Ein Résumé zum aktuellen Stand der 3D-Tonformate

Dolby Atmos, DTS:X und Auro 3D – ein Zwischenbericht

Es mag einige verwundern, dass ich hier noch nie die neuen 3D-Tonformate als Thema aufgegriffen habe. Dann will ich das mal schnell nachholen. Das bekannteste Tonformat der neuen Generation, Dolby Atmos, Dolby Atmos ist zur Zeit das führende 3D-Tonformathat sich jetzt seit einigen Jahren in vielen Kinos etabliert und dringt auch so langsam in die heimischen Wohnzimmer vor. Na, in die Wohnzimmer vielleicht seltener, aber in die etwas ambitionierteren Heimkinos.

Neben Dolby Atmos kämpft sich auch das Format DTS:X langsam nach oben. Nachdem DTS auf der Blu-ray mit wenig Vorsprung die Führung eingenommen hat (auf der DVD war Dolby Digital das führende Format und DTS nur ein gelegentlicher Bonus), hat es bei der Einführung seines 3D-Formats bisher kläglich versagt. Gerade erst sind die ersten AV-Receiver mit DTS:X-Unterstützung auf den Markt gekommen.

Ganz nebenbei arbeitet sich ein neuer, viel versprechender Mitbewerber nach oben: Auro 3D ist vielleicht das interessanteste Konzept von allen. Dabei ist es nicht unbedingt ein eigenes Tonformat, sondern wird beispielsweise in einem DTS-Container eingebettet.

Allen neuen Formaten ist gemein, dass sie abwärtskompatibel sind. Hat man keinen Dolby-Atmos-fähigen AV-Receiver, gibt damit aber eine Atmos-Tonspur wieder, bekommt man die gewohnten 5.1-Bestandteile zu hören. Es gibt also keinen Grund, die Anschaffung von Filmmaterial in Dolby Atmos zu scheuen. Wenn Ihr es jetzt noch nicht wiedergeben könnt, dann vielleicht irgendwann.

Neue AV-Receiver

Wer auf 3D-Sound umsteigen will, braucht einen AV-Receiver, der in der Lage ist, die Tonspuren zu dekodieren. Ende 2014 haben Hersteller wie Denon und Marantz damit begonnen, für ihre jüngsten Modelle (teils kostenpflichtige) Updates auszuliefern, die Dolby Atmos nachrüsten. Selbstverständlich war das nur bei Verstärkern möglich, die von vorneherein über genügend Endstufen verfügten, um die mindestens zwei zusätzlichen Höhenkanäle wiederzugeben.

Inzwischen haben fast alle Hersteller nachgezogen und liefern ihre aktuellen Modelle ab Werk mit Unterstützung für Dolby Atmos aus. Einige haben auch Auro 3D an Bord und so langsam kommt DTS:X ebenfalls ins Rollen.

Das ganze ist natürlich den Modellen in der höheren Preisklasse vorbehalten. Wie schon erwähnt benötigen die zusätzlichen Lautsprecher auch eigene Endstufen, und die sind nun mal nicht in den Einsteigermodellen enthalten. das Warten auf ein Dolby-Atmos-Update für kleinere AV-Receiver ist also zwecklos.

Mehr Lautsprecher

Sinn aller 3D-Tonformate ist es, eine zusätzliche Höhenebene in den Sound zu bringen. Wie es immer so schön heißt: damit man noch mehr eingehüllt wird. Letztendlich lassen sich damit aber vor allem auch Effekte von oben realisieren, zum Beispiel Flugzeuge und Helikopter.

Dafür werden mindestens zwei, besser vier zusätzliche Lautsprecher an der Decke benötigt. Hinzu kommt — wenn man es denn ganz durchziehen will — ein weiterer Lautsprecher direkt über dem Hörplatz, der sogenannte(n) „Voice of God“.

Das kann ein ganz ordentlicher Installationsaufwand werden, besonders wenn man die Kabelführung bedenkt. Die Einbußen für die Optik des Raums ist auch nicht zu vernachlässigen. Schließlich sollte man hier nicht auf billige Decken-Einbau-Lautsprecher aus dem Baumarkt setzen. Zwar müssen es keine besonders großen Lautsprecher sein, allerdings sollte ein homogenes Klangbild zusammen mit der unteren Ebene entstehen.

Als Alternative gibt es aber auch Aufsatz-Lautsprecher für einen indirekten Sound von der Decke. Die werden einfach vorne und hinten auf die vorhandenen Lautsprecher aufgesetzt und strahlen schräg nach oben ab. Was immer sie ausgeben, wird von der Decke reflektiert und gelangt so über einen Umweg zum Hörer.

Die Installation wird dadurch wesentlich einfacher und wohnzimmertauglicher. Allerdings handelt es sich dann auch nur um indirekten Sound und keine echte Tonquelle an der Decke. Den Unterschied kann man durchaus heraushören. In meinen Augen ist das nur ein mäßiger Kompromiss, wenn Lautsprecher an der Decke beim besten Willen nicht möglich sind. Mit einem Deckensegel zur Verbesserung der Akustik ist das natürlich auch nicht vereinbar.

Filme in Dolby Atmos

Wer Dolby Atmos hören will, braucht auch entsprechendes Quellmaterial. Wie bei allen neuen Techniken ist das nicht gerade im Überfluss vorhanden. Als Ende der 90er die DVD ihren Durchbruch hatte, wurden nicht sehr viele DVDs produziert, weil kaum jemand einen DVD-Player hatte. Aber es hatte kaum jemand einen DVD-Player, weil es keine DVDs dafür gab. Bei der Einführung der Blu-ray war das nicht viel anders.

Angebot und Nachfrage steigen bei der Einführung neuer Bild- und Tonformate sehr langsam. Das ist komisch, wenn man bedenkt, wie schnell ein neues Smartphone oder eine Spielekonsole auf den Markt kommt. Aber bei DVDs und Blu-rays gibt es eben viele verschiedene Anbieter und technische Standards. Da will niemand so richtig der erste sein.

Will man als Verbraucher einer der ersten sein, der eine neue Technik wie Dolby Atmos in seinem Kino einsetzt, endet das zwangsläufig in der folgenden Situation:

  • Man kauft Filme, die man eigentlich gar nicht so gut findet, nur weil sie eine Tonspur in Dolby Atmos haben.
  • Man sieht sich diese Filme überdurchschnittlich oft an, weil man ja sein schönes, neues und cooles Dolby-Atmos-Kino auch als solches nutzen will.

Ich finde keine dieser beiden Tatsachen erstrebenswert. Insbesondere, da uns bei der Einführung der 3D-Tonformate das alles gleich drei Mal ins Haus steht.

Die ersten halbwegs lohnenden Filme mit (meistens deutscher) Tonspur in Dolby Atmos will ich Euch als kleine Starthilfe aber gerne auflisten. Achtet ggfl. darauf, die richtige Ausgabe zu wählen.

Mittlerweile wird das Angebot aber interessanter. Ich will nicht sagen, dass sich schon alleine wegen der Filmauswahl die Anschaffung der ganzen Technik lohnt. Wir sind aber zumindest an einem Punkt angekommen, wo wir nicht mehr immer die selben zwei Filme im Wechsel gucken müssen, um unsere tägliche Atmos-Dosis zu bekommen.

Es ist zu früh für Dolby Atmos im Heimkino

Bereits an diesem Punkt kann ich — zumindest für mein Empfinden — sagen, dass es noch einen Tick zu früh ist, um sich auf Dolby Atmos & Co. im Heimkino zu stürzen.

  • die zugrunde liegende Technik ist noch nicht bei allen drei Formaten endgültig in trockenen Tüchern
  • es gibt noch keine nennenswerte Auswahl an AV-Receivern, die alle Formate einwandfrei unterstützen
  • auch für die Decke geeignete Lautsprecher sind bei den meisten Herstellern gerade erst in Arbeit oder liegen nur in einer ersten Serie vor
  • es gibt zu wenig Software, für die sich die Anschaffung jetzt schon lohnen würde
  • es ist noch nicht entschieden, welches Format sich auf der Blu-ray durchsetzen wird

Man könnte es auch so formulieren: Dolby Atmos, Auro 3D, DTS:X und alles, was damit zusammen hängt, steckt in gewisser Weise noch in der Beta-Phase. Es kann und wird sich noch vieles ändern.

Besonders die Tatsache, dass sich noch nicht vorhersagen lässt, welches Format auf der Blu-ray die Oberhand gewinnen wird, ist für mich Grund genug, zu warten. Im Moment hat Dolby die Nase vorn. Wenn ich jetzt aber vier Lautsprecher nach Dolby-Empfehlungen aufhänge, wer garantiert mir, dass ich nicht in einem Jahr alles wieder umbauen muss? Jedes Format hat unterschiedliche Empfehlungen. So lange aber nicht alle Formate vollständig ausgereift sind und in jeden AV-Receiver Einzug gehalten haben, finde ich keine Lösung, die mit allen Formaten kompatibel ist.

Upmixer: 3D-Sound trotz fehlendem Quellmaterial

Der Mangel an Quellmaterial wird sich im Laufe der Zeit selbst beheben, wahrscheinlich schneller, als wir heute glauben. Bis dahin haben die vielen Lautsprecher trotzdem einen Nutzen. AV-Receiver nutzen die zusätzlichen Kanäle, um auch alle bisherigen Tonquellen nach oben zu erweitern.

Surround-Decoder und DSP-Programme sorgen schon seit Jahren dafür, dass Stereo-Quellen auch auf mehr als zwei Lautsprechern wiedergegeben werden können.

Bei Surround-Decodern werden tatsächlich Informationen aus den vorhandenen Kanälen herausgefiltert und auf andere Kanäle verteilt. Bei den DSP-Programmen findet hingehen eine Manipulation der vorhandenen Klanginformationen statt, zum Beispiel durch das Hinzufügen von minimalen Echos oder Verzögerungen, um so bestimmte räumliche Gegebenheiten zu simulieren.

Beides kommt in erweiterter Form auch bei den neuen 3D-Tonformaten zum Einsatz. Man könnte sagen, es wird jetzt nur nicht mehr von Stereo zu Surround erweitert, sondern von Surround nach oben.

Allen voran muss man hier Auro 3D erwähnen, das mit Auro-Matic® einen sehr leistungsfähigen und für alle Quellen interessanten Upmixer mitbringt — angefangen bei alten Mono-Aufnahmen. Das funktioniert nicht nur für Filme, sondern auch für Musik ausgesprochen gut.

Man braucht also nicht zwingend Quellen in Dolby Atmos oder Auro 3D, um etwas von oben zu hören. Die neuen AV-Receiver sorgen dafür, dass die Deckenlautsprecher nicht die meiste Zeit ungenutzt herumhängen.

Eine weit verbreitete Fehlannahme ist dabei allerdings, die Geräte könnten aus herkömmlichen 5.1-Quellen tatsächlich Geräusche extrahieren und an der Decke wiedergeben, wenn sie sinngemäß dort hin gehörten. Flugzeuge kommen aber noch lange nicht von oben, nur weil ein Upmixer aktiv ist. Die herkömmlichen Tonformate enthalten keinerlei Informationen darüber, aus welcher Höhe ein Geräusch kommt, noch können sie wissen, was ein Geräusch ist. Es sind einfach nur fertig gemixte Kanäle.

Daher kann ein Upmixer nicht entscheiden, ob es sich bei irgend einem Ton um ein Flugzeug handelt und — selbst wenn er das könnte — ob sich dieses tatsächlich gerade im Überflug befindet oder frontal auf der Leinwand. Dahingehende Versuche würden in zu vielen Fehlinterpretationen enden.

Was ein Upmixer kann, ist, die hinteren Kanäle stärker als die Front in die Klanginformationen für die Decke einzubeziehen. Da überfliegende Flugzeuge für gewöhnlich in die Surround-Kanäle wandern, kann dadurch der Eindruck entstehen, der Ton würde tatsächlich von oben kommen.


Man kann also bereits jetzt auf Dolby Atmos & Co. aufrüsten und damit schon einen deutlichen Mehrwert bekommen. Wie bei allen technischen Neuheiten muss man eben den höheren Preis am Anfang in Kauf nehmen. Man geht außerdem das Risiko ein, in etwas zu investieren, was sich in dieser Form vielleicht gar nicht durchsetzen wird. Das gilt bei dieser Neuerung mehr als bei der Einführung von DVD, Blu-ray, 3D, 4k oder vergleichbarem: Die meisten Leute haben doch noch nicht mal die Möglichkeit, ein 5.1-Set vernünftig aufzustellen. Und jetzt auch noch Deckenlautsprecher? Die Zielgruppe ist bei den 3D-Tonformaten vergleichsweise gering.

Das alles ist natürlich nur meine Meinung. In einem Jahr sieht wahrscheinlich schon alles ganz anders aus. Trotzdem möchte ich niemanden davon abhalten, schon jetzt seine Erfahrungen mit den neuen Formaten zu machen. Es ist ja auch zu einem guten Teil eine Frage des Geldes und wie locker selbiges sitzt. Und mal ehrlich: Wenn niemand auf den Zug aufspringt, werden sich die Systeme im Heimkino-Bereich niemals weiterentwickeln und verbreiten.

Über Bert Kößler

Ein Kino in den eigenen vier Wänden fand ich schon immer spannend. Meine Leidenschaft gilt vor allem der Einrichtung, Steuerung und Automatisierung. Hier teile ich meine Erfahrungen mit Anfängern und Fortgeschrittenen, die mehr aus Ihrem Heimkino machen wollen.

32 Gedanken zu „Dolby Atmos, DTS:X und Auro 3D – ein Zwischenbericht

  1. So weit ich weiß bringen die 3D Formate ja auch Vorteile für vorhandene 5.1 und 7.1 System (wenn man den Receiver austauscht). Zumindest theoretisch könnte ich mir vorstellen das ein Receiver mit den Positionsdaten eines Geräuschs und den setupspezifischen Informationen die er über das außmessen per Mikrofon hat ein besseres Ergebnis liefern kann als ohne.

    Bei DTS:X, wo angeblich eine spezielle Dialogspur existiert, hätte man tatsächlich einen Vorteil weil man die Dialoge unabhängig lauter und leiser machen kann.

    Allerdings sehe ich im Moment auch noch nicht den Drang mir deshalb einen neuen Receiver zuzulegen.

  2. Mir sind bereits Berichte untergekommen, in denen beschrieben steht, daß gerade DTS:X auch über ein Atmossetup vernünftig laufen wird.

    Auf DTS:X baut Auro zukünftig auf.

    Wer also ein Atmossetup an die Decke nagelt, macht mit D&M Receivern, die alle 3 Formate beherrschen, nichts falsch.

    Den/die Artikel suche ich gerne nochmal raus.

    Die älteren Receiver sind daher die falsche Wahl, die aktuelle Generation sollte alles meistern können (Marantz SR7010 und höher, Denon AVR-X6200 und höher)

    Solange die Receiver alle 3 Formate beherrschen, sollte nichts schief gehen, sofern die Artikel nicht gelogen haben. Und DAS wage ich zu bezweifeln.

    VG

    Marcel Kuhn

  3. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern wie der Großteil von Leuten sagten “ wer braucht schon so große Fernseher bei sich zu Hause “ Das ist noch gar nicht so lange her. Mittlerweile ist 55″ schon fast Standard.
    Bei den Soundformaten ist es ähnlich, nur es braucht mehr Zeit. Erst wenn die kostengünstigeren AVR’s serienmäßig mit Atmos und Co. ausgeliefert werden, steigt die Nachfrage nach dem entsprechenden Tonmaterial. Das war damals bei der Einführung von Dolby Surround auch so. Anfangs wollte sich auch niemand Lautsprecher in die „Ecke“ stellen : )
    Für mich ist es auf jeden Fall eine Bereicherung, obwohl ich bis jetzt nur Atmos nutzen kann, da mein AuroUpdate erst im März kommt.
    Wer jetzt gerade dabei ist, ein Heimkino zu planen, sollte zumindest Deckenlautsprecher ( bzw. die Verkabelung dafür ) in seine Planung mit aufnehmen.
    Gruß, Uwe

  4. Moin in die Runde,
    mein Denon AVR-X7200WA hat heute das DTS-X Update bekommen.
    Somit stehen mir jetzt Dolby Atmosphäre, DTS-X und Auro3D zur Verfügung.
    Ich muss sagen, dass der Dolby Sound mit passender Spur gut ist.
    DTS-X mit passender Spur ist auch gut.
    Auro3D über zeigt jedoch am stärksten.
    Die Upmixer von DD und DTS sind okay, wobei mir bei DTS-Neural:X der Bass fehlt.
    Auch hier Punktet Auro3D immens und ich nutze nur noch Auro3D.
    Es ist eine super Erfahrung und man möchte diesen Sound nicht mehr missen.

    Gruß aus Hamburg
    Dennis

    1. Mein Update für Auro 3D waren leider knappe 150 fehlinvestierte Euro.

      Ich nutze den Marantz SR 7010 und Auro schaufelte mir nein zunächst eingestelltes Setup durcheinander.

      Nach neuer Einmessung waren die Rearkanäle zu leise.

      Also Auro wieder stumpf deaktiviert, neue Einmessung und alles Klingt wieder wie vorher.

      Mein Fazit: DTS:X arbeitet besser als Atmos, macht Auro aber auch komplett überflüssig.

      Musik gehört weiterhin in Stereo gespielt, da konnte auch das ach so gute Auro nix dran ändern.

      Zukünftig werden die Tonspüren zeigen, wer es besser daufhat.

      Beim Upmix gewinnt definitiv DTS.

  5. Ich bin auf Hilfe angewiesen… Ich wohne in einem denkmalgeschütztem Haus und somit verbieten sich Deckenlautsprecher. Derzeit habe ich einen AR Denon 1912, den blu-ray Cambridge azur 752 und von Teufel die Theaterboxen. Jetzt möchte ich die Boxen alle rausschmeißen und mir die YSP-5600 von Yamaha holen. Ich habe sie schon probehören können und es passt hervorragend. Nun weiß ich aber nicht, ob ich noch meinen AV benötige. Der YSP hat ja alles was ein AV auch hat inkl. Atmos und dts:x. Was ist wenn die Frau einfach nur mal Radio hören will. Ist es wirklich so einfach YSP-TV-Zuspieler aus , das war´s? LG Torsten

    1. Das ist so einfach, ja. 🙂

      Ob der YSP-5600 allerdings normale Radiosender empfangen kann, ist jetzt auf den ersten Blick nicht ersichtlich. Am besten lädst Du Dir bei Yamaha mal die Bedienungsanleitung runter und schaust nach, wie (und ob) man Radio empfangen kann.

  6. Hallo Zusammen,

    ich habe letzten Sommer auf anraten eines Media Markt Mitarbeiters den Pioneer VSX 831 und ein Canton Movie 60 5.1 Set gekauft . Nun habe ich festgestellt, dass der Receiver wahrscheinlich nie ein Update auf Dolby Atmos, DTS X oder Auro 3D erhalten wird. Mein Wohnzimmer ist ca. 12qm groß. Ich bin am überlegen auf einen VSX 1131 oder den Denon 2300 umzusteigen. Lohnt sich das bei der Wohnzimmer größe? Ist die neue Technik Zukunftssicher? Oder lieber behalten und Tee trinken.

    1. So lange Du nicht wirklich auf Dolby Atmos & Co. erweitern willst, ist es überflüssig, einen anderen Receiver zu kaufen. Bis es wirklich so weit ist, gibt es schon wieder andere Technik. Hinzu kommt auch, dass Atmos bei 12 m² wirklich schon grenzwertig ist. Zwei Deckenlautsprecher sind da eigentlich schon das höchste der Gefühle — und das auch nur, wenn die restlichen Lautsprecher sehr gut aufgestellt sind.

  7. Hallo Bert,

    Frohes Neues fürs erste und danke für die schnelle Antwort.

    Die Lautsprecher sind eben nicht 100% aufgestellt, sondern eher so wie es passt. Die Bücherschränke von meiner Freundin sind da im Weg und lässt sich nicht ändern.

  8. Hallo zusammen,
    habe in den letzten Tagen meine komplette Heimkinoanlage auf 4K und Dolby Atmos umgestellt.
    Fire TV 4K, Panasonic 900 UHD-Player, Technisat UHD SAT-Receiver und Onkyo 3100 AV Receiver, Samsung 70“ 4K TV. Software ist ja noch sehr teuer bzw. habe schon mehrere Fehlkäufe gehabt weil die Beschreibung bei amazon oder auf der 4K Hülle leider nicht stimmt.
    Jetzt meine Frage: Youtube in 4 K der Hammer und absolut kein Problem – aber was mache ich mit dem Dolby Atmos Ton der leider nicht kommt. Weder auf dem UHD-Player Panasonic und Technisat noch auf dem 4K Fire TV.

    Hat jemand einen Vorschlag?

    Herzliche audiophile Grüße

      1. Hier mal ein Link von Youtube in 4 K und Dolby Atmos:

        https://www.youtube.com/watch?v=qJA2U-YMvkk&list=PLyPxhxOqfFsW6mLBnpIX9dcAbgQred9bR&index=3

        Es wird aber egal von welchem Gerät abgespielt am Onkyo 3100 nur 2 Kanal Surround angezeigt.

        PS: Natürlich ist der Ton toll – aber noch nicht Dolby Atmos!!!
        Youtube und dann 4 K einfach mal stöbern – genial!

        Bleibe weiter am Ball und freuen mich auf Gleichgesinnte.

        Herzliche audiophile Grüße und vielen Dank für die schnelle Antwort

        1. Um das mal aufzuklären: YouTube wird Dir niemals Dolby Atmos ausgeben. Nur weil in diesem (offiziellen) Demo-Trailer „Atmos“ zu lesen ist, heißt das ja nicht, dass der Ton so codiert ist. Von YouTube kann immer nur Stereo kommen. Das hat technische Hintergründe und liegt zuallererst daran, dass noch kein Browser Tonformate größer als Stereo unterstützt.

          Der gezeigte Trailer ist die offizielle, ausführliche Dolby Atmos Demo und kann bei Demo World heruntergeladen werden. Dort hat der Film wirklich Atmos-Ton. Du benötigst dann aber immer noch einen Player, der diesen auch erkennt und unverändert an den Receiver weiter gibt. Am besten auf einen USB-Stick ziehen und direkt in den Blu-ray Player stecken, das hat die meiste Aussicht auf Erfolg.

          1. Vielen Dank für die Auskunft – hätte mich sonst noch Stunden mit dem Thema beschäftigt!!!

            Herzliche audiophile Grüße

  9. Hab mal eine Frage zu Auro.

    Ich habe folgende Höhenlautsprecher 4x S2 XTZ

    Diese sind von der Form her asymmetrisch.
    Der Abstrahlwinkel beträgt bei Hight Montage vorn etwa 30° nach unten und 10° nach innen.
    Vorne ist es optimal.

    Für hinten habe ich mir für die Deckenmontage entschieden. (wegen Dachschräge)
    Wobei diesmal auch wieder die konstruktionsbedingte Neigung zum tragen kommt.

    Meine Frage nun.
    Hat jemand Erfahrung mit einer solchen Konfiguration?
    Lohnt ein Auro 3D Update?

    Dolby Atmos und DTS X fand ich bisher sehr gut, obwohl ich mich nicht an die Vorgabe gehalten habe.

    Gruß
    Marius

    1. Hallo Marius,

      dieser Artikel ist inzwischen zwar schon etwas älter, aber eine Sache hat sich nach wie vor nicht geändert: Es gibt keinen einzigen nennenswerten Film mit echtem Auro-3D-Ton. Wenn Du durch ein Auro-Update allerdings den Auromatic-Upmixer bekommen würdest, kann das durchaus eine große Verbesserung sein — der soll nämlich nach wie vor einer der besten Upmixer für die Höhenkanäle sein.

      Die „echten“ Vorgaben für Auro 3D einzuhalten, ist ohnehin sehr schwierig. Auro ist nur bedingt mit Dolby Atmos und DTS:X kompatibel. Außerdem sind „nur“ 4 Deckenlautsprecher für Auro eigentlich auch zu wenig (bzw. absolutes Minimum). Letztendlich ist es doch so: Willst Du Dich an ein System anpassen, für das es keinen nativen Content in Form von Filmen gibt, oder lieber an zwei Systeme, für die es aktuell schon einiges zu kaufen gibt? Also mir würde die Wahl da nicht schwer fallen.

      Ich vermute nach wie vor, dass Auro 3D ein Nischendasein fristen wird und eher mal im Bereich von Natur-Dokumentationen und Musikveröffentlichungen eine Rollen spielen könnte. Und auch das nur für Leute, die zu viel Geld für Lautsprecher übrig haben.

      1. Ja es ging mir Hauptsächlich um den Upmixer. Es gibt einfach kein Vergleich zwischen DTS neutral X und Auromatic. Immer nur zwischen Atmos und Auro. Der Unterschied ist natürlich gewaltig.

  10. Hallo Bert,
    ich bin dabei, mir ein Atmos System zusammenzustellen. Vorhanden ist der Denon X3300 als FS Die Elac FS-127 und ein XTZ Sub 12.17.

    Eine Raumskizze kann ich dir gerne zukommenlassen.
    Ich hätte gern eine Empfehlung für Rear LS, Center und welche für die Deckenmontage (können nicht IN die Decke montiert werden).
    Im Blick waren bisher die XTZ S2 oder die Canton GLE 416 (beide für die Decke).

    Mit freundlichen Grüßen
    Nico

  11. Hallo Bert!

    Eine Anmerkung zum Thema Abwärtskompatibilität: Auf der Bluray von Mission Impossible: Rogue Nation ist die englische Atmos-Tonspur enthalten. Ich bin vor einiger Zeit dazu übergangen, Filme möglichst in der Originalsprache anzusehen, sofern ich die verstehe 😉 Daher habe ich den mit meinem (damals noch) 5.1-Setup angeschaut und es gab da regelmäßige Unterbrechungen, was ich auf die Atmos-Spur zurückführe, weil das in der deutschen 5.1-Tonspur keine Probleme machte.

    Da mein Anfang 2016 erworbener Receiver Atmos und DTS:X kann, liebäugele ich mit der neuen Technik, warte aber noch auf was brauchbares vom Berliner Hersteller meiner anderen Boxen. Da sind bisher nur die Reflektionsversionen erhältlich, was für mich nicht in Frage kommt wegen Akustikmaßnahmen an der Decke.

    Danke auf jeden Fall wieder für den informativen Artikel 🙂

    Gruß,
    Marco

    1. Hallo Marco,

      das Problem mit den Tonaussetzern kommt möglicherweise vom HDMI-Kabel.

      Alternativ kannst Du mal schauen, ob der Player die Bitrate herunter rechnen kann. Da könnte es irgend eine Einstellung geben, wo Du zwischen 48 / 96 / 192 kbit/s wählen kannst. Ist keine Garantie, aber einen Versuch ist es wert.

      1. Nabend Bert!

        Kabel habe ich heute ausgetauscht, auch mit den Bitraten habe ich getestet. Leider immer noch das gleiche Problem. Hm. Ich könnte noch einen anderen Eingang am Receiver versuchen, aber ansonsten fällt mir da nicht mehr viel ein. Höchstens noch bei LG und Denon nachzufragen, ob denen das schon mal untergekommen ist.

        Viele Grüße,
        Marco

        1. Ja, das ist dann wohl der letzte Ausweg. Als dritten „Verdächtigen“ kannst Du noch die Blu-ray beschuldigen. Manchmal sind die auch grottig codiert, so dass manche Player nicht mehr damit klar kommen.

          1. Habe das jetzt auch noch mit „San Andreas“ ausprobiert, liegt also zumindest nicht nur an der Mission Impossible Scheibe. Naja, ich werd das die Tage noch mal umstellen um den Eingang auszuschließen. Mal sehen, ob es was bringt, aber große Hoffnung habe ich nicht.

  12. Hallo,

    ich benötige dringend Hilfe, komme einfach nicht mehr klar!+

    Also:

    Ich habe ein AV Receiver „Marantz 6011“

    Lautsprecher: Klipsch R 15 M (Gesamt 6 Stück) / Center Klipsch R 25 C / 2 mal Subwoofer Klipsch R 10 SW

    dazu noch 2 Dolby Atmos Lautsprecher von Onkyo SKH 410

    GESAMT eine 7.2.2 Heimkinoanlage

    4 K Player ist von Samsung UBD K8500/EN

    HDMI Kabel sind :KabelDirekt 1,5m HDMI Kabel / kompatibel mit HDMI 2.0a/b, 2.0, 1.4a (Ultra HD, 4K, 3D, Full HD, 1080p, HDR, ARC, Highspeed mit Ethernet)

    So jetzt mein Problem:

    Laut 4 k player kann ich Dolby Atmos hören / schauen.

    Aber es erkennt nur

    Stereo / Dolby Digital / Dolby Digital + Dolby Surround / Dolby Digital + Neural:X / Multi Ch Stereo / Virtual

    von Dolby Atmos und DTS:X fehlt jede Spur.

    Woran kann das liegen, bitte dringend um Rat.

    Vielen Dank im vorraus!

    Liebe Grüße aus Hamburg

    1. Hallo Azad,

      welchen Film legst Du denn ein, um Dolby Atmos zu hören?

      Bei Filmen, die nur normalen 5.1-Sound haben, musst Du meines Wissens nach „Dolby Digital + Dolby Surround“ oder „Dolby Digital + Neural:X“ einstellen, damit die Deckenlautsprecher mit genutzt werden. Dazu sollte Dir aber die Bedienungsanleitung mehr Infos geben können.

  13. Hallo, wenn man einen Av Receiver mit Dolby Atmos hat, aber nur ein 7.1 Lautstprechersystem hat, kann der Receiver das Dolby Atmos Signal auf den vorhandenen Lautsprecher wiedergeben ? Was passiert mit den Tönen die aus den Deckenlautsprechern kommen sind diese weg oder werden diese über die anderen Lautsprecher wiedergegeben ? Sollte bei wiedergabe von Blue rays dann beim Av Receiver Dolby Atmos gewählt werden oder zb Dolby HD ? Was klingt besser ?

    1. Hallo Ralf,

      der Receiver regelt das, dass nichts verloren geht. Wenn alles richtig eingestellt ist, mischt er die Deckenkanäle mit unter die tatsächlich vorhandenen Lautsprecher.

      Bezüglich den Tonformaten auf der Blu-ray musst Du Dir keine Gedanken machen, weil bis auf wenige Ausnahmen jede Sprache sowieso nur in einem Format vorliegt. Wenn Du gerne O-Ton hörst, bist Du damit aber sehr oft besser beraten.

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