Oblivion (2013)

In den letzten Jahren sind eine Menge gute Science-Fiction-Filme erschienen, die sich durch eine abwechslungsreiche, manchmal auch einzigartige Handlung hervorheben konnten. Oblivion gehört definitiv dazu und katapultierte sich ganz nebenbei in den Olymp der Referenzfilme für guten Sound.

Soundreferenz: Oblivion (2013)

Eine Eigenschaft von Filmen übt eine besondere Anziehung auf mich aus: wenn nur sehr wenige Personen darin mitspielen. Innerhalb des selben Genres hatten wir das zuletzt bei Passengers (2016) und schon einige Jahre vorher in Moon (2009). Wenn wenige Charaktere die Handlung tragen müssen, kommt meistens etwas sehr interessantes dabei heraus. Bei Oblivion ist das ähnlich, auch wenn der Film zwischendurch kurz aus diesem Muster ausbricht.

Nach und nach führt uns Oblivion in eine post-apokalyptische Welt ein. Rückblenden und Erinnerungen an ein früheres Leben werfen dabei einige Rätsel auf, die im weiteren Verlauf der Handlung aufgeklärt werden. Bei all den Panoramen untergegangener Städte und Metropolen weiß der Film dennoch immer wieder auf eine andere Art zu überraschen.

Aber nicht nur die grundsolide Story macht den Film zu einem Muss für jede Filmsammlung. Besonders gerne ziehe ich Oblivion aus dem Regal, wenn es darum geht, beeindruckenden Mehrkanalsound zu demonstrieren.

Diverse Vorbeiflüge des ausgefallenen Luftfahrzeugs, mit dem Hauptfigur Jack Harper seine Aufgaben erfüllt, sind dabei das normalste, was man von diesem Film erwarten würde. Der eigentliche Star des Films sind die Drohnen und ihr Kommunikation mittels Signaltönen. Nach kürzester Zeit hat man das Gefühl, diese Dinger wirklich zu verstehen. Dabei bekommt man jeden neuen Ton so kraftvoll in die Ohren gedrückt, das die Bedrohung beinahe real wird. Spätestens, wenn sie im Gefecht richtig loslegen wird klar, dass es kein Entkommen gibt.

Oblivion beeindruckt mit einem sehr hohen Dynamikumfang und will deshalb am liebsten richtig laut gehört werden. Am besten schickt Ihr etwaige Mitbewohner also aus dem Haus. Das heißt nicht, dass mit dauerhaften Bassattacken oder vielen Lauten Passagen zu rechnen ist. Die Action hält sich sehr in Grenzen. Wenn die Drohnen aber mal loslegen, reißen sie nicht nur im Film die Bude ab.

Also: Wer mit Science-Fiction auch nur ein bisschen was anfangen kann, für den ist Oblivion definitiv ein Pflichtkauf.

Über Bert Kößler

Leidenschaftlicher Filmvorführer, Popcorn-Koch, Kartenabreißer, Platzanweiser, Programmchef, Projektionist, Reinigungsfachkraft und Kabelmann in einer Person. Neigt zu ausgeprägtem Fanatismus, wenn es um die Steuerung und Automatisierung des Heimkinos geht. Konnte sich zwischen zwei Filmen dazu motivieren, Heimkino Praxis als Ventil für gelegentliche Schreibanfälle zu gründen.

2 Gedanken zu „Oblivion (2013)

  1. Ein wirklich guter Film und mittlerweile einer meiner Lieblingsfilme!

    Was die Demonstrationsfähigkeiten angeht, kann ich Dir nur zustimmen, sorgt schon für Begeisterung. Ist auch in 7.1 auf der Scheibe.

    Da ich den Film inzwischen so gut kenne, krame ich ihn außerdem auch jedes Mal raus, wenn ich etwas verändert habe, sei es wie kürzlich der Blu-ray Player oder auch nur Akustikmaßnahmen. Und dann bleib ich regelmäßig dran hängen, weil er mich so fasziniert 😀

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