Planung

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Wohnzimmer oder Kinoraum?

Soll das Heimkino in einem eigenen Kinoraum eingerichtet werden, oder wird es ins Wohnzimmer integriert? Wenn Ihr vor dieser Frage steht, seid Ihr eigentlich fein raus. Beide Varianten haben große Vor- und Nachteile, auf die ich hier näher eingehen will. Wenn Ihr denn überhaupt die Wahl habt, soll Euch das dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Die Front eines stilvoll eingerichteten Wohnzimmer-Heimkinos.
Foto: Jens Goller

Vor- und Nachteile von Wohnzimmer und Kinoraum in Kürze

Der berüchtigte Woman Acceptance Factor spielt eine wesentliche Rolle bei dieser Entscheidung. Ist die Lebenspartnerin damit einverstanden, das Wohnzimmer derart zu verunstalten? Igitt, Lautsprecher! Oder umgekehrt — hat sie ein Problem damit, abends öfter mal alleine im Wohnzimmer zu bleiben, während Ihr ins Kino abtaucht? Bedenken, ob ein separater Kinoraum denn überhaupt häufig genutzt würde, sind also gar nicht so abwegig. Aber mal der Reihe nach.

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Weniger ist manchmal mehr

Wie viele Boxen brauche ich im Heimkino wirklich?

Heimkino-Systeme gibt es heute in vielen Größen und Kombinationen. Die häufigsten Vertreter sind 5.1-Systeme mit 5 Boxen und einem Subwoofer. Als Erweiterung ist 7.1 mit zwei zusätzlichen Surround-Boxen sehr beliebt. Seit ein paar Jahren setzen sich Dolby Atmos und andere Formate mit einer zusätzlichen Höhenebene immer mehr durch. Aber wie viele Boxen braucht man denn nun wirklich für ordentlichen Heimkino-Genuss?

Rückansicht eines Heimkinos mit 3 Surround-Boxen, wobei die mittlere als Back-Center dient
Selten geworden: 3 Surround-Boxen für ein 6.1-Setup

Zusammenfassung für schnelle Leser

Zwei Boxen machen noch kein Kino, obwohl Stereo-Ton durchaus legitim ist. Ein Verstärker und externe Boxen sind grundsätzlich ein deutlicher Fortschritt gegenüber plärrenden, internen Fernseher-Lautsprechern. Auf einige Möglichkeiten, was man bei einem Mehrkanal-System weglassen oder hinzufügen kann, möchte ich hier näher eingehen.

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Serie Die Entstehung des Code Red (Teil 1 2 3 4 5 6 7)

Lessons Learned: Was ich beim nächsten Heimkino anders machen würde

Hinterher ist man immer schlauer. Das gilt für vieles im Leben, da ist auch das Heimkino keine Ausnahme. Über die Jahre habe ich nicht nur gute Erfahrungen gemacht. Das Code Red hat einige kleine und große Defizite, die ich jetzt im Nachhinein nur mit größerem Aufwand und Kosten bereinigen könnte.

Ansicht des Code Red von der Front zur Rückseite.
Fertig und doch nicht perfekt: das Code Red
Foto: Tobias Dambacher

Darüber will ich heute beim vorläufigen Abschluss dieser Serie noch berichten. Viele der nachfolgend genannten Punkte betreffen direkt das Code Red. Ich versuche aber allgemeine Tipps daraus abzuleiten, die Euch bei Eurem Heimkino helfen können.

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Serie Die Entstehung des Code Red (Teil 1 2 3 4 5 6 7)

Die Planung des Code Red

Mit der Planung eines Einfamilienhauses kam mein etwas eingeschlafenes Interesse für das Hobby Heimkino wieder auf. Mitte 2012 stand das Haus schon längst, und die familiäre Vereinbarung, alles am Haus und im Garten müsse fertig sein, bevor ich mich in den Keller zurückziehe, war eingehalten. Eines schönen Sommertages bekam ich auf der Terrasse einen Rappel, schnappte mir das Tablet und begann mit der Planung des Code Red.

Lautsprecher und Fernseher in einem unverputzten Raum mit kahlen Betonwänden
Das Code Red im Rohbau: Testaufbau der Lautsprecher im leeren Raum

Bei der Hausplanung war der Deal, dass meine Frau einen begehbaren Kleiderschrank bekommt und ich dafür ein Heimkino. Daher war das Kino schon mit dieser Bezeichnung im Bauplan vorgesehen und hat kein Fenster bekommen. Die Schriftart im Plan des Architekten ließ das Wort aber wie „Kind“ aussehen. Es dauerte nicht lange, bis wir gefragt wurden, ob wir allen Ernstes ein Kinderzimmer in diesem dunklen Kellerraum einrichten wollten.

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Serie Das 1×1 der Lautsprecher-Aufstellung (Teil 1 2 3 4)

Aufstellung der Lautsprecher für 5.1- und 7.1-Systeme

Einer der wichtigsten Faktoren für guten Klang im Heimkino ist die Aufstellung der Lautsprecher. Die anderen wichtigen Faktoren sind deren Qualität und die Raumakustik. Die ideale Lautsprecher-Aufstellung wirst du nur selten erreichen können, sei es aus Platzgründen oder weil der Raum dann doch noch irgendwie zum Wohnen verwendet werden soll.

Aber zumindest typische Anfängerfehler lassen sich meist sehr leicht vermeiden. In bestehenden Kinos können einige kleine Veränderungen bereits einen hörbaren Effekt haben.

Aufstellung der Lautsprecher

Einer dieser typischen Anfänger-Fehler bei Wohnzimmer-Kinos ist es, den Raum einzurichten und dann erst zu überlegen, wie man darin ein 5.1-System unterbringt. Das Ergebnis verrät meist sofort die dahinter steckenden Überlegungen:

So, hier ist ein Zimmer, da müssen jetzt die Möbel rein. Und dann sehen wir mal, wo noch Platz für ganz viele Lautsprecher ist.

Das betrifft auch Systeme mit mehr oder weniger Lautsprechern als bei 5.1 (erfahre hier mehr darüber, wie viele Lautsprecher du wirklich brauchst). Der richtige Weg ist aber, zuerst herauszufinden, wo die beste Symmetrie im Raum vorliegt und wie sich diese mit der Blickrichtung vereinbaren lässt. Es gilt herauszufinden, wo die Front sein wird. Sobald Bild und Hauptlautsprecher ihren Platz gefunden haben, ist der Rest meistens nur noch ein Problem der Kabel.

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