Ohren auf beim Lautsprecherkauf

Heimkino-Lautsprecher: Eine Entscheidungshilfe

Am Anfang eines jeden Heimkinos steht die Wahl der richtigen Lautsprecher. Oft werde ich gefragt, welche Marken oder konkrete Lautsprecher ich denn empfehlen würde. Aber jedes Mal antworte ich, dass ich keine konkrete Empfehlung geben kann — und auch nicht will, denn wenn’s nachher nicht gefällt, bin ich schließlich schuld an einer Fehlinvestition. Stattdessen gebe ich Tipps, worauf man bei der Auswahl achten sollte. Am Ende dieses Artikels solltet auch Ihr schlauer sein, als wenn ich nur mal eben Lautsprecher X empfehlen würde.

Lautsprecher

Der Kauf von Lautsprechern kann ziemlich schwierig werden, denn die Auswahl ist gigantisch. In der Branche gibt es zudem viele zweifelhafte Angebote, die viel versprechen aber wenig halten, dabei durch ihre großartige Marketing-Strategie aber nicht weiter negativ auffallen. Leider wird dem Laien damit aber der Eindruck vermittelt, ein paar unscheinbare Lautsprecher könnten den fetten Sound ins Wohnzimmer bringen.

Lautsprecher-Klassifizierung

Man könnte ein Buch damit füllen, alle denkbaren Möglichkeiten beim Lautsprecher-Kauf abzudecken. Allein die Vielfalt bei Bauart und Einsatzzweck macht es an dieser Stelle unmöglich, alles zu berücksichtigen. Spezielle Typen wie Einbau-Lautsprecher oder In-Wall-Lautsprecher, Nahfeld-Monitore, Hörner oder Körperschallwandler haben besondere Einsatzgebiete — wenn Ihr so etwas braucht, werdet Ihr das wahrscheinlich schon längst wissen. Ich gehe hier nicht näher darauf ein.

Ebenso unterscheidet man zwischen aktiven und passiven Lautsprechern. Aktive Lautsprecher haben die Endstufe im Lautsprecher verbaut und können dadurch direkt an die Vorstufe oder die Pre-Outs eines AV-Receivers angeschlossen werden. Sie sind gelegentlich in Komplettsystemen anzutreffen, haben ihren Einsatz sonst aber eher am PC. Passive Lautsprecher verfügen nicht über integrierte Endstufen und sind daher auf separate Endstufen oder die im AV-Receiver enthaltenen Endstufen angewiesen. Im Heimkino kommen fast ausschließlich passive Lautsprecher zum Einsatz (ausgenommen der Subwoofer).

Ein typisches Heimkino-Set setzt sich aus 6 Lautsprechern zusammen, von denen einer der Subwoofer und einer der Center ist — zwei spezielle Bauformen bedingt durch ihre Aufgabe. Der Center muss möglichst flach sein, um unter oder über das Bild zu passen, sollte aber gleichzeitig eine hervorragende Klangqualität im Mittel- und Hochtonbereich bieten. Der Subwoofer muss möglichst voluminös sein, um die Wiedergabe der tiefsten Töne zu gewährleisten und ist dabei nicht nur im Hinblick auf die Aufstellung ein Sonderfall.

Bei allen übrigen Lautsprechern ist man deutlich flexibler in der Auswahl. Man unterscheidet grob zwischen großen Standlautsprechern, den wesentlich kleineren Kompaktlautsprechern (oft auch Regallautsprecher genannt, auch wenn man sie besser nicht in einem Regal aufstellt) und On-Wall-Lautsprechern, die sich besonders für die Aufstellung oder Aufhängung in Wandnähe eignen. Nicht zu vergessen sind außerdem Dipol-Lautsprecher, die in zwei verschiedene Richtungen abstrahlen.

Innerhalb dieser Klassen kann es wieder Unterschiede in der Bauart geben. Bassreflex-Lautsprecher, leicht zu erkennen an der Bassreflex-Öffnung, einem Loch an der Vorder- oder Rückseite, sind die am häufigsten anzutreffende Art. Gelegentlich trifft man auch eine andere Bauart an: Transmission Line.

Ich könnte hier noch verschiedene Preisklassen vergleichen, doch das wäre wenig zielführend. Ihr habt die Kosten Eures Heimkinos wahrscheinlich schon grob überschlagen und das Budget für die Lautsprecher festgelegt. Beinahe jede Behauptung über Lautsprecher kann man umkehren, wenn man sich nochmal in einer anderen Preisklasse umsieht. Wir bleiben in diesem Artikel aber ausdrücklich auf dem Teppich, das heißt bei einem Gesamtpreis für ein 5.1-Lautsprecher-System zwischen 500 und 5000 Euro — so ungefähr. Bedenkt bitte auch, dass es neben den Lautsprechern noch wichtigere Faktoren für gute Klangqualität gibt, allen voran die Raumakustik.

Brüllwürfel — die mit dem hohen WAF

Ein wenig abwertend ist die Bezeichnung Brüllwürfel ja schon, das gebe ich zu. Es ist aber ein sehr verbreiteter Begriff, der wenig erklärungsbedürftig ist und diese Kategorie von Lautsprechern treffend beschreibt. Unter Heimkino-Fanatikern sind die winzigen Lautsprecher sehr verrufen und es entstehen regelmäßig heftige Diskussionen darüber, wie gut oder schlecht Brüllwürfel sind.

Der Name ist Programm, denn es handelt sich hier wirklich nur um kleine Würfel mit Kunststoffgehäuse und einer Kantenlänge von nur ungefähr 10 cm. Die ebenfalls weithin geläufige Bezeichnung Satelliten-Lautsprecher trifft hier ebenfalls bestens zu, weil meistens 5 gleichartige Würfel um den Raum schweben: Brüllwürfel werden meistens an den Wänden montiert. Der Center ist oft eine Ausnahme, weil er eher im Querformat gehalten ist.

Hinzu kommt bei so einem System immer ein Subwoofer, der von den Dimensionen her auch recht kompakt gehalten ist. Oft dient der Subwoofer auch gleich als Verstärker für alle Satelliten.

Ebenfalls zur Kategorie der Brüllwürfel zählen etwas größere, aber ebenso schmale Lautsprecher. Diese werden meistens als Front in Komplettsets angeboten. Sie sehen aus wie dünne Säulen und täuschen damit mehr Volumen vor. In Wirklichkeit handelt es sich aber nur um Brüllwürfel, die bis zum Boden gehen.

Brüllwürfel haben einen sehr hohen WAF, was sie schon in so manchem Wohnzimmer zur einzig möglichen Lösung gemacht hat. Durch die kleine Bauweise und Wandmontage sind sie unscheinbar und stehen beim Putzen nicht im Weg herum. Das ist aber auch schon der einzige Vorteil.

Auch wenn die Hersteller und viele Fans das immer wieder behaupten, können so kleine Lautsprecher keinen umfassenden Kinosound bieten. Die Chassis sind zu klein, das Volumen zu gering und die Bauweise zu leicht, um kraftvollen Sound bis zu halbwegs tiefen Frequenzen hinab erzeugen zu können. Das führt dazu, dass der Subwoofer relativ früh übernehmen muss, nicht erst ab 80 Hz abwärts (was Kompaktlautsprecher üblicherweise noch gut schaffen). Eine höhere Trennfrequenz führt aber dazu, dass der Subwoofer in einem gewissen Frequenzbereich ortbar wird, was zu sehr seltsamen Effekten führen kann. Schlimmer ist aber, dass ein beträchtlicher Anteil tiefer Männerstimmen mit vom Subwoofer übernommen werden muss. Insgesamt führt das zu einem recht unausgewogenem Klang.

An sich muss man aber schon staunen, was die Hersteller aus so kleinen Kisten trotzdem heraus holen. Gerade Bose gilt schon immer als Vorreiter bei der Herstellung von Brüllwürfel-Systemen. Trotzdem können auch die Experten auf diesem Gebiet die Physik nicht überlisten, geschweige denn umgehen. Wenn es so einfach wäre, gäbe es ja keinen Grund, größere Lautsprecher herzustellen, oder? Deshalb kann man die Tatsache nicht schön reden: Aus kleinen Lautsprechern kann kein großer Sound kommen.

Kompaktlautsprecher

Ein brauchbarer Lautsprecher besteht aus einem massiven Gehäuse — am besten aus Holz. Das vermeidet unerwünschte Schwingungen des Gehäuses und damit einhergehenden „Aufdickungen“ bestimmter Frequenzen. Kurz gesagt: da darf nichts schwingen, außer der Membran.

Ab der Kategorie der Kompaktlautsprecher bzw. Regallautsprecher ist das der Fall. Hier ist die Auswahl gleichzeitig am größten und die Preisspanne am breitesten. Es gibt sie in allen Größen, angefangen bei frauenverträglichen 15 × 20 cm bis hin zu richtigen kleinen Monstern, die man schon fast als Standlautsprecher verwenden könnte. In der selben Bauweise gibt es On-Wall-Lautsprecher, die eine geringe Tiefe aufweisen und manchmal schon eine integrierte Wandhalterung haben.

Kompaktlautsprecher werden fast immer für die Surround-Kanäle eingesetzt. Mit einem geeigneten Unterbau dienen sie ebenfalls hervorragend als Hauptlautsprecher. Bevorzugt sollten Sie auf einem Lautsprecherständer bzw. -stativ stehen. Auch der Center ist aus Prinzip praktisch immer ein Kompaktlautsprecher: Man kann sich ja schlecht einen Standlautsprecher mitten ins Bild stellen.

Mit Kompaktlautsprechern ist man grundsätzlich also gut beraten. Gerade für Einsteiger mit wenig Platz und Geld sind sie eine gute Wahl.

Wo wir gerade bei Geld sind: Die Preise von Lautsprecher-Sets können ziemlich fantasievoll sein. Müsste ich mich entscheiden zwischen einem Set aus Kompaktlautsprechern ohne Subwoofer für 500 € und einem Brüllwürfel-Set mit Subwoofer für 1.000 € — ich würde die Kompaktlautsprecher nehmen. Man kann am Preis nicht den Klang ablesen. Gerade Brüllwürfel sind unverhältnismäßig teuer.

Standlautsprecher

Wer es etwas kraftvoller mag, setzt auf Standlautsprecher. Durch das wesentlich größere Volumen und die nochmal größeren Chassis erreichen sie deutlich tiefere Frequenzen mit ausreichend Druck. Wenn man den Bass ohnehin nicht zu sehr aufdrehen kann, weil die Abschottung gegenüber den Nachbarn nicht möglich ist, kann man beim Einsatz von Standlautsprechern auch auf einen Subwoofer verzichten. Der würde in vielen Fällen höchstens noch die untersten 20 Hz verbessern. Viele Standlautsprecher haben zusätzlich seitlich ein noch größeres Chassis eingebaut, was sie praktisch zu einem Subwoofer macht.

Für die Front sind Standlautsprecher eine hervorragende Wahl, weil man so auch gleich für Musikgenuss in Stereo bestens aufgestellt ist. Auch bei Filmen übernehmen sie die wichtigste Aufgabe neben dem Center.

Wenn das Budget mitspielt, kann man sich natürlich auch Standlautsprecher für den Surround-Bereich hinstellen. Die Verwendung von vier gleichartigen Lautsprechern sorgt für ein durchweg homogenes Klangbild. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass die Sicht zu den Lautsprechern von Sitzplatz aus gegeben sein muss. Kopfstützen und Kinogäste erschweren das möglicherweise. Surround-Lautsprecher hängen nicht umsonst üblicherweise etwas erhöht an den Wänden, um Hindernisse zu beseitigen. Bei Standlautsprechern könnte eine erhöhte Aufstellung schwierig werden (oder komisch aussehen).

Nur als Center sind Standlautsprecher nicht zu gebrauchen, obwohl ich von derartigen Versuchen schon gehört habe. Ein noch homogeneres Klangbild mag erstrebenswert sein, aber beim Center geht das eindeutig zu sehr auf Kosten der Optik. Zudem ist das Abstrahlverhalten eines Centers genau auf seinen Einsatzzweck zugeschnitten. Mit einem liegenden Standlautsprecher macht man sich da wohl mehr kaputt. Die meisten Hersteller bieten zudem passende Center an, die den Standlautsprechern der selben Serie in nichts nachstehen. Zudem muss der Center auch nicht zwingend die allertiefsten Frequenzen wiedergeben.

Dipol-Lautsprecher

Eine Sonderform nehmen Dipol-Lautsprecher ein. Dipole strahlen den Schall in zwei verschiedene Richtungen ab: entweder um 180° versetzt, zum Beispiel nach hinten und vorn oder nach links und rechts entlang der Wand — oder um 90° versetzt und damit im 45°-Winkel in zwei Richtungen von der Wand weg. Für die zweite Richtung ist dafür oft nur ein zusätzlicher Hochtöner verbaut; die Mitten und Tiefen übernimmt eine Bassreflexöffnung.

Sinn von Dipolen ist es, ein diffuses Klangbild im Surround-Bereich zu erhalten. In der ursprünglichen THX-Norm ist das zum Beispiel vorgeschrieben. Dabei sollte der komplette hintere Bereich des Raums nicht absorbierend (schallschluckend) gestaltet sein, sondern reflektierend. Dabei helfen keine Absorber, sondern Diffusoren.

Ursprünglich war der Wunsch für ein diffuses Klangbild der Technik geschuldet. Als der Mehrkanalton mit Dolby Surround aufkam, gab es für den Surround-Bereich nur einen Mono-Kanal, der über zwei Lautsprecher wiedergegeben wurde. Damit war eine exakte Ortung von Geräuschen aus der hinteren Hälfte des Raums nicht möglich. Surround-Effekte beschränkten sich daher auf ein „den Zuschauer einhüllendes Klangerlebnis“. Dipole sollten dafür sorgen, dass der Schall gleichmäßiger im Raum verteilt wird und die Quelle (der Lautsprecher selbst) nicht exakt ortbar ist. Spätestens seit Dolby Digital ist das aber hinfällig.

Dipol-Lautsprecher haben heute trotzdem noch ihre Berechtigung. Wenn bedingt durch die Raumgestaltung die Sitzposition nah an der Rückwand ist, wird die Platzierung der Surround-Lautsprecher schwierig. Auf seitlichen Sitzplätzen befinden sich die Ohren dann zu nah an einem der Lautsprecher, so dass dieser das Klangbild dominiert. Die Aufhängung nahe der Decke würde Abhilfe schaffen, verlagert den gesamten Surround-Bereich aber unnatürlich weit nach oben.

Mit Dipolen auf mittlerer Höhe erzielt man meistens noch ein brauchbares Ergebnis für die ungünstige Sitzposition. Das ändert nichts daran, dass eine Sitzposition nahe der Rückwand sehr ungünstig ist — aber es ist besser, als sich aus unmittelbarer Nähe direkt anstrahlen zu lassen.

Unscheinbar: das Innenleben

Neben der Bauweise spielen auch die im Lautsprecher verwendeten Komponenten eine Rolle beim Klang. Abgesehen vom reinen Materialaufwand für ein kleineres oder größere Gehäuse steigen besonders hier die Kosten. Hochwertige Komponenten sind nicht billig, machen aber am Ende den Unterschied aus.

Chassis

Das auffälligste Bauteil sind natürlich die Chassis, die sich in Anzahl, Bauform und letztendlich auch dem Aussehen unterscheiden. Es fällt schwer, eine Entscheidung anhand der Chassis zu fällen und ich habe offen gesagt auch noch nicht oft gehört, dass das jemand tun würde. Die Unterschiede müssen messtechnisch ermittelt werden, aber nicht alle Hersteller rücken mit ihren Messergebnissen heraus.

Als grobe Daumenregel gilt: Mehr Chassis machen mehr Druck (wobei es immer nur einen Hochtöner geben wird, außer vielleicht bei Soundbars). Und: größere Chassis können tiefere Frequenzen wiedergeben. Als Durchschnittskund verlässt man sich aber besser auf einen Hörtest.

Elektronik

Noch schwieriger ist es bei der Elektronik, denn hier hat man schließlich gar keinen Einblick mehr. Mit der Elektronik beeinflusst der Hersteller unter anderem, wie gleichmäßig laut die verschiedenen Frequenzen wiedergegeben werden, um einen möglichst linearen Verlauf zu erreichen. Hinzu kommen Schutzschaltungen gegen Überlastung und ähnliche Features.

Aufbau des Gehäuses

Das Gehäuse besteht nicht nur aus ein paar Brettern, die zu einem Kasten verklebt werden. Im Inneren findet man teilweise abenteuerliche Konstruktionen, die dem Lautsprecher mehr Stabilität verleihen, dabei aber den Klang nicht beeinflussen oder ihn sogar verbessern. Gerade bei Standlautsprechern kommen ausgeklügelte Verstrebungen zum Einsatz, damit die langen Kisten stabil bleiben und bei der Wiedergabe nichts scheppert.

Anschlüsse

Nicht zuletzt bei den Anschlüssen gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede. Von einfachen Klemmen bis zu vergoldeten Schraubklemmen, die gleichzeitig für Bananenstecker zu gebrauchen sind, ist alles vertreten.

Hierin besteht noch ein wesentliches Merkmal, das zur Kaufentscheidung beitragen sollte. Lautsprecher mit fest verdrahteten Kabeln solltet Ihr unbedingt meiden: Ihr habt so nicht die Möglichkeit, Lautsprecherkabel Eurer Wahl zu verwenden. Zudem sind mitgelieferte Kabel meistens zu dünn, von weniger guter Qualität und entweder zu kurz oder unnötig lang. Glücklicherweise findet man fest verbaute Kabel auch nur bei den Brüllwürfeln — ab den Kompaktlautsprechern gibt es eigentlich nur noch Anschlussklemmen.

Klangcharakteristik

Die technischen Grundlagen sind ja gut und schön. Aber auch wenn Ihr jetzt vielleicht wisst, in welche Richtung es gehen soll, ist die Auswahl immer noch riesig. Neben all den technischen Merkmalen spielt natürlich auch das Aussehen noch eine erhebliche Rolle. Ausschlaggebend ist letztendlich aber, wie ein Lautsprecher klingt — und wie gut Euch das gefällt, wie er klingt.

Es ist furchtbar schwer, Klangeigenschaften mit Worten zu beschreiben. Man sagt von Lautsprechern, sie klingen hell, dick auftragend, warm oder bilden die Bühne gut ab. Etwas mehr kann man sich unter dumpf, höhenbetont oder basslastig vorstellen, aber auch das ist keine Aussage, nach der man eine Kaufentscheidung treffen kann.

Wie gut ein Lautsprecher klingt, hängt von den Hörgewohnheiten und dem persönlichen Geschmack ab. Das ist wie mit Essen — der eine mag es süß, der andere salzig. Und wie entscheidet man sich bei (unbekanntem) Essen?

  • indem man es probiert
  • indem man auf früher gemachte Erfahrungen zurückgreift

Wann immer Ihr die Möglichkeit habt, solltet Ihr daher Lautsprecher probehören.

Zu Besuch beim Fachhändler

Genau aus diesem Grund kauft man Lautsprecher nicht im Internet (es sei denn man weiß genau, was man haben will). Ihr braucht einen verlässlichen Händler, der Modelle aus verschiedenen Preisklassen vor Ort hat und sie in seinem Hörstudio vorführen kann.

Meist könnt Ihr dazu auch eigene Musik oder Filme mitbringen, die Ihr zum Probehören auflegen lasst. Verlasst Euch aber auch auf die Hörproben des Händlers: Oft glaubt man, ein System mit seiner Lieblingsmusik testen zu müssen, leider sind das aber ganz bescheidene Aufnahmen ohne Dynamik. Wirkliche Klangqualität zum Testen bekommt man aber nur von Aufnahmen, die Ihr sehr wahrscheinlich nicht im Schrank habt. Besteht also bitte nicht auf Eure liebsten Rock-Klassiker — die meisten davon sind klanglich eher unterdurchschnittlich.

Aber zurück zum Thema: Ein Fachhändler wird üblicherweise die aktuellen Modelle einiger Hersteller vor Ort haben. Wenn das nicht die allerneuesten Modelle sind, ist das gar nicht weiter schlimm. Lautsprecher entwickeln sich nicht so rasant weiter, wie die übrige Unterhaltungselektronik. Sie haben eine sehr hohe Beständigkeit — man kann Lautsprecher schon mal 20 Jahre oder länger haben, ohne dass sie deshalb so viel schlechter sein müssen. Das heißt jetzt nicht, dass Ihr Euch 20 Jahre alte Lautsprecher kaufen sollt. Ich will damit nur sagen, dass die etwas günstigeren Modelle von 2014 wahrscheinlich genauso gut sind, wie der letzte Schrei aus diesem Jahr. Der Händler muss also auch nicht zwingend die allerneuesten Lautsprecher vor Ort vorführbereit haben.

Was ist überhaupt ein Fachhändler? Nun, einer der Lautsprecher, Receiver und Fernseher verkauft. Wenn er auch PCs im Angebot hat, ist er wahrscheinlich schon zu wenig spezialisiert. Spätestens, wenn auch Waschmaschinen im Schaufenster stehen, seid Ihr falsch. Wie schon gesagt muss er über wenigstens ein gut eingerichtetes, das heißt akustisch optimiertes, Hörstudio verfügen. Mitten in einem großen Verkaufsraum testet man keine Lautsprecher.

Discounter fallen im übrigen auch weg. Kauft Eure Lautsprecher bloß nicht bei einem der üblichen Verdächtigen. Ihr seid doch nicht blöd. Das beratende Personal ist — falls vorhanden — meist nicht von diesem Planeten. Die meisten Verkäufer haben gar nicht die nötige Erfahrung auf diesem Fachgebiet. Man will Euch nur ein krasses Heimkino-Set verkaufen und Euch schnell wieder aus dem Laden haben. Abgesehen davon treffen alle der oben genannten Ausschlusskriterien auf Discounter zu.

Ein Fachhändler hat entsprechend kundiges Verkaufspersonal, das Euch berät und sich Zeit nimmt. Im Idealfall wird man Euch nach Eurem geplanten Raum fragen und wofür Ihr die Lautsprecher nutzen wollt.

An dieser Stelle noch eine Bitte: Wenn Ihr einen Händler in Eurem Umkreis gefunden habt und dort gut beraten wurdet, kauft die Lautsprecher bitte auch dort, und nicht etwa im Internet, wo sie ein paar Euro billiger sind. Das ist einfach nur fair.

Probehören zuhause

Ein Hörstudio beim Fachhändler ist ja schön und gut, aber zuhause klingen Lautsprecher meistens nochmal ganz anders. Die Größe des Raums, die Aufstellung und akustische Maßnahmen machen den wesentlich größeren Teil des Klangs aus.

Wann immer Ihr die Möglichkeit habt, solltet Ihr Lautsprecher also bei Euch zuhause testen — an ihrem zukünftigen Platz. Verlässlicher geht es nicht mehr.

Redet mit dem Fachhändler, ob das möglich ist. Manchmal kommt man Euch hier entgegen, indem ein Rückgaberecht eingeräumt wird. Positiv hervorheben möchte ich an dieser Stelle den Hersteller Nubert, der seine Lautsprecher nur im Direktvertrieb verkauft. Da es nur drei Fachgeschäfte in Deutschland gibt, können alle Produkte online bestellt und 14 Tage lang zuhause ausprobiert werden. Danach behält man sie, oder schickt sie zurück und bekommt sein Geld wieder. (Die Schlaumeier unter Euch werden einräumen, dass man bei Online-Bestellungen ohnehin immer ein 14-tägiges Rückgaberecht hat. Das wird aber oft eingeschränkt, wenn das Produkt ausgepackt und verwendet wird. Nicht so bei Nubert.)

Marketing-Fallstricke

Als ich oben über die Brüllwürfel hergezogen bin, habt Ihr Euch vielleicht gedacht: „Aber Lautsprecher X ist gar nicht so schlecht, wie Du hier behauptest.“

Das mag schon sein — Lautsprecher X ist gar nicht so schlecht für das, was er ist. Trotzdem kann ein Brüllwürfel niemals so gut sein, wie ein massiver Regallautsprecher, der wiederum immer ein paar Abstriche gegenüber einem massiven Standlautsprecher machen muss. Wir reden hier außerdem von Lautsprechern, die sich halbwegs in der selben Preisklasse befinden.

Problematisch ist vor allem, dass einige Hersteller, zum Beispiel Bose oder Teufel, wahnsinnig viel Geld für das Marketing ausgeben und dadurch schnell eine hohe Bekanntheit — auch beim Laien — erreichen. Und wenn die Werbung das sagt, muss es ja gut sein. Tatsächlich sind die Produkte aber kein Stück besser als die anderer Hersteller — im Gegenteil. Die Lautsprecher sind oft höchstens Mittelklasse, sie werden eben nur schön geredet.

Zusätzlich klebt der Hersteller auf die Lautsprecher oft noch das THX-Siegel drauf und suggeriert so ein höherwertiges Produkt. Aber THX ist im Heimkino vollkommen sinnlos. Nur weil der Lautsprecher die THX-Norm einhält, heißt das nicht, dass andere Lautsprecher automatisch schlechter sind. Der Unterschied liegt nur im Preis, denn der Hersteller schlägt die Kosten für die THX-Lizenz auf den Endpreis auf.

Wenn Ihr Teufel-Lautsprecher habt und Euch jetzt fragt, ob Ihr Mist gekauft habt: Nein! Es hätte nur sehr wahrscheinlich besseres für’s gleiche Geld gegeben.

Empfehlungen, bitte!

Also gut. Meine Empfehlung sind ganz klar Kompaktlautsprecher. Sie bieten eine solide Grundlage, die über die Jahre auch leicht schrittweise ausgewechselt werden kann.

Von Brüllwürfeln und den in dieser Kategorie verbreiteten Komplett-Sets kann ich dagegen nur abraten. Wenn man hier etwas halbwegs brauchbares haben möchte, sind die Kosten dafür so hoch, dass man sich auch locker ein anständiges Set Kompaktlautsprecher kaufen kann, die dann aber schon wieder deutlich mehr Klang bieten. Die einzige Daseinsberechtigung für Brüllwürfel ist die Tatsache, dass es nicht so schwer ist, die Partnerin davon zu überzeugen.

Für fortgeschrittene Hörer dürfen es auch Standlautsprecher sein, zumindest an der Front. Die größte Einschränkung sind hier wohl Platz und Raumgröße. In einem winzigen Raum sind Standlautsprecher schnell überdimensioniert. Achtet hier außerdem auf die Leistungsaufnahme — der Verstärker muss das auch schaffen können.


Welches Wissen nehmt Ihr nun zum nächsten Fachhändler mit? Am ehesten wohl eine Vorstellung von dem, was Ihr wollt, und die klare Ansage, dass Ihr die Lautsprecher selbst hören müsst.

Auf die Leistung müsst Ihr (außer bei Standlautsprechern) nicht allzu sehr achten, da Ihr die 150 Watt pro Kanal ohnehin frühestens auf dem Weg in den High-End-Bereich überschreiten werdet. Da gehören dann auch ganz andere Verstärker dazu.

Ebenfalls hilfreich kann es sein, ein paar Namen renommierter Hersteller zumindest schon mal gehört zu haben, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was eine Marke ist. Deshalb:

  • Bowers & Wilkins
  • Cambridge Audio
  • Canton
  • Dali
  • Elac
  • Focal
  • Heco
  • Jamo
  • JBL
  • KEF
  • Klipsch
  • Magnat
  • Nubert
  • Quadral
  • Teufel

Das sind bei Weitem nicht alle, aber es ist zumindest eine Liste der Hersteller, die ich für den Heimkino-Bereich für erwähnenswert halte. (Andere Vorschläge bitte in die Kommentare.)

Außerdem gibt es einige Hersteller, die eher für ihre AV-Receiver bekannt sind, aber ebenfalls Lautsprecher herstellen — zum Beispiel Yamaha oder Denon. Ich vertrete aber eher die Meinung, dass jeder Hersteller das tun sollte, was er am besten kann.

Darüber hinaus ist der beste Tipp, den ich Euch geben kann, immer alle Lautsprecher vom selben Hersteller und wenn möglich aus der selben Serie zu kaufen. Egal ob groß oder klein, haben diese nämlich im Wesentlichen die selbe Bauweise und bekommen die gleichen Chassis verbaut. Das führt zu einem durchweg homogenen Klangbild, was sehr viel wert ist.


Ich hoffe, dieser kleine Einblick hilft Euch dabei, Euch im Dschungel der Lautsprecher zurecht zu finden. Gerade am Anfang kommt einem das wie die schwierigste aller Entscheidungen vor (obwohl schon bald weit schwierigere folgen). Wenn Ihr denkt, dass ich etwas Grundlegendes vergessen habe, lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Über Bert Kößler

Seit gut 20 Jahren fasziniert mich das Thema Heimkino. Neben den Filmen selbst gilt meine Leidenschaft besonders der Einrichtung, Steuerung und Automatisierung. Bei Heimkino Praxis teile ich meine vielseitigen Erfahrungen mit Anfängern und fortgeschrittenen Heimkino-Enthusiasten.

15 Gedanken zu „Heimkino-Lautsprecher: Eine Entscheidungshilfe

  1. Hi

    Der Aspekt das es in jedem Discounter nur Indem Sinne Scheiss Personal existent ist ist schlichtweg FALSCH ….es gibt auch gutes auch Personal in den Läden aber leider kommt von der obersten Hierarchie der Media Saturn Gruppe das Hifi angeblich Tot ist….. man konzentriert sich auf BLUETOOTH LS und SONOS und meint das ist die Zukunft……..das dann durch verschiedene andere Faktoren das Arbeiten erschwert wird ist nur das kleinste Problem . Ich weiss wovon ich rede….Ich arbeite Hauptberuflich im Moment in nem anderem Bereich was nichts mit Unterhaltungstechnik zutun und Samstags arbeite ich nem Blauen Markt für Yamaha als Promoter und mit nem anderem LS HERSTELLER in Kooperation…das FEEDBACK was ich von den Kunden bekomme ist. das endlich hier jemand wieder da ist der den Kunden Richtig HIFI / HEIMKINO verkauft was ich in den letzten 5 Monaten auch getan habe …..

    Daher bitte nicht Pauschalisieren …das ist nicht dem Mitarbeitern an der Front geschuldet sondern den HEADQUARTES MANAGERN geschuldet…..die machen Entscheidungen die nicht mehr Logisch sind…….

    1. Du hast natürlich vollkommen Recht, dass man wie bei so vielen Sachen auch hier nicht pauschalisieren kann. Dass bei Discountern in den wenigsten Fällen mangelnde Motivation der Berater das Problem ist, dürfte klar sein: In großen Unternehmen kommen die Entscheidungen, die ganz unten zu Unzufriedenheit führen, meistens von ganz oben. Dem Kunden, der fachkundige Beratung wünscht, ist das aber ziemlich egal. Er sieht nur, dass er schlecht beraten wurde, oder — was noch schlimmer ist — bemerkt das gar nicht oder erst hinterher.

      Die Verschiebung der Prioritäten auf Sonos und dergleichen finde ich auch sehr interessant. Discounter wollen die Massen bedienen. Leute, die ernsthaft ein Heimkino einrichten wollen, sind nicht die Massen. Für die Massen ist Heimkino ein 5.1-Set aus Brüllwürfeln und ein DVD-Player. Ich wende mich hier an alle anderen und rate daher dringend davon ab.

      Deshalb vielen Dank für Deine Klarstellung und die Ergänzung zu diesem viel zu kurz geratenen Teil in meinem Artikel!

  2. Mir fehlen da irgendwie Tannoy’s… ist ja nicht so, dass das eine unbekannte Marke wäre…? Und afaik sogar der älteste Hersteller von Lautsprechern

  3. Gute Aufstellung,
    aber hier fehlt noch ein Aspekt:
    Gibt es einen Unterschied zwischen Heimkino und Stereo-Lautsprechern?
    Teufel verneint dies, und verkauft seine Ultima 40 Standboxen sowohl als Stereo, als auch als Heimkino Set. Nubert verkauft zu seinen Nuvero 60 auch noch weitere passende Boxen für ein Heimkino.
    Man kann also bei einigen Herstellern sich erstmal Stereolautsprecher kaufen und diese dann nach und nach ausbauen.
    Andere Hersteller stellen sich hingegen auf den Standpunkt, Heimkinolautsprecher sind grundsätzlich etwas völlig anderes, die Dynamik sei total verschieden bei Musik etc… Kleinserienhersteller wie zB. Starke rühmen sich damit der weltweit einzige Hersteller zu sein, der Lautsprecher bauen kann die sowohl für Musik und Heimkino zu gebrauchen ist.

    Wie steht Ihr zu dem Thema? Ist ein guter Lautsprecher, ein guter Lautsprecher?
    Oder sollte man wirklich für den betreffenden Zweck sich jeweils spezielle Lautsprecher kaufen?

    Gruss Christian

    1. Hallo Christian,

      eine sehr schöne Frage, zu der ich gerne Stellung nehme. Wie so oft gibt es keine richtige oder falsche Antwort. Erlaubt ist, was gefällt.

      Was ist ein guter Lautsprecher? Das definiert jeder für sich anders. Für mich ist ein Lautsprecher gut, wenn er einen möglichst linearen Frequenzgang hat — also vom tiefsten bis zum höchsten Ton alles gleich laut wiedergibt. Dadurch wird er neutral und klingt nicht bass- oder höhenlastig. Er gibt alles so wieder, wie es das Eingangssignal vorgibt. Hinzu kommen Eigenschaften wie das Ein- und Ausschwingverhalten der Chassis, das durch die Elektronik, aber natürlich auch die Chassis selbst, beeinflusst wird, und für die nötige Präzision im Klang sorgt. Bei Nubert achtet man sehr darauf. Ich empfehle die Lektüre „Technik satt“ die man dort auf der Website findet.

      Wenn wir davon ausgehen, dass ein guter Lautsprecher einer ist, der alles möglichst unverfälscht wiedergibt — warum sollte dieser Lautsprecher dann nicht sowohl für Musik als auch für Filme geeignet sein? Wenn jemand sagt, „dieser Lautsprecher ist besonders für Musik geeignet,“ dann muss daran ja irgendwas anders klingen, was ihn so toll für Musik macht. Und wenn er irgendwie besonders klingt, dann verfälscht er den Klang zwangsläufig.

      Unterschiede in der Eignung sehe ich einzig in Eigenschaften wie Abmessungen, Design, Aufstellungs- oder Aufhängungsort und -füße bzw. – halterungen sowie der Leistungsaufnahme (Stereo-Verstärker hauen gerne mal mehr Leistung raus als 7.1-AVRs).

      Von der anderen Seite betrachtet: Was unterscheidet Musik von Filmen?

      1. Filme haben 5.1 Kanäle, Musik nur 2.0
      2. Musik weist meist durchgehend eine gewisse Lautstärke auf (von Klassik abgesehen), Filme sind über weite Strecken recht ruhig.

      Man kann hier also sagen, dass die Dauerbelastung bei Musik höher ist, während bei Filmen ja sogar noch vieles auf den Subwoofer ausgelagert wird. Da kommen wir jetzt ganz schnell in eine Ecke, wo man auch vergleichen muss, welche Pegel man zuhause fährt.

      Ganz ehrlich, solange man bei halbwegs normalen Lautstärken bleibt, halte ich es für ziemlich übertrieben, von einer Eignung zu sprechen. So wie man mit jedem Fahrrad auf der Straße fahren kann. Sobald man sich aber hin zu irgend einem Extrem begibt (extrem laut, extremer Bass) gibt es für alles eine Speziallösung (Rennrad, Mountainbike, BMX). Da kennen sich die Anhänger der jeweiligen Richtung aber besser aus.

    1. Kann ich nur zustimmen wenn der Preis nicht wäre.Die Boxen von Backes und Müller klingen im richtigen Umfeld wirklich beeindruckend. Nur sollte man sich gleich das richtige Haus dazu bauen damit man den unterschied zu
      anderen Boxen z.B. Nubert auch wirklich hören (genießen) kann.
      Hier sehe ich das Grundproblem das ab einer bestimmten Preisregion der Boxen die Hörraumakustik ein der größten Hindernisse für den Klang darstellen.
      Die wenigsten werden sich zuhause ein Studio spezial für die Klangerlebnisse welcher Art auch immer einrichten können.

        1. Jetzt mal eine ganz besondere Frage: Welche Lautsprecher passen von der Klangcharakteristik zu meinem Stereosystem, um es homogen zu ergaenzen?

          Ich habe die Musical Life Perpetuum und betreibe sie mit BMC Monoendstufen und Antelope Platiunum DAC mit Atomclock. Die Manufaktur kann ich nicht fragen, da der Herr Stolz nicht mehr auffindbar ist. Ich tendiere zu Aktivlautsprechern und moechte 7.2.1 aufstellen. Mein Raum wird extra gebaut und akustisch optimal erstellt.
          Als Bluerayplayer wird der in 2017 erscheienende grosse Oppo da sein, natuerlich noch NAS server und Streamin Client und als Surroundvorstufe der Meridian GL68

          1. Diese Frage wird Dir niemand zufriedenstellend beantworten können. Denn niemand kennt die Klangcharakteristik aller möglichen Lautsprecher auswendig.

            Am besten vergleichst Du die vom Hersteller angegebenen Frequenzgänge miteinander. Vielleicht findest Du so ein paar Modelle, die zumindest auf dem Papier ähnlich klingen. Trotzdem solltest Du die dann noch live probehören.

  4. Hier meine Liste, bei ich versucht habe keine namhaften Hersteller zu listen:
    Saxx Audio, Audio Pro, Indiana Line, XTZ, Pure Acoustics, Monitor Audio, Dynavoice, Mission, PSB, SVS, System Audio, ASW (Produktion eingestellt)

    Es ist jedoch Vorsicht geboten! Manche Hersteller lassen optisch schick in Fernost billig produzieren. Bei Anderen wird völlig überteuert verkauft.

    Unabhängig von allen Testberichten und Kommentaren gebe ich gleich drei Weisheiten weiter.

    1. Im Bereich Hi-Fi ist der Weg das Ziel. Selbst die teuersten Lautsprecher der Welt müssen nicht automatisch gut klingen. Das führt zu…
    2. Wie beim Essen, Wein, Autos und Frauen hat jeder einen unterschiedlichen Geschmack.
    3. Ein schöner Klang wird nicht nur durch Lautsprecher erreicht. Es sollte alles in der Kette stimmen. Eine Anlage für 30.000€ wird aus einer MP3 vermutlich mehr herausholen als das neue iPhone (auch wenn das die Camper vor dem Applestore anders sehen), aber es bleibt eine MP3. Zum Vergleich: eine schwarze Wand nachts fotografiert wird auch nach Photoshop-Exzessen immer noch nicht gut aussehen.

    Grüße
    Mat

  5. Hallo

    Danke für die Umfangreiche Meinung.
    Ich habe das Teufel System 7 und bin nur bedingt zufrieden.
    Heimkino ist super, aber bei Musik bin ich nicht ganz zufrieden.
    Teufel rät mir auf 7.1 zu gehen und als vordere Lautsprecher die Master of Sound
    Theater 500 zu verwenden als Standlautsprecher.
    Würden sie dem zustimmen oder ist das eher Verkaufstrategie?
    Danke im voraus für ihre Meinung

    Gruss Rainer

    1. Hallo Rainer,

      das wäre mit Sicherheit schon eine Verbesserung, alleine vom Volumen her. Wenn Du den Rest des Systems behalten willst, wäre es wahrscheinlich auch die beste Lösung, um die Homogenität halbwegs zu wahren.

      Allgemein ist Teufel jetzt nicht so ideal, wenn man viel Musik hören will. Sind halt mehr der Platzhirsch für 5.1-Einsteiger.

      Achte auch darauf, dass sie richtig aufgestellt sind. Das Stereo-Dreieck muss passen, wenn Du viel Musik hören willst.

      1. Vielen dank
        Ich habe ihren Rat befolgt und bin auf jeden Fall zufriedener..
        Musik hören ist mit dem Teufel System wohl nie zu 100% perfekt, aber es klingt nun beides sehr gut.
        Heimkino würde ich als eine glatte 1 Bewerten,
        Stereo nun eine 2 bis Note 3.
        Wenn einer nur Musik hören möchte, ist das System 7 bis 10 von Teufel die falsche Entscheidung, da gibt es sicherlich besseres, aber so als Kombi mit den Theater 500 dabei ist Heimkino ohne zu übertreiben der Hammer..
        Ist aber auch von Mensch zu Mensch verschieden. Einige sagen das System wäre teilweise Höhenlastig, ich emfinde das es zu wenig Höhen sind.
        Die Stimmen sind aber immer klar und deutlich, es wird nichts verfälscht egal was gerade im Film passiert.
        Stereo könnte immer noch mehr passieren. da feht etwas die Gänsehaut.
        Ist die Frage ob man deswegen kommplett umrüsten sollte, denn Teufel macht da sehr gute Arbeit.
        Alles im allen bn ich sehr zufrieden. War auf jeden Fall kein Fehlkauf..
        Allerdings feht mir auch der direkte Vergleich zu den Konkurenten.

        Danke für ihren Rat

        Gruss Rainer Baldsiefen

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