Wenn Dolby Atmos zur Enttäuschung wird

Die Höhenlautsprecher sind installiert, die ersten Filme sind gelaufen – aber deine Begeisterung hält sich in Grenzen. Ein richtiger Aha-Effekt will sich nicht einstellen. Irgendwie ist Dolby Atmos wohl doch nicht so der Hammer. Kann es das wirklich sein? So viel Aufwand für fast nichts? Was für eine Enttäuschung!

Eine Frau steht im Regen und wird nass!
Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons

Willkommen in der schönen neuen Welt der 3D-Tonformate! Du bist nicht der einzige, der diese Erfahrung macht. Wir werfen hier einen Blick auf die Ursachen, weshalb Dolby Atmos und DTS:X oft nicht so richtig überzeugen können.

Falsche Erwartungen

Wenn ein Unternehmen wie Dolby eine neue Technik auf den Markt wirft, sind die Erwartungen natürlich erstmal ziemlich hoch. Wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden, ist das Gejammer um so größer.

Du erwartest vielleicht ein wahres Effekt-Gewitter von den Höhenlautsprechern. Aber das bleibt nicht selten aus. Mehr als einmal steigst du auf das Sofa, um an der Decke zu lauschen – und ja, da kommt was raus! Aber nicht das, was du erwartet hast.

Regen ist ein schönes Beispiel dafür. Das Geräusch von Regen wird immer wieder erwähnt, wenn es um Dolby-Atmos-Effekte geht. Regen hört man aber nicht, während er fällt, sondern wenn er auf etwas auftrifft! Und das passiert nun mal nur auf Dächern oder im Wald oben, sonst eher unten auf dem Boden.

Bevor du also denkst, da würde doch etwas fehlen, überlege mal genau, was von der aktuellen Klangkulisse wirklich von oben zu hören sein müsste. Viele Filme geben einfach von ihrer Handlung und Bildkomposition her nicht viel Anlass für Höheneffekte.

Trauerspiel: Filme in Dolby Atmos

Ganz entscheidend spielt ein anderes Problem mit rein: die neue Technik wird nur sehr langsam adaptiert. Das war nicht anders, als in den 1990ern mit Dolby Digital erstmals diskrete Effekte von hinten möglich waren. Auch damals waren die Filme rar, die alle neuen Möglichkeiten richtig nutzten.

Ein großes Problem ist also die Abmischung vieler Filme. Die Möglichkeiten, die Dolby Atmos bietet, werden oft nicht genutzt. Das führt so weit, dass nicht nur vergessen wird, Effekte nach oben zu verlegen, sondern auch, dass Effekte von oben zu hören sind, die dort nichts zu suchen haben.

Damit ist ein weiteres Qualitätskriterium entstanden. Ich verweise immer wieder gerne auf Blu-ray-Rezensionen.net, wo Filme sehr genau unter die Lupe genommen werden, darunter auch die Höhenkanäle.

Oft herrscht dort über weite Teile des Films bedenkliche Stille. Und ebenso häufig ist der Originalton erheblich besser abgemischt als die deutsche Fassung (wenn es sie denn überhaupt in Dolby Atmos gibt).

Bis hierhin konntest du eigentlich noch gar nichts weiter dazu beitragen, dass die Enttäuschung um Dolby Atmos etwas gemildert wird – höchstens, deine Einstellung dazu zu überdenken. Ich versuche von Zeit zu Zeit, den Status Quo der 3D-Tonformate zu beurteilen und mir so eine Meinung zu bilden.

Falsche Lautsprecher-Aufstellung

Aber kommen wir zu wirklichen Fehlern, die es zu vermeiden gilt, um die neue Investition nicht zur Enttäuschung werden zu lassen. Da wäre zunächst die Aufstellung der Höhenlautsprecher zu nennen.

Es spielt gar nicht mal so eine große Rolle, ob nun 2, 4 oder 6 Lautsprecher an der Decke hängen, oder ob du stattdessen mittels Aufsatz-Lautsprechern über Deckenreflexion arbeitest. Wichtiger ist, dass die gewählte Variante gut umgesetzt wird.

Grobe Fehler entstehen oft nur deshalb, weil Raum und Einrichtung nicht für Dolby Atmos geeignet sind. Wer zu viele Kompromisse eingeht, bekommt eben auch nur einen Kompromiss als Ergebnis.

Problematisch ist die Einstellung „Dolby Atmos um jeden Preis“. Da werden 4 Höhenlautsprecher hingehängt, kleben aber förmlich aufeinander, weil eigentlich kein Platz dafür ist. Bei näherem Hinsehen ist dann noch nicht einmal das 7.1-System darunter ordentlich aufgestellt. Das ist in erster Linie eines: Geldverschwendung.

Bedenke auch: für Dolby Atmos sollten die Surround-Lautsprecher der unteren Ebene nicht zu weit oben hängen – maximal leicht über Ohrhöhe. Anderenfalls erzeugt deine Surround-Kulisse alleine bereits sehr viel „Höhe“ und Räumlichkeit und du hörst kaum einen Unterschied zu vorher.

Daher: überprüfe deine Aufstellung! Kannst du noch etwas daran optimieren? Das muss gar nicht mal an den Lautsprechern selbst sein. Eventuell ist dein Sitzplatz das Problem.

Das Atmos-Dilemma

Wenn sich jemand negativ über Dolby Atmos äußert, werden dabei zumeist zwei Gründe angeführt:

  • die Effekte von oben sind nicht der Rede wert
  • so viel räumlicher wie zuvor mit 5.1 klingt es gar nicht

Den ersten Punkt habe ich oben schon erwähnt. Wenn Filme einfach nicht entsprechend abgemischt sind, kann von oben eben nichts kommen. Dann hilft oft nur, einen Upmixer anzuwerfen, um wenigstens ein Mittendrin-Gefühl zu bekommen. Zum Glück hat jeder AV-Receiver einige davon an Bord.

Der zweite Punkt ist dagegen seltsam. Wenn auch keine speziellen Effekte zu hören sind, so wird doch (zumindest mit einem Upmixer) ein Teil des Klanggeschehens nach oben verlagert. Trotzdem beklagen sich viele Atmos-Jünger, dass die Erweiterung kaum einen Unterschied zu vorher gebracht hat.

Das folgende Schaubild zeigt, warum räumlicher Klang – also ein breites und hohes, raumfüllendes Klangbild – in fast jedem Wohnraum möglich ist. Und zwar ganz ohne Dolby Atmos.

Lautsprecher an der Front mit Abstrahlung von Direktschall zum Zuhörer. Ein Teil des Schalls wird vom Lautsprecher zur Decke abgestrahlt und von dort zum Zuhörer reflektiert.
Normale Sound-Ebene + Deckenreflexion

Die Decke reflektiert Anteile des Schalls, der von den Lautsprechern der unteren Ebene nach oben abgestrahlt wird. Bedenke: so entstehen keine ortbaren Effekte von oben, nur ein diffuser, räumlicher Klangeindruck.

Und nun fügen wir eine Höhenebene mit Deckenlautsprechern ein:

Lautsprecher an der Front mit Abstrahlung von Direktschall zum Zuhörer. Lautsprecher an der Decke mit Abstrahlung von Direktschall zum Zuhörer. Ein Teil des Schalls des Front-Lautsprechers wird zur Decke abgestrahlt und von dort zum Zuhörer reflektiert. Beim Zuhörer treffen von oben der Direktschall des Deckenlautsprechers und der reflektierte Schall des Front-Lautsprechers ein.
Dolby Atmos + Deckenreflexion

Zwar kommt nun eine Menge Direktschall von oben, aber der reflektierte Schall der unteren Ebene erreicht uns trotzdem noch.

Zum Vergleich die Variante mit Atmos-Enabled-Lautsprechern:

Lautsprecher an der Front mit Abstrahlung von Direktschall zum Zuhörer. Atmos-Enabled-Lautsprecher über dem Front-Lautsprecher mit Abstrahlung zur Decke und von dort Reflexion zum Zuhörer. Ein Teil des Schalls des Front-Lautsprechers wird ebenfalls zur Decke abgestrahlt und von dort zum Zuhörer reflektiert. Beim Zuhörer treffen von oben der reflektierte Schall des Atmos-Enabled-Lautsprechers und der reflektierte Schall des Front-Lautsprechers ein.
Dolby Atmos Enabled + Deckenreflexion

Nun erreicht uns zweierlei reflektierter Schall von oben. Zwar ist der von den Atmos-Enabled-Lautsprechern stärker gerichtet, aber er vermischt sich immer noch mit dem reflektierten Schall der unteren Ebene.

Weil deine Decke schall reflektiert, nimmst du keinen extremen Unterschied zwischen Höhenlautsprechern und keinen Höhenlautsprechern wahr.

Nehmen wir jetzt einmal an, dein Raum wäre oben offen. Wenn es keine Decke gibt, die Schall reflektiert, kommt auch kein Schall mehr von oben herunter. Weil das aber bautechnisch etwas ungünstig ist, müssen wir uns anders behelfen.

Sehr zu empfehlen: Deckensegel

Ein Deckensegel macht genau das, was wir hier brauchen. Es verringert die Reflexionen an der Decke, so dass diese nicht mehr so stark ins Gewicht fallen.

Nehmen wir der Einfachheit halber einmal an, ein Deckensegel würde den auftreffenden Schall komplett absorbieren. So sieht das mit dem 5.1-Setup aus:

Lautsprecher an der Front mit Abstrahlung von Direktschall zum Zuhörer. Ein Teil des Schalls wird vom Lautsprecher zur Decke abgestrahlt, dort aber von einem Deckensegel absorbiert. Beim Zuhörer trifft nur der Direktschall des Front-Lautsprechers ein.
Normale Sound-Ebene + Deckensegel

Kommen nun Deckenlautsprecher hinzu – egal ob im Deckensegel verbaut oder außerhalb – sind diese die einzige hörbare Schallquelle im oberen Bereich:

Lautsprecher an der Front mit Abstrahlung von Direktschall zum Zuhörer. Lautsprecher an der Decke mit Abstrahlung von Direktschall zum Zuhörer. Ein Teil des Schalls des Front-Lautsprechers wird zur Decke abgestrahlt und dort von einem Deckensegel absorbiert. Beim Zuhörer treffen nur der Direktschall des Front-Lautsprechers von vorne und der Direktschall des Deckenlautsprechers von oben ein.
Dolby Atmos + Deckensegel

Nun ist eine klare Unterscheidung zwischen der unteren und oberen Ebene möglich. Effekte und Raumklang aus den Höhenkanälen sind diskreter von der unteren Ebene getrennt.

Aber es ist auch erforderlich, dass die Höhenlautsprechern immer mitlaufen. Sonst bleibt der Klang auf der unteren Ebene kleben.

Dummerweise sind Atmos-Enabled-Lautsprecher in Kombination mit einem Deckensegel ausgeschlossen:

Lautsprecher an der Front mit Abstrahlung von Direktschall zum Zuhörer. Atmos-Enabled-Lautsprecher über dem Front-Lautsprecher mit Abstrahlung zur Decke, um dort reflektiert zu werden. Sämtliche Reflexionen an der Decke werden von einem Deckensegel absorbiert. Beim Zuhörer trifft nur der Direktschall des Front-Lautsprechers von vorne ein. Vom Atmos-Enabled-Lautsprecher ist aufgrund des Deckensegels nichts zu hören.
Dolby Atmos Enabled + Deckensegel → funktioniert nicht!

Es gibt also zwei grundsätzliche Varianten, wie Dolby Atmos umgesetzt werden kann, die sich ganz wesentlich darin unterscheiden, wie stark der Unterschied zu vorher wahrgenommen wird:

  1. Dolby Atmos ohne absorbierende Decke klingt insgesamt etwas umhüllender, diffuser – aber auch weniger präzise. Gezielte Effekte von oben gehen im gesamten Klanggeschehen schneller unter.
  2. Dolby Atmos mit absorbierender Decke klingt deutlich präziser. Höheneffekte sind wesentlich diskreter und stechen mehr heraus.

Das führt zu einem kleinen Dilemma: Variante 2 ist das, was sich viele von Dolby Atmos erhoffen. Jedoch sind auch viele Anwender gezwungen, Atmos-Enabled-Lautsprecher einzusetzen, mit denen aus Prinzip nur Variante 1 möglich ist.

Der diffusere Klang kann ja explizit gewünscht sein und ist deshalb auch nicht per se schlecht. Das Problem besteht glaube ich darin, dass die Auswirkungen der einen oder anderen Variante nicht jedem bewusst sind. Wer diskrete Effekte erwartet, für den sind starke Reflexionen von der Decke einer der Gründe dafür, dass das Ergebnis nicht sofort überzeugen will.


Du bist dir nicht sicher, ob sich Dolby Atmos für dich lohnt?
die individuelle Beratung von Heimkino Praxis hilft weiter


Das sind nur einige der möglichen Gründe, weshalb ein Update auf Dolby Atmos sich möglicherweise nicht auszahlt. Es bleibt in jedem Fall viel Raum für Experimente und individuelle Lösungen.

Ganz gleich, was du gehört hast: mach dir selbst ein Bild von Dolby Atmos. Auf Aussagen anderer ist nicht immer Verlass. Manch einer lobt Dolby Atmos vielleicht in höchsten Tönen, obwohl er gar nicht davon überzeugt ist – nur um nicht zugeben zu müssen, dass die Investition nicht so viel gebracht hat, wie erhofft.

Über Bert Kößler

Leidenschaftlicher Filmvorführer, Popcorn-Koch, Kartenabreißer, Platzanweiser, Programmchef, Projektionist, Reinigungsfachkraft und Kabelmann in einer Person. Neigt zu ausgeprägtem Fanatismus, wenn es um die Steuerung und Automatisierung des Heimkinos geht. Konnte sich zwischen zwei Filmen dazu motivieren, Heimkino Praxis als Ventil für gelegentliche Schreibanfälle zu gründen.

12 Gedanken zu „Wenn Dolby Atmos zur Enttäuschung wird

  1. vielleicht hilft es einfach statt deckensegel und zu hohe Erwartungen zu korrigieren mal die auro3d Konfiguration aufzubauen, dann ist es vorbei mit der enttäuschung.

    übrigens, Regen um mich herum oder vor mir, fällt natürlich auf den Boden, aber auch auf meine Mütze, Schirm, Haare oder hausdächer, oder Blätter von Bäumen in der Strasse. von dort gibt’s, wie von deiner Raumdecke reflektion.
    Wenn es regnet muss Regen von beiden Ebenen kommen. tut es das nicht kann man das nicht schön reden.

    auch dtsx bietet hier viel mehr Effekte als atmos. Automatic von auro sowieso.

    aber einer These Stimme ich zu. vielleicht wird das irgend wann mal so genutzt wie man es nutzen könnte, aktuell hat es aber um Längen das Nachsehen gegen die Mitbewerber.
    für Leser rate ich zu einer Mischkonfiguration mit der alle tonformate möglich sind. zb. 38 Grad Elevationswinkel der Höhenlaitsprecher. da kann man zumindest testen was die einzelnen Tonspuren tatsächlich abspielen. da sieht man schnell wo man den besten räumlichen Klang bekommt.

    @Andreas… 3d lohnt sich definitv wenn du es in deinen Raum integrieren kannst. das ist eine ganz andere Liga. aber auch nicht ganz günstig.

    1. Schön, dass du mit Auro-3D andere Erfahrungen gemacht hast. Allerdings:

      auch dtsx bietet hier viel mehr Effekte als atmos. Automatic von auro sowieso.

      Es hat rein gar nichts mit dem Format zu tun, wie viele Effekte sich „oben herum“ abspielen. Das liegt rein an der Tonmischung. Auro-Matic ist sowieso nur ein Upmixer von vielen, der auch nicht zaubern kann. Diskrete Effekte von oben, die zum Geschehen im Bild passen, kann es damit nicht geben. Wenn es sie gibt, sind sie reiner Zufall.

  2. Hallo Bert

    Ich kann Deinen Ausführungen bezüglich möglicher Enttäuschungen hinsichtlich Dolby Atmos bzw. 3D-Tonformaten nur zustimmen.

    Und den Hauptgrund hast Du auch genannt: die (bis auf einzelne Ausnahmen) miserablen Abmischungen der Tonstudios!
    Das erinnert an die hochtrabenden ähnlichen Versprechungen der Industrie bei Enführung der HD- bzw. 7.1-Formate für die Blu Ray. Auch damals fast keine exzellente Abmischung auf dem Markt, welche die tollen Möglichkeiten des Formats ausnutzt. Selbst bei gut geeigneten Räumlichkeiten für 7.1 und bester Aufstellung der Lautsprecher, kein wirklich guter Back-Surround-Klang.

    Nur, und auch dies wiederholt sich jetzt auch wieder, durch Einsatz der AVR-eigenen DSP bzw. Aufpolier-Algorithmen, wird die Lautsprecher-Peripherie ausgenutzt.
    Die „native Enttäuschung“ ist auch hier vorprogrammiert …

    Insofern kann ich (aus eigener Erfahrung) nur anraten, sich beim Lautpsrecheraufbau nicht gänzlich und alleinig an irgendwelche Dolby-Anweisungen zu halten, sondern die Architektur und Akustik des Raumes und die Möglichkeiten des AVR zu priorisieren.
    Mit Hilfe einer an diese Parameter angepassten Aufstellung ist die Enttäuschung eher zu vermeiden.

    Ich habe dies in meinem Raum durch Verzicht auf Deckenanbringung oder gar Reflexionslautsprecher erreicht; bei mir hat sich die Anbringung von Höhenlautsprechern (vorne und hinten an den Wänden), unter Berücksichtigung eines Yamaha-AVR und dessen DSP-Möglichkeiten, als völlig richtig erwiesen. So kann ich ein tolles Rundumgefühl beim Klang geniessen, ohne auf irgendwelche (vielleicht mal vorhandene Atmos-Effekte) zu warten.
    Hinzu kommt dann noch die Tatsache, dass die neueren (Yamaha-)AVR ihre DSP noch auf die evtl. vorhandenen Atmosspuren draufpacken …

    Dies nur als meine Gedanken zum Thema und als mögliche Anregung für Andere.

  3. Hi Bert. Tolles Thema und trifft denke ich genau die Situation bei vielen anderen „Enthusiasten“. So auch bei mir. Meine Erwartungshaltung gegenüber 3D Sound war hoch und nachdem das Setup Stand (5.1.2, Deckenlautsprecher) war erstmal der Effekt eher mäßig.

    Aber nach einigen Wochen / Monaten bin ich mittlerweile begeistert und mittlerweile kommt der 3D Effekt mehr zur Geltung. Zwei Faktoren waren dabei entscheidend: Die 3D Sound Abschmischung auf der Scheibe / vom Studio und meine damals heftig reflektierende Decke.

    Das war eine entscheidene Optimierung die Decke mit Absorber „auszukleiden“ (wie Bert auch hier korrekt beschreibt) um die Decken-LS klarer zu vernehmen.

    Auch habe ich mittlerweile eine gewisse Anzahl an 3D Sound Filmen zu Hause und auch „Referenztitel“ wie:

    – A quiet place
    – Ready Player One
    – Blade Runner 2049

    Da kommen gezielt auch passende Sounds von oben, die Immersion ist teilweise grandios.

    Aktuell ist da auch NETFLIX gut dabei hochwertigen 3D Sound zu produzieren, aktuell bei der Staffel 3 von Daredevil wirklich beeindruckend!

  4. Hallo zusammen,

    Man muss aber zu all der berechtigten Kritik von Dolby Atmos Veröffentlichungen entgegenhalten, dass mittlerweile schon viele Titel veröffentlicht werden die das Format sehr gut nutzen.

    Folgende Filme (deutsche Tonspur) die nach meinen Hörproben tolle und sinnvolle Effekte von oben liefern:

    – Ready Player One (sehr kräftig abgemischte Atmos-Tonspur mit vielen schönen Deckeneffekten)

    – Jim Knopf (2018) Dolby Atmos wird sehr schön und die Höhen sehr oft genutzt genutzt.

    – Jurassic World 2 (DTS:X. Eine der besten Spuren seit 3D Formate veröffentlicht werden!!!!! Absoluter Pflichtkauf für einen tollen Krawall-Abend.

    – King Kong: Skull Island (kräftige Atmos-Spur mit schönen Klangverläufen inkl. toll gemachter Höhenebene)

    – XXX 3: Die Rückkehr des Xander Cage (die Atmos Spur mit TrueHD Kern nutz sehr sehr oft die Höhenkanäle und gibt von Anfang an richtig Vollgas)

    – Expandables 3 (auch eine toll abgemischte Atmos-Spur. Leichte Schwächen im Tiefbass)

    Viel Spaß beim schauen

    Gruß Jonas

  5. Ich spiele ja auch schon länger mit dem Gedanken Dolby Atmos in meinem Kino zu integrieren. Aber auf Grund der raren Titel in deutschem Ton, ich möchte mich im Kino entspannen und nicht jeden Film der fast nur noch in englisch und dann auch oft nur in der 4K Variante Dolby Atmos beinhaltet in englischem Ton sehen und hören müssen. Hier leistet das Yamaha eigene Presence Tonformat mit seinen Höhenkanälen immer noch gute Dienste je nach Film. Auch die schon weiter oben genannten Titel. Das Angebot in deutsch ist leider noch sehr überschaubar. Selbst der aktuelle MI6 Fallout kommt nur in englischem Dolby Atmos Ton heraus.
    Leider muss ich somit im Moment noch passen.
    Zudem müsste ich meine Rears weiter nach unten hängen, womit ich mich schon schwertun würde.
    Dennoch bleibt das Thema insgesamt spannend.

  6. Ich muss hier nun mal für Dolby Atmos und DTS:X eine Lanze brechen. 🙂 Es geht hier ja nicht ausschließlich um den 3D Sound, sondern auch darum, dass nun ein objektbasierter Surround-Klang ohne traditionelles kanalbezogenes Klangfundament gegeben ist. Die dritte Dimension ist noch ein Schmankerl oben drauf, den es mittlerweile in guter Qualität auch bei vielen Filmen gibt (siehe Beitrag Jonas Mack). Ich denke, dass man bei allem erstmal warten bis es als „normal“ angesehen wird, aber dafür braucht es Heimkinofreaks die den neuen Standard vorantreiben! Der einzige Hype den ich bisher nicht mitgemacht habe waren die Curved TVs – das war in der Tat eine Enttäuschung 🙂

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