Fernbedienungen besser aufladen mit der Ladeschale

Heute habe ich ein ziemlich banales, aber für viele vielleicht nützliches Thema für Euch, das neulich in einem Forum aufkam. Es geht darum, wie Ihr den Akku einer Universalfernbedienung stets ausreichend voll haltet, ihn gleichzeitig schont und die Ladeschale sinnvoll nutzen könnt. Ganz schön viel auf einmal, deshalb eines nach dem anderen.

Als Beispiel nehmen wir die Logitech Harmony, eine der beliebtesten Universalfernbedienungen im Kino und Wohnzimmer. Das funktioniert aber auch mit jeder anderen Fernbedienung, für die es eine Ladeschale gibt.

Das Problem

Lässt man die Ladeschale stets am Stromnetz angeschlossen – aus reiner Bequemlichkeit, oder nennen wir es lieber Komfort – bringt das zwei große Nachteile mit:

  • Wenn man die Fernbedienung aus der Schale entnimmt, endet der Ladevorgang, was (zumindest bei einer Harmony) für eine Art Neustart sorgt. Sie braucht dann ein paar Sekunden Zeit, bevor sie wieder reagiert, und befindet sich im Hauptmenü. Die zuletzt verwendete Aktivität bzw. das zuletzt eingestellte Gerät ist nicht mehr aktiv. Sehr unpraktisch!
  • Mit jedem Einlegen der Fernbedienung in die Ladeschale beginnt der Ladevorgang. Das schadet dem Akku auf Dauer erheblich. Moderne Akkus haben zwar keine Probleme mehr mit dem bekannten Memory-Effekt, jedoch schadet es ihrer Lebensdauer, wenn sie ständig randvoll gehalten werden. Lässt man die Ladeschale ausgesteckt, wirkt sich eine zu tiefe Entladung ebenso negativ aus. Sie werden mit der Zeit weniger leistungsfähig.

Natürlich könnte man das ganz einfach umgehen, indem man die Ladeschale nicht einsteckt oder generell nicht nutzt. Aber sie ist ja so schön komfortabel und wir sind so unheimlich bequem, weshalb das für manch einen keine Option ist.

Die Lösung

Besorgt Euch eine Zeitschaltuhr aus dem nächsten Baumarkt oder Elektronikladen. Diese klemmt Ihr einfach vor die Ladeschale. Wichtig dabei ist, dass die Uhr nicht nur das selbe Programm alle 24 Stunden fahren kann, weshalb alle mechanischen Zeitschaltuhren schon mal ausscheiden. Die Uhr benötigt digitale Einstellmöglichkeiten basierend auf Wochentagen.

Eine Logitech Harmony 900 in ihrer Ladeschale mit vorgeschalteter Zeitschaltuhr

Je nach Nutzung Eurer Fernbedienung programmiert Ihr die Zeitschaltuhr so, dass sie die Ladeschale regelmäßig für die Dauer eines vollständigen Ladevorgangs aktiviert. Also zum Beispiel

  • einmal pro Woche für 4 Stunden,
  • dienstags, donnerstags und samstags für eine Stunde
  • oder nach einem anderen Plan.

Diese Ladezeiten legt Ihr auf eine Tageszeit fest, zu der die Fernbedienung keinesfalls benötigt wird und in der Ladeschale liegt – wahrscheinlich nachts oder in den frühen Morgenstunden.

Alles was Ihr dann noch tun müsst, ist die Fernbedienung jeden Abend an ihrem Bestimmungsort aufzuräumen – in die Ladeschale. Zu jedem anderen Zeitpunkt kann sie dort auch abgelegt werden.

Da die Ladeschale meistens aus ist, wird sie keine unnötigen Ladevorgänge starten, somit den Akku schonen und die zuletzt aktive Funktion der Fernbedienung beibehalten. Alle paar Tage wird die Fernbedienung automatisch geladen, während Ihr gar nichts davon mitbekommt.

Mit Häufigkeit und Dauer der Ladungen müsst Ihr ein wenig herum experimentieren. Grundsätzlich gilt:

  • je seltener geladen wird, desto besser
  • der Ladevorgang sollte sich lohnen, ein Akkustand unter 20% ist aber zu vermeiden
  • das Laden sollte nicht unterbrochen werden, bis der Akku etwa 80% erreicht hat
  • die Ladedauer sollte nur so lang wie nötig sein

Eine einfache Lösung also für ein einfaches Problem – und das für rund 10 €. Hier einige · mögliche · Zeitschaltuhren – oder was man sonst so im Online-Tante-Emma-Laden findet.

Über Bert Kößler

Ein Kino in den eigenen vier Wänden fand ich schon immer spannend. Meine Leidenschaft gilt vor allem der Einrichtung, Steuerung und Automatisierung. Hier teile ich meine Erfahrungen mit Anfängern und Fortgeschrittenen, die mehr aus Ihrem Heimkino machen wollen.

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