen ist es die bessere Wahl gegenüber herkömmlichen Methoden. Aber welches Absorber-Material ist das richtige für unterschiedliche Absorber — und was muss das wirklich kosten?

Detailaufnahme von gängigem Absorber-Material: Steinwolle-Fasern von Rockwool Termarock 50.
Steinwolle: eines der günstigsten und effizientesten Absorber-Materialien

Zusammenfassung für schnelle Leser

Die ausschlaggebende Eigenschaft hierfür ist der längenbezogene Strömungswiderstand des absorbierenden Materials, über den Ihr alles in den Grundlagen zu porösen Absorbern nachlesen könnt. Hier gehen wir der Frage nach, welche konkreten Produkte Ihr zu welchem Zweck einsetzen solltet.

Material, Strömungswiderstand und Preis

Für den Anfang werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Absorber-Materialien, die im Baumarkt und spezialisierten Schaumstoffhandel erhältlich sind. Um eine Auswahl treffen zu können, hilft eine Tabelle unheimlich gut weiter, welche die Materialien, deren längenbezogenen Strömungswiderstand und — auch nicht ganz unwichtig — deren Preis gegenüberstellt.

Der Preis ist deshalb alles andere als egal, weil Absorber nur dann einen hörbaren Unterschied ausmachen, wenn sie in ausreichender Menge zum Einsatz kommen. Natürlich spielt auch die Platzierung eine große Rolle. Jedoch ist es falsch zu glauben, zwei Akustikbilder mit 1 m² Gesamtfläche würden jetzt einen wahnsinnigen Unterschied bewirken. Gerade im Heimkino sollte schon ein gutes Stück Raumvolumen bzw. einige Quadratmeter Decken- und Wandfläche behandelt werden. Das summiert sich schnell auf.

MaterialStrömungswiderstandca. Preis / m³
Rockwool Termarock 50>= 16 kPa*s/m²100 €
Basotectca. 14 kPa*s/m² (8–20)500 €
Aixfoam²> 10 kPa*s/m²475 €
Caruso Iso Bond WLG 035> 10 kPa*s/m²400 €
Rockwool Termarock 40>= 10 kPa*s/m²90 €
Rockwool Termarock 30>= 7 kPa*s/m²80 €
Rockwool Sonorock6 kPa*s/m²30 €
Polyester¹> 5 kPa*s/m² (5–50)200–450 €
Caruso Iso Bond WLG 040> 5 kPa*s/m²200 €
Isover Akustic TP1> 5 kPa*s/m²33 €
Caruso Iso Bond WLG 0453 kPa*s/m²150 €
Thermo-Hanf3 kPa*s/m²110 € (Premium)
140 € (Plus)

Quelle wenn nicht anders vermerkt: FM-Audio
¹ Quelle: Bauphysik Kalender 2015
² keine Herstellerangaben verfügbar, siehe technische Daten

Die Tabelle zeigt die gängigen Materialien, die als poröse Absorber eingesetzt werden. Der längenbezogene Strömungswiderstand gibt grundsätzlich an, wie viel Energie das Absorber-Material dem Schall beim durchqueren einer bestimmten Strecke entzieht. Je höher der Wert, desto mehr Schallenergie geht verloren.

Übrigens sind viele dieser Materialien eigentlich zur Wärmedämmung gedacht, allen voran Steinwolle. Deshalb erntet man häufig skeptische Blicke, wenn man im Baustoffhandel die akustischen Eigenschaften anspricht. Die Angabe „WLG“ bei einigen Produkten gibt die Wärmeleitfähigkeitsgruppe an, die für uns aber uninteressant ist.

Thermo-Hanf könnt Ihr im Übrigen gleich gedanklich streichen. Das Zeug riecht unangenehm nach „Natur“ und zerfällt mit der Zeit. Damit ist es im Heimkino nicht zu gebrauchen.

Zusammenhang von Strömungswiderstand und Materialstärke

Nun könnte man denken, es wäre doch ganz logisch: je größer der längenbezogene Strömungswiderstand, desto besser. Falsch gedacht!

Materialien mit höherem Strömungswiderstand erreichen das in der Regel durch eine höhere Dichte. Dadurch werden Schallwellen höherer Frequenzen sehr stark absorbiert. Um tiefere Frequenzen zu absorbieren muss der Schall aber sehr tief in das Material eindringen können — was durch den hohen Widerstand unterbunden wird.

Für tiefe Frequenzen wird also Absorber-Material mit einem niedrigeren längenbezogenen Strömungswiderstand benötigt, sonst findet keine nennenswerte Absorbtion statt. Da tiefe Frequenzen längere Schallwellen haben, muss das Material aber gleichzeitig sehr dick sein. Sonst kann der Schall zwar durch den niedrigen Widerstand eindringen, wird aber kaum vermindert, bis er schon durch den Absorber hindurch ist.

Die verschiedenen Sorten Rockwool Termarock verdeutlichen das sehr schön durch eine weitere Nummer: 30, 40 oder 50 (nicht zu verwechseln mit der WLG). Diese steht für die Dichte des Materials (kg/m³) und zeigt damit, dass ein schwereres, dichteres Absorber-Material einen höheren Strömungswiderstand hat. Es gibt auf gleichem Raum mehr Hindernisse, die die Luft ausbremsen. In die engeren Poren („Zwischenräume“) können aber nur kürzere („kleinere“) Schallwellen eindringen.

Strategien zur Schallabsorbtion

Das alles führt zu der einfachen Erkenntnis, dass es zwei relativ krasse Gegensätze bei der Absorbtion gibt:

  • Mit dünnem Material bis zu 10 cm Stärke kann durch einen hohen längenbezogenen Strömungswiderstand viel Schall schnell absorbiert werden, jedoch nur relativ hohe Frequenzen.
  • Mit dicken Absorbern ab 10 cm Stärke aber niedrigerem Strömungswiderstand werden auch tiefere Frequenzen absorbiert, aber nicht ganz so stark.

Je nach Strömungswiderstand und Materialstärke gibt es theoretisch beliebig viele Stufen dazwischen. Wofür Ihr Euch entscheidet hängt nur davon ab, was Ihr erreichen wollt.

Ein nützliches Werkzeug zum Vergleichen der verschiedenen Materialien ist der Porous Absorber Calculator, der Euch für zwei Materialien berechnet, wie tief und wie stark diese den Schall absorbieren würden.

Schmalbandige, starke Absorbtion

An den Seitenwänden und der Decke kann man meistens nicht allzu viel Platz verbrauchen, um den Raum nicht zu stark zu verkleinern. Die Absorber müssen dünn sein.

Hier bieten sich Materialien mit hohem längenbezogenem Strömungswiderstand an. Trotz dem dünnen Wandaufbau kann so noch relativ viel Schall absorbiert werden. Plattenabsorber gegen die Erstreflexionen und Deckensegel sind die klassischen Anwendungsfälle.

Hier die passenden Materialien dafür, die bis zu einer Stärke von 10 cm sehr gute Ergebnisse liefern:

MaterialStrömungswiderstandca. Preis / m³
Rockwool Termarock 50>= 16 kPa*s/m²100 €
Basotectca. 14 kPa*s/m² (8-20)500 €
Aixfoam> 10 kPa*s/m²475 €

Dennoch solltet Ihr es damit nicht übertreiben. Ähnlich wie bei dem exzessiven Einsatz von Vorhängen und Teppichen dämpft Ihr damit hauptsächlich den Hochton. Das führt zu einem dumpfen Klangbild.

Sehr gut geeignet sind Absorber mit hohem Widerstand hingegen, wenn es ausschließlich um die Bekämpfung des allgemeinen Nachhalls geht, um die Verständlichkeit normaler Gespräche zu verbessern.

Breitbandige, schwächere Absorbtion

Für den Anwendungsfall Heimkino und HiFi will man hingegen eine möglichst breitbandige Dämpfung über den gesamten Frequenzbereich hinweg erreichen. Dafür eignen sich die folgenden Materialien mit geringerem Strömungswiderstand, in die der Schall tiefer eindringen kann.

MaterialStrömungswiderstandca. Preis / m³
Caruso Iso Bond WLG 035> 10 kPa*s/m²400 €
Rockwool Termarock 40>= 10 kPa*s/m²90 €
Rockwool Termarock 30>= 7 kPa*s/m²80 €

Die Stärke eines solchen Absorbers sollte mindestens 10 cm betragen. Darunter bringt er nur im Hochton etwas — dort dafür aber zu wenig.

Dieser Weg ist besonders dann ratsam, wenn wirklich weite Teile des Raums mit Absorbern versehen werden können. Da sie weniger stark absorbieren, gleicht Ihr das durch mehr Fläche aus. Der Gewinn ist eine gleichmäßiger über alle Frequenzen verteilte Reduktion des Nachhalls. Das sollte stets das oberste Ziel im Heimkino sein!

Bassfallen

Der dritte Anwendungsfall sind Kantenabsorber — gemeinhin Bassfallen oder „Bass Traps“ genannt. Sie stehen in den Raumecken, wo der Bass am stärksten aufgedickt wird und sich deshalb am effizientesten absorbieren lässt. Und nebenbei sind sie dort nicht im Weg.

Kantenabsorber haben die Chance, deutlich dicker zu sein als andere Maßnahmen, eben weil sie in den Raumecken nicht im Weg sind. Wir sprechen hier von mindestens 30×30 cm Grundfläche, möglichst über die gesamte Raumhöhe. Besser sind mindestens 40×40 cm oder gleich 50×50 cm Grundfläche. Mehr muss dann aber auch nicht sein.

Viele kommerzielle Produkte sind an der typischen dreieckigen Grundfläche zu erkennen. Die rechtwinklige Spitze des Dreiecks zeigt in den Raum hinein, nicht etwa in die Ecke. Dadurch wird in erster Linie 50% Absorber-Material gespart, wohingegen die Wirkung nicht annähernd so viel schlechter wird, weil sich so ein Wandabstand ergibt, der die Wirkung verstärkt. Dazu gleich mehr.

Diverse Produkte haben Einkerbungen und ihre Grundform entspricht eher einem Viertelkreis. Das hat ausschließlich optische Gründe und unterstützt die Argumentation gegenüber der Partnerin für den Einsatz im Wohnzimmer. Viel mehr haben viele kommerzielle Produkte zwei wesentliche Probleme:

  • Die Grundfläche beträgt oft nur gerade mal 20×20 cm. Dadurch wirken sie bestenfalls noch im Hochton. Aber selbst der lacht sich schlapp, weil diese „Kantenabsorber“ kaum noch Angriffsfläche bieten, um viel auszurichten.
  • Das Absorber-Material ist meistens Basotect oder diesem sehr ähnlich und weist somit einen hohen längenbezogenen Strömungswiderstand auf. Die tiefen Frequenzen, die man in den Ecken eigentlich bekämpfen will, können nicht mehr tief in das Material eindringen und werden somit auch nicht absorbiert.

Deshalb sind Kantenabsorber von der Stange oft bestenfalls im Mittelton ab ca. 500 Hz einigermaßen wirksam, darunter kaum noch.

Die Wirksamkeit lässt sich ganz einfach durch das richtige Absorber-Material erhöhen – ja sogar extrem verstärken:

MaterialStrömungswiderstandca. Preis / m³
Rockwool Sonorock6 kPa*s/m²30 €
Polyester> 5 kPa*s/m² (5–50)200–450 €
Caruso Iso Bond WLG 040> 5 kPa*s/m²200 €
Isover Akustic TP1> 5 kPa*s/m²33 €
Caruso Iso Bond WLG 0453 kPa*s/m²150 €
Thermo-Hanf3 kPa*s/m²110 € (Premium)
140 € (Plus)

Die Grundfläche kann dabei ruhig quadratisch sein. Mindestens 40×40 cm sind angesagt, um ausreichend tief zu absorbieren. Ein Absorber aus Rockwool Sonorock mit 50×50 cm Grundfläche bzw. 50 cm Stärke kann so ab ca. 60 Hz langsam wirksam werden.

Vergleich von Absorbern aus Basotect (blau) und Rockwool Sonorock (grün) bei einer Materialstärke von 40 cm. Die Steinwolle kommt dabei deutlich besser weg.
Quelle: Porous Absorber Calculator

Nicht zuletzt zählt auch hier wieder die gesamte Fläche, weshalb immer wieder Heimkinos anzutreffen sind, in denen die gesamte Rückwand und/oder die Front mit 40 bis 50 cm Steinwolle zugestellt ist. Wichtig ist dabei, durch genügend Zwischenböden dafür zu sorgen, dass die Steinwolle locker liegt und sich nicht zusammen drückt. Sonst erhöht sich die Dichte wieder und die tiefsten Frequenzen werden nicht mehr so stark absorbiert.

Wandabstand

Zuletzt gibt es noch einen ganz einfachen Trick, um Absorber jeder Art zu verstärken. Die tiefste Frequenz, bei der sie noch wirken, wird noch ein Stück gesenkt, wenn sie mit etwas Abstand zur Wand platziert werden. Der Wandabstand kann dabei bis zur Hälfte der Materialstärke betragen.

Eine 5 cm starke Basotect-Platte mit 2,5 cm Wandabstand (grüne Linie im Diagramm) wirkt so zum Beispiel sogar noch minimal besser als eine 7,5 cm starke Platte ohne Wandabstand (blaue Linie).

Quelle: Porous Absorber Calculator

Dadurch lassen sich entweder Material und damit auch Kosten sparen, oder eben die Wirksamkeit vorhandener Absorber noch etwas erhöhen.

Zudem ist Wandabstand eine gute Idee, um die Luftzirkulation zu gewährleisten und so Schimmelbildung zu vermeiden. Das ist besonders bei Außenwänden wichtig und nochmal ganz besonders in Kellerräumen.


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Kurz zusammengefasst

  • Der längenbezogene Strömungswiderstand eines porösen Absorbers gibt an, wie viel Energie er dem Schall entziehen kann.
  • Höhere Werte absorbieren stark, jedoch nur im oberen Frequenzbereich. Niedrigere Werte absorbieren schwächer, dafür aber auch tiefere Frequenzen.
  • Hohe Frequenzen zu absorbieren ist leicht, führt aber zu einer einseitigen Bedämpfung des Raums und damit zu dumpfem Klang.
  • Je tiefer die Frequenzen, die absorbiert werden sollen, desto dicker muss ein Absorber-Material mit niedrigem Strömungswiderstand locker aufgestapelt werden.
  • Sind Möglichkeiten oder Platz eingeschränkt und soll mit möglichst wenig Fläche ein möglichst großer, hörbare Effekt erzielt werden, sind Absorber mit hohem Strömungswiderstand bis zu 10 cm Stärke ratsam.
  • Absorber können bis zur Hälfte ihrer Materialstärke an Wandabstand einhalten, um ihren Effekt zu verstärken.

Über Bert Kößler

Leidenschaftlicher Filmvorführer, Popcorn-Koch, Kartenabreißer, Platzanweiser, Programmchef, Projektionist, Reinigungsfachkraft und Kabelmann in einer Person. Neigt zu ausgeprägtem Fanatismus, wenn es um die Steuerung und Automatisierung des Heimkinos geht. Konnte sich zwischen zwei Filmen dazu motivieren, Heimkino Praxis als Ventil für gelegentliche Schreibanfälle zu gründen.

14 Gedanken zu „Das richtige Absorber-Material für jeden Anwendungsfall

  1. Sehr interessant und aufschlussreich.
    Wenn man so etwas in diesem Ausmaß betreiben muss/sollte ist es absolut nicht Wohnzimmerkompatibel und eigenicht nur für reine Heimkino oder Musikzimmer geeignet.

    1. Wenn es um Bassfallen geht, ist das definitiv so. Alles bis 10 cm Stärke lässt sich auch sehr schick für’s Wohnzimmer umsetzen. Aber selbst Kantenabsorber können entsprechend versteckt werden. Es ist alles eine Frage des Willens und der Akzeptanz. 😉

  2. „Die rechtwinklige Spitze des Dreiecks zeigt in den Raum hinein, nicht etwa in die Ecke. Dadurch wird in erster Linie 50% Absorber-Material gespart, wohingegen die Wirkung nicht annähernd so viel schlechter wird, weil sich so ein Wandabstand ergibt, der die Wirkung verstärkt.“

    Ein extrem interessanter Ansatz, den ich so bisher noch nicht kannte! Allerdings möchte ich eben einen zu aufdringlichen Absorber, der im rechten Winkel in den Raum hineinragt vermeiden und dachte zugleich, dass durch die Hypotenuse des Dreiecks (wenn diese zum Raum zeigt) parallele Flächen minimiert und dadurch die Diffusion erhöht wird. Einen entsprechenden Abstand (Katheten zur Wand) kann ich doch auch in diesem Falle einhalten.

    Soll/Darf solch ein Material mit geringerem Strömungswiderstand auch in Helmholtzresonatoren eingesetzt werden? Oder soll man diese garnicht bedämpfen?

    1. Hallo Wolfgang,

      Du kannst einen Kantenabsorber auch mit der Spitze in die Ecke stellen, aber die Wirkung wird dadurch erheblich reduziert. Etwas Wandabstand macht es besser, aber nicht so viel wie wenn man ihn wie vorgesehen aufstellt. Zumal sich dann ja trotzdem wieder unschöne Spalten ergeben. Mit Diffusion und parallelen Wänden hat das nichts zu tun, weil ein Absorber nicht schallhart ist und damit keine Wand darstellt.

      Wenn man absorbierendes Material in einem Helmholtz-Resonator verstaut, sorgt es dafür, dass der Resonator breitbandiger wirkt, aber nicht mehr so stark. Das wird bei Bedarf gezielt so gemacht, in der Regel begleitet durch Messungen.

  3. Hallo Bert,

    ich frage mich, ob ich mit meinem selbst gebauten Podest etwas anstellen kann oder sollte. Auffüllen mit Rockwool z. B. Andererseits ist es schon mit Teppich bedeckt und drunter ist ja eine Fußbodenheizung, da weiß ich nicht, ob das Auffüllen wirklich Sinn macht…

    Auf jeden Fall wieder ein sehr interessanter Artikel.

    Viele Grüße,
    Marco

      1. …wo ich, wie ich gerade gesehen habe, auch schon einen Kommentar hinterlassen habe 😉

        Na dann muss ich die Lüftung noch einbauen, die fehlt noch.

  4. Hallo,

    die Packung Sonorock misst 60x60x100cm.
    Soll dieses Paket (zur Bass Absortion) dann so in die Ecke gestellt werden? – ohne jetzt die Optik zu berücksichtigen.

    1. Nein bitte nicht! Die Pakete sind komprimiert und die Folie ist zu dick. So wirkt das nicht richtig. Steinwolle muss ausgepackt und locker aufeinander gelegt werden. Bei sehr hohen Stapeln darauf achten, ggf. Zwischenböden einzubauen, damit die unteren Ebenen nicht durch das hohe Gewicht zusammengedrückt werden.

      1. sry kam doppelt…

        ok aber bei einem Meter höhe brauch ich noch keine Zwischenböden oder?

        Und ich kanns dann auch quadratisch aufeinander legen ohne Hohlraum dahinter bzw diesem Dreieckskörper?

        1. Ja bis zu 1 Meter ist ok. Einfach quadratisch, da muss man keine Dreiecke schneiden. Die dienen nur bei Basotect dazu, Material zu sparen.

          Hohlraum nur ein paar Zentimeter zur Wand, um eine Hinterlüftung zu gewährleisten. Vor allem bei Außenwänden und Kellerräumen.

  5. Hallo Bert!

    Habe vor, die Wände mit mit Stoff bespannten Rahmen zu verkleiden.
    An den Seitenwänden will ich dahinter auf gesamter Raumlänge (ca. 5 m) eine Reihe 40er Termarock mit 8 cm Stärke und 2,4 cm Wandabstand (1m hoch, auf Ohrhöhe) verstecken.
    Von der Rückwand sollen 40cm (ebenfalls mittels mit Stoff bespannter Rahmen) abgetrennt werden, in denen Kantenabsorber aus Sonorock (40 cm stark, 62,5 breit u. 2,00 m hoch) unterkommen.
    Dazu hätte ich nun ein paar Fragen, bei denen du mir hoffentlich weiterhelfen kannst…

    1. Was hältst du generell von den vorgesehenen Maßnahmen?

    2. Würdest du die Steinwolle wg. Faserflug hinter dem Stoff noch in Folie („gelber Sack“; Malerfolie; etc.) packen? Oder werden (insbesondere die Seitenabsorber) dadurch wg. Reflektionen ein Stück weit nutzlos?
    3. Um die Kantenabsorber nicht alle zuschneiden zu müssen würde ich diese „aufrecht stellen“ ( 2 St. á 1m aufeinander) statt diese zurechtgeschnitten „liegend“ aufeinanderzuschichten… Siehst du darin Nachteile, da z. B. Faserrichtung dann „quer“ zur Richtung der Schallwellen oder ist das egal?

    Gruß

    Andi

    1. Hi Andi,

      das klingt alles sehr gut. Bei 8 cm kannst du aber ruhig Termarock 30 verwenden. An den Erstreflexionspunkten bringt das nochmal minimal mehr. Du übertreibst es ja auch nicht damit.

      Folie kannst du machen, wenn sie nicht zu dick ist. Die billigste Malerfolie ist gut dafür. Notwendig ist es aber nicht, die Stoffrahmen halten auch alles ab. Ist mehr so für das gute Gefühl.

      Steinwolle kannst du auf jede Art hinstellen, es gibt keine „akustische Richtung“. Du darfst sie nur nicht quetschen. Es wird aber evtl. ein wenig frickelig, mehrere Platten sauber hintereinander aufzustellen. Steinwolle ist nicht gerade für ihre hervorragende Kooperation bekannt. 😉

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