Guardians of the Galaxy Vol. 2 (2017)

Über die Guardians of the Galaxy muss man glaube ich nur wenige Worte verlieren. Selten hat eine Comic-Verfilmung eine größere Prise Humor abbekommen. Teil 2 legt diesbezüglich die Messlatte noch um einiges höher als der Vorgänger. Aber auch technisch muss sich die Fortsetzung des Weltraum-Spektakels nicht verstecken.

Erstklassiges 3D-Bild und mitreißender Sound: Guardians of the Galaxy Vol. 2 (2017)

Während in Teil 1 noch das Zusammenfinden der Guardians of the Galaxy Thema war, geht es in Volume 2 um den verschollenen Vater von „Star-Lord“ Peter Quill und dessen außergewöhnliche Fähigkeiten. Die Handlung ist gut überschaubar und reißt nicht sonderlich vom Hocker. Das ist aber auch nicht nötigt, dienst sie doch nur als Behälter für eine Aneinanderreihung aberwitziger Späße verpackt in solide Weltraum-Action.

Der Humor ist hier tatsächlich noch etwas spezieller als im ersten Teil und wirkt teilweise wie ein Experiment, wie weit man in einem Film gehen kann, bevor dieser zur Lächerlichkeit umkippen. So viel sei gesagt: das Experiment ist geglückt. Die Schauspieler leisten ganze Arbeit, ihren Charakteren auf besondere Art Leben einzuhauchen. Besonders Drax, der Zerstörer hat in Sachen Humor einiges dazu gelernt und haut einige der trockensten Sprüche überhaupt raus.

Ein mitreißender Soundtrack der 70er und 80er Jahre war ja zu erwarten und steht dem von Teil 1 in nichts nach. Teilweise kommen sogar noch bekanntere Titel zum Einsatz und werden wunderbar in das Geschehen eingebunden. Passend zur guten Musik hat Guardians of the Galaxy Vol. 2 auch noch eine der witzigsten Titelszenen seit langem zu bieten.

Auch technisch befindet sich die Blu-ray auf Referenzniveau. Über die UHD-Version verliere ich lieber kein Wort, denn diese wurde offenbar nur in 2k gemastert. Die Blu-ray ist aber völlig ausreichend. Ein ähnliches Maß an Schärfe und Detailreichtum habe ich zuletzt bei Warcraft – The Beginning gesehen.

Besonders empfehlen möchte ich die 3D-Version des Films. Diese wartet mit unglaublicher Tiefe auf und beschert zudem einige sehr gut gemachte Popout-Effekte. Schade, dass es für den Abspann und die 4 (!) Post Credit Scenes offenbar nicht mehr gereicht hat — jedenfalls erschienen diese ziemlich flach. Wie auch der Vorgänger wurde Guardians of the Galaxy Vol. 2 mit wechselndem Bildformat produziert, um die IMAX-Szenen besser zur Geltung zu bringen. Viel mehr werden aber die schwarzen Balken häufig für 3D-Effekte überlagert, was hier sehr gut funktioniert.

Leider hat sich auch eine Unsitte eingeschlichen, wie sie schon bei Dr. Strange aufgetreten ist: in vielen Szenen gibt es einen schmalen schwarzen Rand auf der linken oder rechten Seite, aber nur für ein Auge. Ob dieser Effekt nun beabsichtigt ist oder nicht – er fällt viel mehr negativ auf, als er eventuell bringt. Man kann aber durchaus damit leben.

Der Sound ist kräftig und bietet reichlich Bass. Leider hat es in deutscher Sprache nur ein DTS-HD MA 5.1 Track auf die Scheibe geschafft. Aber das wäre ja auch mal was neues, wenn Dolby Atmos zum Standard würde. Der Sound kann sich dennoch hören lassen und bietet viele schöne Effekte aus allen Ecken.

Alles in allem ist auch Guardians of the Galaxy Vol. 2 einen Kauf wert. Insbesondere das ausgefallene Steelbook mit Prägung sollten Sammler nicht verpassen.

Über Bert Kößler

Ein Kino in den eigenen vier Wänden fand ich schon immer spannend. Meine Leidenschaft gilt vor allem der Einrichtung, Steuerung und Automatisierung. Hier teile ich meine Erfahrungen mit Anfängern und Fortgeschrittenen, die mehr aus Ihrem Heimkino machen wollen.

2 Gedanken zu „Guardians of the Galaxy Vol. 2 (2017)

  1. Stimme Dir voll und ganz zu! Habe mir auch das Steelbook zugelegt, sehr schön verpackt.

    Was ich aber auch unbedingt erwähnenswert finde, ist das abgedrehte Musikvideo. Ich habe beim ersten Anschauen fast noch mehr gelacht als beim Film. Herrlich! „Zardu Hasselfrau“ sage ich nur 😀

    Den Abspann sollte man sich auch nicht entgehen lassen 😉

    We are Groot!

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