Lichtsteuerung mit dem Light-Manager Mini

Light-Manager MiniDie Lichtsteuerung in meinem Heimkino läuft über den Light-Manager Mini von jbmedia. Der Grund für diese Anschaffung war, dass ich das Licht unbedingt über die Logitech Harmony Universalfernbedienung steuern wollte. Es ist einfach aufgeräumter, wenn nicht noch die kleine Funkfernsteuerung mit herumliegt. Das Problem: Lichtsteuerung gibt es fast ausschließlich per Funk. Es gibt einige wenige Infrarot-Steckdosen und -Dimmer, die sind aber in ihrer Funktionsweise eher zweifelhaft, vor allem aber unverschämt teuer. Die Hersteller begründen das mit zu geringer Nachfrage – schließlich sind Steckdosen ja immer in irgendwelchen Ecken versteckt, wo Infrarot nichts bringt.

Zwar arbeitet die Logitech Harmony 900 selbst mit Funk, verwendet dabei aber eine andere Frequenz als die handelsüblichen Funksteckdosen. Eine direkte Steuerung ist also nicht möglich.

Hier kommt der Light-Manager ins Spiel. Er empfängt ein Infrarot-Signal von einer beliebigen Fernbedienung (Harmony bevorzugt) und wandelt dieses in Funksignale um. Das ist auch schon alles – Licht an, Licht aus, dimmen – alles ohne große Verzögerung.

Aber es kommt noch besser. Über die Software lassen sich Lichtszenen anlegen, die per Tastendruck aktiviert werden können. Im Grunde sind das Makros, die mehrere Lampen gleichzeitig oder mit Verzögerung schalten, oder auf eine bestimmte Stufe dimmen. Das ist einerseits natürlich sehr schick für unterschiedliche Beleuchtungen in Wohnräumen. Es eignet sich aber gerade auch im Heimkino sehr gut, um das Licht zu Filmbeginn passend auszuschalten und zu dimmen. Der Auslöser dafür ist mit im Makro der Harmony für den Filmstart eingebaut. Es ist also nur noch ein Tastendruck nötig, um den ganzen technischen Kram zu regeln und gleichzeitig das Licht auszuschalten.

Light-Manager Konfiguration

LightMan StudioDer Light-Manager wird per USB mit dem PC verbunden und kann dann über die dazugehörige Software sehr flexibel konfiguriert werden. Das Programm ist nach einer kurzen Einarbeitung gut zu bedienen und läuft stabil. Die Konfiguration kann als Datei gespeichert, aber auch vom Gerät eingelesen werden. Die Übertragung zum Light-Manager läuft erstaunlich schnell. Wenn der kleine Kasten anschließend mit dem selben USB-Kabel für den Dauerbetrieb an eine Steckdose angeschlossen wird, ist er praktisch sofort einsatzbereit. Es gibt keine nennenswerte Wartezeit, bis Signale empfangen und verarbeitet werden. Es ist also kein Problem, ihn auch für längere Zeit komplett vom Strom zu trennen.

Neben der günstigen Mini-Version gibt es auch noch den Light-Manager Air, der zusätzlich mit Zeitsteuerung und anderen praktischen Auslösern aufwarten kann. Das kostet aber auch nochmal eine ordentliche Stange Geld extra.

Über Bert Kößler

Seit gut 20 Jahren fasziniert mich das Thema Heimkino. Neben den Filmen selbst gilt meine Leidenschaft besonders der Einrichtung, Steuerung und Automatisierung. Bei Heimkino Praxis teile ich meine vielseitigen Erfahrungen mit Anfängern und fortgeschrittenen Heimkino-Enthusiasten.

14 Gedanken zu „Lichtsteuerung mit dem Light-Manager Mini

  1. Klingt ja auch ziemlich interessant dieser Lightmanager mini…
    Habe vor wenigen Tagen auch erst mein „Licht-Equipment“ aufgerüstet, um das automatisch zu schalten.

    Bei dir läuft es ja mit: „Infrarot“ -> „Funk“.
    Ich mache das nun mittels: „Netzwerk“ -> „Funk“.

    Habe dazu auch was geschrieben: ConnAir – Funksteckdosen über Netzwerk schalten 😉

    Wäre für dich eventuell auch eine Lösung gewesen? Sobald du auf Play drückst, sendet der PC das Signal (über Netzwerk), dass das Licht gedimmt werden soll. Bei einem Stop, dann wieder das Signal das Licht anzuschalten.

    Gruß

    Christoph

    1. Das hab ich mit Interesse gelesen. Ein ConnAir kommt für mich irgendwann mal in Frage, wenn ich alles über eine App steuern kann. Dazu fehlt aber noch die entscheidende Hardware an anderer Stelle. Im Moment bringt es mir nichts, weil ich ja auch keinen PC hab, der alles abspielt.

  2. Spannende Idee, die Lichtsteuerung so zu gestalten. Damit werde ich mich demnächst mal befassen, wenn ich von der Geschäftsreise zurück bin und wieder Zeit habe, mich um mein geliebtes Heimkino zu kümmern!

  3. Hallo…ein kleiner Kommentar zur Beleuchtung.Mein Homecinema ist im Wohnzimmer
    integriert…Leinwand..Beamer..7.1…u.v.m. außerdem mit LED-Beleuchtung…um und an
    der Leinwand…Seitlich…sowie Surroundbereich…! Benutze zum bedienen,jeweiliger
    Aktionen,Logitech 1000…! Einschließlich der LED-Strip`s! Habe die Fernbedienung so
    programmiert…(LED schon ON)…Beamer..Verstärker…DVD…bzw…SAT…Vorhang auf…
    LED-Lichter…gehen aus…!!! Funtioniert bis dato super!!! Wohlgemerkt,alles funtioniert
    mit einem Knopfdruck! Habe lediglich die Anschaltzeit sowie die Reihenfolge geändert!
    Logo,besser geht immer,aber Nobody is perfect! Fakt: es geht auch ohne PC!

    1. Hallo Ralf,

      ja, natürlich geht es auch ohne PC. Das liegt aber erstmal daran, dass Du LED-Beleuchtung hast, die fast ausschließlich mit Infrarot-Fernbedienungen erhältlich ist. Und da es Infrarot ist, kann es direkt über die meisten Universalfernbedienungen gesteuert werden. Im Prinzip könntest Du sogar langsam runter dimmen, indem Du die Helligkeit mehrmals nacheinander reduzierst (auch wenn Dein Makro dann ungemütlich lang wird).

      Wenn Du aber andere Beleuchtung steuern willst, hast Du nur die Möglichkeit, irgendwie von Infrarot auf Funk zu kommen. (Ok, es gibt auch Infrarot-Steckdosen und Einbauschalter, aber die sind erstens unheimlich schwer zu finden und zweitens kosten sie schnell mal 200 € aufwärts.)

  4. Hallo Bert,

    erstmal echt geniale Seite die du da hast!

    Allerdings habe ich noch eine Frage zu deinem Beitrag:

    Welche Komponenten, abgesehen von dem Lightmanager Mini nutzt du denn noch? Damit hier alles so funktioniert wie in deinem Video gezeigt wird.

    Gibt es eine Anleitung, wie genau der Aufbau aussieht? Ich persönlich stehe vor dem großen Rätsel, dass meine Leinwand, wie wohl die meisten nur über Funk zu betreiben ist und ein entsprechendes Modul hierfür mit 100€ zu Buche schlägt. Darüber hinaus soll noch das Licht & die Funksteckdosen geschaltet werden können.

    Gruß Marc

    1. Hi Marc,

      vielen Dank für das Lob!

      In dem Video ist neben dem LightManager Mini nur die Logitech Harmony 900 im Einsatz. Die sendet im richtigen Moment den Befehl für das Licht, und kümmert sich um die anderen Geräte. Das habe ich in diesem Artikel näher beschrieben.

      Ob deine Leinwand mit dem LightManager kompatibel ist, müsstest du aus den technischen Daten beider Geräte entnehmen bzw. beim Support beider Hersteller erfragen. Entscheidend ist unter anderem, dass sie auf der selben Frequenz funken. Der LightManager ist unter anderem mit den verbreiteten Intertechno-Funkmodulen kompatibel, sowie mit IKEA Koppla und ein paar anderen. Da viele Hersteller die selbe Frequenz nutzen, funktioniert das oft auch mit solchen, die nicht explizit angegeben werden.

      Was würde denn alternativ dagegen sprechen, den Trigger-Anschluss von der Leinwand zu nutzen? Wenn Beamer und Leinwand beide über einen Trigger-Anschluss verfügen (Klinkenstecker bzw. -buchse wie für Kopfhörer), fährt die Leinwand automatisch runter, wenn du den Beamer anschaltest, und beim Ausschalten wieder hoch.

  5. Hi Bert,

    Dich und Dein top funktionierendes Cinema gibt es hoffentlich noch 😉

    Ich bin durch Deine Automatisierung motiviert worden, Ähnliches hinzubekommen. Also LightManager Air angeschafft (aber noch nicht installiert, da ich, was Heimkino betrifft, erst in der Endphase stecke … aber die LED Deckenbeleuchtung ist gerade das Riesenproblem!

    Auf Infrarot muss ich verzichten, da der Hub der Harmony Ultimate nicht durch die abgehängte Holzh-Decke kommt mit seinen IR-Strahlen! Schade!

    Jetzt ist die Überlegung: Funk-Dimmer-LED-Stripes (LED Universum.de hat dazu was) zu verwenden. Kann man mit dem LM Air Funksignale anlernen?

    Die beiliegende Funkbedienung soll ja nicht benutzt werden, sondern die Harmony Ultimate, die dann wiederum mit dem AIR den LED Controller in der Decke bedienen soll. Hmm … meinst Du, das funktioniert?

    beste Grüße
    marcel

    1. Hi Marcel,

      der Light-Manager kann leider keine Funksignale lernen. Diese sind zu den Aktoren der verschiedenen Hersteller fest hinterlegt. Welche das sind, hängt vom Modell des Light-Managers ab: der Air kann deutlich mehr als der Mini. Ob er aber mit dem genannten LED-System zusammenarbeitet, müsstest Du bei jbmedia erfragen. Grundvoraussetzung ist, dass die Funksignale auf 433 MHz übertragen werden, beim Air sind auch 868 MHz möglich. Trotzdem muss er dann immer noch die Codes können. Daher nachfragen.

      Alternativ kommt ein IR-LED-System in Frage, wenn Du den Harmony Hub dazu nimmst. Dann kannst Du einen der kleinen IR-Sender mit oben an der Decke platzieren und musst nicht mehr zielen. Viele LED-Systeme haben auch einen „abstehenden“ Empfänger, also mit einem Stück Kabel dran. Kannst du den nicht in die Konstruktion so mit einbauen, dass er von unten sichtbar ist? Die Harmony ist doch leistungsstark genug, um das zu treffen.

      Wenn das alles nichts hilft, bleibt wohl nur eine Funksteckdose, mit der Du das Licht dann zumindest ein und aus schalten kannst.

      Viele Grüße
      Bert

      1. Tach Bert,

        cool, dass Du Dir die Zeit genommen hast.
        Nach Rücksprache mit JB Media: wie der Zufall es will, ist gerade der Support einer LED-Funk-Bedienung geplant, der aus dem Sortiment stammt, das ich vor Augen und hinter der Decke hatte 😉

        Somit kann ich hofftl. bald die LEDs per Ultimate dimmen und farbenmäßig ansteuern.

        Deine Idee mit den IR-Sendern ließe sich nicht einfach umsetzen (bautechnisch habe ich den Hub und die übrigen Gerätschaften im „Technikraum“, was einen Zugang der IR-Sender 1) hoch an die Decke und 2) in den anderen Raum hinein sehr umständlich macht).

        Ich hoffe, dass mein Red Stripe Cinema auch bald seinen ersten Film zeigen darf, wie bei Dir schon seit laaanger Zeit 😉

        Beste Grüße
        Marcel

    2. Servus,

      ist zwar schon länger her, aber mitlerweile kann der Light Manager Air Funk signale anlernen.

      Ich selbst habe es allerdings noch nicht versucht, aber in der aktuellen Software gibt es eine Option Funk anzulernen.

      Gruß

      Sebastian

      1. Danke für den Hinweis! Das schau ich mir bei Gelegenheit mal an, mit dem Hintergedanken, ob der LM so Signale anderer Sender empfangen kann um den Status der Lichter genauer bestimmen zu können.

      2. Inzwischen kann ich bestätigen, dass der Light-Manager Air Funksignale lernen kann. Er kann sie so selbst senden und damit auch völlig fremde Systeme steuern – immer vorausgesetzt, dass das System eine kompatible Frequenz nutzt.

        Außerdem kann der Light-Manager Air die ihm bekannten Funksignale aus anderen Quellen „mitschneiden“ und darauf reagieren. Eine „andere Quelle“ könnte ein Funk-Lichtschalter an der Tür sein oder die billige Fernbedienung, die mit den Funksteckdosen mitgeliefert wurde. Schwirrt das Signal durch die Luft, empfängt der Light-Manager Air das und führt, je nach Konfiguration, einen anderen Befehl aus oder setzt einen seiner Marker.

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