Das richtige Absorber-Material für jeden Anwendungsfall

Absorber zu bauen ist so ziemlich die erste Maßnahme zur Verbesserung der Raumakustik im Heimkino. Auch bei reinen Stereo-Setups oder nur zur Erhöhung der Sprachverständlichkeit in Wohnräumen ist es die bessere Wahl gegenüber herkömmlichen Methoden. Aber welches Absorber-Material ist das richtige für unterschiedliche Absorber — und was muss das wirklich kosten?

Detailaufnahme von gängigem Absorber-Material: Steinwolle-Fasern von Rockwool Termarock 50.
Steinwolle: eines der günstigsten und effizientesten Absorber-Materialien

Zusammenfassung für schnelle Leser

Die ausschlaggebende Eigenschaft hierfür ist der längenbezogene Strömungswiderstand des absorbierenden Materials, über den Ihr alles in den Grundlagen zu porösen Absorbern nachlesen könnt. Hier gehen wir der Frage nach, welche konkreten Produkte Ihr zu welchem Zweck einsetzen solltet.

Material, Strömungswiderstand und Preis

Für den Anfang werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Absorber-Materialien, die im Baumarkt und spezialisierten Schaumstoffhandel erhältlich sind. Um eine Auswahl treffen zu können, hilft eine Tabelle unheimlich gut weiter, welche die Materialien, deren längenbezogenen Strömungswiderstand und — auch nicht ganz unwichtig — deren Preis gegenüberstellt.

Der Preis ist deshalb alles andere als egal, weil Absorber nur dann einen hörbaren Unterschied ausmachen, wenn sie in ausreichender Menge zum Einsatz kommen. Natürlich spielt auch die Platzierung eine große Rolle. Jedoch ist es falsch zu glauben, zwei Akustikbilder mit 1 m² Gesamtfläche würden jetzt einen wahnsinnigen Unterschied bewirken. Gerade im Heimkino sollte schon ein gutes Stück Raumvolumen bzw. einige Quadratmeter Decken- und Wandfläche behandelt werden. Das summiert sich schnell auf.

MaterialStrömungswiderstandca. Preis / m³
Rockwool Termarock 50>= 16 kPa*s/m²100 €
Basotectca. 14 kPa*s/m² (8–20)500 €
Aixfoam²> 10 kPa*s/m²475 €
Caruso Iso Bond WLG 035> 10 kPa*s/m²400 €
Rockwool Termarock 40>= 10 kPa*s/m²90 €
Rockwool Termarock 30>= 7 kPa*s/m²80 €
Rockwool Sonorock6 kPa*s/m²30 €
Polyester¹> 5 kPa*s/m² (5–50)200–450 €
Caruso Iso Bond WLG 040> 5 kPa*s/m²200 €
Isover Akustic TP1> 5 kPa*s/m²33 €
Caruso Iso Bond WLG 0453 kPa*s/m²150 €
Thermo-Hanf3 kPa*s/m²110 € (Premium)
140 € (Plus)

Quelle wenn nicht anders vermerkt: FM-Audio
¹ Quelle: Bauphysik Kalender 2015
² keine Herstellerangaben verfügbar, siehe technische Daten

Die Tabelle zeigt die gängigen Materialien, die als poröse Absorber eingesetzt werden. Der längenbezogene Strömungswiderstand gibt grundsätzlich an, wie viel Energie das Absorber-Material dem Schall beim durchqueren einer bestimmten Strecke entzieht. Je höher der Wert, desto mehr Schallenergie geht verloren.

Übrigens sind viele dieser Materialien eigentlich zur Wärmedämmung gedacht, allen voran Steinwolle. Deshalb erntet man häufig skeptische Blicke, wenn man im Baustoffhandel die akustischen Eigenschaften anspricht. Die Angabe “WLG” bei einigen Produkten gibt die Wärmeleitfähigkeitsgruppe an, die für uns aber uninteressant ist.

Thermo-Hanf könnt Ihr im Übrigen gleich gedanklich streichen. Das Zeug riecht unangenehm nach “Natur” und zerfällt mit der Zeit. Damit ist es im Heimkino nicht zu gebrauchen.

Zusammenhang von Strömungswiderstand und Materialstärke

Nun könnte man denken, es wäre doch ganz logisch: je größer der längenbezogene Strömungswiderstand, desto besser. Falsch gedacht!

Materialien mit höherem Strömungswiderstand erreichen das in der Regel durch eine höhere Dichte. Dadurch werden Schallwellen höherer Frequenzen sehr stark absorbiert. Um tiefere Frequenzen zu absorbieren muss der Schall aber sehr tief in das Material eindringen können — was durch den hohen Widerstand unterbunden wird.

Für tiefe Frequenzen wird also Absorber-Material mit einem niedrigeren längenbezogenen Strömungswiderstand benötigt, sonst findet keine nennenswerte Absorbtion statt. Da tiefe Frequenzen längere Schallwellen haben, muss das Material aber gleichzeitig sehr dick sein. Sonst kann der Schall zwar durch den niedrigen Widerstand eindringen, wird aber kaum vermindert, bis er schon durch den Absorber hindurch ist.

Die verschiedenen Sorten Rockwool Termarock verdeutlichen das sehr schön durch eine weitere Nummer: 30, 40 oder 50 (nicht zu verwechseln mit der WLG). Diese steht für die Dichte des Materials (kg/m³) und zeigt damit, dass ein schwereres, dichteres Absorber-Material einen höheren Strömungswiderstand hat. Es gibt auf gleichem Raum mehr Hindernisse, die die Luft ausbremsen. In die engeren Poren (“Zwischenräume”) können aber nur kürzere (“kleinere”) Schallwellen eindringen.

Strategien zur Schallabsorbtion

Das alles führt zu der einfachen Erkenntnis, dass es zwei relativ krasse Gegensätze bei der Absorbtion gibt:

  • Mit dünnem Material bis zu 10 cm Stärke kann durch einen hohen längenbezogenen Strömungswiderstand viel Schall schnell absorbiert werden, jedoch nur relativ hohe Frequenzen.
  • Mit dicken Absorbern ab 10 cm Stärke aber niedrigerem Strömungswiderstand werden auch tiefere Frequenzen absorbiert, aber nicht ganz so stark.

Je nach Strömungswiderstand und Materialstärke gibt es theoretisch beliebig viele Stufen dazwischen. Wofür Ihr Euch entscheidet hängt nur davon ab, was Ihr erreichen wollt.

Ein nützliches Werkzeug zum Vergleichen der verschiedenen Materialien ist der Porous Absorber Calculator, der Euch für zwei Materialien berechnet, wie tief und wie stark diese den Schall absorbieren würden.

Schmalbandige, starke Absorbtion

An den Seitenwänden und der Decke kann man meistens nicht allzu viel Platz verbrauchen, um den Raum nicht zu stark zu verkleinern. Die Absorber müssen dünn sein.

Hier bieten sich Materialien mit hohem längenbezogenem Strömungswiderstand an. Trotz dem dünnen Wandaufbau kann so noch relativ viel Schall absorbiert werden. Plattenabsorber gegen die Erstreflexionen und Deckensegel sind die klassischen Anwendungsfälle.

Hier die passenden Materialien dafür, die bis zu einer Stärke von 10 cm sehr gute Ergebnisse liefern:

MaterialStrömungswiderstandca. Preis / m³
Rockwool Termarock 50>= 16 kPa*s/m²100 €
Basotectca. 14 kPa*s/m² (8-20)500 €
Aixfoam> 10 kPa*s/m²475 €

Dennoch solltet Ihr es damit nicht übertreiben. Ähnlich wie bei dem exzessiven Einsatz von Vorhängen und Teppichen dämpft Ihr damit hauptsächlich den Hochton. Das führt zu einem dumpfen Klangbild.

Sehr gut geeignet sind Absorber mit hohem Widerstand hingegen, wenn es ausschließlich um die Bekämpfung des allgemeinen Nachhalls geht, um die Verständlichkeit normaler Gespräche zu verbessern.

Breitbandige, schwächere Absorbtion

Für den Anwendungsfall Heimkino und HiFi will man hingegen eine möglichst breitbandige Dämpfung über den gesamten Frequenzbereich hinweg erreichen. Dafür eignen sich die folgenden Materialien mit geringerem Strömungswiderstand, in die der Schall tiefer eindringen kann.

MaterialStrömungswiderstandca. Preis / m³
Caruso Iso Bond WLG 035> 10 kPa*s/m²400 €
Rockwool Termarock 40>= 10 kPa*s/m²90 €
Rockwool Termarock 30>= 7 kPa*s/m²80 €

Die Stärke eines solchen Absorbers sollte mindestens 10 cm betragen. Darunter bringt er im Tiefton nicht mehr viel — im Mittel- und Hochton durch die geringere Dichte aber ebenfalls zu wenig.

Dieser Weg ist besonders dann ratsam, wenn wirklich weite Teile des Raums mit Absorbern versehen werden können. Da sie weniger stark absorbieren, gleicht Ihr das durch mehr Fläche aus. Der Gewinn ist eine gleichmäßiger über alle Frequenzen verteilte Reduktion des Nachhalls. Das sollte stets das oberste Ziel im Heimkino sein!

Bassfallen

Der dritte Anwendungsfall sind Kantenabsorber — gemeinhin Bassfallen oder “Bass Traps” genannt. Sie stehen in den Raumecken, wo der Bass am stärksten aufgedickt wird und sich deshalb am effizientesten absorbieren lässt. Und nebenbei sind sie dort nicht im Weg.

Kantenabsorber haben die Chance, deutlich dicker zu sein als andere Maßnahmen, eben weil sie in den Raumecken nicht im Weg sind. Wir sprechen hier von mindestens 30×30 cm Grundfläche, möglichst über die gesamte Raumhöhe. Besser sind mindestens 40×40 cm oder gleich 50×50 cm Grundfläche. Mehr muss dann aber auch nicht sein.

Viele kommerzielle Produkte sind an der typischen dreieckigen Grundfläche zu erkennen. Die rechtwinklige Spitze des Dreiecks zeigt in den Raum hinein, nicht etwa in die Ecke. Dadurch wird in erster Linie 50% Absorber-Material gespart, wohingegen die Wirkung nicht annähernd so viel schlechter wird, weil sich so ein Wandabstand ergibt, der die Wirkung verstärkt. Dazu gleich mehr.

Diverse Produkte haben Einkerbungen und ihre Grundform entspricht eher einem Viertelkreis. Das hat ausschließlich optische Gründe und unterstützt die Argumentation gegenüber der Partnerin für den Einsatz im Wohnzimmer. Viel mehr haben viele kommerzielle Produkte zwei wesentliche Probleme:

  • Die Grundfläche beträgt oft nur gerade mal 20×20 cm. Dadurch wirken sie bestenfalls noch im Hochton. Aber selbst der lacht sich schlapp, weil diese “Kantenabsorber” kaum noch Angriffsfläche bieten, um viel auszurichten.
  • Das Absorber-Material ist meistens Basotect oder diesem sehr ähnlich und weist somit einen hohen längenbezogenen Strömungswiderstand auf. Die tiefen Frequenzen, die man in den Ecken eigentlich bekämpfen will, können nicht mehr tief in das Material eindringen und werden somit auch nicht absorbiert.

Deshalb sind Kantenabsorber von der Stange oft bestenfalls im Mittelton ab ca. 500 Hz einigermaßen wirksam, darunter kaum noch.

Die Wirksamkeit lässt sich ganz einfach durch das richtige Absorber-Material erhöhen – ja sogar extrem verstärken:

MaterialStrömungswiderstandca. Preis / m³
Rockwool Sonorock6 kPa*s/m²30 €
Polyester> 5 kPa*s/m² (5–50)200–450 €
Caruso Iso Bond WLG 040> 5 kPa*s/m²200 €
Isover Akustic TP1> 5 kPa*s/m²33 €
Caruso Iso Bond WLG 0453 kPa*s/m²150 €
Thermo-Hanf3 kPa*s/m²110 € (Premium)
140 € (Plus)

Die Grundfläche kann dabei ruhig quadratisch sein. Mindestens 40×40 cm sind angesagt, um ausreichend tief zu absorbieren. Ein Absorber aus Rockwool Sonorock mit 50×50 cm Grundfläche bzw. 50 cm Stärke kann so ab ca. 60 Hz langsam wirksam werden.

Vergleich von Absorbern aus Basotect (blau) und Rockwool Sonorock (grün) bei einer Materialstärke von 40 cm. Die Steinwolle kommt dabei deutlich besser weg.
Quelle: Porous Absorber Calculator

Nicht zuletzt zählt auch hier wieder die gesamte Fläche, weshalb immer wieder Heimkinos anzutreffen sind, in denen die gesamte Rückwand und/oder die Front mit 40 bis 50 cm Steinwolle zugestellt ist. Wichtig ist dabei, durch genügend Zwischenböden dafür zu sorgen, dass die Steinwolle locker liegt und sich nicht zusammen drückt. Sonst erhöht sich die Dichte wieder und die tiefsten Frequenzen werden nicht mehr so stark absorbiert.

Wandabstand

Zuletzt gibt es noch einen ganz einfachen Trick, um Absorber jeder Art zu verstärken. Die tiefste Frequenz, bei der sie noch wirken, wird noch ein Stück gesenkt, wenn sie mit etwas Abstand zur Wand platziert werden. Der Wandabstand kann dabei bis zur Hälfte der Materialstärke betragen.

Eine 5 cm starke Basotect-Platte mit 2,5 cm Wandabstand (grüne Linie im Diagramm) wirkt so zum Beispiel sogar noch minimal besser als eine 7,5 cm starke Platte ohne Wandabstand (blaue Linie).

Quelle: Porous Absorber Calculator

Dadurch lassen sich entweder Material und damit auch Kosten sparen, oder eben die Wirksamkeit vorhandener Absorber noch etwas erhöhen.

Zudem ist Wandabstand eine gute Idee, um die Luftzirkulation zu gewährleisten und so Schimmelbildung zu vermeiden. Das ist besonders bei Außenwänden wichtig und nochmal ganz besonders in Kellerräumen.


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Kurz zusammengefasst

  • Der längenbezogene Strömungswiderstand eines porösen Absorbers gibt an, wie viel Energie er dem Schall entziehen kann.
  • Höhere Werte absorbieren stark, jedoch nur im oberen Frequenzbereich. Niedrigere Werte absorbieren schwächer, dafür aber auch tiefere Frequenzen.
  • Hohe Frequenzen zu absorbieren ist leicht, führt aber zu einer einseitigen Bedämpfung des Raums und damit zu dumpfem Klang.
  • Je tiefer die Frequenzen, die absorbiert werden sollen, desto dicker muss ein Absorber-Material mit niedrigem Strömungswiderstand locker aufgestapelt werden.
  • Sind Möglichkeiten oder Platz eingeschränkt und soll mit möglichst wenig Fläche ein möglichst großer, hörbare Effekt erzielt werden, sind Absorber mit hohem Strömungswiderstand bis zu 10 cm Stärke ratsam.
  • Absorber können bis zur Hälfte ihrer Materialstärke an Wandabstand einhalten, um ihren Effekt zu verstärken.

Über Bert Kößler

Leidenschaftlicher Filmvorführer, Popcorn-Koch, Kartenabreißer, Platzanweiser, Programmchef, Projektionist, Reinigungsfachkraft und Kabelmann in einer Person. Neigt zu ausgeprägtem Fanatismus, wenn es um die Steuerung und Automatisierung des Heimkinos geht. Konnte sich zwischen zwei Filmen dazu motivieren, Heimkino Praxis als Ventil für gelegentliche Schreibanfälle zu gründen.

45 Gedanken zu „Das richtige Absorber-Material für jeden Anwendungsfall

  1. Sehr interessant und aufschlussreich.
    Wenn man so etwas in diesem Ausmaß betreiben muss/sollte ist es absolut nicht Wohnzimmerkompatibel und eigenicht nur für reine Heimkino oder Musikzimmer geeignet.

    1. Wenn es um Bassfallen geht, ist das definitiv so. Alles bis 10 cm Stärke lässt sich auch sehr schick für’s Wohnzimmer umsetzen. Aber selbst Kantenabsorber können entsprechend versteckt werden. Es ist alles eine Frage des Willens und der Akzeptanz. 😉

  2. “Die rechtwinklige Spitze des Dreiecks zeigt in den Raum hinein, nicht etwa in die Ecke. Dadurch wird in erster Linie 50% Absorber-Material gespart, wohingegen die Wirkung nicht annähernd so viel schlechter wird, weil sich so ein Wandabstand ergibt, der die Wirkung verstärkt.”

    Ein extrem interessanter Ansatz, den ich so bisher noch nicht kannte! Allerdings möchte ich eben einen zu aufdringlichen Absorber, der im rechten Winkel in den Raum hineinragt vermeiden und dachte zugleich, dass durch die Hypotenuse des Dreiecks (wenn diese zum Raum zeigt) parallele Flächen minimiert und dadurch die Diffusion erhöht wird. Einen entsprechenden Abstand (Katheten zur Wand) kann ich doch auch in diesem Falle einhalten.

    Soll/Darf solch ein Material mit geringerem Strömungswiderstand auch in Helmholtzresonatoren eingesetzt werden? Oder soll man diese garnicht bedämpfen?

    1. Hallo Wolfgang,

      Du kannst einen Kantenabsorber auch mit der Spitze in die Ecke stellen, aber die Wirkung wird dadurch erheblich reduziert. Etwas Wandabstand macht es besser, aber nicht so viel wie wenn man ihn wie vorgesehen aufstellt. Zumal sich dann ja trotzdem wieder unschöne Spalten ergeben. Mit Diffusion und parallelen Wänden hat das nichts zu tun, weil ein Absorber nicht schallhart ist und damit keine Wand darstellt.

      Wenn man absorbierendes Material in einem Helmholtz-Resonator verstaut, sorgt es dafür, dass der Resonator breitbandiger wirkt, aber nicht mehr so stark. Das wird bei Bedarf gezielt so gemacht, in der Regel begleitet durch Messungen.

  3. Hallo Bert,

    ich frage mich, ob ich mit meinem selbst gebauten Podest etwas anstellen kann oder sollte. Auffüllen mit Rockwool z. B. Andererseits ist es schon mit Teppich bedeckt und drunter ist ja eine Fußbodenheizung, da weiß ich nicht, ob das Auffüllen wirklich Sinn macht…

    Auf jeden Fall wieder ein sehr interessanter Artikel.

    Viele Grüße,
    Marco

      1. …wo ich, wie ich gerade gesehen habe, auch schon einen Kommentar hinterlassen habe 😉

        Na dann muss ich die Lüftung noch einbauen, die fehlt noch.

  4. Hallo,

    die Packung Sonorock misst 60x60x100cm.
    Soll dieses Paket (zur Bass Absortion) dann so in die Ecke gestellt werden? – ohne jetzt die Optik zu berücksichtigen.

    1. Nein bitte nicht! Die Pakete sind komprimiert und die Folie ist zu dick. So wirkt das nicht richtig. Steinwolle muss ausgepackt und locker aufeinander gelegt werden. Bei sehr hohen Stapeln darauf achten, ggf. Zwischenböden einzubauen, damit die unteren Ebenen nicht durch das hohe Gewicht zusammengedrückt werden.

      1. sry kam doppelt…

        ok aber bei einem Meter höhe brauch ich noch keine Zwischenböden oder?

        Und ich kanns dann auch quadratisch aufeinander legen ohne Hohlraum dahinter bzw diesem Dreieckskörper?

        1. Ja bis zu 1 Meter ist ok. Einfach quadratisch, da muss man keine Dreiecke schneiden. Die dienen nur bei Basotect dazu, Material zu sparen.

          Hohlraum nur ein paar Zentimeter zur Wand, um eine Hinterlüftung zu gewährleisten. Vor allem bei Außenwänden und Kellerräumen.

  5. Hallo Bert!

    Habe vor, die Wände mit mit Stoff bespannten Rahmen zu verkleiden.
    An den Seitenwänden will ich dahinter auf gesamter Raumlänge (ca. 5 m) eine Reihe 40er Termarock mit 8 cm Stärke und 2,4 cm Wandabstand (1m hoch, auf Ohrhöhe) verstecken.
    Von der Rückwand sollen 40cm (ebenfalls mittels mit Stoff bespannter Rahmen) abgetrennt werden, in denen Kantenabsorber aus Sonorock (40 cm stark, 62,5 breit u. 2,00 m hoch) unterkommen.
    Dazu hätte ich nun ein paar Fragen, bei denen du mir hoffentlich weiterhelfen kannst…

    1. Was hältst du generell von den vorgesehenen Maßnahmen?

    2. Würdest du die Steinwolle wg. Faserflug hinter dem Stoff noch in Folie („gelber Sack“; Malerfolie; etc.) packen? Oder werden (insbesondere die Seitenabsorber) dadurch wg. Reflektionen ein Stück weit nutzlos?
    3. Um die Kantenabsorber nicht alle zuschneiden zu müssen würde ich diese „aufrecht stellen“ ( 2 St. á 1m aufeinander) statt diese zurechtgeschnitten „liegend“ aufeinanderzuschichten… Siehst du darin Nachteile, da z. B. Faserrichtung dann „quer“ zur Richtung der Schallwellen oder ist das egal?

    Gruß

    Andi

    1. Hi Andi,

      das klingt alles sehr gut. Bei 8 cm kannst du aber ruhig Termarock 30 verwenden. An den Erstreflexionspunkten bringt das nochmal minimal mehr. Du übertreibst es ja auch nicht damit.

      Folie kannst du machen, wenn sie nicht zu dick ist. Die billigste Malerfolie ist gut dafür. Notwendig ist es aber nicht, die Stoffrahmen halten auch alles ab. Ist mehr so für das gute Gefühl.

      Steinwolle kannst du auf jede Art hinstellen, es gibt keine “akustische Richtung”. Du darfst sie nur nicht quetschen. Es wird aber evtl. ein wenig frickelig, mehrere Platten sauber hintereinander aufzustellen. Steinwolle ist nicht gerade für ihre hervorragende Kooperation bekannt. 😉

  6. Hallo Bert,

    vielen Dank und Respekt für Deine Arbeit hier!

    Lässt sich im Voraus planen wie viel Absorbtion in den jeweiligen Frequenzbereichen raumspezifisch benötigt wird um über den ganzen Frequenzgang möglichst gleiche Nachhallzeiten zu erzielen?

    Also z.B. Sonorock Bassfalle mit x Bemaßung wirkt gemäß Kalkulator passend über y Frequenzgang.
    Wie lässt sich nun bestimmen, ob ich davon einen oder vier benötige und feststellen ob der Hoch- oder Mittelton noch nicht überdämpft ist etc.
    Bzw. der Bass ist sehr schön bedämpft, der Hochton aber überdämpft, kann ich den Absorber für den Hochton optimieren ohne die Basswirkung zu beeinflussen?

    Gibt es bezahlbare Möglichkeiten diese Abstimmung theoretisch zu planen oder heißt es rumprobieren und z.B. mit REW etc. immer wieder überprüfen?

    Vielen Dank im Voraus und einen schönen dritten Advent!

    Gruß Björn

    1. Hallo Björn,

      was du suchst, ist die Sabinesche Formel (das ist die halbwegs verständliche Kurzform, hier die weniger einleuchtende Langfassung). Das kann ich jetzt aber nicht mal eben erklären, zumal ich mich selbst noch nicht näher damit auseinander gesetzt habe.

      Für die Praxis gilt: poröse Absorber, die du für den Tiefton einsetzt, wirken automatisch auch für den Hochton mit. Umgekehrt ist das aber nicht der Fall. Um also über das gesamte Frequenzspektrum hinweg zu absorbieren, sollten möglichst viele “dicke” Absorber verwendet werden. Mit einer Überdämpfung im Hochton ist zu rechnen, wenn du hauptsächlich “dünne” Absorber (Vorhänge, Teppich, viel dünnes Basotect) einsetzt. Mit einer allgemeinen Überdämpfung ist zu rechnen, wenn du den kompletten Raum mit dicken Absorbern (>= 10 cm) ausstattest. Auch oder gerade wenn du diese Faustregeln immer im Hinterkopf hast, musst du dich trotzdem ziemlich anstrengen, einen Raum ins akustische Nirvana zu treiben.

      Wenn du dir fest vorgenommen hast, eine bestimmte Nachhallzeit zu erreichen, kannst du die nötige absorbierende Fläche von einem Akustiker im Rahmen einer Beratung berechnen lassen. Da ist aber viel Theorie im Spiel, da die Formen zum Beispiel davon ausgeht, die angegebene Fläche würde vollständig absorbieren (was sie in der Praxis nicht macht).

      Daher würde ich eher den pragmatischen Weg gehen, und mir hinter einer abgehängten Decke oder einem Wandvorbau einige “unwichtige” Bereiche frei halten, die ich nach Bedarf noch mit Steinwolle füllen kann, bis die Nachhallzeit optimal ist. Auf Messungen ist mehr Verlass.

      Zuerst solltest du immer die 80/20-Regel befolgen: mit dem geringsten Aufwand den größten Effekt erzielen. Zuerst die Reflexionspunkte der Front behandeln, dann Bassfallen und evtl. eine Baffle Wall installieren, dann je nach persönlichen Vorlieben an einigen Stellen lieber mit Diffusoren arbeiten – und zuletzt den Rest mit Absorbern auffüllen (wobei genau dieser Teil die oben erwähnte “Stellschraube” für die Nachhallzeit ist).

  7. Hallo Bert,
    würde einen Kantenabsorber, auch hinter der Couch zwischen Boden und Wand was bringen? Bass breitet sich überall aus oder muss der Absorber möglichst frei platziert werden?
    Frohe Feiertage an Alle!

    1. Hallo Daniel,

      besser als nichts! Grundsätzlich sollte er entlang einer “Kante” des Raums platziert werden, weil er dort am stärksten wirken kann. Senkrecht raumhoch in den Ecken wäre zwar besser, um die horizontalen Moden stärker zu absorbieren – andererseits absorbieren Kantenabsorber frühestens ab 60 Hz so langsam mal, womit ein großer Teil des kritischen Bereichs gar nicht betroffen ist.

      Nur für höhere Frequenzen bringt er hinter dem Sofa weniger, weil er dafür zu wenig freiliegende Oberfläche aufweist.

      1. Da auch hörbare Geräusche aus dem iBeam kommen ist die Idee, den Absorber hinter der Couch “liegend” am Boden, entlang der Wand zu platzieren, damit die Frau ihn nicht sieht 🙂 WAF Attack! Hätte die Möglichkeit einen 2,5 m Absorber zu “verstauen”. Die Couch ist unten hohl, ähnlich einer umgedrehten Box, dadurch verstärken sich die akustische Signale, das möchte ich bekämpfen. Teppich drunter legen hat nicht viel gebracht. Vielen Dank

        1. Unter die Couch kannst du auch Dämmwolle packen, um die Nebengeräusche zu minimieren. Achte nur auf ausreichend Abstand zum IBeam, da es hier u. U. auch Abwärme geben kann. Für die Akustik bringt das darunter nur noch relativ wenig.

  8. Hallo Bert,
    ich habe nun schon sehr viel auf youtube und im Netz geforscht… mein Kompliment für deine Seite! Alles auf den Punkt, toll!
    Ich möchte einen Raum zum Musik machen akustisch aufwerten und habe etwas über das “live end dead end” Prinzip gelesen. Also der Platz zum Abmischen möglichst schalltot und der Rest des Raumes mit Absorbern und Diffusoren noch “lebendig”.
    In allen Quellen hieß es immer nur “Steinwolle/Glaswolle”, doch du bist der erste, der über die verschiedenen Strömungswiderstände schreibt.
    Deinem Artikel entnehme ich, dass ich in alle 4 Raumecken Bassfallen mit Material mit geringem kPa (50cmx50cm) stellen soll.
    Welches Material sollte ich aber Deiner Meinung neben und über dem Hörplatz verwenden? Dort würde ich Absorber mit 20cm Dicke realisieren können.
    Nehme ich aber nun ein Material mit sehr hohem kPa und verzichte auf das Abdämpfen tieferer Frequenzen, weil das ja dann die Bassfallen übernehmen, oder sollte ich auch hier Material mit sehr geringem kPa verwenden, um möglichst breitbandig zu dämpfen und die Gefahr eingehen, dass ich nicht alle “early reflections” vermeiden kann?
    Ziel ist ja beim Abmischen von musik, nur den Direktschall aus den Monitorboxen zu hören, also möglichst alle “early reflections” auszuschalten.
    Was würde wohl eine Kombination aus beidem bringen? z.b. 10cm mit Material mit sehr hohem kPa und darauf dann nochmal 10 cm mit Material mit geringem kpa? Quasi eine Art “Sandwich Absorber”?
    Vielen Dank

    1. Hallo Heiko,

      die Überlegung kannst du dir komplett sparen. 🙂 Wenn du eine Absorber-Stärke von 12 cm überschreitest bist du in dem Bereich, wo Material mit höherem Strömungswiderstand keinerlei Vorteile mehr gegenüber geringerem Widerstand hat. Du kannst also ab 12 cm (eigentlich schon ab 10 cm) einfach Sonorock verwenden.

      Bitte nur Steinwolle, keine Glaswolle. Letztere ist nur eine riesige Sauerei.

      Für Studios ist zwar die Physik grundsätzlich die gleiche, aber das Ziel etwas anders. Dazu empfehle ich dir ganz nebenbei das Buch Studio Akustik: Konzepte für besseren Klang. Das ist sowas wie die Bibel in dem Bereich.

  9. Hallo!

    Ich bin gerade am Heimkino bauen.
    Der Raum ist 20m2 groß.

    Ich werde ein Deckensegel und 9 Absorber an den Wänden verwenden.

    Das Problem momentan ist, dass Termarock 50 empfohlen wird.

    Jedoch wäre nur das 40er lagernd.

    Soll ich das Termarock 40 nehmen, wie ist da der Unterschied?

    Oder dann doch ein Sonorock?

    Vielen Dank!!

    1. Hallo Niki,

      in welcher Stärke sollen die Absorber denn verbaut werden? Ab 10 cm Stärke kannst du auch einfach Sonorock verwenden.

      Ansonsten: lagernd oder nicht – bestell das richtige Material und warte notfalls 2 Wochen darauf. Termarock 40 ist jetzt nicht ganz falsch, aber wenn 50 mehr bringen würde, lohnt es sich auch, darauf zu warten.

      1. Hi Bert!

        Danke für die Rasche Antwort!

        Das 50er war leider nirgenda aufzutreiben 🙁 dürfte in AT.. speziell in Wien fast unmöglich sein.

        Haben nun das 40er bestellt – in 5cm dicke, dieses werden wir doppelt verwenden um auf 10cm zu kommen + Wandabstand con 2cm.

        Hoffe, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe 🙁

  10. Hallo Bert!

    Zunächst einmal vielen Dank für deine geniale Seite. So viele sinnvolle Informationen an einer Stelle und so verständlich beschrieben findet man sonst nirgends.

    Ich möchte mir Absorberstellwände bauen, die ich einerseits beim Abmischen verwenden kann, um Early Reflexions zu vermeiden, aber auch beim Homerecording z.B. als mobile Gesangskabine oder um zu vermeiden, dass Reflexionen aufs Mikro auftreffen.

    Ich habe bereits Rahmen mit einer Tiefe von 10cm gebaut. Diese sollen mit Soff bespannt und mit Steinwolle befüllt werden. Außerdem möchte ich Gartenvlies zwischen Steinwolle und Stoff legen, um Faserflug zu vermeiden.

    Nachdem ich viele Forenbeiträge und deine Seite gelesen habe, und außerdem geschaut habe, was es in den Baumärkten in meiner Umgebung zu kaufen oder zu bestellen gibt, kann ich für die Steinwolle entweder Sonorock, Isover SSP 1 oder 2 und Termarock 40 oder 50 verwenden.

    Was würdest du für die Stellwände empfehlen? Es heißt zwar, dass man bei dieser Stärke das Material mit dem höchsten Strömungswiderstand nehmen soll (das wäre Termarock 50), aber ich möchte vermeiden, dass sich das negativ auswirkt, weil ich die Höhen im Vergleich zu den Tiefen evtl. zu stark bedämpfe. Ich möchte möglich gleichmäßig bedämpfen.

    Danke!

    1. Hallo Michel,

      um breitbandig zu bedämpfen heißt es “vorsichtig aber viel” – also niedriger Strömungswiderstand, aber großes Volumen und Fläche. Daher bist du mit Sonorock in mindestens 10 cm Stärke besser dran. Den etwas geringeren Absorbtionsgrad gleichst du bevorzugt durch noch mehr Stärke aus (wirkt dann tiefer) oder durch mehr Fläche (absorbiert insgesamt mehr).

      Soweit die Theorie und Praxis für Hörräume – ob dieses Rezept für Studios und Aufnahmetechnik so gesund ist, kann ich dir leider nicht sagen. Daher auch hier nochmal der Tipp, die Bibel zu diesem Thema zu lesen → Studio Akustik: Konzepte für besseren Klang

  11. Moin,

    macht es Sinn eine Kombination aus Sonorock und Thermorock 50, jeweils 40mm stark, zu nehmen? Oder ist es besser lieber nur Sortenrein 80mm jeweils 3 Stück zu bauen und dann an die Decke zu bringen?

  12. Moin, ich muss nochmal frage 🙂 Was ist mit Steico therm SD Holzfaserdämmplatte, hat einen [(kPa*s) / m²] >100 und ist diffusionsoffen? Kann man das nehmen in 2 oder 3 cm Stärke oder ist das total übertrieben?

    1. Hallo Karsten,

      Holzfaserdämmplatten sind keine porösen Absorber. Mit 100 kPa*s/m² absorbieren die im besten Fall noch Hochton. Alles andere kann da gar nicht eindringen und prallt einfach ab. Das ist also nicht übertrieben, sondern einfach nur nicht das richtige Material für diesen Zweck.

  13. Hallo, erstmal vielen Dank für die viele Mühe, die ganzen Infos zusammenzutragen, bin schon seit Tagen dabei, alle Artikel durchzuackern für mein eigenes kleines Projekt 🙂
    Als möglichst effektive akustische Maßnahme erscheint es mir da auch, “Universalabsorber” aufzuhängen, also Absorber die möglichst gleichmäßig im Bassbereich wie auch in den Mitten/Obertönen wirken. Da lautet ja die Empfehlung dieses Artikels, um die 10cm starke Absorber aus zb. Termarock 30 (7 kPa) zu verbauen. Wenn ich mir die Ergebnisse aus dem Porous Absorber Calculator anschaue, scheint aber Termarock 50 (16 kPa) bei 10cm sogar Vorteile im (unteren) Bassbereich zu haben, insbesondere wenn ich “random incidence” auswähle. Erst so ab 15cm Stärke zieht Termarock 30 deutlich davon. Interpretiere ich da die Ergebnisse der Software falsch oder habe ich sonst was übersehen?

    1. Hallo Franz,

      nein, das passt schon. Es gibt immer wieder mal so kleine Abweichungen bei gewissen Kombinationen. Statt Termarock 30 würde ich zunächst mal gleich auf Sonorock wechseln, das wirkt fast gleich, kostet aber nur die Hälfte. Weiterhin sind Absorber in diesem “basstauglichen” Bereich erst ab 10 cm zu empfehlen – was nicht heißt, dass es bei 10 cm nichts besseres gibt. Etwas dicker wäre schon besser. Aber ganz allgemein kann man sagen, dass man ab 10 cm nicht mehr großartig über was anderes nachdenken muss.

      1. Hallo Bert,
        vielen Dank für die Antwort. Mir ist natürlich klar, dass es da immer auch praktische Überlegungen gibt, und insbesondere wenn man viel Fläche zu füllen hat spielt der Preis natürlich eine große Rolle. Da mein Raum relativ klein ist und ich insgesamt nicht viele Absorber verbauen kann, ist meine Arbeitszeit deutlich wertvoller als die paar Euro für das Dämmaterial. Deshalb hat mich das Thema, welches Material bei 10cm wirklich optimal ist trotzdem nicht in Ruhe gelassen 🙂
        Bei meinen Recherchen bin ich auf folgende Master-Arbeit gestoßen:
        https://amcoustics.com/articles/thesis/5_2_1
        Laut dieser Arbeit (bzw. der referenzierten Quelle) liegt der optimale -spezifische- Strömungswiderstand eines Absorbers zwischen 0,8 und 2,4 kPa s/m. Mit dem Längenbezogenen Strömungswiderstand eines Materials kann ich mir dadurch ganz leicht ausrechnen, in welchem Dickebereich ein Absorber aus diesem Material im optimalen Bereich liegt (Ziel-Strömungswiderstand / Längenbez. Strömungswiderstand = Ziel-Dicke). Damit komme ich auf folgende Werte:
        Termarock 50 (16 kPa): 5cm – 15cm
        Termarock 40 (10 kPa): 8cm – 24cm
        Termarock 30 (7kPa): 12cm – 34cm
        Sonorock (6 kPa): 14cm – 40cm
        Das bestätigt zumindest meine Beobachtungen mit dem Porous Absorber Calculator, dass ab 15cm Sonorock bessere Werte liefert als Termarock 50, da hier Termarock 50 bereits an der Grenze des optimalen Bereichs liegt, während Sonorock schon innerhalb ist.
        Das optimale Material für einen 10cm Absorber scheint also aus meiner Sicht Termarock 40 zu sein, insbesondere im Bereich 100-400Hz arbeitet der Absorber dann rechnerisch 5-10% effektiver als Sonorock.
        Ein 10cm Absorber mit Sonorock wird natürlich trotzdem brauchbare Ergebnisse liefern und ist Angesichts des günstigen Preises eine Überlegung wert, da hast du schon recht.

        1. Das ist so weit alles richtig. Der Rechner basiert ja auf den selben Formeln, von daher war das zu erwarten. 😉

          Was dabei halt oft vergessen wird: die mögliche Gesamtfläche für Absorber zu berücksichtigen. Wenn man in einem Wohnraum nicht viel Fläche abdecken kann, fährt man mit höherem Strömungswiderstand besser. Dabei wird zwar der Bass vernachlässigt, aber wenigstens tut sich ab dem Mittelton einiges. Kann man viel Fläche oder Volumen vollpacken, ist Sonorock besser. Das nimmt auch den Bass mit. Wirkt dafür zwar auch insgesamt schwächer, aber das wird ja durch die größere Fläche kompensiert.

          1. Hallo Bert,
            Natürlich basiert das alles (ungefähr) auf denselben Formeln, es beruhigt mich trotzdem, wenn ich auf 2 verschiedene Arten rechne und es kommt dasselbe heraus 😉
            Habe erst nachdem ich selbst recherchiert hatte den Artikel “Poröse Absorber: Grundlagen der Schallabsorbtion” gefunden, obwohl der auf der Hauptseite verlinkt ist, da wäre das alles schon drinnen gestanden. Naja.
            Einen Inkonsistenz bleibt für mich noch, die ich nicht ganz verstehe: intuitiv würde ich dir recht geben, dass es reichen müsste, mit so 10cm starken Absorbern die mit niedrigem Strömungswiderstand ausgestattet sind einfach viel Fläche abzudecken. Wenn ich mir die Absorptionskurven so ansehe, dann wirkt ein 10cm Absorber mit 16 kPa aber gerade im Bass und Tiefbass deutlich effizienter als ein gleich dicker Absorber mit 7kPa. Letzterer hat dafür bei den Mitten bzw. Höhen Vorteile. Laut dem Grundlagen-Artikel verstärkt sich dieser Effekt dann einfach noch wenn man mehr Fläche abdeckt, dh. der Absorber mit 16 kPa bleibt effizienter.
            Das ist aber genau entgegen meiner Intuition bzw. auch genau entgegen deiner Erklärung…

          2. Ich verstehe, was du meinst. Ich behaupte ja auch nicht, dass es bei 10 cm Stärke keinen Unterschied macht, was man nimmt. Im Grunde sind 16 kPa da immer noch besser. Allerdings geht es da nur um ein paar Hz hin oder her. Bei ca. 200 Hz ist so oder so Sense. Rechne das mal mit 12 und 15 cm Stärke, dann siehst du, wo der Punkt ist, an dem sich das Blatt plötzlich wendet.

            Worum es mir eigentlich geht ist, dass du mit 10 cm Absorbern so oder so keinen Tiefbass absorbieren wirst (Tiefbass ist < 200 Hz). Und gerade in dem Bereich 10–15 cm, was viele Leute gerade noch so an ihre Wand bekommen, sind die Unterschiede so gering, dass sich der Aufpreis für 16 kPa-Absorber nicht lohnt. Ein 16 kPa-Absorber ist natürlich besser als einer mit nur 6 kPa, aber eben erst ab 200 Hz. Darunter bewirkt er kaum noch was, weil er viel zu dicht ist und der Tiefbass deshalb gar nicht richtig eindringen kann. Wenn du den Bereich von 60–200 Hz effizient absorbieren willst, führt kein Weg an einem 6 kPa-Absorber mit 30–50 cm Stärke vorbei.

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