Weniger ist manchmal mehr

Wie viele Boxen brauche ich im Heimkino wirklich?

Heimkino-Systeme gibt es heute in vielen Größen und Kombinationen. Die häufigsten Vertreter sind 5.1-Systeme mit 5 Boxen und einem Subwoofer. Als Erweiterung ist 7.1 mit zwei zusätzlichen Surround-Boxen sehr beliebt. Seit ein paar Jahren setzen sich Dolby Atmos und andere Formate mit einer zusätzlichen Höhenebene immer mehr durch. Aber wie viele Boxen braucht man denn nun wirklich für ordentlichen Heimkino-Genuss?

Rückansicht eines Heimkinos mit 3 Surround-Boxen, wobei die mittlere als Back-Center dient
Selten geworden: 3 Surround-Boxen für ein 6.1-Setup

Zusammenfassung für schnelle Leser

Zwei Boxen machen noch kein Kino, obwohl Stereo-Ton durchaus legitim ist. Ein Verstärker und externe Boxen sind grundsätzlich ein deutlicher Fortschritt gegenüber plärrenden, internen Fernseher-Lautsprechern. Auf einige Möglichkeiten, was man bei einem Mehrkanal-System weglassen oder hinzufügen kann, möchte ich hier näher eingehen.

Der Subwoofer

Auf den Subwoofer kann man verzichten, wenn man ihn aus Rücksicht auf die Nachbarn sowieso nicht aufdrehen könnte — oder wenn die Front-Boxen selbst für genug Bass sorgen. AV-Receiver verteilen den LFE-Kanal einer Tonspur mit auf die Hauptkanäle, wenn kein Subwoofer angeschlossen ist. Es geht also nichts verloren.

Voraussetzung, um auf einen Subwoofer zu verzichten, sind ausreichend große Boxen an der Front, die alle Frequenzen bis wenigstens 40 Hz hinunter einigermaßen wiedergeben können. Wenn nur sehr kleine Satelliten oder gar „Brüllwürfel“ zum Einsatz kommen, ist ein Subwoofer unumgänglich, weil der Tiefton sonst komplett fehlt.

Gänzlich optional ist ein Subwoofer am Ende aber doch nicht. Seine Aufgabe ist nicht nur, tiefe Frequenzen überhaupt wiederzugeben. Er ist vor allem auch dafür da, tiefe Frequenzen aus allen Kanälen in einer einzigen Schallquelle zu bündeln. Dadurch wird der Bass meist sauberer und leichter kontrollierbar.

Mehrere Subwoofer

Mehrere Subwoofer sind hingegen zunächst nicht erforderlich, da es im Filmmaterial immer nur einen Kanal für den Tiefbass gibt. Zudem lassen sich Frequenzen unter 100 Hz nicht orten, weshalb eine Unterscheidung gar nicht möglich wäre. Ein System mit zwei oder mehr Subwoofern kann aber erhebliche Vorteile in der Basswiedergabe bringen, weil die tiefen Frequenzen im Raum gleichmäßiger angeregt werden.

Der Unterschied zu einem System ohne Subwoofer, bei dem der Bass auf den Hauptkanälen verbleibt, ist der, dass ein oder mehrere Subwoofer wesentlich freier in der Positionierung sind. So kann man mit Subwoofern als Schallquelle am perfekten Ergebnis arbeiten, während die anderen Boxen dort bleiben müssen, wo sie nun mal hin gehören.

Mehrere Subwoofer sind eine gute Möglichkeiten für eine spätere Erweiterung. Wichtig ist dabei aber, dass nur lauter gleiche Subwoofer eingesetzt werden.

Phantom-Center

Bei einem System ohne Center spricht man von einem Phantom-Center. Das kann in einem Wohnzimmer erforderlich sein, wenn eine Center-Box mangels Stellfläche nicht unter oder über dem Bild platziert werden kann.

Wenn kein Platz für einen Center ist, erfolgt die Wiedergabe der Stimmen, wofür der Center hauptsächlich zuständig ist, mit über die linken und rechten Front-Boxen. So vorteilhaft es auch sein kann, keinen Center aufstellen zu müssen, so groß ist auch der Nachteil: Sitzt man nicht exakt mittig vor den Boxen, hört man den Phantom-Center auch seitlich versetzt. Diesen äußerst auffälligen Effekt zu verhindern ist gerade die Aufgabe eines Centers.

Ein Phantom-Center ist daher in den meisten Fällen nur eine Notlösung, die ich nur selten empfehlen kann. Ihr solltet darauf ausschließlich dann zurückgreifen, wenn Ihr meistens nur alleine Filme schaut. Wenn Ihr nicht genau in der Mitte sitzen könnt, lässt sich das noch durch die Einstellungen am AV-Receiver korrigieren. Sobald aber mehrere Personen nebeneinander sitzen, hört bestenfalls einer die Stimmen aus Richtung des Bilds.

Wird das Heimkino aber vornehmlich allein genutzt, ist der Verzicht auf den Center durchaus eine Überlegung wert. Die Homogenität der Stimmwiedergabe an der Front schießt damit in die Höhe: Alles klingt wie aus einem Guss und gleichmäßig kraftvoll. Zudem rückt der Ton ins Bild hinein (nicht darunter oder darüber), weil die Front-Boxen meist auf gleicher Höhe wie das Bild stehen dürften.

Surround-Boxen – 5.1, 6.1 oder 7.1?

Raumklang entsteht erst durch Surround-Boxen. 2.1- und 3.1-Systeme werden oft eine Zeit lang von Einsteigern betrieben, bis mehr Kleingeld angespart ist. Für viele fängt Heimkino aber erst mit Surround an.

Als nächstes stellt sich daher die Frage, ob hinten zwei, drei oder vier Boxen benötigt werden. Während 5.1 und 7.1 gängige Formate sind, gibt es 6.1-Tonspuren nur bei einigen Filmen, die um die Jahrtausendwende herum entstanden sind. Das ist zunächst aber mal nicht so wichtig, da der AV-Receiver die verfügbaren Boxen selbständig entsprechend nutzt. Die eigentliche Entscheidungsgrundlage hierfür ist der Raum: es ist eine Frage der Lautsprecher-Aufstellung.

Gehen wir mal von einem 5.1-System aus. Sitzt man hier nicht perfekt in der Mitte, hört man sämtliche Surround-Effekte zwangsläufig mehr von einer Seite. Wenn sich Fahrzeuge direkt nach hinten Mitte bewegen, fällt das schon mal negativ auf. Wenn Ihr ein schönes Beispiel dafür wollt, schaut Euch mal den Abspann von Super 8 an. Aber auch die gesamte akustische Umgebung scheint immer leicht verschoben. Der Effekt ist der selbe, wie bei einem Phantom-Center, nur nicht ganz so störend.

Ein 6.1-System schafft hier perfekt Abhilfe. Was aus der Mitte zu hören sein soll, kommt auch tatsächlich von dort. Ähnlich ist es bei 7.1, wobei es hier aber keine absolut mittig angeordneten Boxen gibt. Geräusche aus der Mitte können auch nur wieder durch zwei Boxen simuliert werden – anders als bei 5.1 aber deutlich präziser.

7.1 lohnt sich allerdings nur unter zwei Bedingungen:

  • wenn der Raum ausreichend breit ist, damit die 4 Surround-Boxen nicht alle aufeinander kleben
  • wenn der Sitzplatz mindestens einen Meter von der Rückwand entfernt ist, weil die Boxen zu nahe am Ohr sonst unangenehm auffallen

Kurz gesagt: In relativ schmalen Räumen (bis zu ca. 3 Metern Breite) lohnt sich ein 7.1-System noch nicht so richtig. Die zusätzlichen Boxen hinten gehen bei der geringen Breite einfach unter. 6.1 genügt hier vollkommen.

Dolby Atmos mit 2 oder 4 Deckenkanälen

Die nächste Erweiterungsstufe ist Dolby Atmos. Mit dem Setup des inzwischen weit verbreiteten 3D-Tonformats ist zugleich auch den Anforderungen an das konkurrierende Format DTS:X weitestgehend Genüge getan. Hier werden zwei (5.1.2 / 7.1.2) oder vier (5.1.4 / 7.1.4) weitere Boxen fällig. Die wollen nicht nur gekauft, sondern auch an die Decke gehängt und verkabelt werden.

Zwei Boxen an der Decke, leicht vor dem Sitzplatz angeordnet, sind dabei in der Regel noch gut zu meistern. Bei vier Boxen, zwei deutlich vor dem Sitzplatz und zwei deutlich dahinter, ist aber ein relativ großer Raum erforderlich. Zu bedenken ist, dass auch die Boxen an der Decke einen gewissen Mindestabstand voneinander einhalten sollten — nicht nur zwischeneinander, sondern auch zu den Boxen der unteren Ebene.

Die Aufstellung bzw. Aufhängung so vieler Boxen kann in einem Wohnzimmer schnell etwas übertrieben wirken. In richtig großen Heimkinos entfaltet es aber eine ausgezeichnete Wirkung.

So mancher ist schon mit falschen Vorstellungen an Dolby Atmos herangegangen und war am Ende enttäuscht. Hängen zum Beispiel die Surround-Boxen ohnehin schon ein Stück über Kopfhöhe, und reflektiert die Zimmerdecke noch dazu sehr gut die Frontkanäle, ergibt sich automatisch ein deutliche räumlicherer Klang. Dolby Atmos ist dann oft nur noch herauszuhören, wenn Effekte explizit von oben kommen (was viel zu selten der Fall ist).

Die Alternative mit Aufsatz-Boxen, die über Deckenreflexion arbeiten, ist eigentlich nur ein mäßiger Kompromiss. Hier spart Ihr Euch nur Kabelkanäle auf Kosten des Klangs. Direkter Sound ist immer zu bevorzugen.

Kosten und Nutzen abwägen

Das alles soll nicht heißen, dass ich von der Erweiterung zu 7.1 oder Dolby Atmos abrate. Wenn es gut umgesetzt ist, stellt es eine erhebliche Bereicherung dar. Ich behaupte nur, dass es gerade in Einsteiger-Heimkinos viele Dinge zu verbessern gibt, die einen deutlich größeren Effekt auf den Klang zur Folge haben. Da wären zum Beispiel Maßnahmen zur Verbesserung der Raumakustik zu nennen.

In diesem Zusammenhang gibt es eine ganz wichtige Grundregel:

Lieber ein gut aufgestelltes 5.1-System, als schlechtes 7.1 oder Dolby Atmos.

Mehr Boxen machen nicht automatisch besseren Sound. Das krasseste 7.1.4-System bringt nichts, wenn Aufstellung oder Raumakustik eine Katastrophe sind.

Preislich ist es aber sehr wohl ein Unterschied, ob Ihr einen AV-Receiver für 5 oder 11 Boxen kauft. Von den Boxen selbst und diversem Zubehör fange ich erst gar nicht an. Die Kosten steigen mit jedem zusätzlichen Paar — der Nutzen erhöht sich aber nur, wenn Ihr sie auch perfekt positionieren könnt.


Immer noch unsicher, wie viele Boxen in Deinem Raum sinnvoll sind?
die individuelle Beratung von Heimkino Praxis hilft weiter


Kurz zusammengefasst

  • Es muss nicht immer ein gängiges 5.1-Setup sein. Unter den richtigen Bedingungen spielt ein reduziertes System manchmal besser auf.
  • Weniger ist oft mehr. Viele Boxen machen noch lange keinen besseren Klang. Für umfangreichere Sets muss der Raum ausreichend groß sein.
  • Ein Subwoofer ist nicht zwingend erforderlich, so lange die Front-Boxen genug Tiefgang haben. Trotzdem empfiehlt es sich, um den Bass so leichter kontrollieren zu können.
  • Es geht auch ohne Center. Wenn man meistens alleine Filme schaut und genau in der Mitte sitzen kann, ist das sogar ein Gewinn an Klangqualität.
  • 7.1 ist nur sinnvoll, wenn der Raum breit genug ist und der Sitzplatz ausreichend Abstand zur Rückwand aufweist. Für Dolby Atmos sollte der Raum zudem ausreichend hoch sein.

Über Bert Kößler

Leidenschaftlicher Filmvorführer, Popcorn-Koch, Kartenabreißer, Platzanweiser, Programmchef, Projektionist, Reinigungsfachkraft und Kabelmann in einer Person. Neigt zu ausgeprägtem Fanatismus, wenn es um die Steuerung und Automatisierung des Heimkinos geht. Konnte sich zwischen zwei Filmen dazu motivieren, Heimkino Praxis als Ventil für gelegentliche Schreibanfälle zu gründen.

15 Gedanken zu „Wie viele Boxen brauche ich im Heimkino wirklich?

  1. Ich sehe die Zahl der Lautsprecher genau wie du. In kleinen Räumen und bei einer geringen Anzahl an Hörern ist ein 5.x wirklich ausreichend, ansonsten ist 7.x zu empfehlen. Von den 9.x und 11.x Systemen halte ich nicht all zu viel, da dort eher verschlimmbessert wird. Solche Systeme machen Sinn, sobald es ausreichend Quellmaterial mit nativen 9.x und 11.x Spuren gibt.
    Für richtig guten Klang sind aber in jedem Fall die Aufstellung bzw. die korrekten Winkel der Lautsprecher zum Hörplatz zu beachten.

    1. Angenommen, man könnte ein 11.x System perfekt aufstellen und hätte auch sonst in der Raumakustik die Nase weit vorn – dann würde ich das vielleicht gar nicht so schlecht finden. Entsprechende Klangprozessoren können da schon ordentlich was erreichen. Sobald sich aber ein künstliches Klangfeld mit schlechter Aufstellung oder Akustik mischt, wird es tatsächlich nur noch verschlimmbessert.

  2. Guter Beitrag. Was aber wird auf Front High Kanälen ausgegeben? Mein Plan sieht vor ein Set Lautsprecher ins Wohnzimmer zu stellen von denen die regulären Frontlautsprecher über eine sehr teure und stromfressende Stereoanlage laufen. Die will ich nur zu Kino dazuschalten. Da wir über die Anlage auch Fernsehen, sollen die nicht am Tag 4 Stunden durchlaufen. Würde daher an der Frontwand höher Lautsprecher installieren wollen, die im Film als Front high arbeiten, beim Fernsehbetrieb aber die Frontlautsprecher ersetzen.
    Wie schließe ich die an ohne umstecken zu müssen? An den Frontlautsprecher ausgang oder an den Front High Ausgang?

    LG,

    Felice

    1. Interessante Frage. Ich stelle aber mal folgendes in den Raum:

      Du denkst über Front High nach, machst Dir aber über den Stromverbrauch Gedanken? Die machen’s dann auch nicht mehr fett. Wenn sich Deine andere Hälfte 5 Minuten lang föhnt, verbraucht das wahrscheinlich deutlich mehr Strom, als die paar Boxen den ganzen Abend. Aber gut.

      Zu Deiner Frage: Front High müssen an die dafür vorgesehenen Anschlüsse gehängt werden, wenn sie als solche laufen sollen. Wenn Dein Receiver es in den Einstellungen hergibt, die Front Highs (und nur diese) mit dem normalen Stereo-Signal zu befeuern, dann ist das der Weg. Über die Anschlüsse wirst Du das nicht geregelt bekommen, ohne Deinen Receiver der Gefahr eines Kurzschlusses auszusetzen. Manche Modelle bieten noch separat zuschaltbare A- und B-Anschlüsse für die Frontboxen (heute gerne auch Zonen genannt), aber puuuh… das doppelt zu verkabeln würde ich lieber lassen. Der sicherste Weg wäre ein separater Switch für die Front Highs. Viel Spaß beim Basteln.

      Ich verstehe aber auch die Gründe dafür nicht richtig. Warum sollte der Fernsehton von so weit oben kommen?

  3. Hi! Ich bin bei der Recherche für neue Blogthemen auf diesen Artikel gestoßen und hab einpaar interessante neue Dinge gelernt und Anregungen gefunden. Werde in Zukunft definitiv öfter mal vorbeischauen!

  4. Ich lerne hier unglaublich viel -dafür danke!
    Nun mal meine Frage:
    Ich plane aktuell eine 7.1 Aufstellung. Meine Idee an den Seiten zur Hörposition Dipole zu installieren und an der Rückwand (1, 20m Abstand) die Back Surroundboxen (als Direktstrahler). Geht so eine Mischung für ein räumliches Klangbild oder sollte ich einheitlich (Dipol oder Direktstrahler) bleiben?
    Und wie wird der optimale Abstand zwischen den Back Surrounds festgelegt?

    Bei meinen bisherigen Heimkino-Unternehmungen schwächelte immer der Rearbereich. Durch den Umzug und optimale Raumbedingungen, will ich nun alles richtig machen!

    1. Hallo Manuel,

      grundsätzlich ist es ratsam, in einer Gruppe von Lautsprechern, wie etwa die 4 Surrounds, nicht zwischen verschiedenen Modellen zu wechseln. Es kann trotzdem sinnvoll sein, ein Paar als Dipole zu verwenden, nämlich dann, wenn sie sich sehr nach an einer häufig genutzten Sitzposition befinden (< 1 Meter). Das ist heute ja eigentlich der einzige verbleibende Grund für Dipole. Genauer habe ich das schon im Artikel Lautsprecher-Aufstellung in schwierigen Räumen beschrieben.

      Der Abstand zwischen den Back Surrounds ist erstmal nicht relevant. Alle 4 Surround-Lautsprecher sollten sich im richtigen Winkel zum Hörplatz befinden, wie es zum Beispiel in der Empfehlung von Dolby steht. Die Abstände ergeben sich dann von selbst durch die Entfernung. Im Zweifelsfall ist es nicht verkehrt, wenn alle 4 Lautsprecher gleichmäßig ausgerichtet sind.

      Alles, was ich Dir jetzt erzählt habe, ist aber ohne Gewähr. Um es besser beurteilen zu können, müsste ich eine maßstabsgetreue Skizze des Raums sehen und vielleicht ein paar Fotos. Dafür könntest Du die Beratung per E-Mail nutzen.

  5. Hallo zusammen,

    ich denke es wird der Tatsache, dass die viele Heimkinos Wohnzimmerlösungen sind, in denen die Sitzplätze nah an den Wänden (Sofa zB) orientiert sind, und sich so sehr kleine Hörabstände zu den Lautsprechern ergeben, viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

    Wenn man sich Heimkino Homestories ansieht, kann man in sehr vielen beobachten, dass mindestens ein Sitzplatz direkt neben einem direktstrahlenden Lautsprecher angeordnet ist. So wie bei uns.

    Ich habe das mit 4 Teufel Dipolen im hinteren Bereich (2 an der Rückwand und 2 jeweils rechts / links) gelöst, die in ca. 1,80 m Höhe aufgehängt sind.

    Die Teufel Dipole sind ja mit einer Basskalotte zur Rückwand und je einem Hoch- und Mitteltöner zu den Seiten aufgebaut (damit parallel zur Wand).

    Und das Ergebnis ist – äusserst erstaunlich. Ich würde mal sagen, es fehlt ein ganz kleines bisschen von der Präzision von guten Direktstrahlern.

    Aber auf der Haben Seite stehen eine enorm gute Einhüllung und ein sehr guter Höheneffekt! Macht irre viel Spass…

    Ich betreibe das setup mit einem Marantz SR7010. Und kann das ganze nur empfehlen, wenn das Sofa / die Sofas an den Wänden stehen.

    Schönen Gruß, Holger

  6. Hallo Bert!

    Ich betreibe im Moment ein 7.1.2 System, mit dem ich ganz zufrieden bin. Evtl soll irgendwann noch mal ein 7.2.4 draus werden, aber dafür muss ich erst noch etwas „in die Breite wachsen“ 🙂 Heißt, ich möchte die Linie Leinwand-Beamer-Hauptsitzplatz noch verschieben, um mehr Weite rein zu bekommen. Einen guten Meter habe ich da noch.

    Mein Problem ist, dass mir eine Wand fehlt, heißt an einer Seite steht ein Lautsprecher ziemlich mitten im Raum, weil der Rest des Raums noch anderweitig genutzt wird – aber auch direkt neben einem Sitzplatz. Würde hier ein Dipol trotzdem Sinn machen, obwohl die Wand fehlt? Für den Hauptsitzplatz macht das nichts, aber wenn man direkt daneben sitzt, ist schon nicht ganz ideal.

    Viele Grüße,
    Marco

    1. Hi Marco,

      nein, ein Dipol ist mitten im Raum völlig fehl am Platz. Der funktioniert einzig durch die Reflexion einer nahen Wand. Der Direktschall wäre natürlich trotzdem in Ordnung (sofern auf den Sitzplatz gerichtet), aber der Teil nach hinten verpufft einfach im Raum.

      Wenn Du nicht allzu oft jemanden auf diesem seitlichen Platz sitzen hast, könnte in den wenigen Fällen ein Kissen vor dem Lautsprecher helfen. Ist zwar auch nicht ideal für alle anderen, aber dann nervt er nicht so und Du musst nichts an der heiligen Konfiguration verdrehen. Die bessere Lösung ist natürlich, den Lautsprecher so aufzustellen, dass er auf einfache Weise ortsveränderlich ist. Einfach wegschieben oder -rollen, wenn jemand daneben sitzen würde.

  7. Hallo Bert,
    auch von mir erst einmal vielen Dank für diese Website mit ihrer kompetenten und vor allem verständlichen Wissensvermittlung.
    War mir eine große Hilfe vom Umzug aus dem Wohnzimmer in einen separaten Kinoraum.
    Aber vor einem Problem stehe ich immer noch ziemlich ratlos:
    Ich würde meinen Heimkinoraum, ausgehend von einem 5.1 System, gern auf 6.1 aufrüsten.
    Dafür steht mir mein Onkyo TX-NR656 mit 7.2 zur Verfügung, nur wenn ich im LS-Setup auf 6.1 Auswahl gehe, verschwindet immer der Front-Center aus der Darstellung und dafür werden zwei Rear-Center eingeblendet. Ich möchte ja aber den Front-Center behalten und nur einen Rear-Center ergänzen.
    Gibt es da einen Trick wie ich die 6.1 Konfiguration umsetzen kann?

    1. Hallo Oliver,

      ich kenne das Gerät selbst nicht und die Bedienungsanleitung ist nicht gerade spezifisch, was das angeht. Ich vermute aber, dass im initialen Setup der vorhandenen Lautsprecher etwas noch nicht stimmt (das Setup vor dem Einmessen, da wo Du ihm auch sagst, ob Du Surround Back oder Height verwendest). Sorry, dass ich da nicht wirklich helfen kann.

  8. Lieber Bert,

    Ich tauche seit einigen Wochen in die Multimedialandschaft und ganz besonders deinen Artikeln. Wahnsinn, was du hier aufgebaut und an Herz und Qualität reingesteckt hast.

    Respekt und vielen Dank.

    Vielleicht kann ich hier kurz meine Laienfrage stellen. Nämlich ob und wie man 2 Lautsprecher an eine 5.0 bzw. 5.1 Anlage anschließen sollte? Ich konnte die Frage noch nicht finden, vielleicht übersehen, oder sie ist sehr dumm?

    Hintergrund ist, dass wir sehr viele CD’s haben. Meine Frau diese sehr gerne hört und unser Bose Sound System endgültig den Geist aufgegeben hat, noch eine Reparatur kommt nicht infrage.
    Wir wollen einen guten BluRay Player, für gelegentliche Filme auf Beamer und vor allem gute Musik anschaffen. 5.0 pder 5.1 System ( Acram Solo Movie scheint meine Anforderungen bzgl Kompaktheit und vorhandenen Anschlüssen, Bedienung und Qualität am besten zu erfüllen, auch wenn er wahrsch 1 Level über dem ist, was wir brauchen )

    Mglw. schließen wir daran aber aus Platzgründen statt 5 kleinen lieber nur 2 gute Lautsprecher an, anstatt user ( förmiges Wohnzi, ich habe deinen Artikel dazu gelesen) mit kleinen Boxen zuzupflastern. ‚Hauptproblem‘ ist tatsächlich fehlender freier, bzw. geeigneter Stellplatz für einen Sub oder Standlautsprecher. Auch ein Center wird knapp, da wo die Leinwand hin soll. Da im Wohnzimmer 3 Kinder spielen und Gitarre, Geige und Klavier rumstehen. ( Wir fürchten Resonanzen oder Beschädigungen. )

    Ich habe also eine 3m Regalwand hinter dem Sofa, oder Balken an der Decke im ganzen Raum zur Verfügung, um Boxen zu verteilen. (An die Balken würden aber nur kleine passen.)

    Die Frage ist daher geht das mit 2 Lautsprechern im Regal zu beginnen, und wenn die Kinder wachsen auch die Lautsprecher zu erweitern?
    Wie schließt man ggf. an ein Surroundsystem Stereoboxen richtig an? Worauf ist ggf. besonders zu achten? (Gleichschenkliges Dreieck zur Aufstellung ist klar).
    Und in welchen Schritten kann man es später für Filmgenuss sinnvoll erweitern? 2.0 -> 2.1 -> 5.1? Oder geht auch 2.0 >4.0 > 5.1?

    Vielen Dank, falls du mir etwas raten möchtest. Und viel Erfolg für die großartige Website.

    Stephan

    1. Hi Stephan,

      vielen Dank für das Lob! Du kannst jedes Stereo-Lautsprecherpaar an einen gängigen AV-Receiver anschließen und so betreiben. Logischerweise werden sie als Front L/R angeschlossen. Der AVR wird dann eben auf Stereo eingestellt und die anderen Lautsprecher deaktiviert.

      Spätere Erweiterungen kannst Du beliebig vornehmen, je nachdem, was Dir eben als erstes wichtig ist. Denkbar ist zum Beispiel auch ein 3.0 bzw. 3.1-System, wenn Du den Center vermisst.

      Worauf Du bei den ersten Lautsprechern nur achten solltest ist, dass sie nicht zu klein dimensioniert sind. „Kein Platz für Standlautsprecher oder Subwoofer“ ist so eine Sache. Irgendwoher muss der Bass ja kommen. Ein paar ordentliche Regallautsprecher sollten es dann schon sein, und da meine ich jetzt eher so Kaliber, wo eine Kantenlänge mindestens 30 cm ist.

      Dein größtes Problem ist also wohl der verfügbare Platz und vielleicht der Wille, sich dahingehend auch zu verändern. Um das besser beurteilen zu können, müsste ich aber ein paar Fotos vom Raum sehen. Vielleicht willst Du ja mein Beratungsangebot nutzen. 🙂

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