Projektion

So mancher definiert ein Heimkino erst durch die Projektion mittels Beamer und Leinwand. So strikt wollen wir das hier aber gar nicht abgrenzen. Trotzdem gewinnt ein Heimkino dadurch erheblich an Atmosphäre. Zudem ist Projektion ab einer gewissen angestrebten Bildgröße auch erheblich günstiger als ein Fernseher.

Für ein großes Bild ist natürlich ein Beamer unverzichtbar. Wir sehen uns hier an, welche Merkmale eines Beamers im Heimkino besonders wichtig sind. Schnell fällt dabei auf, dass viel gepriesene Funktionen, wie etwa die Keystone-Korrektur, gar nicht von Bedeutung sind.

Zur Projektion gehören neben einer Leinwand aber auch Maßnahmen gegen Streulicht oder die Berücksichtigung des optimalen Sitzabstands. Wir gehen auch der Frage nach, wie man aus dem Nebenraum projiziert oder eine echte Breitbild-Leinwand im Cinemascope-Format einsetzt.

Auch wenn es immer wieder für tot erklärt wird, widmen wir uns auch dem Thema 3D im Heimkino. Nicht zuletzt gibt es Tipps für unser teuerstes Verschleißteil, die Beamer-Lampe.

Wechselndes Bildformat mitten im Film

Ist dir auch schon mal aufgefallen, dass in manchen Filmen das Bildformat ab und zu zwischen 16:9 und 21:9 wechselt? Das tritt mehrmals im Film auf und betrifft immer einzelne Szenen oder Kameraeinstellungen.

Ganz kurz zur Auffrischung:

  • 16:9 ist das moderne Format, wie es beinahe jeder Fernseher und Projektor heute hat. Auf Filme auf Blu-ray sind in 16:9 codiert, wenngleich sie auch nicht immer das volle Format nutzen (schwarze Balken).
  • 4:3 war das Format alter Röhrenfernseher, was inzwischen zum Glück so gut wie ausgestorben ist.
  • 21:9 ist ungefähr das im Kino am weitesten verbreitete Cinemascope-Format.
    • 2,33:1 ist die exaktere Entsprechung dieses Seitenverhältnisses.
    • 2,39:1 und 2,4:1 sind Formate, in denen Cinemascope-Kinofilme tatsächlich vorliegen, also minimal breiter als 21:9.

Was hat es nun mit dem wechselnden Bildformat auf sich? Warum gibt es in manchen Filmen Szenen mit schwarzen Balken und welche im Vollbild?

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Echtes Breitbildformat mit voller Auflösung und Helligkeit

Projektion auf eine 21:9-Leinwand: Cinemascope

Seit Jahren hat sich das Seitenverhältnis 16:9 bei Fernsehern und Projektoren durchgesetzt. Man kann es mit Recht als den Standard seit etwa 20 Jahren bezeichnen. Schließlich ist es äußerst praktisch und ein guter Kompromiss für alle Anwendungsfälle. Alte Videos im Format 4:3 lassen sich darauf ebenso gut wiedergeben wie Kinofilme im Cinemascope-Format. Willst du dir ein Heimkino einrichten, das hauptsächlich für die Wiedergabe von Filmen vorgesehen ist, solltest du über eine Leinwand im 21:9-Format nachdenken.

Cinemascope-Leinwand
Foto: Markus Greilinger

Ich will hier einmal die Vor- und Nachteile des Cinemascope-Formats gegenüberstellen und aufzeigen, welche Möglichkeiten du hast, um Filme auf einer echten 21:9-Leinwand genießen zu können. Auf Fernseher gehe ich nicht weiter ein, da die meisten der nachfolgend genannten Probleme dafür nicht relevant sind und es schlicht und einfach nur ein paar wenige TV-Geräte im Format 21:9 auf dem Markt gibt.

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Downscaling rockt!

UHD-Filme auf einem HD-Beamer abspielen → Bezahlbarer Booster für die Bildqualität

Eine vollständige, native 4K-UHD-Bildstrecke mit einem Beamer ist derzeit noch recht teuer. Von den niedrigen Einstiegspreisen von 4K-Fernsehern können Beamer-Freunde nur träumen. Für einen echten 4K-Beamer muss man einige tausend Euro investieren. Vielen ist das verständlicherweise zu teuer. Wie man für deutlich weniger Geld eine gewaltige Verbesserung in der Bildqualität erzielen kann beschreibe ich in diesem Artikel.

Ein Oppo UDP-203 Player mit einigen Filmen in einem Regal.

In meinem abgedunkelten Heimkino betreibe ich einen alten JVC DLA-X35 (Gebrauchtpreis deutlich unter 1000 €) mit neuer Lampe im hohen Lampenmodus (dabei aber nahezu geräuschlos) und projiziere damit auf eine 3,4 m breite Leinwand. Dazu gesellt sich seit einiger Zeit ein UHD-Player, der Oppo 203. Da UHD-Discs relativ teuer sind und ich ja nur einen HD-Beamer habe, nutzte ich den Player Anfangs nur für normale Blu-rays. UHD-Filme würden mir keinen Mehrwert bieten – dachte ich. Wie man sich doch irren kann!

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Serie Leinwand-Maskierung zur Bildverbesserung (Teil 1 2 3 4 5 6)

Schrittmotor-Steuerung mit TB6600-Treiber und Raspberry Pi

Um meine Leinwand-Maskierung elektrisch zu betreiben und damit automatisieren zu können, musste ein passender Motor her. Mit der richtigen Antriebsmechanik als Grundlage fiel mir die Entscheidung für einen Schrittmotor nicht schwer. Unter den denkbaren Motoren und Steuerungssystemen hatten Schrittmotoren die besten Features für mein Vorhaben zu bieten.

Unteres Ende der Gewindespindel mit angeschlossenem Schrittmotor und Gummipuffern als Dämpfer.

Das Problem bei der Ansteuerung von Schrittmotoren ist, dass einem niemand dabei helfen kann. Es gibt eine ganze Latte verschiedener Schrittmotoren am Markt, teils sehr ähnlicher Bauart, teils aber auch stark abweichend. Viel schlimmer ist die große Auswahl an Treiber-Platinen. Die Situation wird dadurch nicht besser, dass es viele Motoren und Treiber in sehr ähnlicher Bauweise noch von einem Dutzend verschiedener Hersteller gibt.

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Serie Leinwand-Maskierung zur Bildverbesserung (Teil 1 2 3 4 5 6)

Der richtige Motor für deine Leinwand-Maskierung

Nachdem wir uns mit dem Bau einer manuellen, mechanischen Maskierung beschäftigt und uns diverse Antriebsmechaniken überlegt haben, gehe ich im folgenden Artikel näher auf den zweiten wichtigen Teil eines Antriebs ein: den Motor. Du wirst schnell merken, dass es gar nicht so einfach ist, hier die richtige Entscheidung zu treffen.

Ein NEMA 17 Schrittmotor mit angeschlossenem Treiber und Gewindespindel.

Eng mit dem Motor verbunden ist die Steuerung desselben. Denn irgendwie willst du die Maskierung ja bequem vom Sitzplatz aus verstellen. Das kann unter Umständen sogar zur größeren Hürde werden, als der Motor selbst. Deshalb greife ich die Steuerung im selben Atemzug mit auf.

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