Alle Beiträge von Bert Kößler

Über Bert Kößler

Leidenschaftlicher Filmvorführer, Popcorn-Koch, Kartenabreißer, Platzanweiser, Programmchef, Projektionist, Reinigungsfachkraft und Kabelmann in einer Person. Neigt zu ausgeprägtem Fanatismus, wenn es um die Steuerung und Automatisierung des Heimkinos geht. Konnte sich zwischen zwei Filmen dazu motivieren, Heimkino Praxis als Ventil für gelegentliche Schreibanfälle zu gründen.

DLP-Beamer demystifiziert

Wie schlimm ist der Regenbogeneffekt wirklich?

Im Zusammenhang mit DLP-Beamern wird immer wieder der sogenannte Regenbogeneffekt erwähnt. Doch hat ihn längst nicht jeder gesehen oder kann sich etwas darunter vorstellen. Oft wird von einer Anfälligkeit für den Effekt gesprochen. Ob du anfällig für den Effekt bist und ob du deshalb in Panik verfallen musst, soll dieser Beitrag klären.

Ein Bild meiner Türklinke, Edelstahl auf dunklem Holz. Der Regenbogeneffekt wird an hellen Lichtreflexionen sichtbar, die normalerweise weiße Spots im Bild sind.
Eine grobe Simulation dessen, was man für den Bruchteil einer Sekunde wahrnimmt, wenn der Regenbogeneffekt zuschlägt. (Das Bild zeigt meine Tür mit Absorbern.)

Die bloße Erwähnung des Regenbogeneffekts (auch engl. als Rainbow Effect oder kurz RBE bezeichnet) hat schon so manchen vom Kauf eines DLP-Beamers abgehalten. Das ist schade, da viele dieser Geräte in ihrer jeweiligen Preisklasse eigentlich in Sachen Bildqualität, Lichtausbeute und Schwarzwert die Nase vorn haben (siehe Anforderungen an einen Beamer). Höchste Zeit, diese Angst zu relativieren.

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Serie Leinwand-Maskierung zur Bildverbesserung (Teil 1 2 3 4 5 6 7)

HTTP-Webservice mit Node.js zur Steuerung eines Schrittmotors

Für eine Leinwand-Maskierung, die sich mechanisch verschieben lässt, haben wir einen Schrittmotor mit Gewindespindel als Antrieb vorgesehen. Ein Raspberry Pi steuert den Motor mit Hilfe eines Python-Scripts. Weil das für die Einbindung in die Heimkino-Steuerung etwas unpraktisch ist, wollen wir hier noch einen kleinen Webservice drum herum stricken, der die Steuerung der Maskierung im hausinternen Netzwerk zur Verfügung stellt.

Ein Raspberry Pi 3 mit diversen belegten Pins, die mit dem Schrittmotor-Treiber verdrahtet sind.

Der Vorteil eines HTTP-Webservices ist, dass es mittlerweile sehr viele Systeme zur Hausautomation gibt, die diesen ansprechen können. Dazu gehören unter vielen anderen die beliebte Logitech Harmony und der Light-Manager Air. Zwar ist mit der hier gezeigten Umsetzung noch keine direkte Anbindung an einen Sprachassistenten möglich, aber über den Umweg eines der genannten Systeme ist das nur noch Fleißarbeit. Außerdem wollen wir unsere Maskierung ja nicht gleich der ganzen Welt öffnen.

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Wechselndes Bildformat mitten im Film

Ist dir auch schon mal aufgefallen, dass in manchen Filmen das Bildformat ab und zu zwischen 16:9 und 21:9 wechselt? Das tritt mehrmals im Film auf und betrifft immer einzelne Szenen oder Kameraeinstellungen.

Ganz kurz zur Auffrischung:

  • 4:3 war das Format alter Röhrenfernseher, was inzwischen zum Glück so gut wie ausgestorben ist.
  • 16:9 ist das moderne Format, wie es beinahe jeder Fernseher und Projektor heute hat. Auch Filme auf Blu-ray sind in 16:9 codiert, wenngleich sie auch nicht immer das volle Format nutzen (schwarze Balken).
  • 21:9 ist ungefähr das im Kino am weitesten verbreitete Cinemascope-Format.
    • 2,33:1 ist die exaktere Entsprechung dieses Seitenverhältnisses.
    • 2,39:1 und 2,4:1 sind Formate, in denen Cinemascope-Kinofilme tatsächlich vorliegen, also minimal breiter als 21:9.

Was hat es nun mit dem wechselnden Bildformat auf sich? Warum gibt es in manchen Filmen Szenen mit schwarzen Balken und welche im Vollbild?

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Status Quo

CinemaVision mit Kodi 18 „Leia“

Seit Anfang 2019 die Version 18 von Kodi, Codename „Leia“, an den Start ging, war das beliebte Add-On CinemaVision nicht mehr funktionsfähig. Ich fasse hier das Problem und mögliche Lösungen kurz zusammen. Mittlerweile gibt es einen Development-Release, der die meisten Probleme behebt.

Das Auswahlmenü für Sequenzen in CinemaVision.
CinemaVision in neuem Gewand: Der Development-Release 1.1.1a12 unter Kodi 18

Wie die meisten Add-Ons muss auch CinemaVision mit jeder neuen Version von Kodi aktualisiert werden. Zu dumm nur, wenn der Entwickler des Add-Ons sich nicht mehr darum kümmert. Was auch immer die Gründe dafür gewesen sein mögen – einer ganzen Nutzer-Community machte das für einen Großteil des Jahres 2019 Probleme. CinemaVision war unbrauchbar, weil niemand gefunden wurde, der es weiter in Schuss hielt. Dabei ist es so eine geniale Lösung für die Wiedergabe eines Kino-Vorprogramms.

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Echtes Breitbildformat mit voller Auflösung und Helligkeit

Projektion auf eine 21:9-Leinwand: Cinemascope

Seit Jahren hat sich das Seitenverhältnis 16:9 bei Fernsehern und Projektoren durchgesetzt. Man kann es mit Recht als den Standard seit etwa 20 Jahren bezeichnen. Schließlich ist es äußerst praktisch und ein guter Kompromiss für alle Anwendungsfälle. Alte Videos im Format 4:3 lassen sich darauf ebenso gut wiedergeben wie Kinofilme im Cinemascope-Format. Willst du dir ein Heimkino einrichten, das hauptsächlich für die Wiedergabe von Filmen vorgesehen ist, solltest du über eine Leinwand im 21:9-Format nachdenken.

Cinemascope-Leinwand
Foto: Markus Greilinger

Ich will hier einmal die Vor- und Nachteile des Cinemascope-Formats gegenüberstellen und aufzeigen, welche Möglichkeiten du hast, um Filme auf einer echten 21:9-Leinwand genießen zu können. Auf Fernseher gehe ich nicht weiter ein, da die meisten der nachfolgend genannten Probleme dafür nicht relevant sind und es schlicht und einfach nur ein paar wenige TV-Geräte im Format 21:9 auf dem Markt gibt.

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