Projektion

So mancher definiert ein Heimkino erst durch die Projektion mittels Beamer und Leinwand. So strikt wollen wir das hier aber gar nicht abgrenzen. Trotzdem gewinnt ein Heimkino dadurch erheblich an Atmosphäre. Zudem ist Projektion ab einer gewissen angestrebten Bildgröße auch erheblich günstiger als ein Fernseher.

Für ein großes Bild ist natürlich ein Beamer unverzichtbar. Wir sehen uns hier an, welche Merkmale eines Beamers im Heimkino besonders wichtig sind. Schnell fällt dabei auf, dass viel gepriesene Funktionen, wie etwa die Keystone-Korrektur, gar nicht von Bedeutung sind.

Zur Projektion gehören neben einer Leinwand aber auch Maßnahmen gegen Streulicht oder die Berücksichtigung des optimalen Sitzabstands. Wir gehen auch der Frage nach, wie man aus dem Nebenraum projiziert oder eine echte Breitbild-Leinwand im Cinemascope-Format einsetzt.

Auch wenn es immer wieder für tot erklärt wird, widmen wir uns auch dem Thema 3D im Heimkino. Nicht zuletzt gibt es Tipps für unser teuerstes Verschleißteil, die Beamer-Lampe.

Downscaling rockt!

UHD-Filme auf einem HD-Beamer abspielen → Bezahlbarer Booster für die Bildqualität

Eine vollständige, native 4K-UHD-Bildstrecke mit einem Beamer ist derzeit noch recht teuer. Von den niedrigen Einstiegspreisen von 4K-Fernsehern können Beamer-Freunde nur träumen. Für einen echten 4K-Beamer muss man einige tausend Euro investieren. Vielen ist das verständlicherweise zu teuer. Wie man für deutlich weniger Geld eine gewaltige Verbesserung in der Bildqualität erzielen kann beschreibe ich in diesem Artikel.

Ein Oppo UDP-203 Player mit einigen Filmen in einem Regal.

In meinem abgedunkelten Heimkino betreibe ich einen alten JVC DLA-X35 (Gebrauchtpreis deutlich unter 1000 €) mit neuer Lampe im hohen Lampenmodus (dabei aber nahezu geräuschlos) und projiziere damit auf eine 3,4 m breite Leinwand. Dazu gesellt sich seit einiger Zeit ein UHD-Player, der Oppo 203. Da UHD-Discs relativ teuer sind und ich ja nur einen HD-Beamer habe, nutzte ich den Player Anfangs nur für normale Blu-rays. UHD-Filme würden mir keinen Mehrwert bieten – dachte ich. Wie man sich doch irren kann!

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Serie Leinwand-Maskierung zur Bildverbesserung (Teil 1 2 3 4 5 6)

Schrittmotor-Steuerung mit TB6600-Treiber und Raspberry Pi

Um meine Leinwand-Maskierung elektrisch zu betreiben und damit automatisieren zu können, musste ein passender Motor her. Mit der richtigen Antriebsmechanik als Grundlage fiel mir die Entscheidung für einen Schrittmotor nicht schwer. Unter den denkbaren Motoren und Steuerungssystemen hatten Schrittmotoren die besten Features für mein Vorhaben zu bieten.

Unteres Ende der Gewindespindel mit angeschlossenem Schrittmotor und Gummipuffern als Dämpfer.

Das Problem bei der Ansteuerung von Schrittmotoren ist, dass einem niemand dabei helfen kann. Es gibt eine ganze Latte verschiedener Schrittmotoren am Markt, teils sehr ähnlicher Bauart, teils aber auch stark abweichend. Viel schlimmer ist die große Auswahl an Treiber-Platinen. Die Situation wird dadurch nicht besser, dass es viele Motoren und Treiber in sehr ähnlicher Bauweise noch von einem Dutzend verschiedener Hersteller gibt.

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Serie Leinwand-Maskierung zur Bildverbesserung (Teil 1 2 3 4 5 6)

Der richtige Motor für deine Leinwand-Maskierung

Nachdem wir uns mit dem Bau einer manuellen, mechanischen Maskierung beschäftigt und uns diverse Antriebsmechaniken überlegt haben, gehe ich im folgenden Artikel näher auf den zweiten wichtigen Teil eines Antriebs ein: den Motor. Du wirst schnell merken, dass es gar nicht so einfach ist, hier die richtige Entscheidung zu treffen.

Ein NEMA 17 Schrittmotor mit angeschlossenem Treiber und Gewindespindel.

Eng mit dem Motor verbunden ist die Steuerung desselben. Denn irgendwie willst du die Maskierung ja bequem vom Sitzplatz aus verstellen. Das kann unter Umständen sogar zur größeren Hürde werden, als der Motor selbst. Deshalb greife ich die Steuerung im selben Atemzug mit auf.

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Absolute Stille:

Beamer-Schalldämpfung mit einer Hushbox

Jeder kennt das Problem von seinem Beamer: Der Lüfter ist laut. Je nach Modell rauscht es mehr oder weniger, aber spätestens im hohen Lampenmodus ist es unüberhörbar. Der niedrige Lampenmodus ist ein schlechter Kompromiss, da mit ihm auch die Helligkeit und der Kontrast verloren gehen. Um den Beamer leiser zu machen, gibt es einen besseren Weg: Du kannst eine Hushbox bauen, die das Rauschen nahezu vollständig beseitigt.

Das Innere einer Hushbox mit Basotect-Schaumstoff verkleidet und mit Stoßdämpfern zum Schutz des Beamers versehen.

Den Beamer im niedrigen Lampenmodus, dem sogenannten „Eco-Modus“, zu betreiben, ist eigentlich etwas traurig. Hast du nicht ewig Projektoren verglichen, um ein möglichst helles Modell zu finden – mit ein paar Lumen mehr? Und dann fährst du das Prachtstück nur im Standgas, bei halber Helligkeit. Wäre es nicht perfekt, lautlos die volle Helligkeit, oder wie Fachleute sagen, ein Bild mit „Punch“ genießen zu können?

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Für fest installierte Beamer ungeeignet:

Finger weg von der Keystone-Korrektur!

Die Keystone-Korrektur ist ein Feature, das in so ziemlich jedem Beamer verbaut ist. Sie dient zur Entzerrung des Bilds, wenn dieses nicht ganz gerade auf die Leinwand projiziert werden kann und deshalb eine Trapezverzerrung entsteht. Warum das aber ganz großer Mist ist und Du um jeden Preis die Finger von der Keystone-Korrektur lassen solltest, will ich hier näher erklären.

Keystone-Korrektur

Der Name wurde vom sogenannten Schlussstein (engl. Keystone) geliehen, dem letzten Stein an der Spitze eines Torbogens – weil dieser oft auch trapezförmig ist. Ziemlich fantasievoll, möchte ich meinen. Als ob es keine anderen trapezförmigen Dinge auf der Welt gäbe.

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