Lautsprecher

60° – Theorie einer perfekten Lautsprecheraufstellung

Kaum ein Themengebiet ist für angehende Heimkino-Besitzer so schwer zu durchschauen, wie die Aufstellung ihrer Lautsprecher. Ich versuche es hier einmal auf eine völlig andere Art. Mit Hilfe des theoretischen Ansatzes einer 60°-Lautsprecheraufstellung will ich aufzeigen, wie du die perfekten Positionen für Lautsprecher in jedem beliebigen Raum findest.

Zeichnung eines Sechsecks, an dessen Ecken sich jeweils ein Lautsprecher befindet: FL (Front Left), FR (Front Right), SL (Surround Left), SR (Surround Right), SBL (Surround Back Left) und SBR (Surround Back Right). Der Center (C) nimmt eine Sonderstellung zwischen FL und FR ein und belegt keine der 6 Ecken.
Die theoretisch optimale Aufstellung eines Mehrkanal-Lautsprechersystems mit 7 Lautsprechern in einem Sechseck.

Die 60°-Lautsprecheraufstellung ist eine Idee, die mir schon lange im Kopf herumschwirrt. Sie ist keine offizielle Hersteller-Empfehlung wie die von Dolby oder Auro-3D, obwohl sie zumindest der Erstgenannten nicht wesentlich widerspricht. Würdest du dich genau an die hier vorgestellte Lösung halten, wäre das grundsätzlich nicht falsch. Ich gebe nur zu bedenken, dass es sich eben nur nicht um die Hersteller-Vorgaben für Dolby Atmos oder ein anderes System handelt.

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Serie Das 1×1 der Lautsprecher-Aufstellung (Teil 1 2 3 4)

Lautsprecher anwinkeln – drehen und neigen, aber nicht um jeden Preis

Wenn geeignete Plätze für die Lautsprecher gefunden sind, stellt sich noch die Frage, wie sie dort aufzustellen oder zu -hängen sind. Musst du die Lautsprecher auf den Hörplatz ausrichten, also anwinkeln? Gilt das für alle Lautsprecher? Und was bringt es überhaupt, die Lautsprecher anzuwinkeln?

Foto: Tobias Dambacher

Das Anwinkeln hat in erster Linie den Sinn, das volle Klangpotenzial des Lautsprechers auszunutzen. Sobald der Lautsprecher nicht mehr genau auf den Hörplatz ausgerichtet ist, reduziert sich sein Frequenzspektrum an diesem Punkt. Wird der Lautsprecher genau auf den Sitzplatz ausgerichtet, entsteht kein Verlust.

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Vom stillen Untergang einer guten Idee

6.1 ist tot – Immer weniger AV-Receiver unterstützen einen Surround Back Center

Was längst zu erwarten war, hat sich nun durchgesetzt: Heimlich, still und leise haben die bekannten Hersteller von AV-Receivern damit begonnen, die Unterstützung für 6.1-Lautsprecher-Konfigurationen und damit den Surround Back Center einzustellen. Moment mal – was für ein Ding? Ja genau. Zeit für einen wehmütigen Rückblick und eine Lösung für die Zukunft.

Rückseite des Code Red Heimkinos mit einem einzelnen Surround-Back-Center.

Ich betreibe in meinen Heimkinos seit 2002 Lautsprecher-Setups mit 3 Surround-Lautsprechern: Links, Rechts und Center. Das heißt, ich betrieb es so. Bis ich vor Kurzem bei einem Update auf den Yamaha RX-A2080 (Generation 2018) etwas unsanft aus diesem Traum gerissen wurde. Denn einen Surround Back Center kann man hier nicht mehr auswählen: entweder zwei Lautsprecher oder gar keinen.

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Wenn Dolby Atmos zur Enttäuschung wird

Die Höhenlautsprecher sind installiert, die ersten Filme sind gelaufen – aber deine Begeisterung hält sich in Grenzen. Ein richtiger Aha-Effekt will sich nicht einstellen. Irgendwie ist Dolby Atmos wohl doch nicht so der Hammer. Kann es das wirklich sein? So viel Aufwand für fast nichts? Was für eine Enttäuschung!

Eine Frau steht im Regen und wird nass!
Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons

Willkommen in der schönen neuen Welt der 3D-Tonformate! Du bist nicht der einzige, der diese Erfahrung macht. Wir werfen hier einen Blick auf die Ursachen, weshalb Dolby Atmos und DTS:X oft nicht so richtig überzeugen können.

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Kein Platz für einen Center?

Wenn ein Heimkino in eine Wohnzimmer-Schrankwand integriert werden muss, ist manchmal beim besten Willen kein Platz mehr für einen Center-Lautsprecher. Auch viele Lowboards kommen der Aufstellung eines Centers nicht gerade entgegen. Bevor du einen Center nicht exakt mittig und möglichst nah über oder unter dem Bildschirm aufstellen kannst, ist vielleicht ein Phantom-Center die bessere Wahl.

Ein Center-Lautsprecher unter einer Leinwand

Ein Phantom-Center ist ein umgangssprachlicher Begriff für einen Center, der eigentlich gar nicht da ist. Dem AV-Receiver wird über die Einstellungen mitgeteilt, dass kein Center-Lautsprecher angeschlossen ist. Somit verteilt dieser den Center-Kanal gleichmäßig auf den linken und rechten Front-Lautsprecher. Was aus beiden Lautsprechern kommt, klingt so, als wäre die Quelle genau dazwischen. Das ist zumindest der Plan.

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