Die vierte Wand

Als die vierte Wand bezeichnet man im Film die Barriere zwischen Schauspielern und Zuschauern. Die von den Schauspielern verkörperten Charaktere wissen normalerweise nicht, dass sich hinter der vierten Wand die Zuschauer befinden. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Theater.

Auf einer Theaterbühne werden Räume normalerweise durch 3 Wände abgebildet. Auf Seite des Zuschauerraums befindet sich die vierte Wand, die nur für die Schauspieler auf der Bühne existiert. Schauspieler müssen so handeln und sprechen, als wären die Zuschauer nicht anwesend.

Auch im Film existert die vierten Wand, auch wenn sie dort eher in Form der Kamera in Erscheinung tritt. Das Prinzip ist das selbe wie im Theater. Viele Filmsets bestehen ebenfalls nur aus 3 Wänden, um Platz für das Team hinter der Kamera zu lassen.

Von der vierten Wand ist meist dann die Rede, wenn Schauspieler diese durchbrechen. Das heißt, ein Schauspieler kann sich bewusst an das Publikum wenden und zu diesem sprechen. Im Theater ist das nicht unüblich, zum Beispiel um einen Versprecher auf witzige Art zu korrigieren. Im Kino ist Deadpool ein bekannter Vertreter dieses Stilmittels — der Protagonist wendet sich den gesamten Film über andauernd dem Publikum zu.

Über Bert Kößler

Leidenschaftlicher Filmvorführer, Popcorn-Koch, Kartenabreißer, Platzanweiser, Programmchef, Projektionist, Reinigungsfachkraft und Kabelmann in einer Person. Neigt zu ausgeprägtem Fanatismus, wenn es um die Steuerung und Automatisierung des Heimkinos geht. Konnte sich zwischen zwei Filmen dazu motivieren, Heimkino Praxis als Ventil für gelegentliche Schreibanfälle zu gründen.

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