Für die Augen und die Ohren

Wohnraumtaugliche Lautsprecher mit hohem WAF

Immer wieder werde ich nach Empfehlungen für Lautsprecher gefragt, die sich gut in ein Wohnzimmer integrieren. Der Wunsch nach Mehrkanalton ist vorhanden, aber die Erlaubnis, den gemeinsamen Wohnraum vollzustellen, oft nicht. Heute geht es daher um Lautsprecher, die jenseits der üblichen Brüllwürfel mit richtig gutem Sound aufwarten können, dabei aber trotzdem einen äußerst hohen WAF aufweisen.

3 Lautsprecher im Test: Nubert NuLine WS-14, Saxx coolSOUND CX 25, XTZ Spirit 6
V.l.n.r.: Nubert NuLine WS-14, Saxx coolSOUND CX 25, XTZ Spirit 6
Foto: Nubert electronic GmbH, SaxxTec, XTZ-Deutschland

Dazu benötigt man einerseits 2-Wege-Lautsprecher und ausreichend Gehäusevolumen. Für den WAF ist ein ansprechendes Design und eine schlanke Bauweise unerlässlich. Um so besser, wenn sie dabei noch mit 2 Chassis für den Tief-/Mittelton aufwarten können. Zudem müssen sich die Lautsprecher an der Wand montieren lassen und sollten dort auch noch gut klingen, denn Lautsprecher dürfen ja um Gottes Willen nicht herumstehen.

Um Euch etwas konkretes empfehlen zu können, habe ich drei mögliche Kandidaten mit sehr ähnlicher Bauweise aus meiner persönlichen Empfehlungskiste ausgesucht.

Wichtig waren mir bei dieser Auswahl (neben den oben genannten Faktoren) ein erstklassiges Preis-Leistungs-Verhältnis und die Möglichkeit, die Lautsprecher auch kompromisslos in einem Mehrkanalsystem einsetzen zu können. Auf viele weitere Kriterien gehe ich nun im Folgenden ein.

Oberfläche und Verarbeitung

Damit ein Lautsprecher bei Eurer Holden durchgeht, muss er optisch einiges her machen. Dazu gehört vor allem eine saubere Verarbeitung, eine pflegeleichte Oberfläche und natürlich die passende Farbe.

Alle hier vorgestellten Lautsprecher gibt es sowohl in schwarz als auch in weiß. Damit ist sowohl dem dunklen Heimkino als auch dem modernen Wohnzimmer genüge getan. Unterschiede gibt es im Glanz der Oberflächen. Während die Saxx CX 25 in hochglänzender Klavierlack-Optik angeboten werden, gibt es die XTZ Spirit 6 und die nuLine WS-14 in sehr matten Farben. Beides sieht richtig gut aus, passt aber vielleicht nicht zu jeder Einrichtung. So bleibt es letzten Endes wohl dem persönlichen Geschmack überlassen.

Saxx coolSOUND CX 25 Frontansicht
Die Saxx coolSOUND CX 25 in edler Klavierlack-Optik.
Foto: SaxxTec

Ein wenig Pflege brauchen die Oberflächen später sowieso, denn die Lautsprecher lassen sich kaum aufhängen, ohne ein paar Fingerabdrücke zu hinterlassen. Auf matten, dunklen Oberflächen fällt das am meisten auf, lässt sich aber mit mildem Spiritus und einem trockenen Baumwolltuch leicht beheben.

In Sachen Verarbeitung gibt es bei allen drei Testkandidaten nichts zu meckern. Saubere Kanten und gleichmäßiger Lack sind genauso wichtig, wie ordentlich eingebaute Chassis und bei Bedarf passende Front-Abdeckungen. Der freie Blick auf die Chassis wirkt ja gelegentlich abschreckend auf Frauen, habe ich mir sagen lassen. Warum auch immer.

Abmessungen und Gewicht

Ich habe die hier vorgestellten Lautsprecher nicht zufällig ausgewählt, sondern aufgrund ihrer eher untypischen Abmessungen. Sie sind länglicher und flacher als typische Regal-Lautsprecher. Genau genommen sind sie ja auch für die Wandmontage vorgesehen. Durch die Anordnung der Chassis wirken sie eher wie ein sehr flacher Center (und werden teilweise auch als solcher beworben).

Das bringt mich zu einem ganz elementaren Punkt. Wer auf der Suche nach einem 5.1-System mit hohem WAF ist, stolpert ja auch über all die Möglichkeiten mit großen Front-Lautsprechern und kleinen Surround-Satelliten. Allzu leicht nimmt man an, dass das so normal sein muss. Schnell geht der Blick für andere Varianten verloren.

Wenn Ihr schon Rücksicht auf die Einrichtung nehmen müsst und nur kleine, flache Wand-Lautsprecher aufhängen dürft — warum dann nicht 5 gleiche?

Ein ganzes System rundum mit den gleichen Lautsprechern auszustatten, bringt einen ganz entscheidenden Vorteil: Homogenität. Wenn im Film ein Geräusch von vorne links nach hinten rechts wandert und dabei seine Klangfarbe nicht verändert, spricht man von einem homogenen Klangbild. Das ist sehr viel wert und gelingt nur, wenn möglichst identische Lautsprecher zum Einsatz kommen. Jede Abweichung — vom Hersteller über die Serie, die Bauweise und das Gehäusevolumen bis hin zu den Chassis — sollte vermieden werden.

Diese länglichen Wand-Lautsprecher könnt Ihr gleichermaßen als Front-, Center- und Surround-Lautsprecher einsetzen. Auch die Montage an der Decke ist unproblematisch und ermöglicht so die Erweiterung auf 3D-Sound. Ein noch homogeneres Klangbild ist kaum möglich.

Die Nubert WS-14 sind mit 38,5 cm Höhe die kleinsten der hier gezeigten Lautsprecher. Die Saxx CX 25 und XTZ Spirit 6 sind mit 47 bzw. 48 cm Höhe deutlich größer, aber immer noch gut im WAF-Rahmen. Das Gewicht erstreckt sich entsprechend von 5 bis 7,5 kg. Auffällig ist, dass der Saxx-Lautsprecher trotz einer Größe, die annähernd der von XTZ entspricht, nur gerade etwas mehr als das Gewicht der deutlich kleineren Nubert-Box auf die Waage bringt.

Zu bedenken ist, dass mehr Volumen theoretisch besseren Sound bedeutet, aber so groß sind die Unterschiede zwischen den Testkandidaten dann auch nicht, dass sich allein daraus eine nennenswerte Klangveränderung ergibt. Am meisten macht es sich wohl beim Bass bemerkbar.

Bauweise: mit oder ohne Bassreflexöffnung

In jedem Fall sind die Abmessungen aus meiner Sicht perfekt, um sie für jeden denkbaren Zweck einzusetzen. Ganz ähnlich stellt sich das bei der Bauweise dar. Während die Spirit 6 gleich mit zwei Bassreflexöffnungen ausgestattet ist, kommen die CX 25 und die nuLine WS-14 von vorneherein ohne aus.

XTZ Spirit 6 Rückansicht
Die Rückansicht der XTZ Spirit 6 mit zwei Bassreflexöffnungen.
Foto: XTZ-Deutschland

Die grobe Daumenregel lautet, die Bassreflexöffnungen bei einer Aufstellung frei im Raum zu nutzen, um den maximal möglichen Bass zu erhalten. Bei Wandmontage hingegen sollten die Öffnungen verschlossen werden, weil der Bass durch die wandnahe Aufhängung ohnehin aufgedickt wird.

Bassreflexöffnungen sind hier also vorteilhaft: sie dienen als mögliche Stellschraube, um den Bass gleich auf Seite der Hardware anzupassen, bevor man den Equalizer Hand anlegen lässt. XTZ liefert ein paar Schaumstoff-Stopfen gleich ab Werk mit.

Gleichwohl ist es auch kein großer Nachteil, wenn der Lautsprecher keine Bassreflexöffnungen bietet, wie der Frequenzgang des CX 25 zeigt. Wandmontage wird schließlich der bevorzugte Weg sein. Zudem ist das mit dem Bass ohnehin so eine Sache, wie wir später noch sehen werden.

Chassis – das Herz der Lautsprecher

Zu den Chassis kann ich immer nur so viel sagen: der Hersteller wird sich schon was dabei gedacht haben. Gehäuse, Chassis und Elektronik werden perfekt aufeinander abgestimmt, um den bestmöglichen Klang zu gewährleisten.

Alle hier vorgestellten Lautsprecher haben einen Hochtöner und zwei Tief-/Mitteltöner in der klassischen D’Appolito-Anordnung. Dadurch sollten die Lautsprecher bevorzugt vertikal betrieben werden. Horizontal, wie bei einem Center, ergeben sich die typischen Probleme beim Abstrahlverhalten — aber auch nicht mehr, als bei jedem anderen Center. Bei der Verwendung als Deckenlautsprecher kommt ebenfalls eine Ausrichtung horizontal zur Blickrichtung in Frage, um sie einfacher anwinkeln zu können. Aber ich denke, das geht schon in Ordnung. Ob man den Unterschied wirklich hört ist fraglich.

XTZ Spirit 6 Frontansicht
Die XTZ Spirit 6 mit den ausgefallenen Chassis und weißem Lack.
Foto: XTZ-Deutschland

Während XTZ und Nubert einen klassischen Kalottenhochtöner verbaut haben, kommt bei Saxx der für den Hersteller typische AMT-Hochtöner zum Einsatz. Das wirkt erstmal schön abwechslungsreich und klingt auch etwas anders.

Am Ende sind die Chassis aber mehr eine optische Frage. Bei Nubert mag ich den eher technischen Look mit den hervorgehobenen Schrauben. Bei XTZ hingegen gefallen mir die Membranen mit ihrer verwobenen Struktur sehr gut. Auch die Gummierung um den Hochtöner wirkt hier sehr edel. Saxx integriert die Chassis gleich richtig ins Gehäuse, indem sie in einer Art Trichter tiefer gesetzt werden. Im Zweifelsfall, lasst doch einfach die Frau entscheiden — im Gegenzug dafür, dass die Chassis dann sichtbar bleiben dürfen.

Klang: am besten nur mit Subwoofer

Während die Dame des Hauses meist nur das Aussehen und den damit verbundenen Eingriff in die Wohnraumgestaltung beurteilen wird, werfen wir doch lieber mal einen Blick ein Ohr auf den Klang. Der ist wie immer stark vom persönlichen Geschmack abhängig, weshalb ich ja immer predige, dass Ihr Lautsprecher vor der Anschaffung unbedingt selbst probehören müsst.

Bei allen getesteten Lautsprechern ist mir im normalen Betrieb zunächst rein gar nichts negativ aufgefallen — zumindest nichts, was mich gewundert hätte. Im Gegenteil, ich war schon überrascht, was aus so kompakten Gehäusen raus kommen kann!

Die XTZ Spirit 6 treten im Bass am stärksten auf, was sicher durch die offene Bauweise mit Bassreflexöffnungen kommt. Die untere Grenzfrequenz (-3 dB) beträgt hier 63 Hz. Beim Saxx CX 25 ist die untere Grenzfrequenz mit 52 Hz angegeben, auch wenn ich das lieber nicht ausreizen würde. Bei den nuLine WS-14 ist die Grenze relativ hoch bei 100 Hz gezogen, was auf die deutlich geringeren Abmessungen zurückzuführen sein dürfte.

Auffällig war, dass sich die Lautsprecher im Bass gelegentlich etwas gequält anhörten — so als würden sie mit aller Kraft versuchen, etwas wiederzugeben, was sie nicht können. Ich weiß nicht, ob der Effekt über die Elektronik herbeigeführt wird, vielleicht bei dem Versuch, noch ein paar Hertz herauszukitzeln. Das ist aber im Grunde egal, denn präzisen, druckvollen Bass darf man von Lautsprechern dieser Bauart nicht erwarten. Dazu fehlen ihnen schlicht und einfach entsprechend große Chassis und die nötige Tiefe. Bei Gehäusetiefen von 10 bis 14 cm kann einfach kein voluminöser Bass raus kommen.

Die Lautsprecher sind ganz klar für den Betrieb mit einem Subwoofer konzipiert. Jeder Hersteller bietet mindestens ein dazu passendes Modell an. Am besten spielten alle Lautsprecher auf, wenn man ihnen den Bass bei einer Trennfrequenz von 100 Hz weg nahm und dem Subwoofer diese Aufgabe überließ. Bei Saxx und XTZ kann man aufgrund der niedrigen unteren Grenzfrequenz auch bedenkenlos auf 80 Hz gehen, ohne sich großartig was zu beschneiden.

Überhaupt ist das automatische Einmesssystem des AV-Receivers hier unser bester Freund. Es bügelt die kleinen Schwachstellen im Klang aus — gerade auch diejenigen, die von unserem Raum und der wahrscheinlich wandnahen Aufhängung verursacht werden. Mit dem hier erklärten Ziel vor Augen, hausfrauenfreundliche Lautsprecher zu finden und diese ggf. auch unauffällig in einer weniger günstigen Raumecke zu platzieren, ist das fast schon unerlässlich.

Anschlüsse und Klangbeeinflussung

Alle drei Lautsprecher bieten die typischen vergoldeten Schraubklemmen an der Rückseite. Somit lassen sich Lautsprecherkabel direkt anschrauben oder mittels Bananensteckern noch wesentlich leichter anstecken.

Saxx coolSOUND CX 25 Rückansicht
Die Rückansicht der Saxx coolSOUND CX 25 mit den typischen Schraubklemmen.
Foto: SaxxTec

Die XTZ Spirit 6 bieten darüber hinaus eine Steckbrücke (so eine Art „Jumper“) der entfernt werden kann, um den Hochton um 3 dB abzusenken. Neben den von Haus aus verschließbaren Bassreflexöffnungen bieten sie damit noch eine hardwareseitige Korrekturmöglichkeit für das obere Ende des Klangspektrums. Bei Nubert gibt es diese Möglichkeit in Form eines Schalters. Den Hochton abzusenken kann in typischen Wohnräumen mit vielen schallharten Oberflächen wie Glasfronten, kahlen Wänden und modernen Möbeln eine willkommene Korrektur sein.

Bei Nubert und Saxx gibt es außerdem einen Klangwahlschalter, der den Bass etwas absenkt. Diese Einstellung sollte bei Wandaufhängung gewählt werden.

Abdeckungen: Gitter und Rahmen

Da es ja eine erhebliche Erhöhung des WAF bedeuten kann, die bösen Chassis zu verstecken, ist dieser Punkt besonders wichtig. Es versteht sich von selbst, dass alle drei getesteten Modelle mit einer passenden Abdeckung geliefert werden.

Bei den Spirit 6 und den CX 25 handelt es sich hierbei um einen Rahmen, der mit akustisch transparentem Stoff bespannt ist. Die nuLine WS-14 bieten hingegen ein leicht nach vorne gewölbtes Gitter. Letzteres schlägt für meinen Geschmack jeden noch so schicken Stoffrahmen um Längen, aber das empfindet ja jeder anders. Auf den Klang dürfte das Gitter etwas mehr Auswirkungen haben als der Stoff. Aber ich gehe davon aus, Nubert würde das nicht anbieten, wenn die Beeinträchtigung zu groß wäre. Vor neugierigen Kinderhänden schützen die Gitter in jedem Fall besser, obwohl die Variante „aus den Augen, aus dem Sinn“ der Stoffrahmen ebenfalls gute Dienste leistet.

Nubert NuLine WS-14 Frontansicht
Wie viele Nubert-Lautsprecher sind auch die NuLine WS-14 mit Abdeckgitter erhältlich.
Foto: Nubert electronic GmbH

Gehalten werden die Abdeckungen bei XTZ und Nubert mittels Steckverbindern in kleinen Löchern an der Front. Saxx hat hingegen auf eine Variante zurückgegriffen, die die anderen Hersteller erst ab den hochpreisigen Modellen anbieten: Magnete. Letzteres ist natürlich schick, weil die unverhüllten Fronten so absolut unbeeinflusst bleiben. Gerade die auffälligen Einstecklöcher auf weißen Fronten sind ein häufiger Kritikpunkt bei Lautsprechern. Für den einen oder anderen mag das durchaus ein entscheidendes Kriterium sein.

Wandhalterungen und Stative

Kommen wir zum letzten Punkt, nämlich der Frage, wie wir die Lautsprecher hinstellen oder an die Wand hängen. Von der gewöhnlichen Aufstellung als Regal-Lautsprecher wollen wir mal absehen, da es ja unser erklärtes Ziel ist, die Lautsprecher möglichst unauffällig zu platzieren und sie nicht als störende Hindernisse für den Staublappen in Erscheinung treten zu lassen.

XTZ hat die Spirit 6 ganz klar als Wand-Lautsprecher konzipiert. Ein passendes Stativ gibt es herstellerseitig nicht. Dafür sind zwei Möglichkeiten zur Aufhängung an Bord. Zum einen kann man die Spirit 6 senkrecht an einer großen Schraube aufhängen — die typische Schlüsselloch-Aufhängevorrichtung ist beidseitig vorhanden. Auf die gleiche Weise lässt sie sich waagrecht an zwei Schrauben wie ein Center aufhängen. Besser ist aber der Ansatz mittels der von XTZ als Zubehör angebotenen Wandhalterung. Diese besteht aus zwei Teilen, die bequem an der Wand und am Lautsprecher verschraubt werden können. Anschließend wird die Spirit 6 (oder einer der zahlreichen anderen Wand-Lautsprecher von XTZ) nur noch bequem in die Halterung eingeschoben und mit zwei seitlichen Sicherheitsschrauben fixiert. Eine Neigung des Lautsprechers ist dabei nicht möglich.

SAXX liefert für die CX 25 einen passenden Standfuß mit und ermöglicht damit die Aufstellung in Regalen und auf anderen Erhöhungen. Eine speziell für diesen Lautsprecher entwickelte Wandhalterung kann wie auch bei XTZ unsichtbar hinter dem Lautsprecher angebracht werden, bietet hier aber die Möglichkeit, diesen in 4 Winkeln in der Längsachse zu neigen. Allerdings ist dieser Spaß nicht ganz billig.

2 Nubert NuLine WS-14 an der Decke hängend
Die NuLine WS-14 bei Deckenmontage.
Foto: Nubert electronic GmbH

Die nuLine WS-14 bieten neben der Schlüsselloch-Aufhängung noch einen etwas anderen Ansatz. Die auch hier als Zubehör erhältliche Wandhalterung besteht aus einem Bügel der den Lautsprecher der Länge nach wie eine Gabel hält. Dadurch wird die WS-14 in ihrer Längsachse drehbar und lässt sich damit in einer Dimension frei ausrichten, ohne an Halt zu verlieren. Das macht sie ebenfalls als Deckenlautsprecher für 3D-Tonformate interessant. Aber auch im gewöhnlichen Mehrkanal-Umfeld ist das Anwinkeln auf den Hörplatz sehr willkommen.

Darüber hinaus besteht natürlich immer die Möglichkeit, mittels Wandhalterungen von Drittanbietern eine andere Lösung zu schaffen. So lässt sich dann auch die Neigung in alle Richtungen einstellen. Das erweist sich aber aufgrund des relativ hohen Gewichts der Lautsprecher nicht immer als einfach.


Preislich liegen alle drei Lautsprecher mit 275–330 € pro Stück sehr nah beieinander und lassen sich somit gut miteinander vergleichen. Natürlich gibt es ähnliche Bauarten anderer Hersteller sowie ganz allgemein Alternativen in anderen Preisregionen. Ich denke aber, mit der hier vorgestellten kleinen Auswahl haben XTZ, Saxx und Nubert nicht nur den Nerv der durchschnittlichen Hausherrin bestens getroffen.

Sauberer, kraftvoller Klang bei gleichzeitig hohem WAF muss also kein Kompromiss sein. Lautsprecher können sehr wohl dezent im Wohnraum integriert werden, ohne größere Abstriche am Klang machen zu müssen. Ich würde diese Bauweise auf jeden Fall immer den typischen Komplettset-Brüllwürfeln mit ihren klapprigen Kunststoffgehäusen vorziehen.

Über Bert Kößler

Ein Kino in den eigenen vier Wänden fand ich schon immer spannend. Meine Leidenschaft gilt vor allem der Einrichtung, Steuerung und Automatisierung. Hier teile ich meine Erfahrungen mit Anfängern und Fortgeschrittenen, die mehr aus Ihrem Heimkino machen wollen.

8 Gedanken zu „Wohnraumtaugliche Lautsprecher mit hohem WAF

  1. Ich musste ein bisschen lachen, ich habe auch gedacht, mach sie an die Wand da stören sie nicht. Meine bessere Hälfte war aber dagegen, jetzt stehen die nuBox 313 vorne mit 20 cm Wandabstand auf der Fernsehwand + Center auf einer Platte über dem Fernseher. Also lieber vorher mit ihr sprechen, bevor man die teuren Halterungen kauft 😉

    Haben übrigens bei Nubert die Boxen probe gehört/angeschaut 🙂

      1. Das habe ich natürlich schon gemacht. Einer der Ws-14 hängt direkt an der Wand, einer etwas entfernt, da ich eine Schrankecke umschiffen musste. Gibt ja die Stellung „wandnah“ und „frei“. Nach der Logik müsste ich ja verschiedene Einstellungen wählen. Höre da aber auch keine großen Unterschiede, keine Ahnung was da genau gemacht wird.

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