Ghost in the Shell (2017)

Cyberpunk vom Feinsten erwartet den Zuschauer bei der Neuverfilmung von Ghost in the Shell. Ob man mit der Thematik nun etwas anfangen kann oder nicht — Bild und Ton sind auf Referenzniveau. Alleine deshalb ist der Film einen Blick wert.

3D-Blu-ray: Ghost in the Shell (2017)

Mangas und japanische Kultur sind ja so eine Sache für sich. Entweder man mag es, oder man kann nicht so wirklich viel damit anfangen. Das zeigt sich auch in Ghost in the Shell sehr schnell.

Die Geschichte über den ersten komplett künstlichen Menschen, von dem nur noch das Gehirn biologisch funktioniert, wirft jede Menge Fragen auf. Man kann nun stundenlang philosophieren, was denn wirklich die Seele eines Menschen ausmacht und wie weit die moderne Technik in Zukunft vielleicht gehen darf. Aber bis dahin haben wir zum Glück noch etwas Zeit.

Ganz gleich, ob einem Ghost in the Shell nun inhaltlich gefällt oder nicht — der Film ist definitiv einen Blick wert. Das Bild im 16:9-Format ist gestochen scharf und frei von jeglichen Störungen. Kein Wunder, ist doch so ziemlich alles darin digital entstanden. Das unterstreicht die sterile Atmosphäre natürlich nur zusätzlich.

Ich beurteile wie immer nur die Blu-ray, weil ich das 3D-Bild nicht außen vor lassen will. Hier zeigt sich schnell, dass ein gutes Bild nicht nur eine Frage der Auflösung ist. Ähnlich wie bei Warcraft — The Beginning ging mir die ganze Zeit durch den Kopf: Wer braucht eigentlich 4k?

Die Tiefe des 3D-Bilds ist außerordentlich gut gelungen und kommt insbesondere bei den zahlreichen Panoramen und Häuserschluchten sehr gut zum Tragen. Natürlich gibt es in der sterilen Welt auch jede Menge Glasscheiben, die in 3D auch immer sehr sehenswert sind (vergleiche Avatar, im Kontrollraum). Einige Popout-Effekte waren auch zugegen — was will man mehr?

Auch der Ton ist einigermaßen gewaltig. Die ungewohnten Bilder werden bestens unterstützt. Bass ist ebenfalls reichlich vorhanden. Etwas schade ist, dass die 3D-Blu-ray nur eine deutsche Dolby-Digital-Tonspur bekommen hat. Hier wurde offensichtlich einmalig für viele Länder produziert. Andererseits zeigt das nur einmal mehr, dass die Abmischung wesentlich mehr ausmacht als das Tonformat.

Auf der 2D-Blu-ray ebenso wie auf der 4k-Scheibe findet sich eine deutsche Dolby-Atmos-Spur. Ganz ungewöhnlich: die englische Tonspur hat hier „nur“ TrueHD 7.1 bekommen. Die fehlende Kombination aus Atmos und 3D bleibt so das einzige Manko an Ghost in the Shell.

Über Bert Kößler

Ein Kino in den eigenen vier Wänden fand ich schon immer spannend. Meine Leidenschaft gilt vor allem der Einrichtung, Steuerung und Automatisierung. Hier teile ich meine Erfahrungen mit Anfängern und Fortgeschrittenen, die mehr aus Ihrem Heimkino machen wollen.

Ein Gedanke zu „Ghost in the Shell (2017)

  1. Ok, dann freu ich mich auf den Film. Er liegt noch ungesehen daheim. Eine Empfehlung ist auch die neue BD „Hans Zimmer – Live in Prague“. Sehr sehens- bzw. hörenswert. Grüße

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