Subwoofer-Einstellungen verstehen und optimieren

Zwei der drei typischen Subwoofer-Einstellungen: Lautstärke und TrennfrequenzDer Subwoofer ist die besondere Art Lautsprecher. Nicht nur, weil er nur besonders tiefe Töne wiedergeben kann, sondern auch, weil seine ganz eigenen Einstellmöglichkeiten mitbringt. Zudem zeigt der Tiefe Frequenzbereich andere Auswirkungen bei der Ausbreitung und Wahrnehmung des Schalls. Das freut auch die Nachbarn.

Man unterscheidet zwischen aktiven und passiven Subwoofern. Aktive Subwoofer benötigen eine separate Stromversorgung und bringen ihren eigenen Verstärker mit. Passive Subwoofer sind wie ganz normale Lautsprecher — sie werden mit einem Lautsprecherkabel angeschlossen und benötigen einen externen Verstärker. Da passive Subwoofer im Heimkino eher selten anzutreffen sind, bezieht sich dieser Artikel nur auf die aktive Variante.

Drei wesentliche Einstellmöglichkeiten bieten Subwoofer in der Regel an:

  • Lautstärke
  • Trennfrequenz
  • Phase

Wenn der passende Ort zur Aufstellung gefunden wurde, kann an diesen Stellschrauben gedreht werden, um Klang und Verhalten zu optimieren.

Lautstärke

Obwohl diese Funktion selbsterklärend ist, stellt sich doch die Frage, was die richtige Lautstärke für den Subwoofer ist. Die meisten Mehrkanal-Verstärker bieten eine automatische Einmessfunktion oder zumindest einen Testton, mit dem man durch Rauschen die Lautstärke aller Lautsprecher aufeinander abstimmen kann. Der Subwoofer bleibt hier außen vor, weil er kein Rauschen wiedergeben kann. Stattdessen wird ein dumpfes Grummeln produziert, das keinen brauchbaren Vergleich mit dem Pegel des Rauschens zulässt. Auch automatische Einmesssysteme versagen hier meistens.

Tatsächlich stellt man den Subwoofer am besten manuell ein: nach dem eigenen Hörempfinden. Je nach Raum wird eine andere Lautstärke zu unschönem Dröhnen führen. Wenn es häufig unangenehm dröhnt, ist der Subwoofer zu laut.

Unabhängig davon, was die geeignete Lautstärke ist, gibt es folgendes zu bedenken:

  • Für manche Quellen muss man die Lautstärke erhöhen oder verringern, weil sie mit zu viel oder zu wenig Bass abgemischt sind. Es wäre schön, wenn man danach seine Standardeinstellung leicht wieder findet.
  • Wenn der Subwoofer eine Auto-Power-Funktion hat und man diese nutzen will, darf das Signal nicht zu schwach sein, damit er frühzeitig anspringt und sich nicht so schnell abschaltet. Auto-Power ist ein Modus, bei dem sich der Subwoofer automatisch einschaltet, wenn er ein Signal erhält, und wieder in Stand-By geht, wenn er längere Zeit nichts zu tun bekommt.

Ich verfahre bei der Einrichtung einer Anlage ungefähr nach der folgenden Vorgehensweise:

  1. Einstellung für den Subwoofer am AV-Receiver auf 0 dB stellen, eventuell auch gleich mehr. Keinesfalls weniger, weil das Signal sonst reduziert wird.
  2. Am Subwoofer die gewünschte Lautstärke einstellen. In den meisten Fällen dürfte der Regler nicht allzu weit aufgedreht werden, weil das Signal schon recht laut ist.
  3. Eine gut zu merkende Position für den Regler suchen — in der Nähe der gefundenen Einstellung. Das könnte die 9-Uhr- oder 12-Uhr-Position sein oder ein Punkt auf der Skala.
  4. Vom Hörplatz aus die Feineinstellung über den AV-Receiver vornehmen. Die Angabe zur dB-Korrektur sollte sich dabei weiterhin im positiven Bereich befinden.

Auf diese Weise hat man ein starkes Signal zum eher leise eingestellten Subwoofer, was eventuellen Störeinflüssen bei der Übertragung von vorneherein entgegen wirkt. Die Auto-Power-Funktion sollte beim kleinsten Geräusch anspringen und den Subwoofer lange aktiv halten. Die Lautstärke kann man am Subwoofer problemlos verstellen, um Musik oder Spiele mit mehr oder weniger Bass zu genießen, denn man findet seine markierte bzw. leicht zu merkende Standard-Einstellung schnell wieder.

Mit einer ordentlichen Action-Szene eines Films wird dann weiter getestet, ob es zu laut oder zu leise ist. Die weitere Feineinstellung ergibt sich im Laufe der Zeit mit Filmen und wird am AV-Receiver vorgenommen. Ein Film alleine sagt nicht genug aus, weil er zu laut oder zu leise abgemischt sein könnte. Ideal ist auch ein Film, den man sehr gut kennt und weiß, wie er klingen müsste. Wichtig ist dabei auch, bei der bevorzugten Film-Lautstärke zu testen, die man am besten zuvor anhand der Sprache herausgefunden hat.

Trennfrequenz

Wie auch bei der Lautstärke gibt es zwei Stellen, an denen man eine Trennfrequenz einstellen kann: Am Subwoofer selbst und am AV-Receiver. Das kann reichlich verwirrend sein, insbesondere wenn ich noch hinzufügen, dass es ebenso zwei Arten von Signalen gibt, die ein Subwoofer wiedergeben muss:

  • Der LFE-Kanal (Low Frequency Effects) aus einer Mehrkanal-Tonspur, wie er in nahezu allen Filmen und bei Mehrkanal-Musik vorkommt. Praktisch das .1 in 5.1. Darin sind Frequenzen von ganz unten herauf bis mindestens 100 Hz enthalten.
  • Anteile der Hauptkanäle, die unterhalb einer bestimmten Frequenz liegen. Wenn man im Setup des AV-Receivers einige oder alle Lautsprecher auf small bzw. klein einstellt, entfernt der Receiver alle Schallanteile unterhalb einer bestimmten Frequenz aus diesen Hauptkanälen und leitet sie an den Subwoofer weiter.

Das ist eine sehr gute Funktion, weil kleinere Lautsprecher keinen extremen Tiefbass wiedergeben können. Selbst wenn der Hersteller angibt, dass sie bis 20 Hz hinunter spielen können, schaffen sie das nicht mit dem nötigen Druck und schon gar nicht mit dem Pegel, den man im Heimkino üblicherweise haben will.

Hier haben wir die erste Trennfrequenz, die sich am AV-Receiver einstellen lässt. Die übliche Voreinstellung und Empfehlung von Dolby und THX ist 80 Hz. Welche Frequenz man tatsächlich einstellt, hängt davon ab, bei welcher Frequenz die Lautsprecher anfangen zu schwächeln. Als Daumenregel gilt: je kleiner die Lautsprecher, desto höher muss die Trennfrequenz eingestellt werden. Genauen Aufschluss gibt nur eine Messung des Frequenzspektrums. Aber Vorsicht: stellt man sie zu hoch ein, läuft man Gefahr, dass tiefe Stimmen über den Subwoofer wiedergegeben werden, was zu einem sehr unharmonischen Klang führt. Deshalb empfehle ich, die Trennfrequenz am AV-Receiver keinesfalls höher als 120 Hz einzustellen.

Aber wozu gibt es nun noch am Subwoofer einen Regler für die Trennfrequenz? Der Receiver scheint doch schon alles richtig zu trennen.

Ganz einfach: Einen Subwoofer kann man nicht nur so anschließen, dass er den Tiefton eines Mehrkanal-Receivers wiedergibt. Er lässt sich auch in ein klassisches Stereo-Setup einbinden. Dort bekommt er ein normales Stereo-Signal mit dem vollen Frequenzspektrum. Damit er davon keine zu hohen Frequenzen wiedergibt, kann die Frequenz am Subwoofer ebenfalls eingestellt werden. Genau genommen handelt es sich dabei also nicht um eine Trennfrequenz, sondern um einen Tiefpass-Filter. Alles oberhalb der eingestellten Frequenz wird herausgefiltert.

Ist der Subwoofer in ein Mehrkanal-System eingebunden, muss dieser Regler voll aufgedreht werden. Stellt man ihn auf die Trennfrequenz des AV-Receivers ein, also zum Beispiel 80 Hz, fehlen Teile des Klangs. Wie ich eingangs erwähnte, werden nicht nur die Bass-Anteile unterhalb der Trennfrequenz aus den Hauptkanälen an den Subwoofer geleitet, sondern auch der separate LFE-Kanal. Und der kann wie gesagt auch Signale bis 100 Hz oder höher enthalten. Man würde sich alle Effekte oberhalb 80 Hz abschneiden.

Phase

Die Phase ist die wohl komplexeste Einstellung am Subwoofer, wenngleich auch diejenige, die man zuerst mal vernachlässigen kann. Meistens gibt es dafür einen Drehregler mit einem Einstellbereich von 0 bis 180 Grad. Einige Modelle bieten nur einen Schalter, um zwischen 0 und 180 Grad wechseln zu können — das hat aber nur in einigen Fällen einen Nutzen.

Eine Verschiebung der Phase um 180 Grad bedeutet die Verschiebung einer Schallwelle um eine halbe Wellenlänge. Wenn man sich eine Schallwelle als Sinuskurve vorstellt, so wird diese auf ihrer Achse nach hinten verschoben. Eine Verschiebung um 180 Grad kommt einer Spiegelung der Welle auf ihrer Achse gleich. Letzten Endes handelt es sich mehr oder weniger um eine Zeitverzögerung der Schallwelle um bis zu einer halben Wellenlänge. Da die Wellen im Bassbereich mehrere Meter lang sein können, bedeutet eine Phasenverschiebung von wenigen Grad bereits einen Ausgleich von einigen Zentimetern bzw. eine Verzögerung um einige Millisekunden.

Interessant ist die Einstellung der Phase, wenn der Subwoofer nicht halbwegs im gleichen Abstand zum Hörer mit den anderen Lautsprechern an der Front steht und der Bass sowohl vom Subwoofer als auch von den Haupt-Lautsprechern wiedergegeben wird. In diesem Fall kann es durch die unterschiedlichen Quellen der selben Frequenzen nämlich zu Auslöschung im Bass kommen, weil sich die Wellen praktisch gegenseitig neutralisieren. Mit dem Phase-Regler kann man es schaffen, die Schallwellen aus verschiedenen Quellen aneinander anzugleichen.

Dazu liegt es zunächst nahe, die exakte Einstellung anhand von Abständen, Wellenlängen und physikalischen Gegebenheiten im Raum zu berechnen. Von dem dafür erforderlichen Aufwand und dem nötigen Verständnis abgesehen ist das aber gar nicht notwendig. Sämtliche Details, die der Raum zu bieten hat — jeder kleine Winkel und jeder Zentimeter, den das Sofa verschoben wird — ändern die akustischen Gegebenheiten so, dass das Ergebnis völlig unvorhersehbar ausfällt. Jede noch so genaue Berechnung ist überflüssig, weil sie in der Realität einfach nicht aufgeht.

Aus diesem Grund empfiehlt auch Günther Nubert in einem Forenbeitrag, dass die Phase am besten nach Gehör eingestellt wird. Das muss vom Hörplatz aus erfolgen, weshalb man am besten einem Gehilfen das Drehen am Regler überlässt.

Wenn der Bass also zu dünn oder zu aufgedickt wirkt — etwa so wie bei den berüchtigten Raummoden, nur in einem breiteren Frequenzbereich — lohnt es sich möglicherweise, die Phase zu verstellen. Wunder sollte man davon aber definitiv keine erwarten. Wer sich nicht sicher ist, was er tut, lässt den Regler einfach bei 0 Grad stehen und ist damit auch nicht schlecht bedient.

Wenn der AV-Receiver die Möglichkeit bietet, eine Verzögerungszeit bzw. den Abstand zum Hörplatz nicht nur für die Hauptlautsprecher sondern auch für den Subwoofer einzustellen, hat das einen sehr ähnlichen Effekt. Man sollte dann die Abstände der Front-Lautsprecher und des Subwoofers sehr genau ausmessen und einstellen und die Phase erstmal bei 0° stehen lassen. Trotzdem ist Ausprobieren immer noch der beste Weg, die richtige Einstellung zu finden.

Dabei solltet Ihr auch darauf achten, den Subwoofer richtig anzuschließen, nämlich mit einem Mono-Kabel oder einem Y-Kabelkeinesfalls aber an mehrere Ausgänge des AV-Receivers.


Ihr habt noch Fragen?

Manchmal kommt man um individuelle Hilfe einfach nicht herum. Wenn Ihr eine Frage zu Eurem Subwoofer habt, die zu komplex für eine einfache Antwort in den Kommentaren ist, schreibt mir einfach eine E-Mail.

Eure E-Mail sollte enthalten:

  • Hersteller und Modell des Subwoofers
  • wenn möglich ein Foto des Anschlusspanels
  • Eure konkreten Fragen

Über Bert Kößler

Ein Kino in den eigenen vier Wänden fand ich schon immer spannend. Meine Leidenschaft gilt vor allem der Einrichtung, Steuerung und Automatisierung. Hier teile ich meine Erfahrungen mit Anfängern und Fortgeschrittenen, die mehr aus Ihrem Heimkino machen wollen.

98 Gedanken zu „Subwoofer-Einstellungen verstehen und optimieren

  1. Hallo guten Morgen ich habe meine 5.1 Anlage eingemessen mit Onkyo Audysses Xt 32. Jetzt meine Frage kann ich die Einstellungen so große Frontlautsprecher Canton Vento 40Hz Center Canton Vento auch groß 50Hz und die Rears auch Canton Vento 70Hz und Subwoofer bei 80Hz oder soll ich auf 120 Hz regeln?

    1. Hi Roland,

      die untere Hertz-Grenze bei Lautsprechern wird üblicherweise mit dem Vermerk „-3 dB“ angegeben, was bedeutet, dass das Signal bei der angegebenen Frequenz um 3 dB abgefallen ist. Unterhalb der Frequenz fällt es stärker und schneller ab und wird schließlich gar nicht mehr wiedergegeben. Das heißt auch, die volle Leistung haben deine Frontlautsprecher eher so ab 43 Hz aufwärts, die Rears frühestens ab 73 Hz. So ganz exakt könnte man das nur mit einer Messung ermitteln.

      Das bedeutet aber auch, dass eine Trennung bei 80 Hz ausreichen müsste. Ob du erst bei 120 Hz trennst oder irgendwo dazwischen, ist dann nur noch eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich würde persönlich nicht über 100 Hz gehen, weil es sonst schnell in den Bereich geht, wo man den Subwoofer orten kann.

      Das alles hat aber ohnehin keine Bedeutung, wenn du die Lautsprecher alle auf „groß“ bzw. „large“ eingestellt hast. Denn dann werden deren tiefe Klanganteile ohnehin nicht an der Trennfrequenz herausgefiltert und an den Subwoofer geleitet, sondern bleiben bei den Lautsprechern. Denn mit der Einstellung „groß“ hast du ja angegeben, dass die Lautsprecher in der Lage sind, alle Frequenzen bis ganz nach unten wiederzugeben. Das trifft bei dir aber nicht zu, da unterhalb von 70 Hz (bzw. 50 und 40 Hz) noch einiges kommen kann. Daher solltst du die Lautsprecher auf „klein“ bzw. „small“ stellen. Dann kommt auch die Trennfrequenz zum Tragen. Alles unterhalb von 80 Hz aus allen Kanälen wird dann auf den Subwoofer umgeleitet, der in der Lage ist, das wiederzugeben.

      Darüber hinaus haben einige Verstärker eine Funktion, die bei „kleinen“ Lautsprechern zwar alles unterhalb der Trennfrequenz an den Subwoofer leiten (damit es auch wirklich wiedergegeben wird), aber diese Anteile trotzdem zusätzlich an die Lautsprecher schicken, sie ihnen also nicht vorenthalten. Ich weiß nicht, ob es das bei Onkyo gibt und wie es da ggfl. heißen würde — bei Yamaha nennt sich das „Extra Bass“. Schau mal in die Anleitung. Das muss man ausprobieren, ob es etwas bringt. Ich habe dadurch einen deutlich gleichmäßigeren Bass erreicht, weil viele Frequenzen unter 80 Hz nicht nur vom Subwoofer kommen (was aufgrund dieser Ein-Punkt-Quelle zu stärkeren Raummoden führt) sondern auch von der Front oder von hinten. Es kann aber genauso gut nach hinten losgehen.

      Deshalb: viel Spaß beim ausprobieren!

      Grüße
      Bert

      1. Also ehrlich das nenne ich mal eine Erklärung die selbst ich verstehe.
        Und ich habe jetzt nicht erst gestern eine 5.1 Anlage.
        Trotzdem ist das immer so ein Thema das ich persönlich nur durch viel rum probieren hin bekommen habe.
        Wenn man doch erst mal versteht was man tut wird das denke ich doch um einen Tick leichter.
        Vielen Dank für deine ausführliche Erklärung. „Daumen hoch“

  2. Hallo , ich hätte noch eine Frage zur Phaseneinstellung , wenn ich den Subwoofer in gleicher Linie aufstelle also vorne , dort wo sich auche meine Front und Center befindet kann man da dann die Phase auf 180° stellen ? oder sollte man es lieber nach Gehör machen , z.b zu zweit , der eine dreht am Regler und der andere sitzt am Hörplatz und dort wo es dann am lautesten klingt ist die Phase richtig eingestellt ?

    vielen Dank und Gruß

    1. Wenn der Subwoofer in einer Linie mit der Front steht, sollte die Phase theoretisch auf 0° richtig eingestellt sein. Ansonsten ist der Hörtest immer die beste Lösung. Alle Theorie um Wellenlängen, Abstrahlverhalten und Schallausbreitung kann von den tatsächlichen physikalischen Gegebenheiten des Raums zunichte gemacht werden. Insofern ist die beschriebene Vorgehensweise goldrichtig.

  3. Ich würde mich freuen wenn ich über folgende Anordnung hinweise und Kommentare bekommen könnte:
    ich plane eine moderne Akustikwand beiwelcher die Lautsprecher unsichtbar unter der Tapete verschwinden. Die Wand wird als Schnellbauwand aus Blechprofilen vor die eigentliche Wand auf Gummi aufgebaut und ganz normal mit Rigibs beplankt. Die Wand wird mittig aufgeschnitten und dort ein Fernsehgerät wandbündig zwischen die Lautsprecher eingelassen. Umlaufend mit 1 cm Luftspalt. In/auf der Decke kommen noch zwei Hochtöner zum Einsatz.
    Frage: Worauf muss ich besonders achten damit das System gut funktioniert.

    Ich würde mich über einen Kommentar freuen und bedanke mich.

    Mit freundlichen Grüßen

    WM

    1. Das mit „unter der Tapete“ ist hoffentlich nicht ernst gemeint. 🙂 Eine schalldurchlässige Abdeckung, ok. Aber Tapete würde zu viel wegnehmen.

      Man sieht immer wieder mal Bilder von in den Wänden eingelassenen Lautsprecher-Chassis. Ich bin kein Experte im Lautsprecherbau, aber ich glaube verstanden zu haben, dass Lautsprecher einen klar definierten Resonanzkörper benötigen, der den Klang erheblich mit beeinflusst: eben das Lautsprechergehäuse. Im beschriebenen Fall scheint mir selbiges nicht klar definiert zu sein, d.h. man weiß nicht so richtig, wie viel von der Wand jetzt als „Lautsprechergehäuse“ dient und wo das aufhört. Ich könnte mir vorstellen, dass die Wand bei bestimmten Frequenzen anfängt mitzuschwingen und diese dadurch aufdickt. Kann aber auch sein, dass ich völlig daneben liege und das alles gar nichts ausmacht.

      Die Hochtöner in der Decke, sind das die einzigen Hochtöner und Bestandteil der Front? Oder ist das ein zusätzlicher Kanal für z.B. Front-High oder Atmos? Die Hoch- und Mitteltöner der Front sollten eigentlich schon recht nah beieinander liegen, sonst klingt das schon alleine aufgrund der unterschiedlichen Richtungen komisch. Von der Laufzeit der Schallwellen ganz zu schweigen.

      Das jetzt nur als Kommentar auf Basis der gegebenen Informationen.

  4. Hallo zusammen,
    bin eben auf diese interessante Website gestossen, also „futschneu“ hier 😉

    Schon die erste Frage :

    Ich betreibe 4 Subwoofer als quasi DBA, bei zweien kann ich die Phase stufenlos von
    0 bis 180 Grad regeln, Die Subbis stehen jeweils direkt an der Vorder/Hinterwand. Welche Phaseneinstellung in Grad entspricht dem Wandabstand von 4,15 Meter ?

    Vielen Dank schon mal vorab !

    Gruß Reiner

    1. Hallo Reiner,

      zunächst ist der Wandabstand bei einem DBA nicht so wichtig, sondern der Abstand von Membran zu Membran. Das dürfte in Deinem Fall Wandabstand - (2 × Subwoofertiefe) sein.

      Leider kann ich zum Thema DBA keine eigenen Erfahrungen beisteuern, da mir Platz und finanzielle Mittel für so einen Spaß fehlen. Ein paar Dinge sind aber sicher:

      1. Ein DBA funktioniert nur richtig mit 4 exakt baugleichen Subwoofern.
      2. Die hinteren Subwoofer müssen auf 180° eingestellt werden.
      3. Die hinteren Subwoofer müssen zusätzlich um genau die Zeit verzögert werden, die der Schall für die o. g. Strecke braucht.

      Phase und Verzögerungszeit sind verschiedene Dinge, auch wenn die Änderung der Phase einen ähnlichen Effekt hat. Für ein DBA benötigt man speziell darauf ausgelegte Steuerelektronik. Schau Dich mal bei Nubert um, die haben das quasi mit erfunden.

      Bis dahin stell Deine 4 Subs nach Gehör oder Messung ein. Alle auf die selbe Lautstärke bringen und dann an der Phase drehen, bis es am Hörplatz am lautesten ist.

      Grüße, Bert

  5. Hallo Bert,

    ich habe eine Teufel LT4 und einen Marantz 5003, verzweifle aber an der Einschaltautomatik meines Subs. AVR und Sub sind auf 100hz Übergangsfrequenz gestellt. Der Sub geht aber nicht mit dem TV an. Natürlich verstehe ich dass bei einer ruhigen Sendung der Sub keine Rolle spielt, da er nicht gebraucht wird. Ich muss aber immer etwas lauter machen, damit er anspringt. Bei längeren, ruhigen Passagen geht er wieder aus. Ein Tontechniker hat mal gesagt, dass er theoretisch beim einem Signal ab 0,5 Watt anspringen müsste. Ich weiß jetzt nicht, wie laut es bei 0,5 Watt sein muss, damit er sofort anspringt und an bleibt. Gibt es noch etwas anderes das ich bedenken muss?

    Lautstärke Sub am AVR – +12db (voll)
    Am Sub – 1/3 (sonst zu heftig)
    Einstellung am Sub – low Level (da sonst die Frequenz und Phase inaktiv ist (laut Teufel))
    Lautsprecher – small

    1. Hi Sascha,

      das klingt erstmal so, als hättest Du alles richtig eingestellt. Bei vielen Filmen kann es völlig normal sein, dass der Subwoofer zwischendurch aus geht, weil er einfach nicht gebraucht wird.

      Zu bedenken ist auch, dass normales TV-Programm meistens keinen so umfassenden Sound bietet, dass man das damit beurteilen könnte. Gerade im Bass werden da gerne Daten gespart (auch bei Formaten wie Dolby Digital), weil 98% der Zuschauer es mit ihren TVs sowieso nie hören würden. Zum Testen also immer eine Blu-ray oder DVD einlegen und den Player digital mit dem Receiver verbinden.

  6. Hallo Bert,

    habe da eine Frage ….besitze ein 5.2 Lautsprechersystem von Nubert und Onkyo TX Nr 3007 ( Nuwave 105, CS-65,Nuwave 35 ,und 2 Sub AW75 und Nuline AW 1000.Habe ein schlauchförmigen Raum ( ca 27 qm ) Die Subs habe ich in der Front ..rechts und links.
    Meine Frage ..was für eine Trennfrequenz an die einzelnen Lautsprecher und die Subs ( Trennfrequenz 80Hz) dröhnen obwohl Einstellung Lautstärke am Sub 10:00 Uhr ,und am Receiver ?. Welche Lautstärke am Receiver und an den Subs ??

    1. Das lässt sich so pauschal leider nicht beantworten — da hilft nur probieren, probieren, probieren. Höchstwahrscheinlich liegt das Dröhnen an ein paar Raummoden aufgrund ungünstiger Maße. Vielleicht kannst Du das vermindern, indem Du die Aufstellung der Subwoofer veränderst. Die Trennfrequenz hat damit erstmal nichts zu tun, mit 80 Hz liegst Du da nicht verkehrt. Ansonsten musst Du halt darauf achten, dass die Subwoofer nicht zu laut eingestellt sind.

  7. Hallo,

    habe mir heute den Pioneer VSX-1131 gekauft, ausgepackt, angeschlossen und eingemessen.
    Wenn der MCACC Equalizer auf ein eingeschalten ist habe ich kaum bis garkeinen bass…
    Sobald ich den Equalizer ausstelle hat er deutlich mehr bass so wie das sein sollte.
    Aber irgend wie hört sich das ganze noch nicht so gut an sowie ton und bass.
    Was kann ich machen damit ich einen besseren bass und sound habe ?
    Habe zu Hause noch einen Marantz NR1606 und es kommt mir so vor das bei ihm der bass besser ist.
    Gibt es vielleicht einen Receiver der leichter einzustellen ist oder vom Werk aus schon guten Sound und bass hat ?

    Kenne mich mit dem Thema wirklich nicht gut aus obwohl ich mich eingelesen habe.
    Würde mich über eure Hilfe freuen.

    Meine Geräte:

    Pioneer VSX-1131
    Marantz NR1606
    Harman Kardon HKTS 210/213 Subwoofer
    Harman Kardon HKTS 65 Lautsprecher
    5.1 System

    ________
    Habe soweit alles eingestellt wie die dB vom Subwoofer usw.
    Der MCACC Equalizer ist aus bei mir sobald ich ihn anschalte hört sich alles noch schlechter an.
    Ich versteh nicht zB bei meinem linken Front Lautsprecher der ist auf 2db, das Center auf 1db und der rechte Front auf 1db.
    Mein Raum ist auch etwas kleiner Ca 16qm.
    Die 2 hinteren Lautsprecher beide auf -1,5db, kann das so sein ? Oder alle Lautsprecher auf die gleiche dB einstellen nach seinem Geschmack ?
    Der Subwoofer steht auf 8db bei mir da der Bass dann so ist wie er sein sollte.
    Am Subwoofer selbst ist auf die Hälfte aufgedreht.
    Ich frage mich nur habe das System ja eingemessen, wenn ich den MCACC Equalizer ja ausschalte ist der Ton und Bass ja viel besser habe ich dann noch die Einstellungen vom einmessung oder wenn ich auf aus stelle ist der Ton wie vom Werkszustand ?
    Verstehe bloß nicht wie das so Unterschiede haben kann.
    Ich benutze den DTS Neo: 6 Cinema Modus.
    Wäre es mit einem Receiver von denen den x3200, x4200 oder marantz NR1606/7 besser ?
    Haben die vielleicht einen besseren Ton als der Pioneer und sind vielleicht leichter einzustellen ?
    Wenn ich dem MCACC Equalizer ausschalte sind die Lautsprecher dann immer noch so eingestellt wie sie eingemessen wurden ?
    Oder hat der Receiver dann den Ton wie er ab Werk geliefert wurde ?
    Wäre für mich wenn ich nicht viel rumstellen möchte der Denon x3200/x4200 oder Marantz NR1606 besser ?

    Würde mich über eine Antwort sehr freuen, da ich nicht mehr weiter weiß.

    Viele Grüße Christian

    1. Hallo Christian,

      das Einmesssystem eines Receivers kann manchmal auch ziemlich viel kaputt machen. Vielleicht ist das aber auch gar nicht der Fall und das, was Du als „schlechter“ bewertest, ist nur Deinen bisherigen Hörgewohnheiten geschuldet.

      Versuch mal folgendes:

      • Receiver auf Werkseinstellungen zurücksetzen
      • nicht einmessen
      • Abstände der Lautsprecher zum Hörplatz auf die gute alte Art selbst ausmessen und am Receiver manuell einstellen
      • Lautstärke der einzelnen Lautsprecher mit Hilfe des Testtons (rosa Rauschen) manuell alle auf die gleiche Lautstärke bringen

      Danach sollte es erstmal nicht schlechter klingen, aber gleichzeitig hast Du ein gut eingestelltes System.

      Bevor Du weitere Schritte unternimmst, solltest Du Dich zuerst noch ein wenig in die Materie einlesen und vor allem eigene Erfahrungen sammeln.

      Viele Grüße
      Bert

  8. Folgende Frage: Wenn ich 4 Subwoofer an meinen Pioneer LX73 mit einem PreOut Subwoofer Ausgang anschliessen möchte, brauche ich 3 Y-Adapter die ich ineinander stecke um das Signal auf 4 Mono Kabel zu verteilen. Reicht die Signalstärke dann noch aus um 4 Subs zu versorgen ? Ich habe leider einen grossen Raum (35qm) und komme mit meinem Nubert AW900 nicht klar. Mein Haus ist recht alt und schlecht isoliert. Der Raum akustisch eine Katastrophe obwohl er quadratisch ist – ohne Schrägen. Basslöcher und dröhnen egal was ich anstelle. Also möchte ich 4 Subs in jeder Ecke des Raumes versuchen.

    1. Der Raum ist akustisch eine Katastrophe, gerade weil er quadratisch ist. Gleiche Kantenlängen sorgen für sehr ausgeprägte Raummoden. Wenn Du 4 Subwoofer einfach so anschließt (was Du wie beschrieben machen kannst, musst halt etwas lauter aufdrehen), wirst Du den Effekt möglicherweise eher noch verstärken.

      Wenn Du ohnehin 4 Subwoofer hinstellen willst und diese exakt symmetrisch aufstellen könntest, solltest Du Dich vielleicht mal mit dem Thema Double Bass Array auseinandersetzen. Das erscheint mir vielversprechender (ist aber nicht ganz trivial umzusetzen).

  9. Habe beim herumsurfen im Net deine imformative Heimkino praxis entdeckt.
    Hab damit schon viele Informationen zum Thema Suroundsound gelesen, ist super und praxisnah erklärt.
    Nun hab ich auch mal eine Frage:habe ein nubox 7.1Set (4×nubox 310, 2×rs 300,1×cs 330 + 1×aw 440 ), angetrieben wird das ganze von einem Sony STR-DH 750 ,bin mit dem Sound auch sehr zufrieden.
    Die Receiver eigene Messung für immer zu ,meiner Meinung nach falschen Daten,Boxen werden auf Large gestellt, sollte eigentlich Smal sein,Entfernung Suppwoofer viel zu weit weg,woran könnte es liegen.
    Würde mich über eine Antwort freuen.

    1. Das ist völlig normal, dass die Messergebnisse nicht stimmen. Wäre der erste Receiver, von dem ich höre, der genau misst. 🙂

      Der Subwoofer bekommt sehr oft einen falschen Abstand. Die Wellenlänge sind zu groß (mehrere Meter), als dass die billigen Messmikrofone da noch etwas brauchbares liefern könnten. Zudem kann sich mit der Phaseneinstellung alles ändern.

      Deshalb nach dem Einmessen immer alle Einstellungen korrigieren, wie sie eigentlich sein müssten. Das ist normal und der richtige Weg.

  10. Der lfe Kanal geht von 80hz- bis 120 hz

    Glaube bis 120 hz kann er bei Filme gehen wenn ich in im Onkyo auf 80hz begrenze schneide ich doch was ab

    Irgendwas mit tiefbassfilter glaube das der lfe bei Filme von 20hz-120hz geht.wenn ich den lfe auf 80hz stelle schneide ich doch was ab?habe jetzt alles auf 80hz gestellt so wie es Thx vorschreibt

    1. Ok Moment, da kommt jetzt ein bisschen was durcheinander. Das stimmt so nicht.

      1. Der LFE-Kanal enthält üblicherweise Signale von 20 bis 200 Hz. Er wird immer und in vollem Umfang an den Subwoofer ausgegeben.
      2. Die Trennfrequenz von meist 80 Hz ist die Schwelle, unterhalb der der Receiver alle Töne aus den anderen (meist 5) Hauptkanälen herausnimmt und sie an den Subwoofer weiterleitet — zusätzlich zu den LFE-Signalen.

      Abgeschnitten wird da also gar nichts. Aber Achtung: Die Frequenz-Einstellung direkt am Subwoofer muss voll aufgedreht sein! Sonst schneidet der dann das Signal ab.

  11. WOW!

    Einfach nur WOW. Man liest im Netz so viele verschiedene Dinge und wird sich irgendwie nie schlüssig weil auch jeder etwas anderes sagt, aber diese Beschreibung ist echt sehr aufschlussreich. Dafür schonmal einen echt dicken Daumen nach oben !!!

    Ich glaube erstmal soweit alles verstanden zu haben. Ich habe dennoch ein paar Fragen einfach um auch mein Gewissen bezüglich meiner eigenen Anlage etwas zu beruhigen.

    Ich betreibe eine 5.1 Anlage an meinem Pioneer VSX-923. Die LS Komponenten bestehen aus 4x Canton Chrono 520.2 Kompaktboxen und einen Canton SUB 12.2.
    Alle 4 LS sind mit Wandhalterungen montiert worden. Dementsprechend ist der Abstand zur Wand nicht so groß wie es beispielsweise mit Stativen der Fall ist. Den Subwoofer muss ich auch sehr Wandnah aufstellen, damit der mit meinem Lowboard abschließt und nicht in den Raum hineinragt, da sind es echt nur ca. 5cm.

    Nun habe ich ja die Einmessfunktion MCACC, welche meine LS und den SUB einpegelt, die Abstände misst und quasi ja alles von alleine erkennt.

    Das Einmessen führte natürlich dazu, das die 4 LS auf Small eingependelt wurden, was ich eigentlich relativ Schade finde, weil beim Probehören in einem Raum, vor dem Kauf, fand ich das die LS eigentlich einen schönen Bass bei Musik liefern, welchen ich gerne im Externen Stereobetrieb auch zusätzlich nutzen möchte, einfach weil es sich dann auch Voluminöser anhört.

    Nun zu meiner Frage, genügt es, diese 4 LS nun nach dem Einmessen einfach auf Large zu stellen? Denn wenn die Messung einmal vorbei ist und ich das Einmesskabel trenne, komme ich irgendwie nicht mehr in diverse Einstellungen rein um diese Dinge Manuell vor zu nehmen. Es sei denn ich weis nicht recht wie das geht. Ich kann quasi nur über die Fernbedienung des AVR die Pegel der einzelnen LS Manuell korrigieren.

    Vielleicht auch noch eine Frage zum SUB. Habe in eingemessen, nun aber deine Methode verwendet. Am AVR auf 0dB geschaltet und Volume hinten nachgeregelt, da es schon echt heftig ist auf 9 Uhr Position. Crossover auf Anschlag und Phase steht bei 0. Ich weis auch nicht recht ob der Bub evt sehr dröhnt, kann das nicht so sehr unterscheiden. Manche Frequenzen sind so tief und auch irgendwo angenehm, bei manchen könnte man auch meinen es dröhnt. Da er so nah an der Wand steht kann ich das nicht beurteilen :-/.

    Ich hoffe das mein Text relativ verständlich war als “ Laie “ und das du mir weiter helfen kannst.

    Viele Grüße
    Marcel

    1. Hallo Marcel,

      zunächst eine einfache Daumenregel: Wenn man etwas an die Wand hängen kann, kann es nicht large sein. Das gilt hier ganz besonders für Deine Boxen. Du glaubst vielleicht, sie würden den Bass gut wiedergeben, aber sie kommen dabei ganz schön ins Schwitzen und vernachlässigen ihre Arbeit im Mitteltonbereich. In den meisten Fällen ist small die bessere Einstellung, selbst bei Standboxen.

      Zum Subwoofer: rück ihn einfach mal testweise in den Raum hinein und höre, was passiert. 5 cm Wandabstand sind in jedem Fall viel zu wenig. Das kann fast nur dröhnen.

      1. Danke für deine schnelle Antwort :).

        Leider kann ich den Sub nicht so weit nach vorne schieben. Das lässt mein Raum und die Tür nicht zu.

        Hinzu kommt, dass es irgendwo auch nicht so toll aus sieht, wenn der Bub mitten im Raum quasi steht und alles andere an der Wand :-/.

        Ich weis nicht was ich machen kann. Könnte ihn höchstens hinter die vordere Couch lehne stellen. Das ist eine Wohnlandschaft welche, wenn ich nach vorne zum TV schaue auf der linken Seite am Ende so geschwungen ist, quasi als Kopf Lehne. So verschwindet er aus dem Sichtfeld und kann weiter von der Wand weg. Dann würde er aber mit der Membran nach rechts zeigen und quasi nicht zu mir nach hinten. Ich müsste ihn dann quasi um 90grad drehen. Was meinst du?

        Müsste ich mit der Position etwas hinten neu einstellen nach dem Einmessen bzw. grundsätzlich etwas umstellen? Wenn diese Aufstellung überhaupt Sinn macht…

        Viele Grüße

  12. Hi!
    Ich habe keine Möglichkeit eine Trennfrequenz am Reciver (Denon CEOL N9) einzustellen. Ist das ein Drama ? (-: was kann passieren wenn ich den Klipsch R-10 SUB anschließe ? Der hat hat ja eine Möglichkeit zur Filterung/Trennfrequenz einzustellen.
    Und was ist der GAIN Regler am SUB ?
    Vielen Dank und liebe Grüße aus Wien !
    Peter

    1. Kann ich mir fast nicht vorstellen, dass es die Einstellung nicht gibt. Manchmal heißt sie auch nur anders. Im Zweifelsfall ist das nicht schlimm. 🙂

      Der Gain-Regler steuert wahrscheinlich die Eingangsspannung des Signals. Da der jetzt aber nicht sooo üblich ist, schau bitte in der Bedienungsanleitung nach, was die empfohlene Einstellung ist.

  13. Hallo, da ich gerade in der Umbau-Planung meines Heimkinos bin, hab ich mit Interesse die Beiträge hier gelesen. Dabei muss ich einer mehrfach gemachten Bemerkung aber widersprechen: Ich habe vor ein paar Jahren von einem Kompaktboxen-Set auf Canton-Vento Standboxen und Center gewechselt und diese auf „Vollbereich“ gesetzt. Anfänglich hatte ich noch einen nicht einstellbaren Sub, der wegen THX auf 80Hz festgelegt war. Im Stereobetrieb hatte ich aber MIT Sub weniger Bass als ohne. Erst mit dem Canton Sub12 – auf 60Hz eingestellt – war das Problem gelöst. Erklärung von Canton: Der zu hoch eingestellte THX-Sub führt zu Überlagerungen mit den Standboxen, wodurch Auslöschungen entstehen, was zu weniger Bass führt. Die Standboxen auf 80Hz statt auf „Vollbereich“ (Onkyo – da gibt’s kein Small/Large) zu setzen half zwar auch, nahm ihnen aber deutlich an Substanz. Aber deswegen hab ich sie gekauft, da setzte ich die doch nicht auf „small“. Ein befürchtetes Bassloch zu den kompakten Dipolen ist übrigens nicht entstanden. Ich würde mich über eine Stellungnahme freuen. Gruß

    1. Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass man große Lautsprecher bis in die tiefsten Bereiche spielen lassen sollte, nur weil sie es können. Ein brauchbarer Subwoofer kann das besser. Deshalb trennt man bei 60 oder 80 Hz — so bleibt den Standboxen mehr Power für den restlichen Bereich und Auslöschungen sind nicht ganz so wahrscheinlich. Die Feinabstimmung ist einfacher und der Bass sauberer.

      Wahrscheinlich ist das ein psychologisches Problem: Wenn man große Boxen hat, will man sie ja auch so nutzen. Die Einstellung „small“ klingt da natürlich wie „nicht das volle Potenzial nutzen“.

      1. Zunächst vielen Dank für die Antwort. Ich hab natürlich – angestachelt durch dieses Thema – noch etwas experimentiert. Ursprünglich standen meine Canton-Ventos auf VOLLBEREICH (Voll, 40, 50, 60,70, 80, 90, 100, 120, 150, 200Hz) und der Canton SUB12 auf knapp 60Hz. Tatsächlich habe ich festgestellt, dass bei Filmen mit .1 der Bass kräftiger und vor allem strukturierter war, nachdem ich die Boxen auf 80Hz und den Sub auf 100Hz gestellt hab. Hab mich dann noch weiter ran getastet und bin auf 50Hz für die Boxen und ca. 85Hz für den Sub gekommen.
        Jetzt das große ABER: Ich höre gerne und viel Musik aller Genres in Stereo bzw. pure Audio ohne den Sub. Und die klingt einfach besser, luftiger und sauberer, wenn die Boxen im Vollbereich laufen – in Stereo mit Sub-Unterstützung. Je nach Content ist da kaum ein Unterschied, bei extremen Tiefbässen ein deutlicher. Speziell Gitarren- oder Klavier-Saiten verlieren an Substanz und Struktur sobald ich die Hauptboxen beschneide. Das fängt auch der Sub nicht auf.
        Da ich aber nicht immer zwischen Film und Musik umstellen will, galt es einen Kompromiss zu finden. Und dank Ihrer Seite hier hab ich ihn tatsächlich als Optimierungs-Potenzial für mich entdeckt: Die Cantons laufen zwar immer noch im Vollbereich, aber den Sub hab ich auf 85Hz belassen. So hab ich keine Verluste bei Musik, aber etwas sauberere Bässe bei Filmen.
        Den ganz „aufgedrehten“ Sub hab ich natürlich auch ausprobiert, das aber führte zu starken Bass-Verlusten.
        Somit bin ich jetzt zufriedener, nicht zuletzt dank Ihrer Seite. Ich hätte aber einen Vorschlag: Geben Sie doch als Empfehlung lieber folgendes:
        Die Frequenz des Sub so hoch wie nötig, aber so niedrig wie möglich einstellen. Wie das schwächste Kettenglied würde die „schwächste“ Box – nämlich die mit der höchsten unteren Frequenz (oft die Surrounds) den Wert darstellen, der einzustellen wäre. Viel hilft nicht immer viel… 😉
        Vielen Dank und alles Gute, Markus.

        1. Vielen Dank für die Rückmeldung. Schön, wenn es zu einem besseren Ergebnis geführt hat. Es zeigt auch sehr schön was ich als besten Tipp geben kann: Beim Bass muss man Freude am Experimentieren haben. In jedem Raum sind die Bedingungen anders. Richtig oder falsch gibt es nicht.

          Die Trennfrequenz am Sub muss aber eigentlich in jedem Fall voll aufgedreht werden. Anderenfalls wird sonst der LFE-Kanal stark beschnitten (das „.1“ bei Mehrkanal).

  14. hallo und grueße aus koblenz;-) vielen dank fuer ihre verständlichen erklärungen! nun zu meiner frage: meine 2 große stand ls habe ich auf large gesetzt. wenn ich nun im filmmodus den sub ausschalte, kommen aus den front lautsprechern so gut wie keine tieftonanteile raus. sobald ich den subwoofer im set up des receivers deaktiviere, geben die lautsprecher dann auch die kompletten tieftonanteile wieder. ist es nicht möglich dass die ls (obwohl auf large gestellt) zusammen mit dem subwoofer parallel alle lfe anteile wiedergeben? freundliche gruesse

    1. Du musst unterscheiden zwischen den LFE-Signalen und dem Tiefton aus allen anderen Kanälen. Wenn Lautsprecher auf small stehen wird ihr Tiefton unterhalb der Trennfrequenz an den Subwoofer umgeleitet. LFE dagegen ist das „.1“ in 5.1. Das wird immer über den Subwoofer ausgegeben.

      Wenn die Lautsprecher auf large stehen, gibt der Subwoofer immer noch den LFE-Kanal wieder. Wenn Du den Subwoofer dann einfach nur ausschaltest, fehlt der LFE-Kanal — das ist Dir hier passiert.

      Wenn Du dem Receiver dagegen sagst, dass es keinen Subwoofer gibt, mischt er den LFE-Kanal mit auf die Hauptlautsprecher. Deshalb hast Du dann wieder Bass.

      Dass Lautsprecher + Subwoofer alle Tieftonanteile wiedergeben, ist mit manchen Receivern möglich. Die Funktion nennt sich überall anders, zum Beispiel „Extra-Bass“ oder „LFE+Main“. Zu empfehlen ist das aber meistens nicht, weil mehrere Bassquellen sehr gut aufeinander abgestimmt werden müssen, damit es nicht zu Auslöschungen kommt.

      1. vielen lieben dank fuer deine schnelle antwort. welcher virteil ergibt sich dann wenn ich die mains auf large stelle im filmmodus, wenn dich dann sowieso wenig bis kein bass wiedergegeben wird?! oder empfiehlt sich auch bei großen ls die einstellung auf klein?

        1. Die Einstellungen auf klein wird fast immer empfohlen, weil dem Receiver so mehr Power für die höheren Frequenzen bleiben. Du kannst aber die Trennfrequenz weiter unten ansetzen, zum Beispiel bei 60 oder sogar 40 Hz. Einfach mal ausprobieren.

  15. Hallo,
    ich hätte da auch mal ein paar Fragen. Ich betreibe seit einer Woche einen Yamaha RX-A 1050 mit einem 5.1 System von Teufel . Frontlautsprecher sind die Teufel Ultima 40 Mk2 ! Ich habe eine Mehrplatzmessung gemacht und bin mit dem Ergebnis bei Filmen ja schon sehr zufrieden. Die Frontlautsprecher wurden als groß erkannt, übergangsfrequenz vom Center habe ich bei 90Hz und beim Surround 100Hz aber ich bin der Meinung wenn ich 2Kanalton Stereo abspiele das die Frequenzen der Frontlautsprecher nicht so weit runter gehen wie an meinem alten Av Receiver von Kennwood. Ich höre gerne auch einfach mal nur ganz normal Musik und das in Stereo ohne den ganzen kram. Kann es sein das wenn die Frontspeaker als große erkannt werden bei der einmessung vom Yamaha, das der in den Frequenzen nicht so weit runter geht, und diese zu früh beschnitten wird ? Die Frontlautsprecher sollen ja von 45 – 20000 Hz gehen ? Oder macht der Yamaha da keine beschneidung für die Frontspeaker wenn Stereo ausgewählt wird mit der einstellung Straight . Ich habe den Subwoofer nicht in betrieb wenn ich ´Stereo hören will. Dieser schaltet sich auch erst bei Stereo betrieb dazu wenn ich in die extra Bass funktion im Yamaha einschalte ! Wenn ich 5.1 filme abspiele ist er automatisch ja immer an ! Trotzdem bin ich der Meinung das die Frontlautsprecher nicht so weit nach unten gehen in der Frequenz wie mit meinem alten Kennwood. Wohlgemerkt immer nur der Stereo betrieb !!!

    Also jetzt nochmal genau die Frage werden die Frontlautsprecher nach unten begrenzt wenn ausgewählt wurde Große Frontspeaker ?. Sorry , aber ich bin in diesem Thema nicht so bewandert und kann mich dahingehend auch nicht so gut ausdrücken. Hoffe sie können mir da ein wenig Licht ins dunkel bringen. 😉

    Liebe Grüße
    Thomas

    1. Hallo Thomas,

      Lautsprecher, die auf groß stehen, werden nicht nach unten beschnitten. Hier haben wir aber vermutlich ein schönes Beispiel, warum es eine gute Idee ist, die Front-Lautsprecher (auch wenn sie groß sind) trotzdem auf klein einzustellen. Du sagst selbst, dass sie nur bis etwa 45 Hz runter kommen. Eher realisitisch sind dann höchstens 50 Hz. Da fehlt schon eine ganze Menge — und auch wenn sie das vielleicht noch gut können, geht dem Receiver vielleicht irgendwann die Puste aus. Ok, dem RX-A1050 vielleicht nicht so schnell, kommt aber darauf an, wie laut Du machst.

      Stell mal alle Lautsprecher auf klein ein und die Übernahmefrequenz auf 60 Hz für die Front. Die anderen solltest Du eigentlich auch problemlos auf 80 Hz einstellen können. Den Sub lässt Du mitlaufen. Den Extra-Bass lässt Du mal lieber aus für den Anfang.

      Wenn Du dann reines 2.0 statt 2.1 hören willst, stellst Du nicht auf Straight sondern aktivierst Pure Direct. Straight heißt einfach nur, „wende keinen Decoder an“, aber die im Receiver hinterlegten Einstellungen kommen trotzdem noch zum Einsatz. Mit Pure Direct geht das Signal wirklich unverändert durch.

      Ziemlich interessant sollte für Dich jetzt auch sein, wie Du die Einstellungen nach dem Einmessen des Receivers anpassen kannst.

      Beste Grüße
      Bert

  16. Hallo Bert,

    ganz lieben Dank für deine ausführlichen und guten ratschläge die du mir gegeben hast ! Auch sind deine ausführungen hier auf der Seite wirklich toll und verständlich für solche anfänger wie mich geschrieben. Großes Lob !!!! 😉
    Ich werde das die Tage auf jeden Fall mal versuchen anhand deiner vorschläge einzustellen. Denke aber das der Subwoofer auch nicht geignet ist für mein System, (wummert oft sehr stark) dieser ist von JBL der (Sub 125) mit 75 Watt sinus 200mm Basskonus 35Hz – 20kHz (-6db) und war einemal bei einem kleinen sat system dabei, und ist schon sehr alt , denke so 10 Jahre ! Ich bin gerade am überlegen mir einen neuen besseren zu kaufen. Wäre klasse wenn du mir da was empfehlen könntest. Wollte erst den von Teufel US 2110/1 SW dazu kaufen der auch zusammen mit den Ultimas im Set angeboten wird, aber habe eben gesehen das der nicht so sehr tief runter geht (38Hz -3db ! Jetzt überlege ich den Klipsch R-12 SW zu kaufen (29Hz) ! Auch kommt bei mir hinzu das ich eine Dachwohnung habe bei der die Schräge auf eine höhe von 75cm herunter geht . Also wirklich kein Raum für ein super Heimkino. Perfekt wird es nicht werden das ist mir klar ! Aber wir leben hier halt auch als Familie unter einem Dach. 😉 Mein Traum war es schon immer eine wenigstens halbwegs gute Anlage zu haben weil ich einfach gerne mal in meinem Sessel sitze und entspanne. Auch ist es in meinem Raum nicht möglich die Lautsprecher alle auf einer Linie neben dem TV aufzustellen. Aber ein halbwegs vernünftiges Stereodreieck bekomme ich zu meinem Sitzplatz hin. Der Rechte Frontlausprecher steht dabei allerding ein wenig knapp unter der schräge aber mit einem abstand von ca 40 cm zur Ecke. Der Subwoofer steht gleich daneben und einen wirklich anderen platz gibt es für den auch nicht .Wahrscheinlich würdest du es hier aufgeben eine habwegs vernünftige einstellung zu bekommen, denn bei meinen begebenheiten ist das auch fast unmöglich 🙁 Würde dir gerne mal ein Bild zukommen lassen das du dir das Caos anschauen kannst. So genug geschrieben, ich danke dir auf jeden fall sehr für deine hilfe ,und es wäre Nett wenn du mir einen guten Subwoofer empfehlen kannst der dann mit meinen Ultimas harmoniert.

    ganz liebe Grüße von der Bergstraße

    Thomas

  17. Hallo Bert,

    mein neues System habe ich heute versucht einzustellen. Vorhanden sind Bose-Boxen 301 Direct/Reflecting Lautpsrecher mit Stereo Targeting Tweeters (bis 150 Watt), dazu ein SUB Yamaha yst fsx 050 und das Ganze läuft über einen Marantz NR 1506. Verbunden mit einem Cich-Kabel. Es geht mir um Hörgenuß bei Musik (auch klassik) und natürlich Filme.
    Habe mir fast alle Beschreibungen durchgelesen, da ich Laie bin und um meine Einstellungen bestmöglich hinzukriegen, da ich es selber verstehen will, was die Einstellungen angeht. Man lernt na nie aus. Es macht auch unabhängig.
    Tja, das war wohl zuviel. Jetzt bin ich unsicher, mir schwirrt der Schädel, darum Frage: Ob ich die Bose Boxen auf small stellen soll, dann mit 80 Hz. Den Sub auf wieviel db? , das verstehe ich jetzt noch nicht ganz. Die Einstellungen kann ich, wie von dir beschrieben, über die Marantz FB machen. Das klappt. Ich habe die Boxen und den Sub eingemessen. Klang schon alles viel besser danach. Nur, wie kommt der Sub jetzt sowohl bei Filmen wie auch bei Musik CD´s voll zur Geltung? Bei TV ist kaum Bass zu hören? Soll der Sub mehr als 80 Hz haben der niedriger? Wieviel db sollte ich beim Sub einstellen? Da habe ich noch ein Fragezeichen, was die bewirken.
    Danke für deine Hilfe vorab, ich hoffe, das ich alles veständlich rübergebracht habe und du jetzt keine Fragezeichen hast.
    LG
    Gine ( Prima sind deine Erkärungen, das Beste was ich in der Richtung bisher an Erklärung und Verständlichkeit gelesen habe. Top!!)

    1. Hallo Gine,

      die Bose Boxen stellst Du auf jeden Fall auf klein ein. Es sind zwar, untypisch für Bose, relativ große Regal-Lautsprecher, aber trotzdem geben die nicht die tiefsten Frequenzen her. Als Trennfrequenz sollten 80 Hz gut passen.

      Die Lautstärke des Subwoofers in dB anzugeben ist relativ nutzlos, weil das nichts mit dem zu tun hat, was dann tatsächlich raus kommt. Am besten spielst Du mal Musik ab, die ein gutes Bassfundament hat, aber kein Dauerdröhnen. Dann machst Du ihn so laut, dass er deutlich unterstützt, aber nicht zu aufdringlich wirkt. Anschließend testest Du das mit einem Film. Es kann sein, dass der Bass dann zu laut ist — dann eben wieder etwas leiser machen.

      Wenn Du das Gefühl hast, dass der Bass eher willkürlich auftritt oder oft gar nicht vorhanden ist, lauf mal im Raum umher und versuche herauszufinden, ob es woanders deutlich besser ist. Wenn ja, hast Du ein Problem mit der Aufstellung des Subwoofers.

      Viele Grüße
      Bert

  18. Hallo Bert,

    habe mir auf Anraten eines Freundes die Teufel Consono 35 MK3 auch genannt „Sixpack“ und einen Denon AVRX520BTBKE2 AV-Receiver gekauft. Soweit so gut! Da du die Fragen der Laien scheinbar super verständlich beantwortest, würde ich dich auch gerne etwas zu meinen Einstellungen fragen:

    Habe alles angeschlossen und würde auch behaupten, dass gerade im Bereich Blu Ray mit DTS der Klang und die Bässe 1a kommen! Probleme habe ich mit meinem Subwoofer wenn es ums reine Musik hören geht. Hier kommt überhaupt kein Signal an meinem Subwoofer an und er gibt keinen „Muckser“ von sich. Das dürfte sicher etwas mit den Einstellungen zu tun haben, ab wann der SW eingreift? (Hz-technisch) Ich kenne mich in diesem Bereich nicht gut aus, daher würde ich dich bitten, meine Frage „idioten-gerecht“ zu beantworten 😉 Wenn du mir sagen könntest, was ich an den Einstellungen ändern muss, bzw. wie ich meinem SW das Eingreifen beibringen kann, wäre das super!
    Vielen Dank!!

    LG Florian

    1. Hi Florian,

      prüf mal nach, ob alle Lautsprecher — insbesondere die Front — auf „klein“ eingestellt sind. Wenn die „groß“ sind, wird bei Musik nichts am Subwoofer ankommen, weil es bei Musik keinen LFE-Kanal gibt. Wenn Du sie auf „klein“ stellst und die Trennfrequenz z.B. auf 80 Hz, kommt alles unterhalb aus dem Stereo-Signal zum Subwoofer. So ist das in den allermeisten Fällen auch richtig, auch dann, wenn die Lautsprecher eigentlich schon ziemliche Schwergewichte sind.

      1. Vielen Dank für die schnelle Antwort!

        Die Lautsprecher sind auf „small“ – das habe ich von gestern Abend in Erinnerung. Dann wird es an der Trennfrequenz liegen. Probiere ich heute Abend gleich aus. 🙂

  19. Spannend. Was nicht gefragt wurde: Pro-Ject Stereo Box RS, Röhrenhybrid,
    Ausgangsleistung 2x 80W / 120W bei 8 / 4 Ohm Subwooferanschluss 1x RCA (mono) kann nichts außer AN/AUS / Lautstärke / 5 Paar RCA/Cinch Buchsen und 1 Paar XLR
    Ergo: Kein Einmessen möglich. Der SVS (SB12 NSD) verliert gerne sein Gedächtnis (wohl aufgrund eines Tieftonexplosivs, welches beim Netzschalten (AUS) der Anlage knallt, wobei zu betonen ist, dass der SVS eine eigene Stromversorgung hat und nicht ausgeschaltet wird, sondern auf AUTO gestellt bleibt. Ich stelle ihn dann nach Anleitung auf Werkseinstellung – nach Anleitung: GAIN auf MITTE, LOW PATH auf ANSCHLAG, PHASE auf „0“ LIMITER auf AUTO, RECEIVER ANSCHLIESSEN, NETZ ANSCHLIESSEN, NETZSCHALTER EIN. Soweit die (nur englische) Anweisung. Mehr fällt mir dazu nicht ein, umso dankbarer für heißen Tipp wie das Calibrieren geht wenn der Receiver kein Display hat. Beste Grüße, J. P. Graf

    1. Die Einstellungen für gute, alte, analoge Geräte vorzunehmen, ist eine etwas andere Sache und würde hier zu weit führen. Dennoch sind die Gesetze der Physik die selben. Allgemein gültige Tipps kann man trotzdem nicht geben.

      Der Normalanwender verlässt sich auf sein Gehör, auf Erfahrung und experimentiert gern. Wer es professionell angehen will, muss sich Messequipment kaufen und die Einstellungen durch akustische Messungen gestützt vornehmen.

  20. Hi,
    brauche dringend Rat.
    Habe habe das Teufel LT5 Set mit einem Großen aktiven Sub. über ein Pionier VSX924 laufen.
    Nun zu meiner Frage…der HP Filter am Sub lässt sich von 30 bis 70Hz regeln. Diesen habe ich auf 70 gestellt und am AV die Boxen auf small und die Frequenz 80 Hz gestellt. Passt das? Finde den druck etwas zu kräftig und unnatürlich bei Musik bzw Konzerten. Oder ist das nur die Lautstärke vom Sub die zu laut ist?
    Lg Steffi

    1. Du solltest nochmal genau in der Anleitung nachlesen, was der HP-Filter bewirkt. Ein High-Pass-Filter schneidet üblicherweise die Tiefen ab und lässt nur die Höhen passieren. Das würde auch erklären, warum der nur bis 70 Hz geht, denn das wäre eine ziemlich niedrige Obergrenze für einen Subwoofer. Höchstwahrscheinlich musst Du den Regler also an den unteren Anschlag bringen.

      Ansonsten, wenn es zu sehr rumpelt, ist sehr wahrscheinlich einfach die Lautstärke zu hoch eingestellt. Oder Du sitzt an einer ungünstigen Position, wo ein starkes Dröhnen auftritt. Das findest Du heraus, indem Du bei den kritischen Tönen einfach mal im Raum herum läufst. Wenn es woanders nicht so ist, liegt es an der Aufstellung des Subwoofers.

  21. Hallo,
    Tolle Erklärungen. Eine Frage dazu:

    Habe einen Harman/Kardon HKTS 210SUB über LFE an einem Marantz Nr1506 angeschlossen. Der SUB hat einen Schalter Normal/LFE.
    In der dann benötigten Schalterstellung LFE pfeift der SUB. Nicht schlimm, aber in leisen Passagen hörbar und störend.
    In der Stellung Normal (Line Level L/R pfeift nichts und der Bass ist meines Erachtens identisch. Wird aber nun doppelt geregelt/gefiltert.

    Das Pfeifen kommt lt. Internetrecherche (https://thomas-leister.de/harman-kardon-hkts-210-subwoofer-pfeift/) wohl von dem Schaltnetzteil, das in der Schalterstellung Normal etwas mehr belastet wird und dann nicht mehr pfeift.
    Kann man das auf Dauer so betreiben? Und für was ist dann eigentlich ein Schalter am SUB.

    Bert, ich frage hier, weil der Support vom Hersteller bis jetzt indiskutabel ist.
    LG Gebhard

    1. Die genaue Bedeutung des Schalters müsste doch eigentlich aus der Bedienungsanleitung hervor gehen. Ich kann mir darunter nichts vorstellen, weil es dem Subwoofer egal ist, ob er ein LFE-Signal bekommt oder auch noch Anteile aus den Hauptkanälen. Ich könnte mir nur vorstellen, dass er in der LFE-Einstellung irgend eine Schaltung umgeht.

      Teste es doch einfach mal ausführlich anhand von Filmen, Musik und Testtönen. Wenn Du keinen Unterschied bemerkst, kannst Du ja die nicht pfeifende Einstellung behalten. Wenn die Trennfrequenz am Subwoofer voll aufgedreht ist, sehe ich auch keinen Grund, dass da etwas abgeschnitten werden sollte.

      1. Hallo Bert,
        Danke für deine Rückmeldung!

        Die Bedienungsanleitung sagt nur was über die Schalterstellung bei welchem Eingang aus. Zur Bedeutung gibt es keine Aussage.

        Das die LFE Einstellung den Tiefpassfilter umgeht, denke ich auch. Daher wahrscheinlich die geringere Last auf dem Netzteil und das Pfeiffen.

        Einen Unterschied zwischen den beiden Schalterstellungen, ausser dem Pfeiffen, kann ich nicht erkennen.

        Trennfrequenz ist am Subwoofer nicht einstellbar. Der hat nur einen Regler für die Lautstärke. Habe am AVR 100Hz eingestellt.

        Falls dem nichts entgegensteht,
        bitte nochmals rückmelden,
        werde ich mit der „ohne Pfeiffen“ Einstellung weitermachen. Der Support von Harman/Kardon ist unterirdisch und verläßt sich wohl auf engagierte Leute wie dich.

        Viele Grüsse vom Bodensee
        Gebhard

  22. Hallo Bert!

    Ich habe voller Begeisterung eure Seite durchgelesen und da sind bei mir zwei, drei Fragen aufgetaucht. Vielleicht kannst Du mir da mit wenigen Sätzen bereits behilflich sein.

    Ich hatte daran gedacht mein Heimkinosystem aufzurüsten. Ich habe relativ große IQ 4180 AT Frontlautsprecher, die schon älter sind aber noch hervorragend klingen für meine Ohren. Bisher hatte ich keinen Subwoofer installiert, was mit meinem alten Kenwood Verstärker auch völlig in Ordnung war. Nun habe ich mir ein neues Einstiegsgerät von Denon gekauft. Scheinbar ist hier die Klangausrichtung eine andere, denn hier fehlt nun eindeutig etwas Volumen „unten rum“. Die Einstellmöglichkeiten sind etwas mager aber bei Stereo Musikgenuss fällt es nicht so sehr auf, allerdings bei Filmen.

    Nun überlege ich mir einen Subwoofer anzuschaffen um den Klangbereich nach unten hin etwas abzurunden. Hälst Du das bei so großen Frontlautsprechern für sinnvoll?

    Die Lautsprecher sind mit 25- 24.000Hz angegeben, der Subwoofer meiner Begierde mit einer unteren Grenzfrequenz von 38Hz (-3dB). So ganz schlau werde ich aus diesen Angaben nicht. Letztenendes gibt die Hz Zahl nur an was theoretisch spielbar ist, wie es ankommt ist eine andere Sache oder liege ich hier falsch?

    Danke, viele Grüße und einen guten Rutsch!

    Lennart

    1. Hallo Lennart,

      das Problem ist hier glaube ich zuerst mal der Verstärker. Ich weiß ja nicht, was Du für einen Kenwood hattest, aber wenn das ein guter Stereo-Verstärker der alten Schule ist, würde es mich nicht wundern, wenn der mehr Dampf hat als irgend ein neueres Einsteigermodell.

      Du kannst jetzt natürlich einen Subwoofer dran hängen. Der bringt seinen eigenen Verstärker mit und löst so das Problem auf seine Art. Dann nimm aber bitte einen anderen! 38 Hz ist für einen Subwoofer beinahe schon lächerlich hoch. Mehr als 29 Hz sollten es eigentlich nicht sein, gerade für Filme.

      Falls Du ein 5.0 Setup hast, wäre ein Subwoofer sicher die richtige Entscheidung. Wenn Du aber bisher nur die Front hast, also 2.0, würde ich mir überlegen, lieber doch einen besseren Verstärker anzuschaffen. Gerade große Standboxen brauchen da einfach etwas mehr Dampf.

  23. Hallo Bert, danke für deine schnelle Antwort!

    Entschuldige, dass ich vielleicht nicht ausführlich genug gewesen bin.

    Der Kenwood Verstärker war auch ein Einstiegs-5.1 Receiver, allerdings mal gute 15 Jahre alt. Mein Hörgefühl sagt mir aber, dass er trotz geringerer Wattleistung voller Klang. (Wenn man so etwas auf diesem Level überhaupt sagen darf ;))

    Mit dem neuen 7.1 Verstärker überlege ich nun mithilfe eines kleinen Teufelsets auf 7.1, also auch mit Subwoofer aufzurüsten. Der Entscheidungsgrund war eigentlich ausschließlich der Sub, bei dem ich dachte, dass er für meinen Bedarf eigentlich recht potent sei.

    Nachdem ich mir kurz im Budget Bereich einen Überblick gemacht habe, muss ich sagen, dass ich den Angaben der Hersteller nicht so recht traue. Ein 350€ Teufel Subwoofer startet bei 38Hz, ein Onkyo Subwoofer für 130€ (!) bei 25Hz. Ist es wirklich diese Angabe auf die ich am meisten Wert legen sollte?

    Viele Grüße

    Lennart

    1. Aufgabe des Subwoofers ist es ja, die tiefsten Frequenzen noch mit reichlich Druck wiederzugeben. Ein paar halbwegs brauchbare Regallautsprecher kommt ja schon gut bis 60 Hz runter oder sogar noch tiefer. Von daher ist es um so wichtiger, dass der Sub ganz, ganz unten gut dabei ist. Die letzten paar Hertz unterhalb der 35 sind für das Grummeln in der Magengegend verantwortlich. Das ist der Bass, den Du nicht mehr hörst, sondern spürst. Genau deshalb solltest Du da großen Wert drauf legen.

      Den Hersteller-Angaben kann man natürlich mal mehr und mal weniger vertrauen. Genau weiß man es nur, wenn man einen Lautsprecher akustisch ausmisst. Ich sag’s mal so: Manchmal bezahlt man auch nur für einen guten Namen. Und manchmal drehen sich die Hersteller die Zahlen auch ein wenig zurecht — wird schon keiner merken.

  24. Hallo Bert,
    erst einmal vielen Dank für die Superinfos auf Deiner Seite und gleichzeitig möchte ich mich für meine Laienfragen vorab entschuldigen ;). Ich habe mich eingelesen und habe mir auch schon Infos von anderen Seiten und diversen Foren geholt, dennoch werde ich nicht ganz schlau aus meiner Heimkino-Situation.

    Ich besitze
    – Yamaha RX-V465
    – Teufel Cubycon 2
    – Sony KDL55 HX 750

    Mein Receiver hat nach Auto-Einlesen immer einer Warning (1), die eigentlich ja auf falsche Verkabelung zurückzuführen wäre. Früher habe ich das ignoriert, da nach mehrmaligem Einlesen auch schon mal die Fehlermeldung verschwand.

    Jetzt stimmt mich aber die Angaben von Level und Distance der Boxen etwas nachdenklich.

    FL 3.10m
    FR 4.00m
    C 3.00m
    SWR 0.30m (unrealistisch, steht auf gleicher Höhe wie die FR und FL, müssten also eher so bei 3.00m liegen)
    SL 1.10m
    SR 3.10m

    Trennfrequenz 110 (bisher sonst eigentlich immer vom AV auto bei 120 eingestellt worden, heute dann immer auto bei 80 bis zum letzten Einlesen, da nun 110 )
    Von mir ja auch aus in Ordnung, nur TEUFEL gibt ja was zwischen 150 und 250, am besten 200, als empfohlen an. Warum machen die das, wenn das nie ein System auto so vorschlagen würde?

    Mein eigentliches Problem ist aber: wenn ich mir die Settings für Level der einzelnen Boxen ansehe, dann passt das beim SWR (1) und FL (2) nicht.

    1. Wurde der SWR ja mit 0.30m völlig falsch eingelesen und hatte entsprechend irgendeine -Db Einstellung. Die habe ich nun auf 0Db sowie 2.90m korrigiert.
    Ist das korrekt oder ratet Ihr ab, hier manuell einzugreifen?

    2. FL ist ja weiter entfernt als FR, was der AV auch korrekt eingelesen hat. Warum aber liegt FL beim Level etwa 0,5 Db über FR? Das ist doch unlogisch oder?

    Vielleicht kannst Du mir ja helfen? Bei Bedarf kann ich natürlich auch alle genauen Db-Angaben hier nennen.

    Viele Grüße
    Phil

    1. Hallo Phil,

      was Du da feststellst ist ein ganz normales Verhalten. Zuerst solltest Du — falls nicht schon geschehen — meine Anleitung zum Einmessen des AV-Receivers noch lesen. Die meisten Deiner Fragen werden dort beantwortet.

      Die Einstellung 0,30 m ist genauso richtig oder falsch wie der exakte Abstand oder irgend ein anderer Abstand. Die Frequenzen des Subwoofers kann der AVR mit seinem popeligen Messmikrofon nicht vernünftig messen, deshalb kommen da utopische Werte raus. Die exakte Einstellung ist nur mit einer unabhängigen Messung mit speziellem Equipment möglich. Daher geht es bei Dir jetzt erstmal nur nach Gefühl und Logik.

      Als Abstand stellst Du für alle Lautsprecher und den Subwoofer die tatsächliche, messbare Entfernung ein. Pegel des Subs auf +8 dB oder so (dann springt er schneller an). Trennfrequenz am AVR mal so auf 120 bis 160 Hz testen bei so kleinen Brüllwürfeln (die Empfehlung von 200 Hz ist wahrscheinlich eine Vorsichtsmaßnahme, aber etwas hoch gegriffen, da wird der Subwoofer dann schon ortbar). Wenn bei tiefen Männerstimmen was fehlt, lieber den höheren Wert nehmen. Trennfrequenz am Subwoofer voll aufdrehen; Lautstärke anhand einiger Filme so einstellen, dass der Bass nicht zu penetrant im Vordergrund steht aber doch vorhanden ist.

      Wenn Du dann Deine Einstellungen gefunden hast, spiel mal etwas mit halbwegs konstantem Tiefbass ab (Musik oder so). Dann veränderst Du die Entfernung des Subwoofers testweise um ein Viertel seines realen Abstands. Bei 3 Meter also z.B. auf 0,75 / 1,50 / 2,25. Wenn Du einen Unterschied hörst: prima, lass es auf der Einstellung, die Dir auf allen Sitzplätzen am ausgewogensten erscheint. Wenn Du keinen Unterschied hörst: auch prima! Lass es auf dem realen Abstand eingestellt.

      Dass der weiter entfernte FL lauter gepegelt ist als der nähere FR ist logisch. Er steht weiter weg und verliert daher bis zum Sitzplatz mehr Energie. Damit die Mitte wirklich mittig erscheint, muss er lauter spielen, sonst kommt der Ton von zu weit rechts. Du kannst ne Handy-App zur Messung des Schallpegels nehmen und den Testton des Receivers für alle Kanäle messen und so einstellen, dass überall der gleiche Wert raus kommt. Oder verlass Dich einfach auf Dein Gehör, der Testton muss aus allen Lautsprechern gleich laut erscheinen.

      1. Danke Bert,
        aber ich hatte mich bei 2. verschrieben. Der weiter entfernte FR ist 0,5 Db leiser eingestellt als der nähere FL, daher fragte ich nach 😉
        Ich werde das mal mit einer Handy App versuchen einzumessen. Welche kannst Du ggf. empfehlen?

        Den Subwoofer auf +8 DB einzustellen,kann ich machen, widerspricht das aber nicht Deiner Ansage „Lieber nach unten korrigieren, als nach oben“??

        Ich verbitte mir das Wort „Brüllwürfel“ 😉 die Dinger sind nicht schlecht und reichen für meinen Raum und meine Ansprüche mehr als aus. Übrigens hatte ich vorher wirklich Brüllwürfel, da kommt der Sound doch jetzt recht satt daher!

        Wenn ich jetzt noch die Trennfrequenz änder, bleibt ja vom automatischen Einlesen nicht mehr viel übrig, aber ich versuche es mal.

        Und 2 Fragen noch bzgl. Abstand:
        “ Dann veränderst Du die Entfernung des Subwoofers testweise um ein Viertel seines realen Abstands“ Meinst Du damit, ich soll den Abstand im Receiver oder den realen Abstand des Subwoofers im Zimmer anpassen?

        Bringt die Angabe zum Abstand überhaupt was oder hat sie nur dokumentarische Zwecke, denn sie beeinflusst ja nach Veränderung Ihres Wertes nicht das Level /Db?

        Und zu „Trennfrequenz am Subwoofer voll aufdrehen; Lautstärke anhand einiger Filme so einstellen, dass der Bass nicht zu penetrant im Vordergrund steht aber doch vorhanden ist.“
        An meinem neuen Subwoofer kann ich die Trennfrequenz gar nicht einstellen, die Lautstärke habe ich auf den Mittelwert gesetzt, dazu rät ja jeder oder findest Du das falsch?

        Danke schon mal für Deine Mühen!
        Grüße
        Phil

        1. Ich werde das mal mit einer Handy App versuchen einzumessen. Welche kannst Du ggf. empfehlen?

          Ich kann keine empfehlen, da ich mich auf mein Gehör verlasse oder ein richtiges Messmikrofon nutze. Es ist aber halbwegs egal welche Du nimmst. Genau sind die sowieso alle nicht, aber es geht ja nur darum, Unterschiede in der Lautstärke aufzudecken. Dafür geht jede, sofern sie mit Deinem Handy funktioniert.

          Den Subwoofer auf +8 DB einzustellen,kann ich machen, widerspricht das aber nicht Deiner Ansage „Lieber nach unten korrigieren, als nach oben“??

          Siehe mein anderer Artikel — beim Subwoofer ist das egal, weil der eine andere Art von Signal bekommt.

          Wenn ich jetzt noch die Trennfrequenz änder, bleibt ja vom automatischen Einlesen nicht mehr viel übrig

          Du hast das Prinzip verstanden. Traue nicht dem Einmesssystem. 😉 Es bleibt am Ende immer noch die Einstellung des Equalizers. Die kannst Du ohne Messequipment nicht manuell einstellen.

          Bringt die Angabe zum Abstand überhaupt was oder hat sie nur dokumentarische Zwecke, denn sie beeinflusst ja nach Veränderung Ihres Wertes nicht das Level /Db?

          Der Abstand resultiert in einer anderen Verzögerungszeit für den Subwoofer. Das dient dazu, ihn mit den anderen Lautsprechern in Einklang zu bringen. Alternativ haben viele Subwoofer dafür einen Phase-Regler.

          die Lautstärke habe ich auf den Mittelwert gesetzt, dazu rät ja jeder oder findest Du das falsch?

          Das ist falsch. Damit sind die meisten Subwoofer schon viel zu laut. Oder was denkst Du, warum der Receiver ihn Dir auf -10 dB geregelt hat? Die Lautstärke immer nach Gehör (und Toleranz der Nachbarn) einstellen. Meistens eher so auf 9 Uhr bzw. 20%.

  25. Hallo zusammen.

    Ich besitze einen Pioneer VSX 831 und betreibe daran als Subwoofer den Canton AS 85.2.
    Alle andere LS sind auch von Canton.
    Im großen und ganzen bin ich mit dem Sound ganz zufrieden. Eingemessen habe ich alles mit dem Einmessmikrofon von Pioneer.
    Jetzt habe ich gelesen, das man mit einem zweitem SW das Basserlebnis verbessern kann. Damit meine ich nicht das es lauter wird sondern einfach „runder klingt“ und ggf Raummodden minimirt werden.
    Als 2. SW hätte ich noch einen der jedoch nicht identisch ist zu dem Canton.
    Nun meine Frage.
    Bringt das was, gerade auch weil es 2 verschiedene SW sind? Oder müssen beide SW baugleich sein?

      1. Ok. Vielen Dank für die schnelle Info. Dann hat sich das wohl erst mal erledigt für mich.

        Ich habe mir eben Deinen Bericht über das einmessen durchgelesen.
        Folgendes ist mir noch unklar.
        Nach dem Einmessen mit dem Pioneer Mikro sehe ich, dass er mir falsche Angaben zeigt, was den Abstand betrifft. Ok, das liegt wohl am minderwärtigen Mikro, wenn ich das richtig verstanden habe.
        Wenn ich nun den Absatand auf das richtige Maß manuell berichtige, müsste ich doch im Gegenzug auch die Lautstärke neu einmessen.
        Verstehe ich das so richtig?

          1. Vielen Dank für die Info.
            Vor allem aber Respekt für Deine Seite! Ganz toll erklärt alles.

            Hätte da jedoch noch mal eine Frage zu der Konstallation mit den 2 SW, da ich so, wie es momentan ist, für mich nicht optimal rüberkommt. SW ist entweder zu schwach bzw dröhnt manchmal, und das bei unveränderter Einstellung.
            Bin nämlich am überlegen mir nun doch einen zweiten, baugleichen, zu kaufen…

            Zum Raum: 4m x 4m – Abstand Center/TV zum Sofa 3,50m
            FLS und SLS: links und rechts in den Ecken
            Center: direkt unter dem TV
            SW: links neben dem Center
            alle LS in Ohrhöhe

            -LS mit original Mikro eingemessen. LS wurden dabei auf LARGE gestellt
            -manuell auf SMALL gestellt
            -am AV Chrossover auf 80Hz gestellt

            -am SW Treenfrequenz auf voll (200 Hz)
            -am SW Level auf 12 Uhr Stellung (-6db)
            -am SW Phase 0

            Sollte doch bis hierher alles so weit passen!?

            Würde ein zweiter baugleicher SW wirklich Sinn machen, so dass ich das dröhen in den Griff bekomme bzw alles satt / rund klingt?

            Wenn ja, wo sollte man den 2. SW optimal aufstellen? Platz wäre in den hinteren Ecken als auch in der Front, rechts neben dem Center.

            Du schreibst, das wenn 2 SW in der Front betrieben werden….

            „Normalerweise muss dann an der Rückwand ordentlich absorbiert werden, damit die Schallwellen möglichst nicht zurückgeworfen werden“

            D.h. also, das das Sofa was direkt gegenüber steht nicht ausreichend absorbiert und zusätzlich die Wände noch über Absorber verfügen müssen?
            Momentan ist die Wand genenüber des SW komplett frei.

          2. Ok, jetzt wird einiges klarer. 🙂 Deine Einstellungen sind so weit ok. Die stark unterschiedliche Basswahrnehmung kommt höchstwahrscheinlich von Deinem exakt quadratischen Raum. Diese Raummaße sind sehr ungünstig, weil sie einige Raummoden maximal anregen.

            Wenn Du jetzt einen zweiten Subwoofern an die Front stellst (je einer bei einem Viertel der Raumbreite), verringern sich im Idealfall die Quermoden. Dafür verstärken sich aber die Längsmoden, weil die dann maximal angeregt werden. Da der Raum quadratisch ist, wird das möglicherweise gar keine großen Auswirkungen haben.

            Wenn Du hinten stark absorbieren könntest, hätte das ganze sicher einen positiven Effekt. Das Sofa reicht nicht, das absorbiert zwar, aber nicht so wie Du es brauchst. Du willst Dir aber vermutlich nicht die komplette Rückwand einen Meter dick mit Dämmwolle zuklatschen.

            Da bleiben noch folgende Möglichkeiten:

            • Double Bass Array — 4 Subwoofer, hm, vermutlich nicht, oder?
            • Aktive Auslöschung mit 2 Subwoofern: könnte was bringen, kann aber auch in die Hose gehen. Voraussetzung wäre, dass Du hinten einen zweiten Subwoofer exakt spiegelverkehrt zum vorderen stellen kannst.
            • elektronische Korrektur mit ihren Nachteilen (aber besser als nichts zu machen) — zum Beispiel Antimode oder minidsp
            • Ein paar Helmholtz-Resonatoren, wenn Du Stellplatz hast

            Ich würde bei der Liste hinten anfangen. Lies Dich mal in die Themen ein, damit Du ein Gefühl dafür bekommst, was mit wie viel Aufwand und wie teuer umzusetzen ist. 🙂

  26. Ok. Danke!

    Double Bass Array, Antimode als auch minidsp würde ich an dieser Stelle mal für mich ausschliesen.

    Ich tendiere eher dazu, Akustik Absorber an die Wände zu montieren.
    Kann man ja selbst bauen. Nach meiner Recherche kann man dafür gut 50er Rockwool verwenden. Als Motiv, je nach Geschmack, sollte Bettbezug fungieren.
    Und alles gut in einem Holzrahmen versteckt. Abstand Dämmung zur Wand würde ich, so wie Du es auch gut beschrieben hast, 3cm machen.
    Ich denke das dies ein guter Ansatz ist….

    Meine Überlegung ist, 3 Akustikbilder an der Wand über dem Sofa zu verteilen…so das die Wand gut gefüllt aber nicht überladen wirkt. Irgendwas im 100×80 cm Bereich/pro Bild….

    Zudem an einer, noch freien Wand (links der TV/Audio Station), ggf auch so so ein Absorber mit der gleichen Größe.

    Was sagst Du dazu?

    1. Deine Probleme liegen im Bereich von 20 bis 200 Hz. Die Schallwellen sind hier mehrere Meter lang. Wie willst Du das mit 5 cm starken Absorbern abfangen? In diesem Bereich kannst Du passiv (d.h. ohne Elektronik oder gegenläufig spielende Subwoofer) nur noch mit einem Helmholtz-Resonator arbeiten.

      Solche Absorber, wie Du sie vorschlägst, würden grundsätzlich sicher nicht schaden. Aber sie lösen nicht Dein Problem mit dem Dröhnen.

  27. Nun, so wie ich es verstanden habe, sollen die Absorber die Wellen bremsen.Deshalb war das auch mein Vorhaben….Habe da auch immer von Absorbern gelesen im 5cm Bereich…Marke Eigenbau

    Ach man. Und ich dachte ich bin auf einem gutem Weg…. 🙁
    Ich sehe schon,alles nicht so einfach wie gedacht, und das obwohl ich mich die letzten Tage sehr viel mit der Materie beschäftigt habe.
    Dann bleibt mir wohl wirklich nur der Weg über den 2. SW.

    Dann mal hoffentlich meine letzten Fragen zu dieser Problematik.

    Du schreibst das die SW gegenläufig arbeiten müssen….D.h. einer soll vorn stehen und einer hinten.Richtig?
    Das bedeutet jedoch in meinem Fall, das der 2. SW irgendwo neben dem Sofa steht und somit nicht frei in den Raum „spielen“ kann.
    Wäre dies kontraproduktiv oder wäre das egal?
    Einstellungen sollte an beiden identisch sein!?
    Würde diese Konstellation das Problem des Dröhnen lösen?

    1. Bei aktiver Auslöschung muss der 2. Sub definitiv spiegelverkehrt hinten im Raum stehen, nicht irgendwo. Er muss das Signal invertiert und zeitverzögert ausgeben. Du brauchst dazu auch ein minidsp und man muss die Einstellungen mit Messequipment vornehmen. Hinzu kommt noch, dass nicht garantiert ist, dass es viel bringt.

      Also, das ist günstiger als ein DBA und schöner als die nötige Menge Absorber — aber immer noch aufwendig. Deshalb lieber ein Helmi statt einen zweiten Sub. 🙂

  28. Da hast Du ganz sicher recht.

    Nur bei dem Thema Helmholtz-Resonator bin ich raus.
    Für mich als Laie nicht umsetzbar. So wie ich es gelesen und verstanden habe, sind da so einige Berechnungen und vor allem das erforderliche Fachwissen nötig um so eine Kiste zu bauen… die letztendlich auch den gewünschten Erfolg bringt.

    Gut, das Bauen ist ein Klax für mich, nur sollte am Ende auch das Klangergebnis stimmen…..

  29. „Ich hoffe, in nicht allzu ferner Zukunft einen Artikel dazu veröffentlichen zu können“
    Das wäre richtig klasse. Dies ist nämlich ein sehr komplexes Thema…

    „Ansonsten kann ich Dir auch einen Kontakt vermitteln“
    Danke, nett gemeint. Aber das sprengt mit Sicherheit mein Budget.

    Ich werde auf jeden Fall hier fleißig weiter mitlesen.
    Tolle Seite!

  30. Hallo,

    ich habe mal eine Frage zum LFE Kanal.

    In meinem Denon kann ich einen sogenannte „LFE-Tiefpass-Filter“ von 40 bis 250 Hz einstellen.
    Standardmäßig ist hier 120 Hz hinterlegt.

    Bedeutet das, dass alle Frequenzen des LFE Kanals oberhalb 120 Hz abgeschnitten werden und sozusagen nur Frequenzen von 0 – 120 Hz zum Subwoofer geleitet werden?
    Ist diese Annahme korrekt?

    Der Frequenzregler in meinem Sub kann ich stufenlos von 40 bis 199 Hz einstellen. Diesen habe ich voll aufgredreht. Wenn doch aber der LFE vom AVR bereits bei 120 Hz beschnitten wird (obige Annahme) könnte ich doch am Subwoofer von 199 Hz auf 120 Hz gehen oder ?

    Besten Dank für deine Antwort!

    1. Die Annahme ist richtig, aber die Sache ist komplizierter. Sowohl der Tiefpass-Filter im Subwoofer als auch der des AV-Receivers schneiden nicht einfach bei der eingestellten Frequenz ab. Stattdessen wird das Signal über einen größeren Frequenzbereich langsam abgeschwächt. Üblich ist eine Abschwächung um 12 dB pro Oktave, aber auch andere Werte sind nicht selten. Genaueres verraten wahrscheinlich die technischen Daten in den Bedienungsanleitungen.

      Würdest Du also an beiden Geräten auf 120 Hz gehen, hätte das zur Folge, dass die Abschwächungen sich addieren und der Übergang somit härter wird. Das wird schwer kontrollierbar. Daher solltest Du am Subwoofer voll aufdrehen und den Tiefpass vom AVR regeln lassen. Der weiß auch besser, was er mit den übrigen Anteilen machen will — weglassen oder auf die Mains umlagern, der Subwoofer kann es nur wegfallen lassen. Da es sich aber offenbar nur um einen LFE-Filter handelt, würde ich beides voll aufdrehen. Im LFE-Kanal ist oberhalb von 120 Hz sowieso nicht mehr viel enthalten, und wenn, dann wird das wohl auch seinen Grund haben.

      1. Hallo Bert,

        vielen Dank für deine schnelle Antwort!

        Ok, ich stelle den Sub wieder auf 199 Hz. Das ist einfach sicherer.

        Ich finde 120 Hz für nen TPF echt hoch. War das schon immer so?
        THX hat als Trennung glaube ich 80 Hz oder ?

        Meine Fronts, Center und Surround hab ich alle bei 80 Hz getrennt (sind alles Vollbereichslautsprecher) … und laufen zum Sub. Aber in meiner Frage ging es tatsächlich nur um den LFE Kanal.

        1. Vorsicht, bitte nicht die Trennfrequenz für die Hauptlautsprecher mit dem LFE-Kanal verwechseln!

          • Die Trennfrequenz bestimmt, welche Anteile aus den Hauptkanälen entfernt und auf den Subwoofer übertragen werden, weil dieser sie besser wiedergeben kann. Das ist ein feines Feature, das die Unzulänglichkeiten von Lautsprechern und Verstärkern für den Heimbereich ausgleicht. Mit Kino hat das nicht viel zu tun.
          • LFE ist ein separater Kanal im Quellmaterial (das „.1“) und kann auch Signale über 80 Hz enthalten. Ideale Technik vorausgesetzt, würden ausschließlich diese Signale an den Subwoofer gesendet.

          Das eine hat mit dem anderen nicht viel zu tun. Ein Tiefpassfilter für den LFE-Kanal ist somit eigentlich überflüssiger Schnickschnack, weil der Kanal technisch bedingt schon einen Tiefpass hat. Die Signale auf der DVD oder Blu-ray können für diesen Kanal keine hohen Töne enthalten. So eine Funktion lädt nur dazu ein, dass man sie falsch einstellt.

          1. Hallo Bert,

            ja, den Unterschied hatte ich schon verstanden.

            Ich trenne meine Lautsprecher auf bei Hz, da ich bei 40Hz eine fiese Mode habe. Ich linearisiere meinen Sub mittels eines DSP 🙂

            Ich überlege nur, den LFE Kanal zu begrenzen, da mir persönlcih 120 HZ zu hoch sind.

  31. Hallo ,Ich kaufe mir demnächst den klipsch r w12 , habe ein jamo system 628 , meine frage : muss ich das System mit dem sub komplett neu einmessen oder kann ich ihn einfach manuell an das bereits eingemesse jamo System anpassen und ihn selbst nach meinen vorlieben einstellen was wäre da besser ? und meine zweite frage : bekommt man einen guten bass wenn man den sub etwas vor den frontlautsprechern stellt , wäre bei mir der fall aus platzgründen . Schonmal danke im voraus.

    1. An sich musst Du nicht zwingend neu einmessen. Schaden kann es aber auch nicht. Wenn bisher noch kein Subwoofer dran hing, musst Du nur darauf achten, die Hauptlautsprecher auf small zu stellen und die Trennfrequenz passend zu wählen. Die übrigen Einstellungen der Hauptlautsprecher ändern sich ja nicht.

      Ob der Bass besser ist, wenn Du den Subwoofer weiter vor stellst, kann man vorher nicht sagen. Es spricht grundsätzlich nichts dagegen, ihn dort hin zu stellen. Am besten lässt Du dann die Phase auf 0° und stellst die Entfernung am AV-Receiver so ein, dass er am besten klingt. Das kann auch irgend ein Wert sein, der rein gar nichts mit der reellen Entfernung zu tun hat.

  32. Die Ortbarkeit ist – zumindest bei 120 Hz – schon da.

    Ich hatte mal geschaut, in welchem Spektrum der LFE Kanal seine Frequenzen enthält.
    Aber da bekommt man auch keine zuverlässige Aussage.
    Man liest des Öfteren 100 Hz.

  33. Hallo , ich habe jetzt meinen subwoofer , und habe die trennfrequenz am receiver auf 50 hz gestellt und es hört sich meiner Meinung nach besser an als mit 80hz , obwohl meine standlautsprecher nur bis 60 hz runter spielen hab sie auf small gestellt , wie kann es sein das es sich dann nach meinem empfinden besser anhört obwohl mir doch dann eigentlich die frequenz zwischen 50 und 60 hz fehlt da bin ich mir jetzt etwas unsicher , danke . Lg

    1. Muss mich korrigieren standlautsprecher spielen bis 37 hz runter aber vermutlich schafft das mein receiver nicht sie soweit runter spielen zu lassen

      1. Hallo Silvio,

        Dein Receiver wird das schon schaffen, er muss ja nur das Signal ausgeben. Aber natürlich „ziehen“ die Lautsprecher mehr an der insgesamt verfügbaren Leistung, wenn sie weiter runter spielen müssen. Das wird aber erst relevant, wenn Du wirklich sehr laut machst – lauter als gesund ist.

        Dass es mit 50 Hz besser klingt ist aber kein ungewöhnlicher Effekt. Bei bestimmten Frequenzen, die irgendwo in dieser Gegend liegen, wird dann eben der Raum anders angeregt, was am Hörplatz besser klingen kann. Immer schön weiter experimentieren. 🙂

        1. Danke für die infos ☺und du sagtest ja pegel für subwoofer immer bei 0 oder sogar im plusbereich lassen und dann lieber lautstärke direkt am subwoofer ändern

  34. Hallo Bert,
    ich würde gerne mal Ihre Meinung zu meinem Lautsprechersetup erfahren.
    Ich besitze die Lautsprecher von B&W der CM S2 Serie CM9/CM5/Centre 2 und der dazugehörige SUB. Der Verstärker ist ein Denon Avr X 5200.

    Laut einem Testbericht der Zeitschrift Video kann man alle Lautsprecher über die Einstellung „GROß“ belassen, da sie in der Lage sind tief genug herunterzuspielen. Dies soll entgegen Ihrer Meinung aus einem vorherigen Kommentars besser, bzw. räumlicher klingen, als wenn ich die Lautsprecher z.B. bei 80Hz abtrenne.

    Ich bin nun verunsichert. Ich wünsche mir ein druckvolles, aber sauber und unverfälscht klingendes Heimkino. Im Stereo-Modus höre ich ausschließlich im Large Modus, also ohne Subwoofer. Klingt hier auf jeden Fall besser. Aber 5.1 bei Filmen ist ja nun eine ganz andere Geschichte.

    Wie würden Sie diese Lautsprecher einstellen, wenn Sie in Ihrem Wohnzimmer stehen würden. Momentan habe ich die Einstellung Front 40Hz, Center und Surround 60 Hz gewählt. Ist vielleicht 60/60/60 Hz oder sogar 80/80/80 Hz ratsam???

    Vielen Dank für Ihre Mühe
    Beste Grüße
    Karsten

    Anbei Ihr Kommentar vom 6. Oktober 2016 um 19:44

    Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass man große Lautsprecher bis in die tiefsten Bereiche spielen lassen sollte, nur weil sie es können. Ein brauchbarer Subwoofer kann das besser. Deshalb trennt man bei 60 oder 80 Hz — so bleibt den Standboxen mehr Power für den restlichen Bereich und Auslöschungen sind nicht ganz so wahrscheinlich. Die Feinabstimmung ist einfacher und der Bass sauberer.

    Wahrscheinlich ist das ein psychologisches Problem: Wenn man große Boxen hat, will man sie ja auch so nutzen. Die Einstellung „small“ klingt da natürlich wie „nicht das volle Potenzial nutzen“.

    1. Das ging aus dem zitierten Kommentar nicht ganz hervor: Es sind ja eigentlich nicht die Boxen, die mehr Power übrig haben, wenn man sie als klein laufen lässt. Es ist der Receiver, dem mehr Leistung für die höheren Frequenzen übrig hat, wenn man mehr Klanganteile auf den Subwoofer auslagert.

      Das — in Kombination mit der Tatsache, dass mehrere Bassquellen unter Umständen schwieriger aufeinander abzustimmen sind — ist der Grund, warum man die Lautsprecher fast immer als klein laufen lassen sollte.

      Die Trennfrequenz wählst Du nach Gefühl (außer Du kennst Dich mit akustischen Messungen aus). Grundsätzlich solltest Du aber nicht unter die Empfehlung des Herstellers für die einzelnen Lautsprecher gehen.

  35. Hallo Bert,
    vielen Dank für Ihre Antwort. Nur wie verhält es sich, wenn der Verstärker ohnehin ausreichend Kraftreserven im 5 Kanal Betrieb bereitstellt.

    Hier sind die technischen Daten der Lautsprecher:

    Front Frequenzumfang (-6dB) bei 30Hz und 50kHz
    Frequenzgang 46Hz – 28kHz ±3dB

    Rear Frequenzumfang (-6dB) bei 45Hz und 50kHz
    Frequenzgang 50Hz – 28kHz ±3dB

    Center Frequenzumfang (-6dB) bei 40Hz und 50kHz
    Frequenzgang 50Hz – 28kHz ±3dB

    Ist der Frequenzumfang oder der Frequenzgang maßgebend???

    Der Verstärker hat im 5 Kanal Betrieb Sinusleistung 5x 112 / 136 Watt an 8 / 4 Ohm und im Stereo Betrieb 2x 158 / 230 Watt 8/4 Ohm.

    Übrigens empfinde ich die Audyssey Einmessung als grausam kligend, daher ziehe ich die manuelle Einstellung vor. Sehen Sie das ähnlich? Einige Autoren berichten ja immer wieder, dass die Audyssey Ergebnisse herausragend sein sollen.

    Wie würden Sie anhand der technischen Daten der Lautsprecher und Verstärker das Setup nun wählen?

    Beste Grüße

    1. Ich würde es gar nicht anhand der technischen Daten wählen. 🙂

      Da wird immer viel gezaubert, weshalb die Aussagekraft nicht besonders groß ist. Das fängt mit der Angabe „-6 dB“ an — normalerweise wird -3 dB als Vergleichswert angegeben, aber dann sind die Hertz-Werte höher, was sich natürlich schlechter verkauft. Und dass die Lautsprecher 28 kHz schaffen, wage ich auch mal zu bezweifeln (mal abgesehen, dass Du die oberen 10000 davon nicht mehr hören würdest).

      Genauso die Watt-Angaben. Häng mal so ein Stromverbrauchsdings vor den Stecker und schau nach, ob der Receiver wirklich 5 x 112 Watt zieht. Da sagt der Preis des Geräts mehr aus. Aber die Leistung ist sowieso weitestgehend irrelevant, so lange Du keine wirklich hohen Pegel fährst oder einen riesigen Raum beschallst. So lange Du so hörst, dass Du Dir nicht die Ohren kaputt machst und es Dir mit den Nachbarn verscherzt, reicht jeder Receiver aus der unteren Preisklasse (rein auf die Leistung bezogen).

      Wie auch immer, den technischen Daten der Lautsprecher nach solltest Du spätestens bei 60 Hz trennen. Dann einfach vergleichen, wie es mit 80 Hz ist und das nehmen, was Dir besser gefällt.

      Wenn Dir die Audyssey-Einstellung nicht zusagt, kannst Du die natürlich umgehen. Ich empfehle grundsätzlich, das Einmesssystem zu nutzen, aber die meisten Werte danach manuell zu korrigieren. Wenn es komisch klingt, kann das übrigens auch an den bisherigen Hörgewohnheiten liegen. Die Ohren bzw. das Gehirn braucht ein paar Wochen, bis es mit dem neuen Klang klar kommt.

  36. Sub und tops in Phase bringen ist absolut simpel, auch ohne Messwerkzeuge!
    man dreht die Phase der Tops um 180grad, nimmt einen Testton in dem Frequenzbereich wo sich Sub und Top überschneiden und nun schiebt man die Phase des Subs so lange bis man den minimal Schallpegel bzw. die maximale Frquenzauslöschung erreicht hat, jetzt nur die Phase der Tops wieder auf 0grad zurück stellen und fertig ist der Lack!
    Ist alles nur einfachste Physik 😛
    Funktioniert auch super im großen Stil z.b. in der Veranstaltungstechnik, Line Arrays mit Sub Array oder auch Endfired Sub Array

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