Der erste Schritt zum Profi-Heimkino

PA-Endstufen für mehr Leistung im Heimkino

Wer nicht nur im Wohnzimmer bei sprichwörtlicher „Zimmerlautstärke“ Filme anschaut, sondern im Kellerkino laut aufdreht, kommt früher oder später auf die Idee externe Endstufen zu verwenden. Hohe Leistung für wenig Geld bieten PA-Endstufen aus dem Bereich der Veranstaltungstechnik.

Vier PA-Endstufen mit LED-Festbeleuchtung. In Leinwandnähe eher ungeeignet.

Ob eine PA-Endstufe für dich das Richtige ist und auf welche Einschränkungen du dich dabei einstellen musst, erklärt dieser Artikel.

Warum externe Endstufen verwenden

Selbst Einstiegs-AV-Receiver werben mit hohen Wattzahlen pro Kanal – 200 W und mehr sind keine Seltenheit. Eigentlich vollkommen ausreichend, auch für hohe Lautstärken, oder nicht?

Ähnlich einem Autoquartett geht es leider bei den AVR-Herstellern vorrangig darum, möglichst hohe Zahlen zu Papier zu bringen und dafür diverse Rechentricks anzuwenden. Die Höchstleistung pro Kanal ist nur möglich, wenn gleichzeitig alle anderen Kanäle stumm bleiben. Das erklärt, warum ein Gerät 11 × 200 W Ausgangsleistung (= 2.200 W) haben kann bei einer maximalen Leistungsaufnahme von nur 300 W inklusive Videosektion.

Bei dauerhaft lauten Krawallszenen brechen so die 200 W Leistung schnell auf unter 50 W zusammen. Das kann zwar immer noch sehr laut klingen, allerdings nicht mehr schön. Ein subjektives Empfinden „jetzt wird es mir zu laut“ bedeutet in so einem Fall häufig eigentlich „jetzt wird es der Anlage zu laut“ und es klingt unangenehm.

So ziemlich jede Endstufe arbeitet am besten im unteren und mittleren Leistungsbereich, also nicht bei voller Auslastung. Bei Spitzenlautstärke beginnt das Signal zu verzerren und wird komprimiert. Zum „entspannten Lauthören“ bieten sich also externe Endstufen an.

Zu den AVRs passende HiFi-Endstufen gibt es von allen Herstellern. Stereo, also zweikanalig gibt es in endloser Auswahl, aber auch 3, 5 oder 7 Kanäle sind erhältlich. Anbieter von Heimkino-Mehrkanal-Endstufen sind u.a.:

  • Yamaha
  • Marantz
  • Rotel
  • IOTAVX
  • Emotiva

Für die schicke Wohnzimmer-Anwendung und auch für viele Kellerkinos ist das sicher die beste und unkomplizierteste Wahl. Wer etwas experimentierfreudiger ist, ein Kellerkino mit Technikraum hat oder für weniger Geld hohe Leistung möchte, für den sind PA-Endstufen eine interessante Alternative.

Eine PA-Anlage (auch Public Address, kurz PA oder PA-System genannt) ist eine Beschallungsanlage, die der Wiedergabe von Sprache oder Musik an ein Publikum dient. Sie werden überall dort eingesetzt, wo es nötig ist, große Flächen möglichst gleichmäßig zu beschallen.

Wikipedia.de

Damit wäre schon angedeutet, wo die Stärken und Schwächen einer PA-Endstufe liegen.

Die Stärken sind:

  • für hohe Lautstärken ausgelegt, oberhalb „Zimmerlautstärke“
  • robust, zu häufigem Auf- und Abbau geeignet
  • kompatibel zu anderem Profi-PA-Equipment

Typische Einschränkungen einer PA-Endstufe im Heimbetrieb sind:

  • rustikale 19“-Optik mit hellen LEDs, kein schickes HiFi-Format
  • mehr Nebengeräusche, Brummen und Rauschen, die bei niedriger Lautstärke stören könnten
  • häufig sehr laute Lüfter, die einen Betrieb nahe dem Hörplatz unmöglich machen
  • nur eingeschränkt zu HiFi-Komponenten und AV-Receivern kompatibel (fehlende Cinch-Anschlüsse, höherer Eingangspegel)

Wo sind PA-Endstufen im Heimkino sinnvoll?

Überall dort, wo hohe Leistung verlangt wird: also zuerst bei Front- und Center-Lautsprechern. Danach die Surrounds, dann Back Surrounds und zuletzt auf den Höhenkanälen. Du kannst also auch nur einen Teil deiner Lautsprecher extern verstärken und den Rest weiterhin über den nun entlasteten AV-Receiver laufen lassen.

Im Sinne einer gleichen Klangcharakteristik sind gleiche Endstufen für alle Kanäle natürlich das Optimum, aber nicht ganz so wichtig wie gleiche Lautsprecher bzw. Lautsprecher der gleichen Serie mit gleichen Chassis.

PA-Endstufen anschließen

XLR-Stecker oben, unten Cinch auf XLR adaptiert

(Fast) alle PA-Endstufen verfügen über professionelle XLR-Buchsen als Signaleingang. Eine sogenannte „symmetrische“ Signalübertragung mit drei Adern über XLR ist viel robuster gegenüber Störsignalen (z.B. parallel laufenden Netzleitungen) als das im Heimbereich übliche zweiadrige Cinch-Kabel. Reine AV-Vorstufen verfügen aus diesem Grund neben den Consumer-Cinch-Ausgängen auch über Profi-XLR-Ausgänge. Außerdem ist XLR mechanisch stabiler als Cinch und wird per Klick verriegelt. Für Endstufen die nur XLR-Eingänge haben gibt es günstige Adapter auf Cinch. Die Vorteile der Unempfindlichkeit gegenüber Störungen fallen damit natürlich weg.

Vorverstärker Marantz 7702 mit Endstufen per XLR verbunden

Am AV-Receiver lässt du die entsprechenden Lautsprecheranschlüsse frei und verbindest stattdessen den Cinch-Ausgang mit der Endstufe (und diese mit den Lautsprechern). Bei der Einrichtung bzw. Einmessung des AV-Receivers wird diese Konfiguration in der Regel automatisch erkannt. Auch ein „Mischbetrieb“ ist möglich, bei manchen AV-Receivern sogar Voraussetzung, um die volle Kanalzahl nutzen zu können. Schlimmstenfalls musst du im AVR-Menü noch die entsprechenden Einstellungen vornehmen.

Zu leise – was läuft schief?

Wenn du eine PA-Endstufe erstmals an deinen AV-Receiver anschließt, wirst du wahrscheinlich verwundert feststellen, dass du sie sehr weit aufdrehen musst um auf eine passable Lautstärke zu kommen, bzw. dass der AV-Receiver beim Einmessen den Pegel extrem anhebt. Das liegt daran, dass im Profi-Bereich höhere Signalpegel üblich sind (1,55 V). Das Cinch-Signal deines AV-Receivers ist also zu schwach.

Viele PA-Endstufen lassen sich auf den niedrigen Consumer-Pegel von 0,775 V umstellen. Das bringt schon einmal eine höhere Lautstärke. Aber auch die ist oft noch zu niedrig.

Es ist keine Schande, wenn du die Endstufe mehr als die Hälfte, oder sogar voll aufdrehst. Ziel ist, dass der AV-Receiver nach dem Einmessen nicht mehr allzu viel verstärken muss. Unter 10 dB Abweichung ist akzeptabel. Ob es sinnvoll ist runter auf 0 dB beim AVR zu kommen musst du ausprobieren. Ziel ist das, „was weniger rauscht“ und dass der AV-Receiver noch Reserven hat. Wenn alle Stricke reißen, gibt es noch zum Zwischenschalten „Aufholverstärker“.

Crown XLS-1002, Eingangsempfindlichkeit auf Consumer-Pegel 0,775 V eingestellt. Ab Werk leise, temperaturgeregelte Lüfter.

Der Hubschrauber im Wohnzimmer

Ja, Lüfter können so laut sein. Bei Discobeschallung ist das kein Problem. Wer seine Heimkinotechnik im separaten Technikraum unterbringen kann hat damit ebenfalls kein Problem. Fairerweise muss man sagen, dass nicht alle PA-Endstufen laut sind und einige sogar über temperaturgeregelte Lüfter verfügen, z.B. die Crown-XLS-Endstufen, die ich derzeit verwende. Wer einem etwaigen Garantieverlust entspannt entgegensieht, kann die Endstufe modifizieren, also leiser machen.

Lüfter tauschen

Eine sehr gängige Endstufenmodifikation ist der Lüftertausch. Da das Ganze so vom Hersteller nicht vorgesehen ist, sei an dieser Stelle vor einem Garantieverlust gewarnt. Außerdem sollten Arbeiten an Elektronik grundsätzlich nur von qualifizierten Personen durchgeführt werden. Ich habe schon einige Geräte auf diese Weise modifiziert und würde den Schwierigkeitsgrad als niedrig einstufen. Durch einen leisen Lüfter kann die Gerätelautstärke in der Regel sehr stark gesenkt werden.

Zunächst wird der aktuell verbaute Lüftertyp am Bauteil abgelesen und gegoogelt. Passende Baugröße und Spannung, also Voltzahl, sind Minimalvoraussetzungen. Gleicher oder höherer Luftdurchsatz sind wünschenswert. Mit diesen Eckdaten macht man sich auf die Suche nach einem passenden Silent-Lüfter aus dem PC-Bereich. Da PA-Endstufen im Heimkino in der Regel lange nicht so hart rangenommen werden wie an ihrem eigentlichen Bestimmungsort, einer Dorfdisco, ist oft auch ein geringerer Luftdurchsatz vertretbar. Sollte der neue Lüfter nicht über den passenden Stecker verfügen, muss ggf. mit Lüsterklemmen oder ähnlichem gearbeitet werden.

Achtung: Lüfter richtig herum einbauen!

Wem das alles zu einfach ist, der kann natürlich auch das Gehäuse und den Luftstrom ändern oder eine Temperaturregelung einbauen. Dies erfolgt natürlich ebenso auf eigene Gefahr und wird hier nicht näher beschrieben. Auch eine Hushbox für Endstufen ist denkbar.

„Eisenschwein“ E4-250 aus dem Einsteiger-Segment von Thomann – vier Kanäle, hohe Leistung, robust, laute, ungeregelte Originallüfter

Welche PA-Endstufe ist geeignet

Geräte gibt es in unterschiedlichen Preis- und Qualitätsklassen. „You get what you pay for“ gilt natürlich auch hier. Für die Hauptlautsprecher sind 100 W / 8 Ohm gut geeignet. Das liest sich wenig, ist aber schon deutlich mehr als die schöngerechneten hohen Wattzahlen der AVRs. Über 300 W / 8 Ohm ist eher unnötig. Schwere „Eisenschweine“, also Geräte mit Ringkerntrafo, dürfen etwas weniger Leistung haben. Digitalendstufen benötigen für die gleiche Performance etwas mehr Leistung. Folgende Endstufen hatte oder habe ich im Einsatz bzw. werden häufig für Heimkinobetrieb empfohlen:

  • Ab Werk leise: Crown XLS-1002 (und höher)
  • lüfterlose Einsteigerendstufe: Behringer a800
  • sehr günstiges Einsteigergerät: t.amp E-400
  • 4-Kanal, leistungsstark, laute Werkslüfter: t.amp E4-250

Die Verstärkung passiver (Eigenbau-) Subwoofer ist mit PA-Endstufen natürlich auch möglich. Diese brauchen mehr Leistung und sind hier nicht Thema.


PA-Endstufen sind eine günstige Möglichkeit deinem Heimkino zu besserem, dynamischerem, lauterem Klang zu verhelfen. Wer mit den genannten Einschränkungen leben kann findet in diesem Segment gute und günstige Produkte.

Über Florian Schäfer

Seit seiner Kindheit film- und technikbegeistert, später Fotograf, Kameramann, Musiker, Cineast und Audio-Video-Universaltechniker. Beruflicher Weg vom Mediengestalter Bild- und Ton über Medientechnik-Ingenieursstudium zu 3D-Filmkamera-Technik und medizinischen Kameras. Baut als DIY-Heimwerker u. A. Lautsprecher, Instrumente, Kamera-Spezialkonstruktionen, und natürlich ein eigenes Heimkino namens „Saal 3“.

41 Gedanken zu „PA-Endstufen für mehr Leistung im Heimkino

  1. Ich habe mehrere Behringer iNukes im Einsatz. Leistung ohne Ende, DSP für Anpassungen an den Raum, jetzt neu mit schwarzem Gehäuse (NX-Serie). Die kostengünstigste Variante vor allem als Subwooferverstärker, oder auch für Bass-Shaker.
    Wenn im gleichen Raum betrieben muss man den Werkslüfter gegen ein leiseres Modell tauschen, ist aber wie oben beschrieben einfach möglich.

  2. Moin, ich habe dazu eine Frage.
    Ich selber habe über 20 Jahre im Veranstaltungstechnik Bereich gearbeitet, aber immer Nebenberuflich und im Lichtbereich. Da ich es wie gesagt immer nur Nebenberuflich gemacht habe, hab ich mich mit Ton nie ernsthaft beschäftigt.

    Nun zur Frage: In wie weit macht es sich bemerkbar, das Basschasis im Veranstaltungstechnikbereich in der Regel extrem hart aufgehängt sind aber im Heimbereich meistens sehr weich. Wie kommen die PA-Endstufen damit zurecht?

    Außerdem verstehe ich persönlich nicht, wie Behringer und T-Amp ersthaft empfohlen werden können. Ich habe oft genug erlebt, wie schlecht diese Geräte sind und wie negativ sie den Klang einer Anlage beeinflussen. Das habe sogar ich als Nichttontechniker auf Anhieb gehört.

    1. Hallo Volker. Das mit den Chassis ist mir bekannt. Das führt zu unterschiedlichen klanglichen Eigenschaften (Tiefgang, Dynamik) stört aber die Endstufen nicht weiter.

      Zu deinen Vorbehalten gegen Behringer und t.amp. Sogar deren 100€-Endstufen können Heimkinos aufwerten. Gerade AVRs der Einsteigerklasse. Hochwertige Geräte haben die beiden auch im Programm. Auch mein damaliger Denon x4300 wurde von e4-250 und iNuke für Sub deutlich aufgewertet. Besser geht immer, worauf mein Satz „you get what you pay for“ Bezug nimmt. Besser als 9 Endstufen eines 500€ AVR geht es mit PA Endstufen allerdings auch problemlos. Selbst mit Behringer, der zudem von der Empfehlung her als Einsteigergerät relativiert wird.

      PS. Mein nächster Bassamp wird wohl ein t.amp Proline 3000.

  3. Hallo,
    wie immer ein sehr schöner Bericht.
    Allerdings Inhaltlich nicht ganz korrekt!

    Bei Herstellern wie z.B. Denon, Marantz und Yamaha ist die Leistungsaufnahme hinten auf dem Gerät KEINE maximale Leistungsaufnahme !

    Beispiel:
    Messungen Zeitschrift Heimkino:
    Yamaha RX-A3080 – 5x166W an 4Ohm gleichzeitig = 830W – Leistungsaufnahme hinten am Gerät aber „NUR“ 490W
    Marantz SR7013 – 5x152W an 4Ohm gleichzeitig = 760W – Leistungsaufnahme hinten am Gerät aber „NUR“ 710W
    Denon AVR-X2500H – 5×116 an 4Ohm gleichzeitig = 580W – Leistungsaufnahme hinten am Gerät aber „NUR“ 500W

    Hier wird es vom Produktmanager Roland Kröger auch mal erklärt!
    https://youtu.be/9829CHWG2Ms?t=2095

    Negativ beispiel:
    Onkyo TX-RZ820 – 5x29W an 4Ohm gleichzeitig = 145W – Leistungsaufnahme hinten am Gerät aber 710W

    1. Hallo Andreas, danke für deinen Kommentar. War mir so im Detail nicht bekannt. Leistungsangaben zu Marketingzwecken oder Erfüllung von Normen sind eine Wissenschaft für sich. Scheinleistung, Wirkleistung, Sinus, Peak, Crest, Impuls, bei Klirr XY, bei Frequenz XY,… Auf jeden Fall sollte man skeptisch werden wenn eine kleine Büchse ohne Lüfter, mit dünnem Netzkabel 11x 200W im Werbetext stehen hat.

      1. Noch ein Beispiel gefunden:

        Messungen Zeitschrift Audiovision:
        Yamaha MX-A5200 – 7x155W an 4Ohm gleichzeitig = 1085W – Leistungsaufnahme hinten am Gerät aber „NUR“ 650W

  4. Ich bin jetzt auch beim Subwoofer SBA angelangt. Mit 6×12“ Mivoc AW3000. Als Antrieb setze ich eine Crown XLS 1002 ein. Ich war erst kritisch ob die 350 Watt reichen pro Kanal. Läuft auch in hohen Pegeln wie Zunder. Kein Clipping oder Verzerrungen. Watt Angaben sind leider des öfteren nur heiße Luft. Laststabilität ist durch nichts zu ersetzen.

  5. Hallo,

    Danke für diesen ausführlichen Report. Verstehe ich das richtig wenn am AVR nicht alle Endstrufen mit Lautsprecher belegt werden und z.B. durch eine externe, kräftigere unterstützt welche das übernimmt, dass dann für alle anderen am AVR angeschlossenen Lautsprecher diese Leistungsreserven frei werden?
    Oder sind dann einfach die nicht belegten AVR Endstufen sozusagen ungenutzt und bringen für die restlichen Boxen auch keinen Vorteil?

    Nach welchem Leistungskriterium sollte man so eine PA Endstufe auswählen? Angenommen das anzuschließende Boxenpaar Standlautsprecher hat eine Nennbelastbarkeit um die 380W und Musikbelastbarkeit um die 500W?

    1. Hallo Her Galle. Richtig verstanden, das Netzteil des AVR verteilt seine Leistung auf das was angeschlossen ist.

      Leistung der Endstufe. Gar nicht so leicht zu beantworten. Preislich würde ich persönlich sagen sollte eine Stereoendstufe ca. so teuer sein wie ein einzelner Lautsprecher. Leistung ist im Heimbereich mehr als 300w/8Ohm/Kanal selten erforderlich, schadet aber nicht.

  6. Hallo Florian, schöner Beitrag! Du hast auch die Behringer A800 erwähnt. Ich bin mir am überlegen, ob ich diese für meine Frontlautsprecher einsetzen soll. Die ist ja preislich sehr attraktiv. Ist diese im Kellerkino zu gebrauchen?

    Gruß Jonas

    1. Hallo Jonas,
      einen einfachen AVR wird auch die a800 schon deutlich leistungsmäßig aufwerten. Trotzdem natürlich immer in P/L-Relation sehen und keine Klangwunder erwarten. Ganz grobe Qualitätsregel, Stereo-Endstufe so teuer wie ein Lautsprecher. Bei der a800 sollten deine Frontlautsprecher also ganz grob 300€ als Paar gekostet haben.

  7. Hallo nochmal und Danke für die Rückantwort. Habe mich durch den Artikel inspirieren lassen und das Crown XLS 1502er Modell für die Standlautsprecher Frontboxen angeschafft. Bereits beim erneuten AVR einmessen konnte man deutlich mehr Schalldruck wahrnehmen als dies vorher über den AVR der Fall war.

    Ich muss noch etwas experimentieren, denn so eine PA Endstufe ist ziemliches Neuland für mich. Was sich mir noch nicht soo ganz erschließt ist das Zusammenspiel AVR / PA.
    Fürs erneute LS einmessen des AVR habe ich die PA auf 3/4 des Lautstärkenreglers pro Kanal aufgedreht also 3 Uhr Position. Der AVR hat für die Front-LS jetzt -2dB eingemessen. So weit so gut. Für mein Verständnis dürfte man jetzt den PA Regler an sich nicht mehr verändern, da ja sonst die Einmessung sinnlos wäre und muss die Gesamtlautstärke nur noch über den AVR regeln wie bisher. Allerdings „dümpelt“ das LED Meter nur so auf dem ersten Signalbalken herum bis es maximal am 2. kratzt aber dort ist der AVR Pegel schon deutlich mehr als Zimmerlautstärke ;). Ist das ein normaler Zustand und vollkommen ok oder nutzt man hier das Potential des PA Gerätes noch gar nicht richtig?

    Würde man die PA auf Anschlag aufdrehen und dann den AVR einmessen, würde dieser doch dann nur den höheren Pegel noch weiter nach unten korrigieren. Macht eigentlich auch keinen Sinn oder hab ich da was übersehen?

    PA ist korrekt auf 0,775V Eingangsspannung gestellt. Alles an Crossover in der PA ist deaktiviert.

    1. Dazu musst du wissen, dass ein analoges Audiosignal eine Basislautstärke von 80 dB hat, auf die es eingepegelt bzw. abgemischt wurde. Reduziert man die Lautstärke am Verstärker auf -80 dB, herrscht Stille. Deshalb geht die Lautstärke-Skala bei vielen Geräten von -80 dB bis ca. +16 dB. Dreht man sie auf 0 dB auf, hat man die Referenzlautstärke. Beim AVR spielt dann noch die Einmessung mit rein und einige andere Faktoren, aber das lassen wir mal beiseite.

      Dein Verständnis ist so weit richtig, wie du es beschrieben hast. Du solltest die Entstufe also im einfachsten Fall auf 0 dB Lautstärke einstellen, was so viel heißt wie „um 0 dB reduzieren oder verstärken“. Also alles unverändert lassen, einfach nur Saft für die Lautsprecher drauf und raus damit. Die Lautstärkeregelung erfolgt am AVR, zum Beispiel auf -20 dB, was eine angenehme Kinolautstärke sein könnte. Am AVR auch auf 0 dB zu gehen wäre an sich richtig (sofern alles korrekt eingemessen ist), aber das wird den Nachbarn nicht gefallen.

      Ein Problem hast du jetzt eigentlich nur, wenn AVR oder Endstufe die Lautstärke nicht in -80 dB – +16 dB angeben, sondern z.B. von 0–100. Die Funktionalität dahinter bzw. der Lautstärkebereich ist aber technisch gesehen der selbe. Du musst nur in der Bedienungsanleitung nachlesen oder selbst ausrechnen, wo auf dieser Skala die 0 dB liegen.

      Natürlich kannst du von dieser Regel abweichen, wenn du sie verstanden hast, und weißt was du tust. An der Endstufe bis Anschlag aufzudrehen ist allerdings keine gute Idee. Neben anderen möglichen Problemen erhöhst du damit ja auch das Grundrauschen der Endstufe. Umgekehrt kannst du die Endstufe minimal leiser drehen und dafür am AVR etwas lauter machen, wenn du so ein leichtes Rauschen weg bekommst.

    2. Alles richtig gemacht. Die Endstufe hat wie an den LEDs zu sehen noch ordentlich Reserven. Beim Einpegeln kannst du noch experimentieren. Hier mehr, da weniger. Ob das klanglich überhaupt einen Unterschied macht wirst du hören. Mit -2dB bist du auf jeden Fall für den AVR sehr gut eingestellt. Kannst auch alles so lassen.

  8. Hallo an Bert und Florian und Danke für die Tipps.

    Habe noch ein wenig experimentiert. Die PA auf 3/4 der Leistung hat mir zu sehr gerauscht. Es war mehr als das „Grundrauschen“ der PA Endstufe, welches selbst bei komplett auf Null gestelltem Regler immer da ist. Bis etwa knapp unterhalb der Mittelstellung aufgedreht höre ich keine Veränderung. Ab dann wird es pro Stufe auf dem Regler merklich lauter. Gelesen hatte ich auch man solle mal den Netzstecker anders herum einstecken aber das hatte gar keinen Effekt diesbezüglich.

    Ich habe also die PA Endstufe genau auf die Hälfte nur noch aufgedreht und neu eingemessen. Im wesentlichen sind die Werte bis auf die an der PA angeschlossenen Frontboxen nahezu identisch zu vorher und maximal auf 0dB oder die Mehrzahl im Minusbereich. Die Frontboxen sind von vorher -2dB auf jetzt +9,5dB.

    Das Led Meter der PA Endstufe verhält sich wie vorher und es blinkt oder leuchtet zu 90% nur der erste Balken.

    Hier muss der AVR ja nur das Pre Out Signal verstärken und nicht selbst die LS antreiben und bleibt ja für mein Verständnis trotz +9,5dB weiterhin entlastet!? Die eigentliche Arbeit macht ja die PA.

    Weniger Rauschen ist wie gesagt nicht möglich. Hatte vorher etwas recherchiert und die Crown sind da gegenüber anderen schon ziemlich gut. Es ist aber mehr als die Boxen, welche direkt am AVR hängen. Bei absoluter Stille im Raum hört man es jetzt ca.bis auf 80cm von der Box entfernt vom Hochtöner. Bei 3/4 Regler Stellung an der PA habe ich es ganz ehrlich noch bis zum Sitzplatz wahrgenommen.

    Wenn gegen dieses Setup nichts spricht empfinde ich es als vorteilhafter. Vielleicht hilft das hier ja auch dem ein oder anderen weiter 🙂

      1. Da bliebe nur die Option manuell die einzelnen LS Pegel aller LS im AVR Setup im Verhältnis zueinander zu verschieben.

        Zum Beispiel die Front LS von +9,5 auf vielleicht +4,5 zu bringen und alles andere auch um diesen Wert zu reduzieren. Da wäre ich dann allerdings bei SR / SL sowie SBR / SBL knapp bei -10 im krassesten Fall.

        Hier würde man doch dann aber im Film nur wieder die Gesamtlautstärkenzahl höher drehen also sehe ich da nicht unbedingt einen „Unterschied“ zu den jetzigen Pegeln mit dann einer moderateren Lautstärkezahl beim Filmgenuss. Bleibt doch am Ende das gleiche, da die PA ja wie gesagt genau im gleichen Bereich mit einem Signalbalken arbeitet wie vorher auf 3/4 Stellung und -2dB Messung.

        So wäre zumindest meine Logik wenn ich jetzt nichts übersehen habe.

        Ansonsten ist die Crown XLS Serie ein wirklich sehr guter Tipp hier gewesen für den ich dankbar bin. Die Beleuchtung kann man im übrigen getrennt voneinander für das Display sowie die blauen LED´s komplett abschalten und somit stört das Gerät auch nicht mehr dadurch wenn es im Heimkino selbst z.B. an der Front integriert ist. Hier habe ich zudem auf so ein Metall Rack Case zurückgegriffen wo das ganze eingeschraubt wird und es optisch der Hifi Technik näher kommt. Das Case ist etwas länger in der Tiefe als das Gerät selbst und man kann schön die Kabel dort verstecken.

        1. Alle Kanäle gleichmäßig runter zu drehen bringt natürlich nichts. Es geht ja nur um die Angleichung der Front bzw. um den Pegel der Endstufe. Es wäre besser, nicht so hoch ins Plus zu gehen, um Verzerrungen vorzubeugen. Die Änderung dafür mit der Lautstärke der Endstufe ausgleichen. Den Rest in Ruhe lassen.

          1. Da würde ich mich ja dem ersten Setup wieder annähern und mit jeder weiteren Steigerung der Lautstärke der PA würde ich das generell vorhandene Rauschen des Gerätes merklich steigern.

            Bei der jetzigen PA Position auf 12 Uhr ist es nicht wesentlich mehr als das generell vorhandene Rauschen der Endstufe selbst auf 0 am Regler. Die PA Regler will ich daher eigentlich nicht verändern. Daher der Gedanke im AVR die Front LS abzusenken aber damit das ganze eingemessene Verhältnis aller LS weiterhin passt müsste ich ja dann alle anderen auch um diesen Wert reduzieren.

            Wie gesagt die PA arbeitet nach wie vor „nur“ auf dem ersten Balken am LED Meter wie auch beim ersten Setup auf 3 Uhr Stellung und -2dB eingemessen.

            Die +9,5dB am AVR sind ja nur weil im Gegenzug die PA um gut 1/4 reduziert wurde. Es klingt eigentlich auch so wie vorher und am Led Meter wird selbst bei hohen Pegeln nur am 2. Balken gekratzt.

            Man könnte höchstens die restlichen LS ebenfalls an PA´s hängen mit alle der gleichen Stellung am Regler. Dann sollte der AVR das ja auch wieder ausgewogener einmessen und gleichmäßig anpassen ohne solche Peaks. Würde ich jetzt zumindest vermuten.

          2. Wie gesagt die PA arbeitet nach wie vor „nur“ auf dem ersten Balken am LED Meter wie auch beim ersten Setup auf 3 Uhr Stellung und -2dB eingemessen.

            Ja, natürlich. Das ist normal. So lange du den AVR nicht extrem weit aufdrehst, ist das Signal ja reduziert. Theoretisch muss der AVR auf 0 dB gestellt sein (abzgl. deiner 9,5 dB) damit an der Endstufe ein voll ausgesteuertes Signal ankommt. So laut wirst du aber im Normalfall nicht aufdrehen.

            Was deine 9,5 angeht: Du riskierst damit halt, dass dir laute Signale oben abgeschnitten werden bzw. verzerren, sobald du mal etwas aufdrehst.

  9. Habe es jetzt so weit möglich ins Gegenteil korrigiert. Front ist jetzt nur noch +2,5dB der Rest jeweils um die dort abgezogenen 7dB reduziert. Da bin ich im krassesten Fall bei -12dB und tiefer geht nicht deswegen immernoch +2,5dB.

    Endstufe noch aufdrehen um das zu kompensieren ist keine Option wegen dem Rauschen. Kommt vielleicht auch auf die Lautsprecher an wie stark sich dieses generelle Rauschen bemerkbar macht und ab wann es merklich ansteigt.

    Vielleicht werde ich für Surround Paar und Surround Back Paar die 1002 noch besorgen. Wegen diesem jetzt vorhandenen und schwer auszugleichenden Ungleichgewicht der Pegel haben viele wohl dann gleich sämtliche Boxen an PA´s.

    Ideal wäre dann, dass man alles was an den PA´s hängt auf 0dB bringen kann und den Rest moderat ins Minus. Center und Heigh LS bleiben am AVR. Der dürfte damit schon fast unterfordert sein dann. Naja da hätte man dann noch Spielraum für ein weiteres Heigh Paar 😉

    1. Meine Sicht dazu steht im Artikel. Im ersten Ansatz nicht bei einem Gerät an den Anschlag um noch Spielraum zu haben. Vergleichen welche Kombination besser klingt, vor allem weniger rauscht. Das hast du gemacht.

  10. Moin, wie sieht es mit der Nutzung von Stereo Receivern wie Yamaha AX496 oder ähnlichem aus? Ich nutze einen als Endstufe für die beiden Fronts. Gewinne ich mit einer PA Endstufe oder kann ich das lassen. Aktuell möchte ich künftig den Center über eine zusätzliche Endstufe laufen lassen und überlege dafür einen weiteren AX496 zu nutzen.

    1. Wenn Kriterien wie Aussehen, Lüftergeräusch, Anzahl Ein-/Ausgänge etc. egal sind, kannst du das mehr oder weniger auf die reinen Leistungsdaten reduzieren. Ganz genau wird es aber nur ein Hörtest offenbaren.

      Einen Gewinn sehe ich eher darin, dass du dir ein Gerät sparen würdest, wenn du statt den 2 Yamahas auf einen Verstärker mit mehr als 2 Endstufen setzt.

    2. Hallo Karsten. Die genannten Endstufen bzw. Verstärker kenne ich nicht, kann daher nicht vorhersagen was besser klingt. Die höhere Leistung gibt es meist bei PA-Endstufen. Ob das besser klingt ist ein anderes Thema. Ausprobieren.

  11. Habe jetzt das Setup mit PA´s erweitert neben den Front LS jetzt auch Surround und Surround Back. Center und Heigh LS hängen nur noch am AVR.

    Nach dem Einmessen haben sich dadurch auch deutlich ausgewogenere Pegelstände gegenüber vorher (nur Front LS an PA) ergeben. Ideal wäre es wohl alle LS an PA´s zu haben dann gäbe es wohl fast keine Differenzen, die man korrigieren müsste. Lautstärke an den PA´s ist bei allen 3en natürlich identisch eingestellt und entspricht der 12 Uhr Position, weil sonst das generell vorhandene Rauschen hörbar wird am Sitzplatz.

    Auch wie hier schon jemand schrieb, dass man die AVR Geräteleistung nicht unbedingt auf die einzelnen Kanäle herunterbrechen kann, sondern die Geräte deutlich mehr liefern können wenn ich das so korrekt verstanden habe, muss man aber dennoch sagen, dass es mit den PA´s einen deutlichen Zugewinn an Leistung gibt. Ich habe auch einen relativ aktuellen AVR mit etwas über 200W pro Kanal angegebenen von Denon aber der Unterschied ist deutlich hörbar vorher nur AVR / nachher mit PA.

    Es geht auch nicht unbedingt um höhere Lautstärke sondern das gesamte Klangbild hat sich geändert als wären die Boxen vorher nur auf halber Leistung gelaufen. Es ist einfach auch ein wärmerer Klang mit deutlich mehr Punch / Druck oder keine Ahnung wie man es jetzt genau beschreiben soll. Das All CH Stereo klingt jetzt wirklich mega gut. Vorher war da einfach kein Dampf dahinter. Wie gesagt es geht dabei nicht um den Lautstärkepegel.

    Kurzum ich kann es jedem nur Empfehlen das auch mal zu probieren. Bin mit den Crown´s vollstens zufrieden. Lüfter hört man nichtmal, wenn man direkt am Gerät horcht. Die PA´s geben aber permanent so ein leichtes Summen von sich, wenn man direkt am Gehäuse lauscht. Beleuchtung habe ich alles deaktiviert bis auf LED Meter – könnte man aber auch abschalten.

  12. Hallo Florian,

    vielen Dank für den aufschlussreichen Artikel. Ich überlege auch zuhause meinen doch schon betagten Stereo Verstärker Denon PMA 860 mit einer PA Endstufe unter die Arme zu greifen um meine NuVero11 im Fullrange zu befeuern. Später möchte ich sicher nochmal in etwas höherwertiges investieren (was auch dem Wert der Boxen entspricht ;-)), aber für die nächste Zeit soll eine PA Endstufe das Leistungsmanko erstmal ausgleichen.
    Es soll jetzt daher auch kein High End sein. Das erwarte ich auch nicht bei den Geräten in dem Preisrahmen. Würdest Du unter diesem Aspekt und dem Aspekt das er im Wohnzimmer steht, eher zu einer Crown XLS 1002 raten, oder zu dem Behringer A800, oder gibt es noch eine bessere Alternative in diesem Preissegment?
    Bislang hatte ich immer den Behringer A800 im Auge, weil dieser lüfterlos ist, Power hat und preiswert ist. Aber der Crown XLS 1002 erscheint mir, nach dem Lesen Deines Artikels, für etwas mehr Geld doch die bessere Lösung zu sein, obwohl etwas weniger Power und temperaturgesteuertem Lüfter. Hast Du den Lüfter bei dem Crown XLS 1002 getauscht, oder ist der leise genug für ein Wohn zimmer. Ich sitze so ca. 2,5m von den Geräten entfernt. Danke für Deine Antworten und Meinung.

    Viele Grüße
    Christian

    1. Hallo Christian, NuVeros brauchen soweit ich weiß ordentlich Power. Insofern wäre die Crown besser als Behringer A800. Das Lüfterproblem habe ich nicht, da die Endstufe im Technikraum steht. Die Werkslüfter der Crown 1002 sind sehr leise, da bringt modden nicht viel. Ob es noch anders besseres für dich bei gleichem Preis gibt musst du selbst rausfinden. Anders klingend wäre bestimmt eine Endstufe mit Ringkerntrafo.

  13. @ Christian

    Ich habe an meinen Front LS Nuline 334 die Crown 1502. Für die anderen kleineren Boxen die Crown 1002. Wie ich auch bereits schrieb ist der Lüfter am Sitzplatz absolut nicht hörbar. Da ist der Beamer schon lauter.

    Lies mal meine Posts denn bei nur einer PA Endstufe ergaben sich dann im Mehrkanalbetrieb ungünstige Pegelkonstellationen oder du drehst die PA entsprechend so hoch, dass es keine großartigen Pegelunterschiede gibt aber die Lautsprecher dafür ein permanent hörbares Rauschen abgeben bis in meinem Fall zum Sitzplatz.

    1. N’abend zusammen

      @Florian:
      Danke für Deine Antworten und Meinungen. Ja die NuVeros11 brauchen schon etwas Dampf, das merke ich immer dann wenn ich mit meiner Tochter einen Soundcheck mache. Der Denon kommt da schon sehr früh ordentlich ins Schwitzen. Die Crown scheint daher ganz gut zu sein. Ist jetzt auch nicht so das ich da mehrere Stunden am Stück Volllast fahre. Aber es ist dann schon ordentlich laut. In einer Wohnung gäbe es da sicher schon Probleme mit den Nachbarn. 😉

      @E. Galle
      vielen Dank auch für Deine Antwort. Ich betreibe aktuell alles nur Stereo, vielleicht ändert sich das mal mit einem AVR. Das mit dem Rauschen und dem Pegel der Crown muss ich daher dann mal ausprobieren wie da die beste Einstellung ist. Die Crown ist jetzt auf jeden Fall ein heißer Kandidat.

      Vielen herzlichen Dank für Eure super schnellen Antworten und Inputs.

      Viele Grüße
      Christian

  14. Ich muss mal noch fragen was genau mit „Aufholverstärker“ gemeint ist? Sowas in der Art wie z.B. die ART Cle­anbox Pro, welche nebenbei wohl noch die evtl. vorhandene Brummschleife beseitigt aber eben wo auch der Consumer Signalpegel AVR->PA angehoben werden kann?

    Was macht so ein Gerät denn anders als wenn man einfach im AVR die einzelnen Pegel anheben würde? Beides fürt doch dann zum verzerren?

    Oder wird hier beispielsweise ein auf 0dB eingestellter Pegel im AVR genau so nur mit höherer Signalspannung an die PA gegeben? Letzteres würde ja dann Sinn machen falls das technisch überhaupt so funktioniert.

    1. hallo E. Galle. ART Cle­anbox Pro wäre genau so ein Gerät. Sollte dein AVR am Anschlag sein, ebenso wie die Endstufe und es störend rauschen, dann könnte es mit zusätzlichem Aufholverstärker dynamischer und/oder mit weniger Störgeräuschen sein. In deinem Fall wahrscheinlich nicht zielführend.

      1. Hallo Florian,

        so bald man auf den 0,775er Consumerpegel an der Crown wechselt, erhöht sich auch merklich das Grundrauschen. Beim 1,4V kann man den Regler auf Anschlag drehen um in etwa auf das Rauschen von 0,775 bei ca. 2 Uhr Stellung zu kommen was noch akzeptabel wäre gerade so.

        Am AVR habe ich derzeit keinen Lautsprecher Pegel im Plusbereich. Maximal Null.

        Wenn ich die technischen Daten meines AVR richtig lese, müsste an den Pre-Outs 1,2V anliegen. Auf 1,4V bei den Crowns konnte ich Probehalber auch keinen soo wirklichen Unterschied gegenüber 0,775 erkennen außer, dass er beim Led Meter nicht mehr am 2. Balken kratzt bei einem Lautstärkepegel von 0dB was schon ziemlich laut ist 😉 . Diese Anzeige kann ich bei mir umschalten zwischen beiden Anzeigearten wie Bert weiter oben erklärt hat.

        Mal schauen ob ich mit so einem Teil wie dem ART Cleanbox herumteste, denn der Pegel auf 1,4V hat in dieser Hinsicht schon seine Vorteile mit dem niedrigeren Grundrauschen. Es müsste halt der AVR Signalpegel jetzt nur höher sein, damit die Crown´s besser aufspielen können ohne dass man den AVR selbst vom Lautstärkepegel so hoch drehen muss was sicher auch nicht gut ist. Mit so einem Teil dazwischen kann man dann vielleicht bei -20dB Gesamtlautstärke am AVR das gleiche aus den PA´s holen wie vorher bei 0dB.

        Zugegeben das Thema ist komplexer als ich dachte je mehr man recherchiert 😉

  15. Hallo zusammen,

    Ich hätte auch noch eine Frage zu den Crown‘s. Lassen diese sich über ein trigger Kabel oder ähnlichem in Standby schalten oder drückt ihr immer manuell den Knopf.

    Ich habe in der BDA einen AUX Anschluss dafür gesehen, verstehe aber nicht ganz wie er funktioniert.

    Gruß

      1. Hallo Florian,

        wie würde das dann genau funktionieren? Mein AVR hat die Typischen Kopfhörerbuchse als Trigger Anschluss. Die Clowns haben diesen nicht sonder nur diesen 3 poligen AUX Anschluss. Welches Kabel nutzt man dann dafür? Wären der AVR und die Crown PA miteinander kompatibel?

        Die BDA der Crown lässt sich da überhaupt nicht drüber aus.

        1. Hallo Fabian, da fehlt mir gerade Die Zeit das Auszuprobieren. Ich wäre optimistisch dass es (richtig verdrahtet) geht. Bin persönlich kein Fan von der Trigger-Lösung, da es sehr unflexibel ist. Für etwas komplexere Szenarien finde ich Schaltsteckdosen eines Smarthomeanbieters deiner Wahl besser.

        2. Ergänzend hierzu: Das Trigger-Signal hat üblicherweise 12 V. Wenn diese anliegen, ist die Funktion (Einschalten, Leinwand rausfahren, was auch immer) eben aktiviert. Wie das bei der Crown funktioniert fragst du im Zweifelsfall am besten beim Hersteller an. Es liegt ja in seiner Verantwortung, eine umfassende Anleitung abzuliefern.

          Ich würde auch die Lösung über schaltbare Steckdosen bevorzugen. Trigger ist so ein uraltes Relikt und erfordert zusätzliche Kabel. Ein weitere Lösung könnte eine Master-Slave-Steckdosenleiste sein. Dann schalten sich auch diverse Endstufen (Slaves) automatisch mit der Vorstufe (Master) ein. Hierbei nur aufpassen, dass die Gesamtleistungsaufnahme aller Geräte nicht die der Steckdosenleiste überschreitet (i.d.R. 3600 W) oder besser nicht mal in deren Nähe kommt. Sonst gibt’s ein Feuerwerk.

          1. Vielen Dank für eure Mühe. Grundsätzlich habe ich nichts gegen smarte Steckdosen. Hatte nur gedacht, dass evtl. das harte ausschalten (einfach Strom weg) dem Gerät auf Dauer nicht gefällt.

            Gruß

          2. Hallo Fabian. Das harte Schalten hat ziemlich sicher den gleichen Effekt wie Triggerschaltung. Das müssen PA-Geräte aushalten. Temperaturprobleme hat die Crown sowieso keine.

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