Einführung in automatische Einmess-Systeme

AV-Receiver einmessen und Einstellungen optimieren

AV-Receiver sind in den letzten Jahren ziemlich intelligent geworden. Um Euch den bestmöglichen Klang zu bieten, analysieren sie die Aufstellung Eurer Lautsprecher und die Akustik Eures Raums. Dazu verwenden sie ein automatisches Einmesssystem. Ein Messmikrofon und ein wenig Mathematik genügen dem AV-Receiver, um den Klangeindruck nach dem Einmessen erheblich zu verbessern.

Grundvoraussetzung zum Einmessen der Lautsprecher: das Messmikrofon
Das Messmikrofon eines Yamaha-Receivers

Bei jeder Marke funktioniert das Einmessen etwas anders. Eine verlässliche, allgemeingültige Erklärung gibt es daher nicht. Vor dem Einmessen solltet Ihr deshalb immer die Bedienungsanleitung Eures Receivers lesen. Die nachfolgende Beschreibung dient Euch als Grundlagenwissen und als Gegenprüfung, ob Eure Vorgehensweise sinnvoll ist.

Ich setze voraus, dass Ihr

Die Aufstellung des Subwoofers ist aber ein Thema für sich. Wenn der Bass nach dem Einmessen nicht zufriedenstellend ist, prüft Ihr die Einstellungen des Subwoofers und die des AV-Receivers. Wenn das keine groben Fehler zutage fördert, könnt Ihr Euch Gedanken darüber machen, ob ein anderer Ort für den Subwoofer nicht besser geeignet wäre.

Den AV-Receiver einmessen lassen

Ich gehe davon aus, dass Ihr über einen Receiver mit Einmesssystem verfügt (wenn nicht, könnt Ihr unten weiterlesen, wo es darum geht, die Einstellungen manuell nachzubearbeiten). In der Produktbeschreibung oder Bedienungsanleitung solltet Ihr Informationen darüber finden. Das sicherste Erkennungsmerkmal ist es, wenn beim Receiver ein kleines Messmikrofon mitgeliefert wurde.

Das Messmikrofon

Allerdings ist ein Mikrofon nicht immer im Lieferumfang enthalten. Vor allem günstigere Modelle bieten manchmal nur die Anschlussmöglichkeit für ein Messmikrofon — das Mikrofon selbst kann Sonderzubehör sein. Es handelt sich dabei immer um einen separaten Anschluss, nicht um einen der typischen Cinch-Eingänge an der Rückseite.

Es gibt qualitativ deutlich bessere Messmikrofone, als diejenigen, die bei AV-Receivern mitgeliefert werden. In der Regel könnt Ihr aber nur das mitgelieferte Mikrofon verwenden. Selbst wenn die Anschlüsse kompatibel wären, so ist der Receiver immer noch auf sein Messmikrofon eingestellt. Ein anderes Mikrofon würde die Messwerte verfälschen und so zu falschen Einstellungen führen.

Das Messmikrofon bleibt nur so lange angeschlossen, bis das Einmessen beendet ist. Danach kann es im Schrank verschwinden, bis sich etwas wesentliches an Eurem Heimkino verändert: neue Lautsprecher, eine geänderte Aufstellung oder eine Verschiebung der Sitzplätze.

Ein-Punkt-Messung

Das Messmikrofon wird an der späteren Hörposition aufgestellt. Drei Dinge sind dabei wichtig:

  • Es muss sich halbwegs genau an der Position befinden, wo später Euer Kopf ist. Bedenkt dabei, dass sich manche Kinosessel nach hinten neigen, wenn tatsächlich jemand drin sitzt.
  • Das Mikrofon sollte möglichst waagrecht stehen — also nicht einfach nur mit dem Kabel über die Kopflehne gehängt.
  • Es sollte weder eine reflektierende noch eine absorbierende Oberfläche hinter oder unter sich haben. Also kein Brett, kein Karton aber auch kein Kissen.
Positionierung des Messmikrofons
Knifflige Positionierung des Messmikrofons mit Hilfe eines Kamera-Stativs. Im Hintergrund ein richtiges Mikrofon-Stativ (Galgen), das aber über ein anderes Gewinde verfügt. Es diente hier zur Markierung der Position des rechten Ohrs.

Die meisten Messmikrofone haben ein Gewinde, das auf Kamera-Stative passt. Damit könnt Ihr es sehr gut auf einem Kinosessel platzieren. Haltet dabei etwas Abstand von der Kopflehne.

Wenn der richtige Platz gefunden ist, kann die Messung beginnen. Geht dazu nach der Bedienungsanleitung vor.

Während der Messung geht Ihr entweder aus dem Raum oder setzt Euch zumindest irgendwo auf den Boden, am besten hinter der Sitzposition. Ihr dürft Euch nicht zwischen einem Lautsprecher und dem Mikrofon befinden, um die Raumakustik nicht zu sehr zu beeinflussen.

Was passiert beim Einmessen?

Ihr hört eine Reihe von Pfeiftönen aus jedem Lautsprecher, die ganz tief beginnen und immer höher werden. Der Receiver spielt damit das gesamte relevante Frequenzspektrum ab. Über das Messmikrofon nimmt er den Ton sofort wieder auf und vergleicht die Unterschiede zwischen dem gesendeten und empfangenen Signal.

Die Messungen verraten dem Receiver folgendes:

  • Anhand der Dauer, bis das Signal wieder empfangen wird, erkennt er, wie weit jeder Lautsprecher vom Hörplatz entfernt ist.
  • An der Lautstärke erkennt er, ob der Lautsprecher gegenüber den anderen um einige dB nach oben oder unten korrigiert werden muss.
  • Der Frequenzgang zeigt, welche Töne der Lautsprecher lauter oder leiser wiedergibt. Damit kann er dem internen Equalizer eine Korrektur-Kurve erstellen.
Yamaha YPAO Einstellungen
Das Menü zum Einmessen eines Yamaha-Receivers

Außerdem erkennt er daran, unterhalb welcher Frequenz der Lautsprecher nicht mehr kraftvoll genug spielt, und kann so die passende Trennfrequenz bestimmen, ab der später der Subwoofer übernehmen soll.

Einmessen an mehreren Punkten

Einige AV-Receiver bieten die Möglichkeit, Messungen an mehreren Punkten vorzunehmen. Zwischen den Messungen wird Euch der Receiver jeweils auffordern, dass Messmikrofon an die nächste Position zu versetzen.

Welche Plätze Ihr auswählt, entscheidet Ihr dabei anhand der Häufigkeit ihrer Nutzung. Der Platz, der am häufigsten genutzt wird, ist die erste Messposition. Der am zweithäufigsten genutzte Platz wird als zweites eingemessen usw. Ich gehe dabei davon aus, dass die Hauptposition in der Mitte ist. Je mehr Zuschauer hinzu kommen, desto mehr Plätze werden von innen nach außen belegt. Ihr messt also nicht von links nach rechts alle Plätze durch, sondern eher so:

  1. Mitte
  2. links von der Mitte
  3. rechts von der Mitte
  4. zwei links von der Mitte
  5. zwei rechts von der Mitte
  6. usw.

Der AV-Receiver wird aus den verschiedenen Messungen nach einem bestimmten Algorithmus einen Mittelwert berechnen und seine Einstellungen dahingehend anpassen. Die Abstände werden aber nur bei der ersten Messung ermittelt.

Messpunkte bei Mehrpunktmessungen
Allgemeine Reihenfolge der Messpunkte bei Mehrpunktmessungen

Das ganze ist der Versuch einer Optimierung für mehrere Sitzplätze. Ich bin diesbezüglich etwas skeptisch, weil die Optimierung der Einstellungen aus Prinzip nur für einen Sitzplatz möglich ist. Die zusätzlichen Messungen bewirken nur, dass der Receiver die für Platz 1 getroffenen Optimierungen wieder abschwächt, damit sich das an den anderen Plätzen nicht ganz so negativ auswirkt. Dabei geht aber das Optimum für die Hauptposition verloren. Im schlimmsten Fall entsteht ein sinnloses Chaos in den Einstellungen.

Ob Ihr an mehreren Punkten einmessen wollt, entscheidet Ihr am besten nach zwei Kriterien:

  1. Wird das Heimkino vorwiegend von einer Person genutzt oder von mehreren? Für 2 Plätze kann eine Mehrpunktmessung noch sinnvoll sein, ab 3 wird es zweifelhaft, ab 4 eigentlich sinnlos.
  2. Wie sehen die Einstellungen nach den Messungen aus? Heilloses Chaos? Nicht nachvollziehbare Werte? Dann lieber nur an einem Punkt messen.

Spezielle Vorgaben für mehrere Messpunkte

Einige Receiver bzw. Einmesssysteme machen spezielle Vorgaben für mehrere Messpunkte. Ein bekannter Vertreter dafür ist Audyssey, das in vielen Receivern von Denon enthalten ist. Hier gibt es das sogenannte „Schema 101“ bei dem sich die Messpunkte nicht nur an den Sitzplätzen orientieren.

Stattdessen wird an verschiedenen Punkten auf dem Hauptsitzplatz gemessen. Die Abstände zum ersten Messpunkt betragen nur wenige Zentimeter.

Messpunkte nach Audyssey Schema 101
Reihenfolge der Messpunkte nach Audyssey Schema 101
  1. exakte Sitzposition am Hauptsitzplatz
  2. wie 1, aber 8 cm nach vorne
  3. wie 1, aber 8 cm nach oben
  4. wie 1, aber 8 cm nach vorne und oben
  5. wie 1, aber 8 cm nach links
  6. wie 1, aber 8 cm nach rechts
  7. exakte Sitzposition am Sitzplatz links
  8. exakte Sitzposition am Sitzplatz rechts

Ziel dieser nah beieinander liegenden Messpunkte ist es, Ungenauigkeiten durch lokale Störungen zu beseitigen. Das gilt in erster Linie für Audyssey-Messungen, kann aber auch für andere Systeme gut funktionieren. Das Beispiel zeigt, dass eine allgemein gültige Aussage zur Verteilung der Messpunkte nicht möglich ist. Orientiert Euch daher unbedingt an den Vorgaben in der Bedienungsanleitung Eures Receivers.

Besonderheiten auf der Suche nach dem Messpunkt

Wenn Euer Hauptsitzplatz nicht exakt mittig zwischen den Lautsprechern ist, wirft das die Frage auf, ob man nicht lieber unabhängig von Sitzplätzen genau in der Mitte einmessen sollte. Dann hätte man immerhin symmetrische Einstellungen, was vielleicht für Platz 1 nicht ganz ideal ist, aber Platz 2 dafür nicht ganz so verschlechtert.

Wie Ihr den Hauptmesspunkt findet, beruht ein wenig auf der Nutzung des Heimkinos. Wenn Ihr und Eure Gäste ohnehin immer woanders sitzt oder ein genauer Sitzplatz gar nicht auszumachen ist (Sofa), ist es vielleicht wirklich am besten, im Mittelpunkt der Lautsprecheraufstellung zu messen. Die Entfernung zur Front sollte aber in jedem Fall der eines möglichen Sitzplatzes entsprechen.

In allen anderen Fällen ist es besser, auf dem primären Sitzplatz einzumessen — besonders dann, wenn Ihr das Heimkino überwiegend alleine nutzt. Gerade wenn der primäre Platz nicht genau in der Mitte ist, kommen dabei zwar asymmetrische Werte heraus, diese passen dafür aber perfekt für diesen einen Platz. Der Rest ist ohnehin leicht im Nachteil.

Bei mehreren Sitzreihen genügt es, nur für die Hauptreihe einzumessen (in der Regel die erste). Die hintere Reihe ist wegen der Nähe zur Rückwand im akustischen Sinne sowieso nicht ideal.

Einstellungen prüfen und korrigieren

Nachdem der AV-Receiver mit dem Einmessen fertig ist, könnt Ihr das Messmikrofon ausstecken und ganz tief im Schrank vergraben. Der Receiver wird Euch vielleicht noch verschiedene Klangeinstellungen zur Auswahl anbieten, die Namen wie „neutral“ oder „natürlich“ haben. Falls das der Fall ist, wählt Ihr zunächst die Standard-Einstellung oder das, was eben möglichst unverfälscht zu sein scheint.

Anschließend liegt es an Euch, alle Einstellungen zu prüfen. Nicht immer trifft der Receiver die richtigen Schlussfolgerungen aus seinen Messergebnissen — oder die Messung war ganz einfach ungenau.

Die folgenden Einstellungen könnt Ihr auch durchgehen, wenn der Receiver keine Möglichkeit zum Einmessen bietet und Ihr alles von Hand einstellen müsst.

Lautsprecher

Das Lautsprecher-Setup muss korrekt angezeigt werden. Beinahe jeder Receiver bietet heute eine grafische Darstellung eines virtuellen Raums mit Lautsprechern. Alle Lautsprecher, die Ihr angeschlossen habt, müssen darauf zu sehen sein. Oft wird diese Einstellung auch schon vor dem Einmessen getroffen.

Größe

Für alle Lautsprecher lässt sich die Größe in meist 2 Stufen auswählen: small und large bzw. klein und groß oder normal. Der Receiver erkennt anhand der Frequenz, die ein Lautsprecher noch ausreichend kräftig wiedergeben konnte, ob er als groß gelten kann.

Zumindest sollte das so sein. Hier zeigen sich gerne Fehlinterpretationen der Messungen. Die Empfehlung, wie man seine Lautsprecher einstellt, lautet aber ohnehin anders. Sofern Ihr einen Subwoofer angeschlossen habt, stellt Ihr alle Lautsprecher auf klein ein — auch dann, wenn es sich um große Standboxen handelt! Ohne Subwoofer sollten zumindest die Front-Lautsprecher groß sein.

Lautsprecher-Größe
Alle Lautsprecher wurden nachträglich manuell als „klein“ konfiguriert.

Es mag unsinnig erscheinen, sich Standboxen zu kaufen, diese dann aber als klein zu deklarieren. Ist es aber nicht. Der AV-Receiver wird so von den tiefsten Frequenzen entlastet — es bleibt mehr Power für die höheren Frequenzen. Der Subwoofer übernimmt den Rest. Das kann er sowieso viel besser und er bringt seinen eigenen Verstärker dafür mit. Zudem ist eine einzelne Bassquelle akustisch leichter in den Griff zu bekommen.

Ausnahmen von dieser Regel gibt es natürlich auch: Bei sehr kräftigen Standboxen, bei Verwendung einer separaten Endstufe oder bei häufiger Nutzung für Musik ist groß die bessere Einstellung. Sehr wahrscheinlich habt Ihr Euch dann aber schon mehr mit der Materie befasst und würdet es wissen, welche Einstellung angebracht ist.

Abstände

Durch die Verzögerung der beim Messmikrofon eintreffenden Signale kann der AV-Receiver den Abstand der Lautsprecher zum Mikrofon berechnen. Aus den Abständen berechnet er wiederum die notwendige Verzögerungszeit für den Kanal. Bei Receivern, die bis Anfang der 2000er Jahre gebaut wurden, musste man die Verzögerungszeit manuell einstellen, indem man den Abstand anhand der Schallgeschwindigeit in Millisekunden umrechnete. Das ist heute wesentlich einfacher.

Lautsprecher-Abstand
Man erkennt deutlich, dass das Messmikrofon etwas rechts der Mitte aufgestellt wurde.

Sinn des Abstands bzw. der Verzögerungszeit ist es, alle Lautsprecher virtuell auf einen imaginären Kreis um den Hörplatz zu bringen. Würden alle Lautsprecher im selben Moment einen Impuls abgeben, sollte dieser zur selben Zeit beim Hörer ankommen. Die Verzögerungszeiten gleichen somit unterschiedliche Abstände aus.

Sitzt man nur einen Platz weiter links oder rechts, verändern sich damit die Abstände zu allen Lautsprechern. Das beweist nur, dass eine Optimierung der Einstellungen nur für exakt eine Position im Raum möglich ist.

Lautstärke

Mit wachsender Entfernung des Lautsprechers sinkt auch dessen Lautstärke am Hörplatz. Hinzu kommt, dass unterschiedliche Bauarten und Elektronik der Lautsprecher zu starken Abweichungen bei der Lautstärke führen.

Diese Unterschiede gleicht der AV-Receiver aus, indem er jeden einzelnen Kanal um ein paar dB anhebt oder absenkt. Wie auch die Abstände, werden die Werte im Menü für jeden einzelnen Lautsprecher angezeigt und können nachträglich manuell angepasst werden.

Für die Überprüfung und manuelle Korrektur bietet der Receiver die Möglichkeit, einen Testton auszugeben, das sogenannte rosa Rauschen. Dabei rauscht es nacheinander in jedem Lautsprecher für ein paar Sekunden (oder so lange man will). Am Hörplatz sollte sich das Rauschen immer gleich laut anhören. Das ist zugleich die alte, manuelle Art, die richtigen Lautstärken zu ermitteln, die gerade für Einsteiger auch völlig ausreichend ist.

Pegelmessgerät

Besser geht es mit einem Pegelmessgerät, das die Lautstärke an einem bestimmten Punkt ziemlich genau misst. Unsere Ohren können uns täuschen. Mit einem Pegelmessgerät wird die Lautstärke unmissverständlich als Zahl in Dezibel angezeigt. Das Pegelmessgerät sollte einen A und C Filter haben, wobei Ihr den C-Filter verwendet.

Die Vorgehensweise ist im Grunde die selbe. Ihr lasst den Receiver das rosa Rauschen abspielen und messt die Lautstärke mit dem Pegelmessgerät am Hörplatz. Beim ersten Lautsprecher dreht Ihr den Lautstärkeregler so weit auf, dass das Pegelmessgerät einen Wert um die 70 dB anzeigt. Bei allen anderen Kanälen sollte dann der selbe Wert angezeigt werden — wenn nicht, korrigiert Ihr ihn im Setup des Receivers entsprechend. Achtet darauf, dass sich nichts zwischen dem Pegelmessgerät und dem aktuellen Lautsprecher befindet.

Lieber nach unten korrigieren, als nach oben
Lautsprecher-Pegel
Kein Wert, mit Ausnahme des Subwoofers, ist größer als 0.

Unabhängig davon, wie Ihr die Einstellungen vornehmt, solltet Ihr auf folgendes achten: Einzelne Lautsprecher sollten eher nach unten korrigiert werden, als nach oben. Ein Beispiel: Anstatt die Front bei 0 dB stehen zu lassen und den Center auf +2 dB zu erhöhen, solltet Ihr lieber den Center bei 0 dB belassen und die Front auf -2 dB absenken. Alle Werte sollten wenn möglich kleiner oder gleich 0 sein.

Das hat den Grund, dass die Erhöhung auf die aktuelle Lautstärke-Einstellung addiert wird und Ihr so bei hohen Lautstärken über das Maximum gelangen könnt. Das kann Clipping verursachen oder andere unschöne Effekte haben. Schäden an den Lautsprechern sind einer davon.

Equalizer

Viele AV-Receiver verfügen mittlerweile über einen eingebauten Equalizer, der für jeden Kanal separat eingestellt werden kann. Das ist der vierte Punkt, für den der Receiver die Messergebnisse verwendet.

Häufig werden Equalizer dafür missbraucht, den Klang in verschiedenen Frequenzbereichen etwas anzuheben, um gewisse Vorlieben zu unterstützen. Man kennt das von Musik-Playern wo es vordefinierte Equalizer-Einstellungen für Musik-Genres gibt. Dummerweise geht das genau entgegen dem Sinn eines Equalizers.

Der soll nämlich, wie der Name schon sagt, alle Frequenzen auf die gleiche Lautstärke bringen. Bedingt durch den Frequenzgang der Lautsprecher und die Raumakustik kommt nicht jede Frequenz gleich laut am Hörplatz an. Manche Lautsprecher tragen im Bass etwas zu dick auf, andere bei den Höhen — bei manchen Modellen ist der Frequenzgang eine totale Achterbahnfahrt. Aufgabe des Equalizers ist es, die zu leisen Frequenzen zu verstärken und die zu lauten Frequenzen abzuschwächen.

Durch das Einmessen weiß der Receiver, welche Frequenz wie laut ist. Dafür gibt er ja den Testton von ganz tief bis ganz hoch wieder. Er erstellt daraus eine Kurve, die genau entgegengesetzt wirkt. Der tatsächliche Frequenzgang in Eurem Raum wird so begradigt („equalized“).

Manuelle Eingriffe in den Frequenzgang

In vielen Fällen bietet es der Receiver an, in diese Kurve einzugreifen und sie nach eigenen Wünschen anzupassen. Das solltet Ihr nur machen, wenn Ihr halbwegs wisst, was Ihr da tut. Man kann sich den Klang damit ziemlich verbiegen.

Normalerweise sollte man Anpassungen nur unterstützt durch manuelle Messungen der Akustik vornehmen. Das wäre jetzt aber ein Kapitel für sich. Das Messmikrofon des Receivers ist dafür ungeeignet und es fehlt noch an anderem Equipment.

Was hingegen einigermaßen bedenkenlos möglich ist:

  • Ihr könnt die Equalizer-Einstellungen abschwächen, indem Ihr die Kurve etwas glatter macht. Das schadet erstmal nicht, wenn Euch die Einstellungen an manchen Stellen etwas überzogen erscheinen.
  • Ihr könnt den Equalizer komplett deaktivieren bzw. die Kurven komplett glatt ziehen. Das ist zwar nicht unbedingt eine Verbesserung, aber auch nicht anders, als hätte der Receiver gar keinen Equalizer an Bord.

Weiterhin bieten die meisten AV-Receiver einen Pure/Direct-Modus, mit dem alle diese Einstellungen vorübergehend umgangen werden. So verliert Ihr die Einstellungen nicht, könnt aber trotzdem hören, wie es gänzlich unverändert klingt.

Subwoofer

Für den Subwoofer gelten etwas andere Regeln. Die automatischen Einmesssysteme haben mit Subwoofern so ihre Probleme. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die mitgelieferten Messmikrofone nicht die besten sind. Insgesamt ist der Bass aber ein recht kritisches Feld, bei dem eher etwas Gefühl und Freude am Experimentieren gefragt ist.

Abstand

Auch für den Subwoofer wird ein Abstand eingestellt. Ziel ist es, seine Schallwellen mit denen der Front-Lautsprecher in Einklang zu bringen, damit es keine Auslöschungen gibt. Zwar sollten die anderen Lautsprecher auf klein eingestellt sein und deshalb nicht allzu tiefen Bass von sich geben, aber es kann trotzdem Überschneidungen im Bereich der Trennfrequenz und des LFE-Kanals geben.

Wahrscheinlich wird der durch das Einmesssystem ermittelte Abstand nicht stimmen oder sogar einen völlig utopischen Wert haben. Durch Raummoden wird der Bass sehr stark beeinflusst, so dass es nicht immer nachvollziehbar ist, was der Receiver da macht. Behaltet den Wert zunächst bei und testet das Ergebnis. Wenn der Bass nicht stimmt, könnt Ihr den Wert später immer noch korrigieren.

Achtet beim Einmessen übrigens auch darauf, dass der Phasenregler am Subwoofer auf 0° eingestellt ist. Abstand am Receiver und Phase am Subwoofer sind zwei Einstellungen, die am Ende die selbe Sache bewirken wollen.

Lautstärke

Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat der Receiver nach dem Einmessen die Lautstärke des Subwoofer-Ausgangs in eine Richtung an den Maximalwert gebracht, zum Beispiel auf -10 dB oder +10 dB. Das ist ein typisches Maximum für die Korrektur der einzelnen Kanäle. Weil der Subwoofer seinen eigenen Lautstärkeregler hat, war er während der Messung wahrscheinlich zu leise oder zu laut eingestellt. Der Bereich, in dem der Receiver den Kanal justieren kann, ist zu gering, und so stößt er direkt an eine Grenze.

Das ist leicht zu beheben, denn manuelle Einstellungen sind für den Subwoofer immer noch die besten. Stellt den Wert einfach auf 0 dB ein. Ihr könnt ihn auch ohne weiteres höher einstellen. Das hat gleich den Vorteil, dass der Subwoofer bei leisen Signalen etwas früher aus dem Standby erwacht.

Anschließend nehmt Ihr die restlichen Einstellungen direkt am Subwoofer vor.

Trennfrequenz

Einige Receiver ermitteln auch die optimale Trennfrequenz für den Tiefbass. Das ist die Frequenz, unterhalb der alle Signale der Hauptlautsprecher an den Subwoofer umgeleitet werden — zusätzlich zu den Signalen aus dem X.1-Kanal.

Der Receiver erkennt an den Messungen der Hauptlautsprecher, ab welcher Frequenz diese ihre volle Stärke entfalten. Knapp darüber sollte er die Trennfrequenz ansetzen. Das dürfte in der Regel zwischen 60 und 100 Hz sein. Bei sehr kleinen Lautsprechern kann die Trennfrequenz durchaus auch höher liegen. Die Einstellung wirkt sich nur auf Lautsprecher aus, die auf small eingestellt sind.

Wenn der Receiver die Einstellung nicht vorgenommen hat, stellt Ihr sie ggf. manuell ein. Für Eure Lautsprecher, insbesondere, wenn es ein komplettes Set ist, sollte es eine Empfehlung des Herstellers dafür geben. Wenn Ihr keine Informationen darüber finden könnt oder andere Zweifel habt, wählt 80 Hz als Trennfrequenz aus.


Die automatische Einmessung des AV-Receivers ist also eigentlich nicht so schwer. Vorteilhaft ist es dagegen, wenn man die Einstellungen, die damit beeinflusst werden, auch versteht. Manuelle Eingriffe werden dadurch erst richtig sinnvoll und ermöglichen es, noch mehr aus dem System herauszuholen. Denn so gut ein Einmesssystem auch ist, kann es ein wenig Verständnis für die Materie doch nicht ersetzen.

Die nächste Stufe ist dann, mit einem wirklich professionellen Messmikrofon den Raum und die Technik selbst zu vermessen. Das erlaubt noch mehr Kontrolle über die akustischen Gegebenheiten und ermöglicht eine wesentlich bessere Feinabstimmung. Leider ist dafür aber noch mehr Wissen und ein kleines zusätzliches Budget erforderlich. Daran solltet Ihr Euch machen, wenn Ihr die letzten 20 Prozent herauskitzeln wollt.

Über Bert Kößler

Ein Kino in den eigenen vier Wänden fand ich schon immer spannend. Meine Leidenschaft gilt vor allem der Einrichtung, Steuerung und Automatisierung. Hier teile ich meine Erfahrungen mit Anfängern und Fortgeschrittenen, die mehr aus Ihrem Heimkino machen wollen.

37 Gedanken zu „AV-Receiver einmessen und Einstellungen optimieren

  1. Guten Tag.

    Als erstes muss ich mich für die vielen und gut verständlichen Infos bedanken.
    Nun zu meine Frage.
    Welche Übergangsfrequenz würden Sie mir empfehlen?
    Mein Setup sieht wie folgt aus:
    Front Standboxen Frequenzgang 20-30000 Hz
    Rear Standboxen Frequenzgang 26-30000 Hz
    Center Frequenzgang 26-30000 Hz
    Alle Boxen auf „small“ und die Übergangsfrequenz auf 40 Hz
    Aktiv Sub – LPF des LFE auf 80 Hz

    Das ist das einzige was ich noch nicht so ganz herauslesen konnte.

    Gruß
    Daniel

    1. Hallo Daniel,

      40 Hz ist evtl. etwas niedrig gewählt. 60 oder 80 Hz spart die Ressourcen des Receivers und führt zu möglicherweise zu einer Verbesserung. Hauptsächlich hat das aber Auswirkungen auf bestimmte Details der Basswiedergabe. Das ließe sich aber nur messtechnisch ermitteln und feiner abstimmen. Ich würde mal zu 60 Hz tendieren und evtl. probieren, ob sich bei 80 Hz noch was tut.

      Den LPF am Subwoofer auf jeden Fall voll aufdrehen! Nicht bei 80 Hz stehen lassen!

      1. Danke für die Empfehlung, werde ich mal durchprobieren.

        Der Sub ist voll auf, die Einstellung im AVR hab ich auf 80Hz

        Mit freundlichen Grüßen
        Daniel

  2. Hallo Bert,

    ich bin trotz allem was ich bis jetzt hier so gelessen hab etwas verunsichert was meinen Crossover angeht.
    Habe ein Harman Kardon Heimkinosystem mit dem AVR 151s und den passenden Hkts5 lautsprechern zuhause stehen.
    Alle 5 SL haben einen Frequenzgang von
    45 Hz – 20 kHz(-6dB)
    HKTS 160 SUB
    beim Subwoofer ist bei 150 Hz Schluss.

    Mein bisheriges Setup ist wie folgt

    Alle 5 SL sind bei 60 Hz eingestellt und der SUB beginnt schon bei 80.
    Am Subwoofer selbst hab ich alles wie empfohlen eingestellt das müsste soweit passen.

    Ist das deiner Meinung so korrekt oder würdest du mir eine Veränderung empfehlen?

    Beste Grüße
    Rasim

    1. Grundsätzlich sollte das schon passen. Wo die perfekte Trennfrequenz liegt, lässt sich nur messtechnisch ganz exakt ermitteln. Ansonsten ist 80 Hz keine schlechte Wahl, bei ausreichend großen Lautsprechern schon auch mal 60 Hz, wenn sich dadurch keine hörbaren Nachteile ergeben.

  3. Hallo
    Du schreibst ja, man sollte alle Lautsprecher auf small stellen. Ich beabsichtige mir folgende Lautsprecher zu kaufen. nuLine 284 als Front, nuLine CS-174 als Center, nuLine 34 als Rear und die Rs-54 als Atmos Lautsprecher. Als Subwoofer käme der nuLine AW-600 in Frage. Nun zu meiner eigentlichen Frage. Wäre es nicht Verschwendung, die 284 und den CS-174 auf small zu stellen und alles dem subwoofer zu überlassen? Mein AV-Receiver ist übrigens ein Denon AVR-X4100W. Schon im Voraus ein herzliches Dankeschön für deine Antwort. Gruß Nils

    1. Hallo Nils,

      dazu kann man wirklich viel schreiben, weshalb ich mich oben eher kurz gefasst habe. Der Gedanke an „Verschwendung“ ist eine ganz normale Reaktion.

      Tatsächlich ist es natürlich erstrebenswert, große Lautsprecher auch wirklich so spielen zu lassen. Mit einem entsprechenden Verstärker spricht eigentlich auch gar nichts dagegen – wenn man mal nur die Leistung betrachtet.

      Das Problem ist aber die Raumakustik. Frequenzen unter 100 Hz sind sehr schwer in den Griff zu bekommen. Wenn die Schallquelle – also der Lautsprecher oder Subwoofer – zu nah an einer Wand oder sogar in einer Ecke steht, wird er ziemlich sicher ein starkes Dröhnen verursachen. Da man zwei Front-Lautsprecher hat, ist das noch schwieriger in den Griff zu bekommen. Hinzu kommt ein Subwoofer (oder mehrere) der möglicherweise ganz woanders im Raum steht. Na, und wahrscheinlich stehen auch Deine Standlautsprecher ziemlich nah an einer Wand oder Ecke, richtig?

      Deshalb nimmt man den kritischen Bass weg von den Hauptlautsprechern und übergibt alles an den Subwoofer. Der kann als einzige Bassquelle dort aufgestellt werden, wo er das wenigste Dröhnen produziert.

      Die Hauptlautsprecher auf large zu stellen ist nur dann sinnvoll, wenn man einen sehr großen Raum hat und sie weit weg von allen Wänden hinstellen kann.

  4. Hallo
    Mich würde noch zusätzlich interessieren, wie ich bei der Einmessung vorgehe,
    wenn der Sub (Velodyne SPL-1000 Ultra) ein eigenes Einmesssystem mitbringt.
    Sollte ich den Sub zuerst einmessen (Crossoverfrequenz auch auf max. ?, Volumen auf 50% ?) und dann die Geamtanlage (incl. des bereits eingemessenen Subs) am AVR einmessen ?
    für die Antwort danke vorab
    Joachim

    1. Hallo Joachim,

      das ist ein seltener Sonderfall. In erster Linie müsste doch in der Anleitung des Subwoofers etwas dazu stehen, oder?

      Ansonsten stellst Du ganz normal die Trennfrequenz am AVR auf 80 Hz, den Abstand auf den Minimalen Wert und die Lautstärke auf 0 dB. Und dann lässt Du den Subwoofer einfach machen. Das sollte hinhauen.

    1. Tendenziell sollte man spezielle Klangverbesserer eher aus lassen, wenn man gerne das hört, was wirklich abgemischt wurde. Aber wenn es Dir so besser gefällt, spricht ja nichts dagegen.

      Bevor Du Dich dann aber in irgend einem Forum über komischen Sound beklagst, solltest Du es ausschalten. 😉

  5. Muss man immer das Messmikro nehmen, dass beim Receiver beiliegt oder kann man auch ein höherwertiges verwenden?

    Oder geht das nicht, weil der Receiver nur mit der Charakteristik rechnet, die er von „seinem Mikro“ kennt?

    1. Der AVR arbeitet nur mit seinem Mikrofon zusammen, aus eben diesem Grund.

      Ein höherwertiges ist hingegen zwingend erforderlich, wenn man sich den Aufwand der manuellen Messung machen will. Das eröffnet ja aber auch eine ganz neue Welt.

  6. Hallo
    Mein System (3.1) besteht aus
    Canton Ergo 690 DC Standboxen Bi amp angeschlossen
    Center Ergo 655 Center
    Canton Sup 80
    Marantz 6011

    so jetzt zum Problem
    bei einmessen zeigt mir die Einmessautomatik immer an das die Phasen vertausch sind bei den Standboxen habe jetzt schon alles probiert aber er zeigt immer den Fehler an hatte vorher
    denn 5006 mit den gleichen boxen da war das Problem nicht muss man das hinnehmen?

    1. Hallo Martin,

      dieses Problem tritt bei manchen Receivern gerne mal auf. Marantz ist da soweit ich weiß öfter dabei. Im Grunde kannst Du es ignorieren — vorausgesetzt Du bist Dir 100%ig sicher, dass alle Kabel richtig herum angeschlossen sind (ist ja bei manchen Lautsprecherkabeln nicht so leicht zu erkennen).

      Testweise kannst Du sie ja auch mal verpolen und schauen, was er dann sagt. Teste es aber vorher und nachher mit etwas Musik, die Du gut kennst. Wenn die Lautsprecherkabel tatsächlich verpolt sind, hört man das eigentlich ziemlich leicht raus (bei Bi-Amping möglicherweise etwas schwieriger).

  7. Sollte man den Frequenzgang komplett vom AVR korrigieren lassen oder den Hochtonbereich nicht? Und wo sollte man die Grenze setzen?

    Bei Audysess kann man über die EQ App ja z.B. jetzt den Bereich einstellen, wo Audysess eingreift und wo nicht.

    1. Grundsätzlich kannst Du ihn alles machen lassen. Manuelle Eingriffe sind für die Anwender, die etwas bestimmtes erreichen wollen. Da weiß man dann aber in der Regel, was man tut. Wenn Du Dich länger mit der Materie beschäftigst, bekommst Du mit der Zeit das Gespür dafür.

      1. Also lieber komplett lassen? Man hört ja viel, dass einige nur bis 500Hz bis 1000 Hz eingreifen lassen, und drüber nicht mehr und es so lassen, wie es ist.

  8. Hallo Bert,

    recht lieben Dank für die Mühe, die Du Dir mit diesem Artikel gemacht hast. Alles in allem ein sehr schlüssiger Überblick, der wirklich weiterhilft.

    Meinen Denon AVR-4100W habe ich bisher im 5.1-Setup betrieben. Front KEF iQ70, Center KEF iQ60, Surround L/R KEF iQ10, Sub Klipsch SW-110.

    Abgesehen von einer neuen Audyssey-Einmessung habe ich die Frontlautsprecher nun per Bi-Amp angeschlossen und bin begeistert. Die stromhungrigen Brüllsäulen klingen nun noch lebhafter, insbesondere der Bassbereich profitiert von dem zusätzlichen Strom. Der auf meinem Parkett ziemlich dröhnende Sub kann nun weg, hab das Setup auf 5.0 umgestellt und bin zufrieden.

    Mit Deinen Angaben konnte ich die Einmessung noch „feintunen“, was auch nötig war. Der Hörraum quadratisch, aber nach links ganz offen, weil sich dort das Esszimmer anschließt. Anscheinend wurde Audyssey dadurch etwas verwirrt. Die manuelle Pegeleinstellung bei 70dB war da sehr hilfreich, Danke!

    Viele Grüße von hier nach da!
    Andy

  9. Hallo Bert,
    Ich besitze seit kurzem das HT-S9800THX von Onky. Ein 7.1 Kanal System.
    Habe mit dem Einmessen so meine Probleme.
    1.Wie weit sollte der Regler am Sub aufgedreht sein? Eher wenig oder voll? Es gibt laut Beschreibung eine THX Markierung, so auf 10.00 Uhr. Dort sollte der Zeiger wohl drauf stehen. Ist das korrekt? Und am Receiver? Wenn ich einmesse überschreibt er doch alles was vorher gespeichert war oder? Oder vor der Messung einstellen auf 0 beim Pegel?
    2. Während der Messung wird man gefragt ob alle Boxen gleich groß seien oder ob Frontspeaker größer sein, auswählen eine Option. Die Frontspeaker sind vom Volumen etwas größer, aber nicht von Watt oder Ohm,Frequenzgang oder Übergangsfrequenz alles gleich.Empfindlichkeit unterscheidet sich 81db zu 81 db naja und Volumen.Auswählen alle Boxen gleich? hab gelesen das wäre besser für den Sub.Und den Sub nicht direkt in eine Zimmer Ecke? Und zuletzt..lege ich vor der Messung die Entfernung fest zu den Boxen oder macht das das Mikro?
    Vielen dank, lg Andreas

    1. Hallo Andreas,

      1) Wenn der AVR nach dem Einmessen eine extreme Korrektur für den Subwoofer anzeigt, zum Beispiel -10 dB, dann war er zu laut aufgedreht (oder zu leise bei einem positiven Wert). Der AVR wollte das dann korrigieren und ist an sein Maximim gegangen. Dann korrigiertst du am Subwoofer entsprechend und misst nochmal ein. Wenn die Abweichung im Rahmen bleibt, kannst du sie so lassen — oder sie auf 0 oder in den Plusbereich korrigieren. Letztendlich stellst du die gewünschte (und geduldete) Lautstärke über viele Filme hinweg am Subwoofer ein.

      2) Du stellst alle Boxen auf klein, egal wie „groß“ sie sind.

  10. Ich hatte Sie schon einmal angeschrieben, wegen dem Pioneer LC LX 801 und der nuVero Serie, Sie hatten mir geraten den Pioneer in den Werkszustand zu versetzten. Dies habe ich auch gemacht, und alles neu getestet, habe alle Lautsprecher auf klein eingestellt so wie es Sie beschrieben haben.
    Das Ergebnis ist, das MCAC hat aus allen Lautsprecher große gemacht außer die Deckenlautsprecher die blieben klein. Der Subwoofer wurde diesmal auf die Richtige Meterzahl eingestellt und auf 80 Hz und die Lautstärke auf 9:00 Uhr und – 15 db sowie alle anderen in -db zwischen 8 – 14 db. Warum hat er aus den 4 kleinen nuVero 50 große Lautsprecher gemacht, ich verstehe diese Logik nicht. Aber ich finde es hört sich noch nicht so berauschen an.

      1. So, habe seid heute Morgen (8 Uhr) ca. 17 Messungen gemacht, und man kann zum Mörder werden. Erst bellen die Hunde, dann der Nachbar, dann das Telefon ob ich eine Zeitung kaufen will oder die Post hatte heute alles da was ich nicht gebraucht habe. Die letzte Messung ist gut geworden 2 große Lautsprecher nuVero 110 sowie der Center nuVero 70, Subwoofer AW 1600 bei 80 Hz, und die 4 kleinen nuVero 50 sind auch klein geblieben genauso wie die Deckenlautsprecher. Nun kann ich morgen in RUHE die Feinheiten angehen. Ich hoffe auf Erfolg, und möchte mich sehr bei Ihnen bedanken für Ihre gute Webseite und Ihrer Hilfe.
        Ich wünsche Ihnen schon mal Schöne Weihnachten!

  11. Sehr schöner Artikel 🙂 was mich nun zu einer Frage bringt bzgl der Crossover nach 10 Messungen bei mir.

    Front : RP 260F. 34Hz +-3db
    Center : RP 440C. 59Hz +-3db
    Rear : RP 240S. 62Hz +-3db
    Sub : RP SW115. 18Hz +-3db

    Jede Messung ergab folgende, Front Center und Rear Abstände perfekt ( nachgemessen) den subwoofer Stellt er nur auf 0,03m (hmm?) die Crossover Front 50Hz, Center 50Hz ( hier macht mir Sorge das er immer unter den +-3db einstellt. Kann ich dadurch die Box beschädigen?) die Rear stellt er 100Hz ein. Nach 10 Messungen ist er davon nie abgewichen. Würde mich sehr darüber freuen eine Meinung eines erfahrenen Manns dazu zu erhalten. Lieben Gruß

    1. Du kannst sie im Prinzip einfach alle auf 80 Hz stellen. Die Front kommt zwar weiter runter, aber damit handelst Du Dir höchstwahrscheinlich nur Probleme durch zu viele Tiefbass-Quellen ein und verbrätst unnötig viel Leistung vom AVR.

  12. Warum kann ich eigentlich in meinem Receiver (Denon X3400) auch eine Trennfrequenz der auf „groß“ gesetzten Frontlautsprecher definieren (z.B. 80 Hz) wenn da doch angeblich immer der gesamte Frequenzbereich wiedergegeben wird ? Oder ist Audyssey XT32 hier flexibel und lässt eine Trennfequenz auch bei großen Lautsprechern zu ?

  13. Hallo, danke für die Webseite. Hier kann man viel lernen. Eine Frage was ist die Mittenbereich-Kompensation? Wenn ich diese ausschalte, würde Klang heller oder problematisch Spitzer?

    1. Hallo Jens,

      das ist eine Eigenheit von Audyssey, die den etwas kritischen Übergang zwischen Hochtöner und Mitteltöner verbessern soll. Hier wird es ganz gut erklärt. Ich habe das selbst noch nicht testen können, halte sowas aber für eine Aufgabe, die eigentlich die Weiche im Lautsprecher erledigen sollte.

      Wie sich das wirklich äußert, hängt rein von Deinen Lautsprechern ab. Am besten testest Du es anhand eines Films mit vielen Gesprächen und wählst dann die Option, die Dir besser gefällt. Vielleicht hörst Du auch gar keinen Unterschied.

      1. Danke für die schnelle Antwort. Eine Frage noch. Was muss man tun oder kaufen, damit man einem Livekonzert nahe kommt. Also so gemeint. Live klingen Instrumente immer sehr luftig, bei der IFA habe ich das in einem Vorführkino auch schon erlebt. Der Klavierspieler Sachs vor mir. Zu Hause klingt es schon gut, aber genau diese Leichtigkeit oder das Luftige ist nicht zu erreichen. Ich hoffe du weist was ich meine. Vor allem bei Blu Rays erwarte ich dies. Ach ja, meine Anlage besteht aus einem Denon X4300 und Nubert Lautsprecher , 5.1.4. ich weis das es schwierig wird mir da zu helfen. Aber vielleicht kann ich über die Audessey APP , Equalizer mäßig es so einstellen kann, das es dem nahe kommt. Auf was müsste ich da achten.

          1. Danke für deine Antwort. Mit der Raumakustik habe ich zu kämpfen. Meine Frau spielt bei vielen Dingen nicht mit. Wir haben einen sehr halligen Raum. Die beiden anderen Dinge stimmen soweit. (Lautsprecher u Quellmaterial ). Danke nochmal ich versuche noch einiges in der Raumakustik zu tun. Wie erwähnt, ist schwierig.

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