Projektion

So mancher definiert ein Heimkino erst durch die Projektion mittels Beamer und Leinwand. So strikt wollen wir das hier aber gar nicht abgrenzen. Trotzdem gewinnt ein Heimkino dadurch erheblich an Atmosphäre. Zudem ist Projektion ab einer gewissen angestrebten Bildgröße auch erheblich günstiger als ein Fernseher.

Für ein großes Bild ist natürlich ein Beamer unverzichtbar. Wir sehen uns hier an, welche Merkmale eines Beamers im Heimkino besonders wichtig sind. Schnell fällt dabei auf, dass viel gepriesene Funktionen, wie etwa die Keystone-Korrektur, gar nicht von Bedeutung sind.

Zur Projektion gehören neben einer Leinwand aber auch Maßnahmen gegen Streulicht oder die Berücksichtigung des optimalen Sitzabstands. Wir gehen auch der Frage nach, wie man aus dem Nebenraum projiziert oder eine echte Breitbild-Leinwand im Cinemascope-Format einsetzt.

Auch wenn es immer wieder für tot erklärt wird, widmen wir uns auch dem Thema 3D im Heimkino. Nicht zuletzt gibt es Tipps für unser teuerstes Verschleißteil, die Beamer-Lampe.

Serie Leinwand-Maskierung zur Bildverbesserung (Teil 1 2 3 4 5)

Der richtige Motor für deine Leinwand-Maskierung

Nachdem wir uns mit dem Bau einer manuellen, mechanischen Maskierung beschäftigt und uns diverse Antriebsmechaniken überlegt haben, gehe ich im folgenden Artikel näher auf den zweiten wichtigen Teil eines Antriebs ein: den Motor. Du wirst schnell merken, dass es gar nicht so einfach ist, hier die richtige Entscheidung zu treffen.

Ein NEMA 17 Schrittmotor mit angeschlossenem Treiber und Gewindespindel.

Eng mit dem Motor verbunden ist die Steuerung desselben. Denn irgendwie willst du die Maskierung ja bequem vom Sitzplatz aus verstellen. Das kann unter Umständen sogar zur größeren Hürde werden, als der Motor selbst. Deshalb greife ich die Steuerung im selben Atemzug mit auf.

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Absolute Stille:

Beamer-Schalldämpfung mit einer Hushbox

Jeder kennt das Problem von seinem Beamer: Der Lüfter ist laut. Je nach Modell rauscht es mehr oder weniger, aber spätestens im hohen Lampenmodus ist es unüberhörbar. Der niedrige Lampenmodus ist ein schlechter Kompromiss, da mit ihm auch die Helligkeit und der Kontrast verloren gehen. Um den Beamer leiser zu machen, gibt es einen besseren Weg: Du kannst eine Hushbox bauen, die das Rauschen nahezu vollständig beseitigt.

Das Innere einer Hushbox mit Basotect-Schaumstoff verkleidet und mit Stoßdämpfern zum Schutz des Beamers versehen.

Den Beamer im niedrigen Lampenmodus, dem sogenannten „Eco-Modus“, zu betreiben, ist eigentlich etwas traurig. Hast du nicht ewig Projektoren verglichen, um ein möglichst helles Modell zu finden – mit ein paar Lumen mehr? Und dann fährst du das Prachtstück nur im Standgas, bei halber Helligkeit. Wäre es nicht perfekt, lautlos die volle Helligkeit, oder wie Fachleute sagen, ein Bild mit „Punch“ genießen zu können?

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Für fest installierte Beamer ungeeignet:

Finger weg von der Keystone-Korrektur!

Die Keystone-Korrektur ist ein Feature, das in so ziemlich jedem Beamer verbaut ist. Sie dient zur Entzerrung des Bilds, wenn dieses nicht ganz gerade auf die Leinwand projiziert werden kann und deshalb eine Trapezverzerrung entsteht. Warum das aber ganz großer Mist ist und Du um jeden Preis die Finger von der Keystone-Korrektur lassen solltest, will ich hier näher erklären.

Keystone-Korrektur

Der Name wurde vom sogenannten Schlussstein (engl. Keystone) geliehen, dem letzten Stein an der Spitze eines Torbogens – weil dieser oft auch trapezförmig ist. Ziemlich fantasievoll, möchte ich meinen. Als ob es keine anderen trapezförmigen Dinge auf der Welt gäbe.

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Antriebsmechaniken für automatische Leinwand-Maskierungen

Auf der Basis unserer selbst gebauten mechanischen Maskierung an einer Rahmenleinwand wollen wir hier im nächsten Schritt überlegen, wie die Maskierung per Motor gezogen werden kann. Dieser Teil wird ziemlich theoretisch, aber ich finde es wichtig, dass du dir Gedanken über mehrere möglichen Lösungen gemacht hast. Nur so findest du den besten Weg für deinen speziellen Fall.

Die Animation zeigt Maskierungsbretter, die sich am oberen und unteren Rand der Leinwand nach innen und außen bewegen. Als Befestigung sind dreiteilige Schubladenschienen angedeutet.
Schubladenschienen als Lösung für die Bewegung der Maskierung. Daran probieren wir in der Theorie diverse Antriebsmechaniken aus.

Eine Antriebsmechanik – und sei sie auch nur mit einer Kurbel ausgestattet – bringt weitere Vorteile für die mechanische Maskierung mit sich. Die Positionierung erfolgt genauer und gleichmäßiger. Du musst die empfindliche, lichtschluckende Oberfläche nicht immer anfassen, um sie zu verstellen. Vor allem aber stellt die Mechanik einen zentralen Ausgangspunkt für jedes Verstellen dar, der eine spätere Motorisierung überhaupt erst möglich macht.

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Mechanische Leinwand-Maskierung: Anforderungen und Eigenbau

Nachdem ich mir nun für länger Zeit mit einer manuellen, magnetischen Leinwand-Maskierung beholfen hatte, wurde mir das deutlich zu unbequem. Generell würde ich eine Maskierung nicht mehr hergeben wollen, aber die Rüstzeiten sind mir bei der magnetischen Lösung einfach zu hoch. Höchste Zeit, auf eine fest verbaute, mechanische Maskierung umzurüsten.

Die obere Maskierung an einer Leinwand.

Die Maskierungsmechanik ist stets eine sehr individuelle Angelegenheit. Du musst sie auf die Gegebenheiten deiner Leinwand anpassen. Ein allgemein gültiges Rezept kann es dafür nicht geben. Ich denke aber, dass ich mir die Anforderungen ziemlich hoch gesteckt habe, so dass du mit der hier vorgestellten Lösung auf fast jede Frage eine Antwort finden dürftest.

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