Archiv der Kategorie: Projektion

Für fest installierte Beamer ungeeignet:

Finger weg von der Keystone-Korrektur!

Die Keystone-Korrektur ist ein Feature, das in so ziemlich jedem Beamer verbaut ist. Sie dient zur Entzerrung des Bilds, wenn dieses nicht ganz gerade auf die Leinwand projiziert werden kann und deshalb eine Trapezverzerrung entsteht. Warum das aber ganz großer Mist ist und Ihr um jeden Preis die Finger von der Keystone-Korrektur lassen solltet, will ich hier näher erklären.

Keystone-Korrektur

Der Name wurde vom sogenannten Schlussstein (engl. Keystone) geliehen, dem letzten Stein an der Spitze eines Torbogens — weil dieser oft auch trapezförmig ist. Ziemlich fantasievoll, möchte ich meinen. Als ob es keine anderen trapezförmigen Dinge auf der Welt gäbe.

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Einsteiger-Beamer im Test

Epson EB-U04: hell, flexibel und leicht einzurichten

Ich habe kürzlich die wichtigsten Merkmale eines Beamers näher beschrieben. Um sich für ein Modell zu entscheiden, sollte man dieses Wissen nun noch anwenden, wenn man vor der Qual der Wahl steht. Ich ziehe mir heute beispielhaft einen Beamer heran — nämlich den Epson EB-U04 — und gehe die einzelnen Merkmale nochmal durch. Ziel ist es, zu zeigen, wie man die Herstellerangaben und Tests beim Fachhändler auswertet oder interpretiert, um zu einer Kaufentscheidung zu kommen.

Epson EB-U04 Frontansicht

Wir versetzen uns dazu in jemanden aus der Zielgruppe Heimkino-Einsteiger. Vielleicht wollen wir im Wohnzimmer vom klassischen Fernseher auf einen Beamer umsteigen, weil das die Kino-Atmosphäre steigert. Da das Budget beschränkt ist, möchten wir ein günstiges Einsteiger-Modell finden, dessen Bildqualität aber trotzdem überzeugen kann.

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Die wesentlichen Auswahlkriterien beim Beamer-Kauf

Heimkino-Beamer – wichtige Funktionen kurz erklärt

Wer sich für einen Beamer entscheidet, geht einen wichtigen Schritt hin zu einem echten Heimkino. Für viele ist ein Heimkino erst dann ein richtiges Heimkino, wenn ein Beamer für das Bild sorgt. Inzwischen ist das keine Kostenfrage mehr. Ein Fernseher mit richtig großem Bild ist deutlich teurer als ein Beamer, der ein noch größeres Bild an die Wand wirft.

Beamer Frontansicht Cover

Die eigentliche Schwierigkeit ist die etwas umständlichere Einrichtung, da ein Beamer nicht einfach irgendwo stehen kann. Aber es gibt noch viele andere Kriterien, die man bei einer Neuanschaffung beachten muss. Diese zu kennen und zu verstehen ist der Trick, die richtige Entscheidung zu treffen. Deshalb will ich Euch heute die wichtigsten Merkmale mit auf den Weg zum Beamer-Kauf geben.

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Echtes Breitbildformat mit voller Auflösung und Helligkeit

Cinemascope: Projektion auf eine 21:9-Leinwand

Seit Jahren hat sich das Seitenverhältnis 16:9 bei Fernsehern und Projektoren durchgesetzt. Man kann es mit Recht als den Standard seit etwa 15 Jahren bezeichnen. Schließlich ist es äußerst praktisch und ein guter Kompromiss für alle Anwendungsfälle. Alte Videos im Format 4:3 lassen sich darauf ebenso gut wiedergeben wie Kinofilme im 21:9 Cinemascope-Format.

Wollt Ihr Euch aber ein Heimkino einrichten, das hauptsächlich für die Wiedergabe von Filmen vorgesehen ist, solltet Ihr über eine Leinwand oder einen Bildschirm im Cinemascope-Format 21:9 (genauer 2,35:1) zumindest kurz nachdenken. Rund 80% aller Kinofilme werden seit Jahrzehnten in diesem Format gedreht. Auf einem 16:9-Bildschirm seht Ihr alle diese Filme mit schwarzen Balken oben und unten — bei Projektion fallen diese je nach Schwarzwert des Projektors sogar mehr oder weniger negativ auf und sollten mittels einer Maskierung beseitigt werden.

Cinemascope-Leinwand
Foto: Markus Greilinger

Ich will hier einmal die Vor- und Nachteile des Cinemascope-Formats gegenüberstellen und aufzeigen, welche Möglichkeiten Ihr habt, um Filme auf einer echten 21:9-Leinwand genießen zu können. Auf Fernseher gehe ich nicht weiter ein, da es die meisten der nachfolgend genannten Probleme damit nicht gibt und es schlicht und einfach nur ein paar wenige Fernsehgeräte im Format 21:9 auf dem Markt gibt.

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Wechselndes Bildformat mitten im Film

Ist Euch auch schon mal aufgefallen, dass in manchen Filmen das Bildformat ab und zu zwischen 16:9 und 21:9 wechselt? Das tritt mehrmals im Film auf und betrifft immer einzelne Szenen oder Kameraeinstellungen.

Ganz kurz zur Auffrischung:

  • 16:9 ist das klassische Breitbild-Format, wie es beinahe jeder Fernseher und Projektor heute hat. Das Format alter Röhrenfernseher war 4:3, was inzwischen zum Glück so gut wie ausgestorben ist.
  • 21:9 ist das im Kino am weitesten verbreitete Cinemascope-Format, das gerne auch mit dem etwas exakteren Verhältnis von 2,35:1 angegeben wird. Es kursieren hier unterschiedliche Definitionen, die aber meist auf Rundungsfehlern beruhen. Jedenfalls wird das 21:9-Format am 16:9-Bildschirm mit schwarzen Balken dargestellt.

Was hat es nun mit dem wechselnden Bildformat auf sich? Warum gibt es in manchen Filmen Szenen mit schwarzen Balken und welche im Vollbild?

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