Nachhall reduzieren – bessere Akustik im Heimkino

Ein viel zu oft vernachlässigtes Thema bei der Einrichtung von Heimkinos ist die Akustik. Jeder kennt den Effekt, dass spärlich eingerichtete Räume hallig klingen. Wenn die Gardinen zum Waschen abgenommen oder Teppiche und Möbel entfernt werden, verstärkt sich der Nachhall merklich. Leider machen sich zu wenige Heimkino-Begeisterte Gedanken darüber. Neben anderen Faktoren ist die Raumakustik derjenige Bereich, mit dem man mit Abstand die größte Verbesserung des Klangs erreichen kann — eine größere Verbesserung, als mit neuen Lautsprechern.

Ein Teppich ist das einfachste Mittel, um den Nachhall zu vermindern

Mein Heimkino steckte vor allem deshalb sehr lange in der Planungsphase fest, weil ich nicht wusste, was ich bezüglich der Akustik unternehmen sollte. Die Angst war zu groß, dass das Ergebnis nicht erträglich klingt. Diverse Diagramme von Messergebnissen, die im Internet zu diesem Thema zu finden sind, verunsicherten mich zusätzlich. Was ist, wenn das fertige Kino schlecht klingt, und ich nichts mehr daran ändern kann? Im Nachhinein war alles halb so schlimm und das Ergebnis ist besser, als ich es mir erhofft hatte. Selbst wenn Ihr von den folgenden Tipps nur ein paar wenige umsetzen könnt, dürftet Ihr mit dem Resultat zufrieden sein.

Zur Verbesserung der Raumakustik gibt es verschiedene Wege. Einen davon kennt Ihr bereits, wenn Ihr einmal einen Wohnraum eingerichtet habt. Der leere Raum hallt sehr stark. Sobald aber Teppich, Möbel, Gardinen und andere Einrichtungsgegenstände vorhanden sind, entsteht ein angenehmes akustisches Wohnklima. Unglücklicherweise sind viele dieser Gegenstände in einem Heimkino unangebracht. In einem Wohnzimmer mögen sie noch reichlich vorhanden sein, nicht aber in einem separaten Kinoraum. Aber beginnen wir zuerst mit ein paar…

Grundlagen der Akustik

Erinnert Ihr Euch noch an den Physik-Unterricht? Damals hätte niemand gedacht, dass er das mal braucht. Schall besteht aus Wellen (weshalb es nicht weiter verwunderlich ist, dass man sie auch Schallwellen nennt). Genauer gesagt geraten Luftpartikel in Bewegung und stoßen die nächsten Luftpartikel an, und so weiter — viele Male pro Sekunde, von der Schallquelle bis zum Ohr.

Je kleiner bzw. kürzer die Schallwellen sind, desto höher ist der Ton, den unsere Ohren dabei wahrnehmen. Man spricht dabei von der Frequenz, die in Hertz (Hz) angegeben wird. Das menschliche Gehör kann Töne von 20 Hertz bis 20000 Hertz (20 KHz) wahrnehmen. Das entspricht Wellenlängen von einigen Metern bis zu wenigen Zentimetern. Lautsprecher erzeugen Schallwellen, indem die Membran die davor befindliche Luft unterschiedlich schnell in Schwingung versetzt. So viel Physik sollte für den Anfang genügen.

Nun ist es so, dass Schallwellen an Wänden und Gegenständen reflektiert werden. Eintrittswinkel ist gleich Austrittswinkel — wie Licht in einem Spiegel. Mit jeder Reflexion verliert der Schall an Klarheit (man könnte auch sagen, an Qualität), weil die Wellen abhängig von der Oberfläche, auf die sie treffen, unterschiedlich zurückgeworfen werden. Eine Glasfläche reflektiert den Schall nahezu perfekt, weil sie keine Unebenheiten hat, genauso wie ein Spiegel das Licht perfekt reflektiert. Eine raue Ziegelmauer hingegen sorgt für diffus reflektierten Schall, weil die vielen kleinen Unebenheiten die Wellen in die unterschiedlichsten Richtungen verteilen. Ebenso könntet Ihr Euer Spiegelbild in einem matten Metallgegenstand zwar erkennen, aber keine Details ausmachen, weil die Oberfläche nicht glatt genug ist.

Wenn Schallwellen von einer Schallquelle ausgestrahlt werden, treffen sie früher oder später auf eine Wand. Von dieser werden sie reflektiert, durchqueren den Raum erneut und treffen auf die nächste Wand oder einen Gegenstand. Das geht so lange weiter, bis die Wellen so oft reflektiert wurden, dass praktisch nichts mehr davon übrig ist. Bis dahin haben sie den Raum einige Male durchquert. Wenn Ihr Euch in diesem Raum befindet, sind die Wellen dabei auch immer wieder an Eure Ohren gelangt. Diesen Effekt nennt man den Nachhall. Je mehr glatte Flächen ein Raum hat, desto öfter werden die Wellen reflektiert und desto länger gelangen sie immer wieder an unsere Ohren. Wie lange man den Nachhall hören kann, gibt die Nachhallzeit an.

Parallele Wände verstärken den Effekt zusätzlich, weil die Schallwellen ungehindert immer wieder geradeaus den Raum durchqueren können und nicht abgelenkt werden. Wenn die Wellen dabei sehr steil auf eine Wand auftreffen, vielleicht sogar in einem 90°-Winkel, werden sie auch fast in die selbe Richtung zurückgeworfen, und durchqueren den Raum so immer und immer wieder. Bei sehr kurzen Tönen ist ein deutliches, schnelles Echo zu vernehmen. Man spricht dann von einem Flatterecho.

Professionelle Tonstudios sind häufig Räume mit fünf Ecken, deren Wände nicht parallel zueinander stehen. Das wirkt sich logischerweise sehr positiv auf die Akustik aus. Leider werdet Ihr zuhause wohl nicht über einen fünfeckigen Raum verfügen.

Nachhall reduzieren

Ganz gleich, ob ein Wohnzimmer oder ein Kinoraum eingerichtet werden soll, wirken zur Reduktion des Nachhalls die selben Mittel. Die meisten davon sind sehr ansehnliche Dinge, die Ihr ohne Probleme in einem Wohnzimmer unterbringen könnt:

  • Teppichboden, je langfloriger (flauschiger) desto besser
  • schwere Vorhänge aus dickem Stoff, zum Beispiel Molton
  • Polstermöbel, zum Beispiel ein Sofa
  • raue statt glatte Wände und Decke

Sowohl in einem Wohnzimmer als auch in einem Kinoraum werdet Ihr die meisten dieser Dinge haben wollen.

Ein dicker Vorhang aus Molton-Stoff schluckt den Nachhall im Hochtonbereich Vermeidet grundsätzlich glatte Oberflächen. Pflanzen helfen ebenfalls ein wenig, zumindest dichte Büsche mit vielen Blättern. Solltet Ihr darauf zurückgreifen, braucht Ihr aber trotzdem noch eine ganze Menge davon. Im Übrigen absorbieren auch Menschen den Schall sehr gut.

Zusätzlich könnt Ihr durch spezielle Akustik-Elemente, deren einzige Aufgabe es ist, Schallwellen verschiedener Frequenzen zu absorbieren, starke Verbesserungen erreichen. Da diese Elemente aber auch ein nicht zu übersehender Eingriff in das Aussehen des Raums sind, kommen sie nicht für jeden in Frage. Mehr zu den sogenannten Absorbern gleich weiter unten.

Wie viele Maßnahmen Ihr ergreift, hängt davon ab, wie stark Ihr den Raum dämpfen wollt. Um den hörbaren Nachhall in einem nur mit dem Nötigsten eingerichteten Kinoraum vollständig zu eliminieren, werdet Ihr aber in der Regel alles auffahren müssen, was Ihr zur Verfügung habt. In Verbindung mit Absorbern erreicht Ihr dieses Ziel deutlich schneller.

Aber Vorsicht: Man kann einen Raum auch „überdämpfen“, was dem Klang auch nicht besonders zuträglich ist. Einen zu stark gedämpften Raum bezeichnet man als schalltot. Jedes Geräusch gelangt dann nur noch von der Quelle ohne Umwege direkt zum Ohr. Theoretisch sind das ideale Bedingungen. Einen solchen Raum zu betreten, empfinden die meisten Menschen aber als sehr unangenehm.

Für Euer Kino trefft Ihr am besten so viele der oben genannten Maßnahmen wie möglich. Mit diesen einfachen Mitteln könnt Ihr einen Raum kaum aus Versehen überdämpfen. Sollte der Raum dann noch deutlich nachhallen, könnt Ihr weitere Verbesserungen mit Absorbern vornehmen. Wenn es eigentlich ganz gut klingt und Ihr nicht sicher seid, ob weitere Maßnahmen notwendig oder doch zu viel sind, könnt Ihr eine Messung der Raumakustik vornehmen. Als Ergebnis erhaltet Ihr ein Diagramm, aus dem Ihr ablesen könnt, welche Frequenzen bereits stark absorbiert werden, und in welchen Bereichen die Nachhallzeit noch zu stark ist. Damit könnt Ihr gezielt weitere Maßnahmen umsetzen.

Den Nachhall könnt Ihr sehr einfach selbst testen. In die Hände zu klatschen ist die einfachste Variante. Versucht es auch mal mit folgenden Methoden:

  • Nehmt eine DVD-Hülle, die Ihr zweifellos griffbereit habt, und verursacht ein lautes Klicken, indem Ihr sie schließt.
  • Haltet eine leere Kunststoffflasche (mindestens 1 Liter) am Verschluss fest und schlagt damit gegen die andere Hand.

Beide Varianten erzeugen einen kurzen, kräftigen Ton, dessen Nachhall deutlich wahrgenommen wird. Zwischen zwei parallelen Wänden stehend dürftet Ihr auch ein schönes Flatterecho hören.

Frühe Reflexionen vermeiden

Eine Besonderheit gibt es bezüglich Nachhall und Dämpfung noch zu beachten. Sogenannte frühe Reflexionen können den Klangeindruck erheblich vermiesen. Frühe Reflexionen treten dann auf, wenn ein Lautsprecher nahe einer den Schall reflektierenden Wand steht. Die Schallwellen erreichen den Zuhörer zunächst auf direktem Weg vom Lautsprecher zu den Ohren. Gleichzeitig werden Sie aber auch in Richtung Wand abgestrahlt, von dieser reflektiert und erreichen das Ohr über diesen kurzen Umweg. Durch den längeren Weg werden die Wellen zeitlich leicht verzögert. Das hört sich dann ein wenig so an, als befände man sich in einer Garage — auch wenn der Effekt nicht ganz so stark ausfällt.

Die erste Möglichkeit, frühe Reflexionen zu vermeiden, besteht darin, den Lautsprechern ausreichend Abstand zu den Wänden einzuräumen. Die Verzögerung wird dadurch größer, was den Effekt verringert.

Die zweite Möglichkeit ist, die Schallwellen am Punkt der ersten Reflexion sofort abzufangen und entweder mittels eines Diffusors zu zerstreuen oder in einem Absorber zu ersticken. Dekorative Plattenabsorber an den Wänden verringern den Nachhall erheblich Schaumstoffabsorber eignen sich sehr gut dafür, weil man sie einfach an die Wand hängen kann. Die wohnraumtaugliche Variante ist ein Vorhang oder eine Pflanze.

Die Position des Absorbers ist entscheidend für die Wirksamkeit. Die genaue Position, an der die frühe Reflexion abgefangen werden muss, befindet sich an der Stelle an der Seitenwand, an die man einen Spiegel hängen müsste, um darin vom Hörplatz aus die Front der Lautsprecherbox zu sehen.

Frühe Reflexionen treten auch am Boden und der Decke auf. Legt daher möglichst einen dicken Teppich zwischen den Hörplatz und die Lautsprecher. Die genaue Position bestimmt Ihr ebenfalls mit der Spiegelmethode, aber diesmal würde der Spiegel auf dem Boden liegen. An der Decke wird es weitaus schwieriger, frühe Reflexionen abzufangen. Ein Deckensegel würde perfekt Abhilfe schaffen.


Im Grunde ist es also eigentlich gar nicht so schwer, den Nachhall zu reduzieren. Das Gute daran ist, dass man damit experimentieren kann, bis der Klang den persönlichen Wünschen entspricht.

Über Bert Kößler

Ein Kino in den eigenen vier Wänden fand ich schon immer spannend. Meine Leidenschaft gilt vor allem der Einrichtung, Steuerung und Automatisierung. Hier teile ich meine Erfahrungen mit Anfängern und Fortgeschrittenen, die mehr aus Ihrem Heimkino machen wollen.

13 Gedanken zu „Nachhall reduzieren – bessere Akustik im Heimkino

  1. Sehr geehrter Herr Kößler,

    mit großem Interesse habe ich Ihren sehr guten und informativen Artkel gelesen.
    Einzig bei der Lösung von Akustikproblemen möchte ich ergänzen, dass es hier seit relativ kurzer Zeit innovative, sehr leichte und sogar transparente Stoffe der Firma ■■■■■ ■■■■■■■ gibt, die sehr hohe Absorptionswerte haben, wie sie sonst nur schwere Stoffe aufweisen. Daher sind sie bestens dazu geeignet z.B. als ästhetisch sehr schöner Vorhang an Fensterfronten Schall zu absorbieren, ohne zu verdunkeln!!
    Vielleicht sehen Sie sich unsere Produkte einmal unter http://www.■■■■■■■■■.com an. Für weitere Informationen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen
    ■■■■ ■■■■■

    1. Vielen Dank für die feine Werbung. Hat leider nicht geklappt.

      Leichte und transparente (also dünne) Stoffe können aus Prinzip keine hohen Absorptionswerte haben. Selbst Molton absorbiert nur im Hochtonbereich. Absorption funktioniert nur über Masse. Es gibt keine magischen Stoffe, die die Physik überlisten.

      Leider gibt es viel zu viele Hersteller, die solche Gerüchte verbreiten — vermutlich weil dem Marketing keine echten Argumente für die Produkte einfallen.

  2. Hallo Bert,
    in meinem Heimkino zischt es bei einem gesprochenen „S“. Bei TV Ton extremer als bei einer Blueray. Im Direkt Modus lange nicht so stark wie diversen Upmixern.
    Ist dies ein Ansatz von Flatterechos, die ich wie von Dir beschrieben mit Breitbandabsorbern in den Griff bekommen würde? Mein Raum ist wohl noch zu schallhart? (kahl und große fenster)

    Beste Grüße, Dirk

    1. Hallo Dirk,

      das ist sehr wahrscheinlich ein Fall von frühen Reflexionen (was anderes als Flatterechos). Wahrscheinlich hast Du glatte Flächen sehr nah vor oder neben einigen der Lautsprecher. Ein beliebter Fehler ist, den Center direkt auf ein Möbelstück zu stellen und sehr weit hinter zu rücken.

      Absorber helfen höchstwahrscheinlich. Du kannst es vorab ausprobieren, indem Du je ein großes Kissen an einem der Reflexionspunkte platzierst.

  3. Hallo Bert, ich habe in meinem Fernsehraum den Nachhall mit Schaumstoffabsorber 10cm gedämpft laut Messung mit Carma komme ich bis ca. 250Hz auf 30ms . Jetzt hört sich der Center ( sprich Stimmen) leider sehr dumpf an. Die Effekte hingegen sind ganz klar erkennbar. Kann ich da etwas falsch gemacht haben?

    1. Hallo Joachim,

      das lässt sich nicht beantworten, wenn man den Raum und die Menge aller akustischen Maßnahmen nicht kennt. Grundsätzlich kann es schon sein, dass Du den Raum überdämpft hast. Wenn der Effekt nur beim Center auftritt, halte ich es aber eher für wahrscheinlich, dass dort etwas nicht stimmt. Vielleicht hat das Einmesssystem Mist gebaut und am Equalizer die Höhen zu stark abgesenkt?

  4. Hallo Bert,

    bevor ich mir jetzt teure Absorber kaufe, kann ich die Wirkung irgendwie billig simulieren? Ich denke z.B. an Eierkartons die ich provisorisch zum Testen aufhänge.

    1. Hallo Jens,

      Gegenfrage: bevor ich mir jetzt einen teuren Porsche kaufe, kann ich die Leistung irgendwie mit einem Polo simulieren?

      Ich denke, Du verstehst, worauf ich hinaus will? Mit Eierkartons kannst Du sowieso gar nichts machen. Das ist nur so eine Legende. Die eignen sich am besten um Eier zu verpacken. 😉

  5. Hallo Bert

    Ich möchte mein Büro in ein Homestudio umgestalten. Dabei stelle ich mir viele Fragen wie z.B. wo stelle ich meinen Tisch, Gitarrenverstärker, Monitore ect. am besten hin? Die Raumfläche beträgt 15 m2 und der Raum ist 5×3 Meter lang/breit. Die Tür ist in der Ecke und das Fenster auf einer Breite des Raumes platziert (andere Seite der Tür). Somit sollte ich die Breite benutzen und von dort aus beschallen? den Verstärker habe ich gleich beim Fenster platziert. Ich bezweifle ob das die idealste Lösung ist, aber eine andere Variante habe ich nicht, da ich noch andere Möbel drin stehen habe wie ein Bett (das Hilft wenigstens ein bisschen gegen das enorme Echo).

    Ich habe eine Skizze wo alles ersichtlich ist erstellt. Würde es Dir gerne zustellen aber leider gibts hier keine Optionen für Anhänge.

    Danke im Voraus & Gruss
    Roberto

    1. Hallo Roberto,

      Studio-Akustik ist ein ganz anderes Feld als Heimkino-Akustik. Zwar gelten die selben physikalischen Gesetze, aber Anforderungen und Ziel einer Akustikoptimierung laufen doch ziemlich weit auseinander. Daher kann ich Dir dazu keine brauchbaren Tipps geben, ohne einen großen Haufen Unwahrheiten zu verbreiten.

      Ich empfehle Dir stattdessen, das Standardwerk zu diesem Thema zu lesen: Studio Akustik von Andreas Friesecke

  6. Hallo Bert,

    auch ich plane mein Wohnzimmerkino jetzt akustisch zu verbessern. Zwar kann man ja alles schön vermessen, aber einen Hinweis, ob man besser zuerst an Decke/Boden anfängt oder an der Wand, habe ich noch nicht gefinden. Kannst Du da weiter helfen?

    Danke

    Daniel

    1. Hi Daniel,

      du fängst zuerst da an, wo der größte Effekt mit dem kleinsten Aufwand zu erreichen ist. Ob das jetzt ein Aufwand in Form von Arbeitsstunden oder Geld ist, bleibt dir überlassen.

      Bevorzugt bekämpft man immer primär die Erstreflexionen, weil hier der größte Effekt zu erzielen ist. Ob Wände, Decke oder Boden, entscheidet sich am besten anhand der aktuellen Beschaffenheit. Gibt es da zum Beispiel eine große Glasfront, hilft meistens nur ein dicker Vorhang. Ist der Boden Laminat oder Fliesen, sollte ein Teppich drauf. Was ist leichter und günstiger beschafft, Teppich oder Vorhang? Ein Deckensegel hingegen ist — je nach optischen Ansprüchen — relativ aufwendig umzusetzen, bringt dafür aber auch sehr viel und bedeutet keinen größeren Eingriff bzw. Einschränkungen bei der restlichen Raumgestaltung.

      Du musst also im Grunde nur alle Möglichkeiten auflisten und dann in die große Waagschale werfen. Im Idealfall bekommst Du so eine Priorisierung der möglichen Maßnahmen und fängst dann einfach vorne an.

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