Archiv der Kategorie: Raumakustik

Die Raumakustik ist wahrscheinlich der wichtigste und zugleich schwierigste Faktor in jedem Heimkino.

Die umständliche Theorie der frühen Reflexionen

Reflexionspunkte finden und Absorber richtig platzieren

Eine der ersten Maßnahmen zur Verbesserung der Raumakustik sollte es immer sein, die Punkte der Erstreflexionen zu behandeln. Das richtige Mittel dafür sind poröse Absorber, zum Beispiel aus Basotect. Wie Ihr die genauen Reflexionspunkte ermittelt, an denen frühe Reflexionen abgefangen werden müssen, darum soll es in diesem Artikel gehen.

Absorber dämpfen die Reflexionspunkte des Schalls an der Seitenwand

Es ist deshalb so wichtig, sich bevorzugt um die Erstreflexionen zu kümmern, weil der Schall hier — kurz nach seiner Erzeugung durch den Lautsprecher — noch die meiste Energie hat. Somit ist eine Auslöschung sehr effizient. Zudem werfen unverminderte frühe Reflexionen die größten akustischen Probleme im Mittel- und Hochton auf. Nervige, zischende S-Laute sind ein typischer Effekt, den man damit vermeiden möchte.

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Poröse Absorber: Grundlagen der Schallabsorbtion

Dieser Artikel richtet sich an all jene, die ihre Raumakustik nicht nur mit ein paar Eierkartons verschlimmbessern, sondern wirkliche Fortschritte für ihren Klang erzielen wollen. Hierfür eignen sich die sogenannten porösen Absorber am besten. Darunter versteht man sämtliche Materialien, die aufgrund ihrer porösen, schaumartigen oder verflochtenen Struktur in der Lage sind, Schall zu absorbieren.

Poröse Absorber als Wanddekoration an der Front eines Heimkinos

Zunächst einmal werden einige wichtige Grundbegriffe der Schallabsorption erklärt, bevor wir ein Auge auf den Absorptionsmechanismus an sich werfen. Im späteren Verlauf des Artikels werden dann die bekanntesten Vertreter der porösen Absorber und ihre Vor- bzw. Nachteile für den Einsatz im Heimkino vorgestellt.

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Wirksame Maßnahmen gegen Raummoden

Den Bass in den Griff bekommen

Nachdem ich bereits das Thema Absorber aufgegriffen habe, möchte ich heute den Bass etwas mehr beleuchten. Ihr denkt vielleicht, das hätte sich zusammen mit den anderen Maßnahmen zur Reduktion des Nachhalls schon erledigt. Aber Schall ist nicht gleich Schall. Der Tiefbass benötigt besondere Aufmerksamkeit, weil er sich völlig anders verhält, als das übrige Klangspektrum.

Sorgt für unkontrollierten Bass: der Subwoofer

Wenn ich von Bass spreche, meine ich Frequenzen von 20 bis 200 Hz. Hier haben wir es mit Wellenlängen im Bereich von Metern zu tun. Vergesst alles, was Ihr über das Reduzieren des Nachhalls gelernt habt. Der Bass unterliegt seinen eigenen Gesetzen. Vorhänge, Teppichboden, Polstermöbel — durch all das geht der Bass mit einem müden Lächeln ungehindert hindurch. Das einzige, was ihn stoppen kann, sind massive Wände: Beton und schwere Ziegel. An solchen sogenannten schallharten Wänden wird der Bass wie auch der übrige Schall reflektiert. Und wie auch der Nachhall bei höheren Frequenzen, durchquert der Bass den Raum immer und immer wieder, bis er sich totgelaufen hat.

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Was ist ausschlaggebend für gute Klangqualität?

Es gibt gewisse Filme, die klingen einfach besser. Daraus werden schnell Referenzfilme, die überall empfohlen werden, um Heimkinos zu testen — zu zeigen, was man raus holen kann. Genauso verhält es sich bei Musik. So mancher hat schon seine Lieblingsmusik mit der neuen Anlage aufgelegt und war enttäuscht, weil irgendwie der Dampf fehlte. Andere Aufnahmen hingegen weisen eine umwerfende Klangqualität auf.

Marty McFly und Doc Brown mit einem Haufen Technik
Bild: themoviedb.org

Woran liegt das eigentlich? Warum hört sich das geliebte AC/DC-Album an wie Matsche, während bei Daft Punk richtig die Post abgeht? Ich betrachte das Thema mal aus den Augen eines Film- und Musikfans. Ich beschreibe meine Beobachtungen aus den letzten 20 Jahren und versuche, halbwegs fundierte Erklärungen zu finden — ohne jeglichen Anspruch auf technische und physikalische Korrektheit. Das macht es mir einfacher, diesen Artikel zu schreiben und dürfte Euch wahrscheinlich mehr nützen.

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Aufstellung des Subwoofers

Die Aufstellung des Subwoofers ist eine Aufgabe für sich, wenn man ein Heimkino-System einrichtet. Im Vergleich zur Aufstellung der anderen Lautsprecher müssen ganz andere Gesetze der Raumakustik berücksichtigt werden. Der Subwoofer ist zwar nicht an die Symmetrie der anderen Lautsprecher gebunden, bringt dafür aber eigene Besonderheiten mit, denen oft viel schwieriger beizukommen ist.

Aufstellung des Subwoofers an der Front zwischen Center und einem Hauptlautsprecher

In vielen Illustrationen, allen voran denen in den Bedienungsanleitungen der Hersteller, steht der Subwoofer an der Front zwischen dem Center und dem linken oder rechten Hauptlautsprecher. Grundsätzlich ist er dort auch gar nicht so schlecht aufgehoben, weil er so annähernd den selben Abstand zur Hörposition hat, wie die Hauptlautsprecher, die oft auch einen nicht unerheblichen Anteil der tiefen Frequenzen übernehmen.

Bringt man sein Heimkino-System aber in einem Lowboard oder gar einer Schrankwand unter, ist ein Stellplatz für den riesigen Kasten an der Front oft nicht mehr drin. Hat man einen guten Stellplatz gefunden, kann es aber immer noch vorkommen, dass der Bass unerträglich dröhnt oder — was fast noch häufiger passiert — gar nicht mehr zu hören ist.

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