Der optimale Kinoraum – Von Anfang an richtig planen

Wer über einen eigenen Kinoraum für sein Heimkino verfügt, kann sich glücklich schätzen. Das sind optimale Voraussetzungen, das Kino so authentisch wie möglich einzurichten. Nichts spricht gegen ein gemütliches Wohnzimmer-Kino, aber wer will in einem normalen Wohnraum schon dunkle Wände, eine riesige Leinwand und massenweise Lautsprecher sehen?

Leerer Kellerraum mit grundierten Wänden und Folie auf dem Boden ausgelegt. In der Mitte steht eine Leiter mit Baustrahler.
Jedes Heimkino beginnt in einem leeren Raum.

Optimale Bedingungen hast du natürlich, wenn du im Begriff bist, ein Haus zu bauen. Aus bestehenden Wohn- oder Kellerräumen kannst du aber auch unheimlich viel machen. Hier und da hört man auch von umgebauten Garagen, Dachböden oder Gartenhäusern. Hier ein paar Tipps, was es in jedem Fall zu beachten gibt.

Heizung

Niemand will in einem kalten Kino sitzen. Wie wird der Kinoraum also beheizt? Einige Möglichkeiten sind:

  • Fußbodenheizung: Mit Sicherheit die beste Lösung, weil sie komplett unsichtbar ist. Beim Kauf von Bodenbelägen musst du beachten, das diese für eine Fußbodenheizung geeignet sind.
  • Wandheizkörper: Die klassische Heizung, wie sie in den meisten Wohnhäusern noch vorhanden ist. Das Problem daran: Heizkörper sind meistens im Weg und lassen sich in der Regel nicht versetzen. Du musst sie geschickt in die Kinogestaltung integrieren. Schwarzer Lack ist ein guter Anfang.
  • Elektrische Wandheizkörper: Eine sehr gute Lösung, wenn du eine Heizung nachrüsten musst. Es gibt sie in vielen verschiedenen Größen, Formen und Farben. Benötigt wird nur etwas Platz an der Wand und eine Stromquelle in der Nähe. Achtung bei der Belastung des Stromkreises in diesem Raum – die Kinotechnik wird selbst auch eine Menge Saft ziehen. Das kann zu einer Überlastung führen.
  • Mobile Heizgeräte: Die Notlösung – wenn es gar keine andere Möglichkeit gibt. Die kleinen, elektrischen Heizkörper schaffen es normalerweise, einen Raum in einer halben Stunde auf eine angenehme Wärme zu bringen. Dennoch ist das eine andere Wärme, als wenn der Raum dauerhaft auf einer konstanten Temperatur gehalten wird.

Fenster und Verdunkelung

Ein Fenster ist in einem Kino eigentlich überflüssig. In einem Neubau kann man es zumindest im Keller einfach weg lassen, wenn man sich sicher ist, dass der Raum als Kino genutzt wird.

Ein vorhandenes Fenster zuzumauern ist vielleicht keine so gute Idee – wer weiß, ob es nochmal gebraucht wird. Hier ein paar Alternativen.

  • Wandverkleidung: Wenn die Wände des Kinoraums ohnehin verkleidet werden sollen, kann man das Fenster in diesem Zuge gleich mit verschwinden lassen. Einfallendes Licht muss ggf. noch abgeschottet werden.
  • Verhängen: Das Fenster kann mit einem Vorhang aus nicht lichtdurchlässigem Stoff verhängt werden. So bleibt auch der Zugang zum Fenster erhalten. Gegen Restlicht hilft eventuell ein zusätzlicher Stoff direkt vor der Fensteröffnung.

Auch ist es denkbar, ein Fenster relativ fest (aber nicht endgültig) zu verschließen – und sei es nur mit ein paar Brettern. Bedenke aber, dass irgendwie noch frische Luft ins Heimkino kommen muss.

Belüftung des Kinoraums

Mehrere Personen für zwei Stunden in einem kleinen Raum – da wird die Luft schnell knapp. Kann der Kinoraum gelüftet werden? Gerade in Kellerräumen, besonders in schlecht isolierten Altbauten, musst du bei unzureichender Belüftung mit Schimmel rechnen. Insbesondere, wenn du kein Fenster hast oder es verbaust, muss eine Alternative her.

Die perfekte Lösung in einem Neubau ist eine zentrale Wohnraumlüftung. Das Kino kann dabei mit versorgt werden. Eine andere Belüftungsmöglichkeit ist dann nicht mehr notwendig. Aber auch wenn eine Wohnraumlüftung im restlichen Haus viel bringt und ein Segen für Allergiker sein kann, ist sie doch nicht gerade billig.

Eine Belüftungsanlage kannst du im kleinen Stil auch nur für den Kinoraum anschaffen. In einem Kellerraum sollte gleich ein entsprechender Schacht berücksichtigt werden, oder es wird nachträglich mit einer Kernbohrung eine Öffnung geschaffen.

Eventuell kann eine Lüftung auch mit dem Fenster kombiniert werden. Dadurch hätte ein Kellerschacht noch einen Nutzen. Wichtig ist in jedem Fall die Frischluftzufuhr von außen nach innen und ein Weg, über den die Abluft ausströmen kann.

Beleuchtung und Strom

Wandlampen und ein Lautsprecher
Wandbeleuchtung durch zwei Halogenstrahler in einem Kino mit dunklen Wänden

Sehr früh solltest du in der Planung die Beleuchtung bedenken. Da ein Kinoraum eher dunkel eingerichtet wird, um Streulicht zu vermeiden, werden ein paar kleine Lampen es schwer haben, für ausreichend Licht zu sorgen. Das ist aber ein Thema für sich.

Wenn die Elektroinstallation noch nicht durchgeführt ist, solltest du folgende Punkte bedenken:

  • Deckenstrahler sorgen für ein sehr angenehmes Licht im Kino. Dafür müssen schon Aussparungen in den Betonplatten an den richtigen Stellen vorhanden sein, was eine sehr gute Planung des Kinos bereits vor dem Bau des Hauses erfordert. Alternativ kannst du eine abgehängte Decke oder andere Deckenkonstruktion bauen, die genug Platz für entsprechende Leuchten bietet. Ein Deckensegel bietet sich da besonders an.
  • Wandleuchten sind eine deutlich einfachere Alternative. Die notwendigen Kabel können auch in bestehenden Räumen noch unter Putz verlegt werden. Ein Elektriker fräst die Schlitze dafür in Minuten. Zur Not kann man sich auch mit Kabelkanälen behelfen.
  • Soll es eine Effektbeleuchtung am Boden oder an den Wänden geben? Woher kommt der Strom dafür?
  • Wo wird später die Technik stehen? An den wichtigen Stellen müssen ausreichend Steckdosen vorhanden sein, weil nicht alles über Verteiler gelöst werden kann und sollte.

Vorteilhaft ist es, wenn du das Heimkino über mehrere Sicherungen laufen lassen kannst. Rücksprache mit dem Elektriker ist dafür dringend anzuraten. Wenn du zwei oder besser drei getrennte Stromkreise integrieren kannst, hat das gleich mehrere Vorteile:

  • Du kannst eine wesentlich höhere Gesamtlast auffahren, was spätestens bei mehreren potenten Verstärkern wichtig wird.
  • Wenn doch mal die Sicherung fliegt, ist nicht gleich das komplette Heimkino tot. Kommt es auf einem Stromkreis zur Überlastung, laufen die anderen dennoch weiter. So geht zum Beispiel zwar die Technik aus, aber es bleibt hell.
  • Den Beamer auf einem separaten Stromkreis laufen zu lassen, kann deine Lampe retten. Wenn die Sicherung aufgrund anderer Geräte anspringt, wird dem Beamer nicht sofort der Saft entzogen, was mangels aktiver Kühlung zu einer plötzlichen Überhitzung führen kann.

Weiterhin kannst du für das Heimkino Sicherungsautomaten mit Charakteristik „C“ einbauen lassen, die einen höheren Einschaltstrom aushalten. Wenn du einmal einen Verstärker anschließt, der einen sehr hohen Einschaltstrom hat, haut dir das sonst regelmäßig die Sicherung raus.

Raummaße

Kommen wir zu einem sehr heiklen Punkt, der maßgeblich für den späteren Klang verantwortlich ist: die Abmessungen des Kinoraums. Bei ungünstigen Abmessungen und je nach Aufstellung des Subwoofers breiten sich Schallwellen im Tiefbass-Bereich so aus, dass einige Frequenzen an manchen Stellen im Raum völlig ausgelöscht werden und an anderen dafür doppelt so laut sind. Man spricht hier von Raummoden. Die Folge ist unangenehmes Dröhnen oder gar kein Bass am Hörplatz. Das im Nachhinein zu korrigieren ist nicht einfach.

Unabhängig von späteren Maßnahmen, den Bass in den Griff zu bekommen, kannst du schon bei der Auswahl des Raums etwas dafür tun: Die Abmessungen des Kinoraums sollten wenn möglich so gewählt werden, dass keine Seitenlänge ein Vielfaches einer anderen ist. Besonders quadratische Räume sind zu vermeiden.

Ein Beispiel: Bei einer Breite von 3,5 Metern wäre eine Länge von ebenfalls 3,5 Metern oder aber 7 Metern sehr ungünstig. Dabei kommt es nicht auf Zentimeter an. Je näher eine Länge an einem ungünstigen Maß liegt, desto schwerwiegender fällt der besagte Effekt aus. Dabei muss auch die Raumhöhe berücksichtigt werden. Bei einer für Kellerräume üblichen Höhe von 2,20 Metern macht das die nicht seltene Breite oder Länge von ungefähr 4,40 Metern zum Problem.

Es bringt übrigens nichts, den Kinoraum durch nachträglich eingezogenen Trockenbauwände künstlich zu verkleinern, um bestimmte Abmessungen zu erzielen. Hier zählen nur möglichst massive Materialien: Beton oder wenigstens Ziegel. Durch alles andere geht der Bass fast völlig unbeeindruckt hindurch.

Je kleiner der Kinoraum ist, desto wichtiger ist diese Regel. Vernachlässigen kann man sie erst ab einer Größe, die weit über einen üblichen Wohnraum hinaus geht. Aber: Lass dich nicht davon verunsichern. Letztendlich ist ein nicht ganz perfekter Raum besser als gar kein Raum.

Die lieben Nachbarn

Zuletzt noch ein paar Worte zu unerwünschter Ruhestörung und aufgebrachten Nachbarn – oder wie man diese vermeidet. Im Keller eines Einfamilienhauses ist ein Heimkino am besten aufgehoben. Beton isoliert den Schall ausgesprochen gut. Sobald ein Nachbar direkt angrenzt – auch oben oder unten – hat der mit Sicherheit aber auch seinen Spaß.

Man hört immer wieder von Maßnahmen wie Eierkartons oder ähnlichem – lass dir gesagt sein, dass das überhaupt nichts bringt. Es gibt nur zwei wirksame Mittel, den Nachbarn nicht am Kino teilhaben zu lassen:

  • massiver Beton, so dick wie möglich
  • Doppelwände (also Wand + Hohlraum + Wand)

Letzteres funktioniert sehr gut, weil Schall am schnellsten abgebaut wird, wenn er von einem Stoff in einen anderen unterschiedlicher Dichte übergeht. Bei Doppelwänden geht er mehrmals von der Luft in die Wand über und umgekehrt. Danach bleibt nicht viel übrig.

Leider sind Doppelwände nur sehr selten anzutreffen. Abgesehen davon wäre ohnehin eine völlige Entkopplung des Nachbarn von den eigenen Wänden nötig, da der Schall und besonders der Bass in einem Mehrfamilienhaus sonst immer noch über den Boden und andere Anschlussstellen übertragen würde. Das Konzept vom „Raum im Raum“ ist die Lösung dafür. Leider lässt sich das aus Kosten- sowie aus praktischen Gründen fast nie umsetzen.

Es bleibt also nur massiver Beton, weil er am wenigsten vom Schall zum Mitschwingen angeregt wird. Der Bass wird dennoch über mindestens eine Etage zu fühlen sein. Damit das nicht ausufert, muss der Subwoofer vom Boden entkoppelt werden.

Im Zweifelsfall: einfach nicht so weit aufdrehen. Denn eine vollständige Schallisolierung nach außen ist mit normalen Mitteln eben nicht zu bewerkstelligen.


Du hast ein Problem mit deinem Kinoraum, für das du keine Lösung findest?
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Du kannst dich schon glücklich schätzen, wenn du einen separaten Kinoraum zur Verfügung hast. Die wenigsten haben die Wahl zwischen verschiedenen Räumen. Egal wie deine Raumsituation aussieht, sind die genannten Dinge aber gute Anhaltspunkte dafür, was du bei der Planung deines Heimkinos berücksichtigen musst.

Über Bert Kößler

Leidenschaftlicher Filmvorführer, Popcorn-Koch, Kartenabreißer, Platzanweiser, Programmchef, Projektionist, Reinigungsfachkraft und Kabelmann in einer Person. Neigt zu ausgeprägtem Fanatismus, wenn es um die Steuerung und Automatisierung des Heimkinos geht. Konnte sich zwischen zwei Filmen dazu motivieren, Heimkino Praxis als Ventil für gelegentliche Schreibanfälle zu gründen.

8 Gedanken zu „Der optimale Kinoraum – Von Anfang an richtig planen

  1. Zum Thema Kellerfenster. Wenn es sich dabei um eine Lichschachtlösung handelt ist das Aussehen nahezu zweitrangig da diese ja von Aussen nicht einsehbar sind. Alternativ kann man anstelle es komplett „zuzumauern“ auch mit einer Art „klappbarer Deckel“ der sich nach oben, unten oder links/rechts beiseite schwingen lässt verschliessen. So könnte man das Fenster immernoch zum lüften verwenden.

    Zur Belüftung sollte man aber beachten, dass die Kernlochbohrung in einen nebenstehenden Kellerraum erfolgt, da nach Aussen ja das Problem bestünde, dass Sound/Lärm nach Aussen dringt und der Nachbar doch wieder belästigt wird.

    Zur Beheizung könnte alternativ wenn es für eine Fußbodenheizung zu spät ist auch eine sogenannte Wandheizung nachrüsten. Die entsprechenden Schlitze für die Schleifen können nachträglich eingebaut und wieder sauber verputzt werden.

    1. Ich weiß nicht, ob eine Belüftung von einem anderen Kellerraum sinnvoll ist. Der müsste ja dann auch wieder belüftet werden, und wer hat schon die ganze Zeit das Kellerfenster offen? Bei einem kleinen Lufteinlass mit Ventilator (also alles ungleich Fenster) ist meiner Meinung nach eine dauerhafte Belüftung sinnvoll, mit einem größeren Frischluftvorrat als nur einem anderen Kellerraum.

      Um den Schall nach außen würde ich mir bei einer Lüftung keine Gedanken machen. Das Rohr bekommt ja einen entsprechenden Abschluss. Da geht kaum was rein, geschweige denn durch.

  2. Hallo Bert,
    ein ganz dickes Lob zu Deiner Website ! Keine Ahnung, wieviele leidenschaftliche Kinofans sich bisher schon wertvolle Tipps bei Dir geholt haben. Auch ich plane einen Kinosaal und habe von meiner Frau einen Kellerraum für dieses Vorhaben genehmigt bekommen 🙂
    Wir stehen noch ganz am Anfang und werden in den nächsten Wochen die Räume planen. So kann ich die Abmessungen des Kinosaals noch weitestgehend festlegen. Allerdings muß auch meine Modelleisenbahn mit den Abmessungen 300 x 160 cm in diesem Zimmer Platz finden. Die werde ich dann aber hinter einem Vorgang oder ähnlichem verstecken. Folgende Komponente habe ich mir im Laufe der Jahre zugelegt:
    Receiver: Yamaha Aventage MusicCast RX-A850
    Lautsprecher: Bowers & Wilkins 2 Frontlautsprecher 685 S2, 1 x Center HTM 61 S2, Subwoofer ASW610
    Leinwand: ca: 300 x 160 cm (exakte Abmessungen folgen wenn ich zuhause abgemessen habe)
    Beamer Sanyo PLV-Z3
    Panasonic DMR-BST740EG9 Blu-ray Recorder
    Nun hätte ich zunächst diese Fragen:
    1) Wie könnten die optimalen Abmessungen für diesen Raum aussehen und wie würdest Du das ganze aufstellen ?
    2) Welche Lautsprecher würdest Du mir zur Vervollständigung empfehlen. Gesucht werden noch die Lautsprecher SL und SR, SBL und SBR und die beiden Präsenzlautsprecher FPR und FPL. Die vier Surroundlautsprecher ebenfalls von B&W ?
    3) In welchem Bereich würdest Du die beiden Präsenzlautsprecher anbringen ?
    Vielen Dank vorab für Deine Hilfe.
    Liebe Grüße aus 70794 Filderstadt,
    Frank

    1. Hallo Frank,

      Glückwunsch zur Genehmigung! 😉

      Ich würde zuerst mal drüber nachdenken, ob sich die Modelleisenbahn nicht in den Raum integrieren lässt, anstatt sie zu verstecken. Wenn sie hinter der Sitzreihe Platz findet, gewinnst Du automatisch den wichtigen Abstand zur Rückwand. Wären Drehsessel eine gute Wahl? So kann man sich mit den Kinostühlen umdrehen und der Eisenbahn zusehen. Ist unter der Eisenbahn vielleicht viel Platz für dicke Tiefton-Absorber aus Steinwolle? Kann man ein Deckensegel darüber aufhängen, das gleichzeitig als Sternenhimmel und Absorber dient?

      Zu Deinen Fragen:

      1) Jetzt hast Du vielleicht schon Ideen, um Dir das selbst zu beantworten. Vielleicht eher länglich. Aber die Länge kein Vielfaches der Breite!

      2) Alle genannten Lautsprecher sollten exakt vom selben Typ sein. Wenn Du die anderen noch eine Weile behalten willst, nimm die passenden Regallautsprecher aus Deiner Serie.

      3) Na da wo sie laut Yamaha hin gehören. 🙂 Überleg Dir aber, ob Du statt Precense nicht lieber 2 Atmos-Deckenlautsprecher installierst. Die müssten ja nur näher an den Sitzplätzen hängen (ca. 1 m davor).

      Ich freue mich, mal einen Plan zu sehen.

      Viele Grüße
      Bert

  3. Hallo Bert,

    super Seite… bin noch nicht ganz durch mit Lesen aber es macht echt Spaß und ist sehr hilfreich.
    Zum Thema Fenster zumauern: Besteht nicht die Gefahr, dass das Fenster anfängt zu schwitzen und damit irgendwann schimmelt ?
    Es geht um ein Fenster im Wohnraum in Richtung Südseite falls dies von Bedeutung ist.

    Danke

    Gruß Heiko

    1. Hallo Heiko,

      die Gefahr besteht natürlich. In einem Wohnraum würde ich aber ohnehin davon absehen, ein Fenster „endgültig“ zu verschließen. Man weiß nie, wozu man es noch brauch. Es gibt ja genug andere Möglichkeiten, es komplett zu verdunkeln, so dass man aber noch ran kommt.

      Wenn zumauern wirklich die Lösung ist, dann nur durch komplettes Entfernen des Fensters samt Rahmen. Anschließend verschließen der Lücke und verputzen von beiden Seiten, evtl. mit entsprechender Dämmung.

      Außerdem wäre dann eine Wohnraumlüftung angebracht, falls es sonst keine Fenster mehr gibt. Ein anderer Weg ist also durchaus eine Überlegungen wert.

  4. Wieder ein sehr schöner interessanter Artikel von Bert!

    Ich habe selbst vor gut 4 Jahren eine DHH gebaut und auch im vorhinein erste Pläne für meinen „Man Cave“ im Keller geplant. Gut das auch unser Architekt da mitgespielt hat und diverse Gewerke, um meine Bedürfnisse Richtung Heimkino / Bar, entsprechend zu verwirklichen.

    Grundsätzlich war der Plan des Architekten den Keller nicht als Keller, sondern als Untergeschoss einzurichten. Sprich, zwar Technik- und Waschraum klassisch umsetzen, aber Flur, Gästeklo und mein Raum wie auch die oberen Räume auszurichten.

    Fußbodenheizung, Eichenparkettboden, 2,45 Deckenhöhe, integrierte Deckenbeleuchtung, großes Fenster mit großen Lichtschacht, zalhreiche Steckdosen, Kabelanschluss und Ethernet.

    Gut ist hier vor allem sich direkt mit dem Elektroinstallateur abzusprechen. Eine Anforderung war alle Leitungen für die Lautsprecher und Videosignale über Unterputzrohre zu verlegen, keine sichtbaren Kabelkanäle mehr!

    Die Rohinstallation hab dann entsprechend selbst ausgeführt. Sämtliche Kabel gehen in der Wand zum Ziel und auch über den Boden im Estrich.

    Wichtig war vorallem das Thema Schall. Wie Bert oben schon richtig beschrieben hat. Wenn die Frau und Nachbarn meckern, hilft das ja alles nix. Und ich wollte sorgenfrei LAUT machen können!
    Hier kommt es nun auch auf die Art der Mauerung an. Je dicker desto besser, aber die Mauerart ist oft entscheidend. YTong ist zum Beispiel sehr günstig und einfach zu verarbeiten, aber der Schallschutz ist eher mau.
    Was hier imho Preis-Leistungs-mäßig wirklich optimal ist, ist Kalksandstein.
    Sehr hohe Dichte, entsprechend statisch sehr gut tragend und auch mit super Schallschutzwerten. Zum Nachbarn trennen hier zwei Wände a 18cm, dazwischen 5cm Mineralwolle. Auch die Bodenplatte ist physisch vom Nachbarn getrennt. Beschwert hat er sich bis heute nicht.

    Was auch wichtig bei der Planung war, und auch bei einer Renovierung sinn macht, ist eine Schallschutztüre.
    Das Türblatt hat hier nochmal einen Schallschutzkern, das Dichtband ist entsprechend ausgeprägt, und vorallem: eine absenkbare Bodendichtung! Bringt wirklich was und war die Mehrkosten (und das Mordsgewicht) allemal wert!
    Wichtig beim Einbau: Beim Ausschäumen des Türrahmens darauf achten keine Lücken und Löcher zum anderen Raum zu hinterlassen, da geht sonst auch Schall „durch“, dann bring auch die beste Schallschutztüre nichts.

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