Planung

Am Anfang eines jeden Projektes steht ein guter Plan. Einfach ins Blaue hinein etwas umsetzen ist keine gute Idee. Mit der Planung steht oder fällt jedes Heimkino. Das beginnt mit der grundlegenden Strategie und endet noch lange nicht bei den Grundvoraussetzungen für einen Kinoraum.

Zwischen Wohnzimmer und Kinoraum werdet Ihr wahrscheinlich gar keine Wahl haben. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Vielleicht gehört Euch das Wohnzimmer auch nicht alleine und Ihr müsst erstmal Überzeugungsarbeit leisten, um ein Heimkino überhaupt umsetzen zu dürfen.

Um sinnvoll planen zu können, muss Euch zuerst klar sein, was Ihr überhaupt haben wollt. Das beginnt mit so einfachen Fragen, wie viele Lautsprecher Ihr überhaupt benötigt und endet noch lange nicht mit der Entscheidung für TV oder Projektion.

Die Planung eines Heimkinos gelingt nur, wenn Ihr Euch die Mühe macht, einen maßstabsgetreuen Bauplan zu zeichnen. Wie Ihr das macht, ist gar nicht weiter wichtig. Zudem ist es ratsam, schon zu Beginn des Projektes, aber auch während der Umsetzung, die Kosten im Blick zu behalten.

Der optimale Kinoraum – Von Anfang an richtig planen

Wer über einen eigenen Kinoraum für sein Heimkino verfügt, kann sich glücklich schätzen. Das sind optimale Voraussetzungen, das Kino so authentisch wie möglich einzurichten. Nichts spricht gegen ein gemütliches Wohnzimmer-Kino, aber wer will in einem normalen Wohnraum schon dunkle Wände, eine riesige Leinwand und massenweise Lautsprecher sehen?

Leerer Kellerraum mit grundierten Wänden und Folie auf dem Boden ausgelegt. In der Mitte steht eine Leiter mit Baustrahler.
Jedes Heimkino beginnt in einem leeren Raum.

Optimale Bedingungen hast du natürlich, wenn du im Begriff bist, ein Haus zu bauen. Aus bestehenden Wohn- oder Kellerräumen kannst du aber auch unheimlich viel machen. Hier und da hört man auch von umgebauten Garagen, Dachböden oder Gartenhäusern. Hier ein paar Tipps, was es in jedem Fall zu beachten gibt.

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Wer die Wahl hat, hat die Qual

Wohnzimmer oder Kinoraum?

Soll das Heimkino in einem eigenen Kinoraum eingerichtet werden, oder wird es ins Wohnzimmer integriert? Wenn Ihr vor dieser Frage steht, seid Ihr eigentlich fein raus. Beide Varianten haben große Vor- und Nachteile, auf die ich hier näher eingehen will. Wenn Ihr denn überhaupt die Wahl habt, soll Euch das dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Die Front eines stilvoll eingerichteten Wohnzimmer-Heimkinos.
Foto: Jens Goller

Vor- und Nachteile von Wohnzimmer und Kinoraum in Kürze

Der berüchtigte Woman Acceptance Factor spielt eine wesentliche Rolle bei dieser Entscheidung. Ist die Lebenspartnerin damit einverstanden, das Wohnzimmer derart zu verunstalten? Igitt, Lautsprecher! Oder umgekehrt — hat sie ein Problem damit, abends öfter mal alleine im Wohnzimmer zu bleiben, während Ihr ins Kino abtaucht? Bedenken, ob ein separater Kinoraum denn überhaupt häufig genutzt würde, sind also gar nicht so abwegig. Aber mal der Reihe nach.

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Weniger ist manchmal mehr

Wie viele Boxen brauche ich im Heimkino wirklich?

Heimkino-Systeme gibt es heute in vielen Größen und Kombinationen. Die häufigsten Vertreter sind 5.1-Systeme mit 5 Boxen und einem Subwoofer. Als Erweiterung ist 7.1 mit zwei zusätzlichen Surround-Boxen sehr beliebt. Seit ein paar Jahren setzen sich Dolby Atmos und andere Formate mit einer zusätzlichen Höhenebene immer mehr durch. Aber wie viele Boxen braucht man denn nun wirklich für ordentlichen Heimkino-Genuss?

Rückansicht eines Heimkinos mit 3 Surround-Boxen, wobei die mittlere als Back-Center dient
Selten geworden: 3 Surround-Boxen für ein 6.1-Setup

Zusammenfassung für schnelle Leser

Zwei Boxen machen noch kein Kino, obwohl Stereo-Ton durchaus legitim ist. Ein Verstärker und externe Boxen sind grundsätzlich ein deutlicher Fortschritt gegenüber plärrenden, internen Fernseher-Lautsprechern. Auf einige Möglichkeiten, was man bei einem Mehrkanal-System weglassen oder hinzufügen kann, möchte ich hier näher eingehen.

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Serie Die Entstehung des Code Red (Teil 1 2 3 4 5 6 7)

Lessons Learned: Was ich beim nächsten Heimkino anders machen würde

Hinterher ist man immer schlauer. Das gilt für vieles im Leben, da ist auch das Heimkino keine Ausnahme. Über die Jahre habe ich nicht nur gute Erfahrungen gemacht. Das Code Red hat einige kleine und große Defizite, die ich jetzt im Nachhinein nur mit größerem Aufwand und Kosten bereinigen könnte.

Ansicht des Code Red von der Front zur Rückseite.
Fertig und doch nicht perfekt: das Code Red
Foto: Tobias Dambacher

Darüber will ich heute beim vorläufigen Abschluss dieser Serie noch berichten. Viele der nachfolgend genannten Punkte betreffen direkt das Code Red. Ich versuche aber allgemeine Tipps daraus abzuleiten, die Euch bei Eurem Heimkino helfen können.

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Serie Die Entstehung des Code Red (Teil 1 2 3 4 5 6 7)

Die Planung des Code Red

Mit der Planung eines Einfamilienhauses kam mein etwas eingeschlafenes Interesse für das Hobby Heimkino wieder auf. Mitte 2012 stand das Haus schon längst, und die familiäre Vereinbarung, alles am Haus und im Garten müsse fertig sein, bevor ich mich in den Keller zurückziehe, war eingehalten. Eines schönen Sommertages bekam ich auf der Terrasse einen Rappel, schnappte mir das Tablet und begann mit der Planung des Code Red.

Lautsprecher und Fernseher in einem unverputzten Raum mit kahlen Betonwänden
Das Code Red im Rohbau: Testaufbau der Lautsprecher im leeren Raum

Bei der Hausplanung war der Deal, dass meine Frau einen begehbaren Kleiderschrank bekommt und ich dafür ein Heimkino. Daher war das Kino schon mit dieser Bezeichnung im Bauplan vorgesehen und hat kein Fenster bekommen. Die Schriftart im Plan des Architekten ließ das Wort aber wie „Kind“ aussehen. Es dauerte nicht lange, bis wir gefragt wurden, ob wir allen Ernstes ein Kinderzimmer in diesem dunklen Kellerraum einrichten wollten.

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