Aufstellung des Subwoofers

Die Aufstellung des Subwoofers ist eine Aufgabe für sich, wenn man ein Heimkino-System einrichtet. Im Vergleich zur Aufstellung der anderen Lautsprecher müssen ganz andere Gesetze der Raumakustik berücksichtigt werden. Der Subwoofer ist zwar nicht an die Symmetrie der anderen Lautsprecher gebunden, bringt dafür aber eigene Besonderheiten mit, denen oft viel schwieriger beizukommen ist.

Aufstellung des Subwoofers an der Front zwischen Center und einem Hauptlautsprecher

In vielen Illustrationen, allen voran denen in den Bedienungsanleitungen der Hersteller, steht der Subwoofer an der Front zwischen dem Center und dem linken oder rechten Hauptlautsprecher. Grundsätzlich ist er dort auch gar nicht so schlecht aufgehoben, weil er so annähernd den selben Abstand zur Hörposition hat, wie die Hauptlautsprecher, die oft auch einen nicht unerheblichen Anteil der tiefen Frequenzen übernehmen.

Bringt man sein Heimkino-System aber in einem Lowboard oder gar einer Schrankwand unter, ist ein Stellplatz für den riesigen Kasten an der Front oft nicht mehr drin. Hat man einen guten Stellplatz gefunden, kann es aber immer noch vorkommen, dass der Bass unerträglich dröhnt oder — was fast noch häufiger passiert — gar nicht mehr zu hören ist.

Gute und schlechte Orte zur Aufstellung des Subwoofers

Bevor man tatsächlich Versuche mit der Aufstellung des Subwoofers in seinem Raum vornimmt, gibt es einige Plätze, die von vorneherein besser oder schlechter geeignet sind. Das gilt für nahezu alle Räume in rechteckiger Bauweise. Diese Plätze könnt Ihr bei der Planung gleich als wahrscheinlich geeignet oder ungeeignet vorsehen — Praxistests sind aber trotzdem eine gute Idee.

  • Ganz schlecht: die Raumecken. In den Ecken jedes Raums treffen Schallwellen aus allen Richtungen aufeinander und werden innerhalb kürzester Zeit zweimal nacheinander reflektiert. Deshalb dröhnt der Bass in den Ecken am meisten. Stellt man den Subwoofer dort hin, bekommt man dessen direkte Schallwelle ab, und kurz darauf gleich zwei reflektierte Wellen von den beiden Wänden. Das führt praktisch immer zu völlig überhöhtem, dröhnenden Bass.
  • Auch nicht optimal: an einer Wand. Hier tritt das gleiche Problem auf, nur nicht ganz so ausgeprägt wie in einer Ecke, weil die Schallwelle nur einmal reflektiert wird. Wenn es sich vermeiden lässt, platziert den Subwoofer nicht zu nah an einer Wand. Ausnahmen von dieser Regel gibt es bei speziellen Aufstellungen, wie etwa einem Double Bass Array.
  • Meistens gut: bei einem Fünftel der Raumlänge und -breite. Dabei sind die Abstände zu den Wänden groß, aber vor allem unterschiedlich genug, um die üblichen Probleme zu vermeiden.

Das schöne am Subwoofer ist ja, dass man ihn nicht orten kann. Das menschliche Gehör ist nicht in der Lage, die genaue Herkunft der Frequenzen, die ein Subwoofer von sich gibt (ungefähr 20 bis 200 Hz), zu bestimmen. Er kann überall im Raum stehen und wird dort seinen Dienst tun — nur ist eben nicht jeder Ort gleich gut geeignet.

Die Ursache: Raummoden

Das eigentliche Problem mit dem Bass sind die sogenannten Raummoden. Raummoden treten bei den Frequenzen auf, deren Wellenlänge genau einer Kantenlänge des Raums entsprechen oder ein Vielfaches davon sind. Je nach Raum gibt es mehrere mehr oder weniger stark ausgeprägte Moden. Sie machen sich dadurch bemerkbar, dass der Bass an manchen Stellen im Raum nahezu verdoppelt wird, an anderen dafür aber fast völlig ausgelöscht ist.

Stellen wir uns vor, der Subwoofer würde genau in der Mitte des Raums stehen. Eine Schallwelle wird Kugelförmig davon ausgestrahlt. Sie trifft also gleichzeitig auf die linke und rechte Wand auf und wird von dieser reflektiert. Die beiden reflektierten Wellen treffen dann wieder gleichzeitig in der Mitte aufeinander. Befindet sich dort auch der Hörplatz, bekommt man in der Regel ein ordentliches Dröhnen zu hören. Je nach Position des Subwoofers, der Frequenz und der Hörposition kann es aber auch vorkommen, dass sich die reflektierten Schallwellen gegenseitig auslöschen.

Wie problematisch der Bass ist, lässt sich am besten nachvollziehen, indem man einen Testton abspielt und dabei im Raum umher geht. Es fällt sofort auf, dass der Bass überall anders vernommen wird — lauter und leiser. Trifft der Testton die Frequenz einer Raummode, fällt dieser Effekt besonders stark aus.

Aus diesem Grund ist eine Aufstellung des Subwoofers bei einem Fünftel (oder notfalls einem Viertel) einer Raumlänge meistens gut geeignet. Hier treten die Reflexionen an den Wänden in so unterschiedlichen Zeitabständen auf, dass es über das gesamte Frequenzspektrum hinweg die wenigsten Auslöschungen oder Aufdickungen gibt.

Doch genug der grauen Theorie. Wie findet man nun den optimalen Platz in der Praxis?

Nun, will man alles richtig machen, gibt es nur einen Weg: Mit Hilfe eines Messmikrofons an der Hörposition wird ausgemessen, wie die Schallwellen des Subwoofers in seinem Frequenzspektrum vom Raum reflektiert werden. Daraus ergeben sich nützliche Diagramme, die genau aufzeigen, was die Problemfrequenzen sind. Durch Verschieben des Subwoofers kann man dann verschiedene Messungen miteinander vergleichen und so die optimale Position finden.

Das ist zwar die optimale Lösung, Ihr benötigt dafür aber spezielles Equipment und eine Menge Kenntnisse im Bereich der Akustik. Alternativ beauftragt Ihr einen Akustiker mit dieser Aufgabe. Für den durchschnittlichen Heimkino-Anwender kommt dieser Weg leider nicht in Frage, so dass Ihr auf die herkömmlichen Methoden zurückgreifen müsst.

Nicht zu empfehlen: die Kriechmethode

Eine sehr verbreitete Empfehlung, um die optimale Aufstellung des Subwoofers herauszufinden, ist die sogenannte Kriechmethode. Dabei stellt man den Subwoofer genau auf Ohrhöhe an die Hörposition. Dann schließt man ihn an und lässt einen Testton, Musik oder eine Filmsequenz laufen, bei der er konstant zu hören ist.

Die klassische Aufstellung des Subwoofers zusammen mit den anderen Boxen an der Front Dann — und daher der Name dieser Methode — kriecht man im Raum umher und sucht nach der Stelle, an der der Bass am besten klingt. Man kriecht deshalb, weil man dann mit dem Kopf auf der Höhe ist, auf der der Subwoofer sich später befinden wird, wenn er auf dem Boden steht. Eine mögliche Stelle soll gut sein, wenn der Bass dort nicht völlig fehlt, aber auch nicht zu aufgedickt wirkt. Stellt man später den Subwoofer an diese Stelle, so die Idee hinter der Kriechmethode, sollte es umgekehrt an der Hörposition sehr ähnlich klingen.

Was in der Theorie plausibel klingt, ist in der Praxis nicht zu gebrauchen! Überhöhungen und Auslöschungen im Bass ergeben sich dadurch, wie der Raum davon angeregt wird, nicht aus Abstand und Richtung zum Hörer. Das räumliche Verhältnis von der Schallquelle zum Zuhörer lässt sich nicht umkehren! Der Subwoofer wird den Raum von der Hörposition aus völlig anders anregen, als von seiner späteren Position auf dem Boden aus. Ihr könnt Euch die Kriecherei also sparen.

Ausprobieren

Von akustischen Messungen abgesehen, gibt es nur einen brauchbaren Weg, eine gute Aufstellung für den Subwoofer zu finden: Ausprobieren kann zwar anstrengend sein, ist aber das einzige wirklich verlässliche Mittel. Stellt den Subwoofer da hin, wo er stehen soll, schließt alles an und fahrt dann Euer Testprogramm ab.

Wenn Ihr genug gehört habt, stellt den Subwoofer um und lasst das selbe Testprogramm nochmal laufen. Achtet dabei darauf, ob der Bass weniger oder mehr geworden ist. Es versteht sich von selbst, dass Ihr an den Klangeinstellungen bis hin zur Lautstärke nichts verändern dürft.

Es kann sein, dass Ihr die Lautstärke zwischendurch korrigieren und alle Positionen nochmal ausprobieren müsst. Wurde der Bass an der ersten Position zum Beispiel aufgedickt oder neigte zum Dröhnen, war er vielleicht einfach nur zu laut eingestellt. Ein guter Zeitpunkt, um die Einstellungen des Subwoofers zu überprüfen.

Ein gutes Hilfsmittel ist dabei übrigens ein Rollbrett für Möbeltransporte oder ein Skateboard. Schließlich will man den unhandlichen Kasten nicht immer hin und her tragen müssen. So kann man den Subwoofer auch von einem Helfer langsam durch den Raum schieben lassen, bis die beste Stelle auf einer Linie gefunden ist.

Versucht macht klug

Tatsächlich gibt es kein Patentrezept, das in jedem Fall funktionieren wird. Ausprobieren ist immer die beste Methode, um den richtigen Stellplatz für den Subwoofer zu finden.

Hauptsache ist — und das kann ich nicht oft genug wiederholen — dass er nicht in einer Raumecke steht, und schon gar nicht von Möbeln eingekeilt wird. Ebenso ist es keine gute Idee, den Subwoofer in ein Regal oder anderes Möbelstück zu stellen — selbst wenn dort akustisch gesehen der optimale Standpunkt wäre. Möbel werden bei diesen Frequenzen immer mitschwingen.

Zwei Subwoofer

Zum Abschluss ein paar Worte zur Aufstellung von zwei Subwoofern. Sinn von zwei Subwoofern (X.2) ist es nicht, mehr Bass zu haben, sondern den Bass sauberer spielen zu lassen. Wollte man mehr Bass haben, müsste man nur weiter aufdrehen.

Die Idee dahinter ist, dass sich die Schallwellen der beiden Subwoofer mehr oder weniger vereinen und so als eine gemeinsame Welle in einer Richtung durch den Raum wandern. Dadurch würden — zumindest in der Theorie — die Raummoden der Breite und Höhe stark abgeschwächt, was zu gleichmäßigerem Tiefton führt. Gleichzeitig werden aber die Längsmoden stärker angeregt, weshalb man im hinteren Bereich des Raum stark absorbieren sollte.

Der Effekt ist durchaus spürbar, hängt aber sehr stark von der Aufstellung der beiden Subwoofer ab. Hier ist eine symmetrische Aufstellung an einer Seite des Raums wieder erforderlich, damit das funktioniert.

Die oben genannten Tipps gelten also in erster Linie nur für die Aufstellung eines einzelnen Subwoofers. Bei mehreren Subwoofern gelten zwar die Grundprinzipien für jeden einzelnen davon, es kommt aber zusätzlich die noch wichtigere Regel der Symmetrie hinzu.


Ihr habt noch Fragen?

Manchmal kommt man um individuelle Hilfe einfach nicht herum. Wenn das Problem mit der Subwoofer-Aufstellung zu komplex für eine einfache Antwort in den Kommentaren ist, berate ich Euch gerne per E-Mail.

Eure E-Mail sollte enthalten:

  • eine brauchbare Skizze Eures Raums, aus der die Aufstellung Eurer Lautsprecher und des Subwoofers hervorgeht
  • wenn möglich ein paar Fotos (insgesamt höchstens 10 MB, oder ein Link)
  • ein paar Gedanken, die Ihr Euch schon selbst zur Lösung gemacht habt
  • Eure konkreten Fragen

Über Bert Kößler

Ein Kino in den eigenen vier Wänden fand ich schon immer spannend. Meine Leidenschaft gilt vor allem der Einrichtung, Steuerung und Automatisierung. Hier teile ich meine Erfahrungen mit Anfängern und Fortgeschrittenen, die mehr aus Ihrem Heimkino machen wollen.

31 Gedanken zu „Aufstellung des Subwoofers

  1. Sehr schön erklärt!! Vielen Dank auch von meiner Seite! Hätte nur noch eine Frage zum Abstand vom subwoofer zur Wand. Gibt es da einen „mindest abstand“ oder soll er einfach nicht press an der Wand dran stehen?? Gruß Marlon

    1. Er sollte zumindest nicht direkt anliegen. Wichtiger ist ein Abstand eher bei Möbeln. Kommt aber immer ein wenig darauf an, was man genau macht und wie sich der Subwoofer generell im Raum auswirkt. Ausprobieren!

  2. Hi,

    zur Kriechmethode…

    source – receiver reciprocity

    Es geht dabei um die Austauschbarkeit von Sende und Empfangsposition und nicht um die Anregung, die von beiden Orten aus natürlich jeweils unterschiedlich ist.

    Ich halte aber auch nichts davon 🙂

    Gruß

  3. Ich habe von Harman/Kardinal HKTS 11 der Subwoofer zum Boden gerichtet. Er steht 20 cm vor der Wand neben TV . Wo kann ich ihn hin sonst stellen Raum 3.2 m B x 4.5 m l .Bei Filmen dröhnt er .

  4. Demnächst steht für mich die Möglichkeit zur Verfügung, ein echtes Heimkino einzurichten. Auf der Suche nach wertvollen Tipps bin ich auf diese Seite gestoßen – sehr sehr gut gemacht!
    Zum Thema Platzierung des Subwoofers / Lautsprecher kann ich Euch die Guidelines von George Cardas (http://www.cardas.com/room_setup_main.php) wärmstens ans Herz legen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die dort beschriebenen Aufstellungsempfehlungen unbedingt wirksam sind.

    1. Vielen Dank für das Lob und den Link. Die gezeigten Beispiele sind in der Theorie so weit richtig und sinnvoll, in der Praxis aber so gut wie nie einzuhalten. Selbst wenn man den perfekten Raum dafür hat, reicht meistens der Platz nicht. Für den Subwoofer gilt das ohnehin nicht. Da kann die theoretisch perfekte Aufstellung zu einem völlig unbrauchbaren Ergebnis führen.

      1. Es ist natürlich richtig, dass die gegebenen Bedingungen oft eine theoretisch optimale Lautsprecherposition nicht zulassen. Meine Erfahrungen mit den Empfehlungen von George Cardas beziehen sich auf diejenigen in der Rubrik „Rectangular Room“ – gemacht mit diversen Lautsprechern (auch mit einem 2-Subwoofer-Setup) und mit meinen derzeitigen Dali Epicon 8, die ganz sicher alles andere als Bass-schwach sind. 😉 Da ich alle Freiheiten in meinem derzeitigen Hörraum genieße, konnte ich mich an die Empfehlungen halten (die sich ja insbesondere beziehen auf Probleme mit den durch den Bass erzeugten Raummoden). Ich kann bestätigen, dass die theoretischen Empfehlungen von George Cardas fast auf den Zentimeter genau passten – in all meinen bisherigen Setups und auch in verschiedenen Räumen. Es ist sicher schwierig, die Empfehlungen zu generalisieren, aber die aus den theoretischen Modellen abgeleiteten Positionierungsempfehlungen sind in jedem Fall einen Versuch wert (um zu sehen, was theoretisch geht) und als Ausgangspunkt kein schlechter Ansatz. Mir hat es jedenfalls sehr geholfen. 🙂

  5. Danke, alles nachvollziehbar.

    Es sei angemerkt, dass natürlich die Raumausstattung auch seinen Teil beiträgt.
    Holzboden? Teppiche? Raumhöhe? Mobiliar?….etc.

    Und das wichtigste:
    Normalerweise steht die Musik/TV Anlage im Wohnzimmer und nicht in einem perfekten Heimkinoraum, sodass selbstverständlich der Raum selber die Aufstellung der Boxen „vorgibt“, Raummoden hin oder her.

    Hab selber in meinem ca. 30m2 Zimmer eine 5.1 Anlage mit 2 Subs, die so gut als möglich „unsichtbar“ sein sollen…..

    Also, seid nicht zu „perfektionistisch“.

  6. Wenn man 2 Subs verwendet: Müssen die immer symmetrisch bzw. an einer Wand/Seite stehen, oder auch an unterschiedlichen Stellen im Raum?

    Man hört ja oft, dass der 2.Sub einen erheblichen Mehrwert bringt.

    Und müssen es zwingend diesselben Subs sein, oder können es auch unterschiedliche Modelle eines Herstellers sein?

    1. 2 Subwoofer werden normalerweise symmetrisch an der Front aufgestellt, bei jeweils ¼ der Raumbreite. Der Sinn ist, dass sich so eine durchgehende Wellenfront über die gesamte Raumbreite bildet und somit auf allen Plätzen guter Bass ankommt. Das bedingt automatisch, dass die beiden Subwoofer baugleich sind und im Idealfall auch der Raum symmetrisch eingerichtet ist.

      Die andere Variante ist, den zweiten Subwoofer hinten zur aktiven Auslöschung von Überhöhungen zu nutzen. Dafür ist zwingend ein DSP notwendig, um die Einstellungen kontrolliert vornehmen zu können. Das geht nicht ohne exakte Messungen der Raumakustik. Damit das funktioniert und auch gut klingt, ist aber meistens eine ordentliche Portion Glück nötig.

      Abseits dieser beiden Varianten macht ein zweiter Subwoofer meistens nur zusätzliche Probleme.

        1. Sinnvoll ist es nicht. Wenn das aber ein ziemlich massiver Tisch ist, kann das schon gehen. Es darf halt nix mitschwingen. Das passiert bei Möbeln leicht. Zumindest auf dem Boden muss der Subwoofer stehen.

  7. Habe einen relativ komplizierten Raum vom Aufbau her. Mein XTZ 12.17 steht momentan hinter dem sofa (weitere 1,5m bis zur wand vom Sub aus). Vorne zwischen den beiden Front LS ist kaum platz, sonst würde alles sehr eng beisammen stehen. Was würdest du empfehlen?

    LG Nico

  8. Was meinst du denn mit „von Möbeln eingekeilt“?

    Also ist es sinnvoll, dass der Sub möglichst frei steht? Nichts an den Seitenwänden, nichts drüber, etc.

      1. Jetzt muss ich doch nochmal genau nachfragen bzw. konkreter werden.

        Also ich habe einen rechteckigen Raum (parallele Wände), relativ klein (18qm) und relativ voll gestellt (Wohnraum), akustisch nicht optimiert. Der Sitzplatz ist ungefähr auf der Hälfte der Längseite, also ziemlich mittig im Raum.
        9.1 Auro 3D Setup, also nur ein Subwoofer. Da die Front an der kurzen Raumseite steht, ist es da zusammen mit dem Board und den Standboxen recht eng. Da würde ich zwar den Sub noch zwischen kriegen, aber da stände alles eng auf eng gequetscht, was ja dann nicht im Sinne des Erfinders ist.

        Deswegen habe ich auch keinen zweiten Sub versucht. Den einen habe ich jetzt mal von der Front auf die gegenüberliegende Seite gestellt. Allerdings habe ich das Problem (egal, wo ich ihn hinstelle), dass ich (wenn ich z.B. ein Tieffrequentes Signal mit xy Hz abspiele) auf meinem Sitzplatz fast nichts davon wahrnehme, ich Bereich vor und hinter dem Sitzplatz aber ein starkes Dröhnen.

        Wie kann ich da durch probieren die richtige Position für den Sub finden? Das Problem ist dann doch raumbedingt und unabhängig davon, wo ich den Sub hinstelle, oder nicht?

        1. Es kann durchaus sein, dass der Raum generell problematischer ist, als andere. Das kann ich ohne Grundriss und ein paar Fotos nicht beurteilen.

          Stell ihn doch einfach testweise mal ganz woanders hin. Dann wirst du ja schnell merken, wie sich das verändert.

          1. Das habe ich ja schon gemacht. Aber egal, wo der Sub steht. Also ob vorne, hinten. Zur Seite gerichtet, mitten im Raum, eingeklemmt zwischen Möbeln oder unterm Tisch. Am Hörplatz hört man immer nichts bis fast nichts. Und an den kurzen Seiten des Rechteckigen Raums Dröhnen. (also ich habe alles korrigierende vom AVR abgeschaltet, um unverfälscht zu hören)

            Wie sollte es denn idealerweise sein, wenn ich z.B. einen Testton mit 40 Hz abspiele? Sollte es sich dann idealerweise überall im Raum gleich (laut) anhören?

          2. Alles unter 100 Hz wird sich überall unterschiedlich anhören (bei einem Subwoofer). Spiel mal am AVR mit der Entfernung des Subwoofers zum Hörplatz. Stell da ruhig auch etwas ein, was gar nicht stimmen kann. Ansonsten versuch den Hörplatz etwas von der Mitte zu entfernen. Die Raummitte kann manchmal auch etwas problematisch sein.

    1. Eine bestimmte Frequenzen ist dafür nicht ausschlaggebend. An einem bestimmten Punkt sollte es möglichst wenige Überhöhungen und Auslöschungen geben — über das gesamte untere Frequenzspektrum hinweg.

      1. Wie finde ich dann den passenden Ort für den Subwoofer – wie merke ich, dass die Position gut ist am Hörplatz?

        Gibt es Testtöne, die einen relativen breiten Bereich des unteren Spektrums repräsentativ abdecken und die man dafür nutzen kann?

        1. Im einfachsten Fall: der Ort passt, wenn Dir der Bass gefällt. Nimm einen Film mit ordentlich Bass, den Du gut kennst und wo Du weißt, wann es richtig rumpeln müsste. Mit dem Ausschnitt testest Du dann, wo der Subwoofer stehen muss, damit es am besten klingt. Geht auch mit Musik, wenn Du was hast, wo es ordentlich Tiefbass gibt (das klappt aber nicht mit jeder 08/15-Musik).

          Für die Langfassung habe ich hier schlicht und einfach nicht genug Platz. Irgendwann kommt da bestimmt mal ein ausführlicher Artikel. Als Testton brauchst Du einen Sinus Sweep von 20 bis 200 Hz. Gibt’s bestimmt irgendwo zum runterladen. Alternativ kannst Du Testtöne mit REW live generieren.

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