Projektion

So mancher definiert ein Heimkino erst durch die Projektion mittels Beamer und Leinwand. So strikt wollen wir das hier aber gar nicht abgrenzen. Trotzdem gewinnt ein Heimkino dadurch erheblich an Atmosphäre. Zudem ist Projektion ab einer gewissen angestrebten Bildgröße auch erheblich günstiger als ein Fernseher.

Für ein großes Bild ist natürlich ein Beamer unverzichtbar. Wir sehen uns hier an, welche Merkmale eines Beamers im Heimkino besonders wichtig sind. Schnell fällt dabei auf, dass viel gepriesene Funktionen, wie etwa die Keystone-Korrektur, gar nicht von Bedeutung sind.

Zur Projektion gehören neben einer Leinwand aber auch Maßnahmen gegen Streulicht oder die Berücksichtigung des optimalen Sitzabstands. Wir gehen auch der Frage nach, wie man aus dem Nebenraum projiziert oder eine echte Breitbild-Leinwand im Cinemascope-Format einsetzt.

Auch wenn es immer wieder für tot erklärt wird, widmen wir uns auch dem Thema 3D im Heimkino. Nicht zuletzt gibt es Tipps für unser teuerstes Verschleißteil, die Beamer-Lampe.

Bauanleitung

Manuelle Leinwand-Maskierung mit magnetischer Halterung bauen

Eine Leinwand-Maskierung ist die günstigste Möglichkeit, die wahrgenommene Bildqualität erheblich zu verbessern. Mit günstig ist das natürlich so eine Sache, da die meisten Arten von Maskierungen eigentlich ziemlich teuer sind. Das liegt aber hauptsächlich an der komplexen Mechanik. Deshalb zeige ich Euch heute, wie Ihr eine manuelle Maskierung selbst bauen könnt.

Heimkino-Front mit Maskierung an der Leinwand

Vorgesehen ist diese für Rahmenleinwände aller Art, ob fertiges Produkt oder Eigenbau. Mit kleinen Abwandlungen bei der Befestigung solltet Ihr in der Lage sein, das Konzept auch auf eine Rollo- oder Motorleinwand zu übertragen. Die Materialkosten liegen bei ungefähr 70 €, können aber je nach bevorzugtem Material und Beschaffungsmöglichkeiten variieren.

Lest Euch vorher unbedingt die Einleitung zu Maskierungen durch, damit Ihr sicher seid, dass eine solche Maskierung die richtige für Euch ist.

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Leinwand-Maskierung: Die günstigste Bildverbesserung überhaupt

Eine Leinwand-Maskierung ist eine wertvolle Ergänzung für das Heimkino. Hat man sich einmal an eine maskierte Leinwand gewöhnt, will man sie nicht mehr hergeben. Die schwarzen Balken verschwinden endgültig, der wahrgenommene Kontrast im Bild verbessert sich um Welten. Und das ohne eine größere Investition in einen neuen Projektor.

Heimkino-Front mit Maskierung an der Leinwand
Foto: Tobias Dambacher

Zusammenfassung für schnelle Leser

Mit diesem Beitrag möchte ich zunächst die theoretischen Grundlagen zum Thema Maskierung schaffen. Wir sehen uns die Vor- und Nachteile sowie verschiedene Arten von Maskierungen an. Außerdem betrachten wir, worauf es dabei ankommt. An anderer Stelle will ich noch auf den Selbstbau einer Maskierung eingehen.

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Streulicht auf der Leinwand verhindern

Bei der Projektion kommt es sehr darauf an, dass ausschließlich das Licht des Projektors auf die Leinwand fällt. Alles andere ist Streulicht und damit unerwünscht — denn Streulicht sorgt dafür, dass Bildstellen, die eigentlich schwarz sein sollten, tatsächlich eher dunkelgrau sind. Wir sehen uns hier einmal an, was man dagegen tun kann.

Eine dunkel verkleidete Wand verhindert Reflexionen und damit Streulicht.
Dunkle Wände sind der Schlüssel zu wenig Streulicht auf der Leinwand

Zusammenfassung für schnelle Leser

Im Zusammenhang mit der Bildqualität spricht man häufig vom Kontrast. Kontrast ist der Helligkeitsunterschied zwischen der hellsten und der dunkelsten Stelle im Bild. Die hellste Stelle kann weiß sein, aber wie hell das wirklich ist, wird von der Helligkeit der Beamer-Lampe bestimmt. Ich gehe hier nur auf die dunkelste Stelle im Bild ein — und darauf, wie man diese möglichst dunkel bekommt.

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Automatische Leinwand-Maskierung

Die Leinwand mit einer Universalfernbedienung steuern

Die Idee einer Universalfernbedienung ist, dass man nur noch eine Fernbedienung für alles hat. Aber Funkschalter, wie sie in einer Leinwand oder Steckdose zu finden sind, können mit den gängigen, auf Infrarot basierenden Fernbedienungen nicht gesteuert werden. Im folgenden Praxistipp erkläre ich Euch, wie Ihr eine Motorleinwand oder Leinwandmaskierung mit einer Logitech Harmony oder der dazugehörigen App vom Smartphone oder Tablet aus steuern könnt.

Die hier vorgestellte Lösung baut auf dem jbmedia Light-Manager auf, einem kleinen Kasten, der unter anderem Infrarot-Befehle entgegen nimmt und dafür Funksignale weiter sendet. Neben elektrischen Leinwänden funktioniert das auch mit Funksteckdosen und den meisten anderen Schaltern, die per Funk geschaltet werden.

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Die Qual der Wahl

Beamer-Lampe: Original oder kompatibler Nachbau?

Früher oder später ist sie fällig: eine neue Beamer-Lampe. Trotz aller Bemühungen, die Beamer-Lampe zu schonen, wird sie irgendwann das Zeitliche segnen. Die Preise für neue Lampen sind je nach Hersteller ziemlich heftig: zwischen 200 und 600 € legt man für eine Original-Lampe auf den Tisch. Da überlegt man sich zweimal, ob man nicht zu einem kompatiblen Nachbau greift.

Zwei Beamer-Lampen, ein Original-Produkt und ein kompatibler Nachbau
Nur im Detail voneinander zu unterscheiden: links die Original-Lampe, rechts der kompatible Nachbau (Mitsubishi VLT-HC7800LP)

Ich möchte heute einige Überlegungen anstellen, was Original-Lampen für Beamer eigentlich so viel besser macht, dass ein so hoher Preis gerechtfertigt ist. Ich gehe auch darauf ein, womit man rechnen muss, wenn man ein günstiges Beamerlampen-Plagiat kauft.

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