Bauanleitung

Manuelle Leinwand-Maskierung mit magnetischer Halterung bauen

Eine Leinwand-Maskierung ist die günstigste Möglichkeit, die wahrgenommene Bildqualität erheblich zu verbessern. Mit günstig ist das natürlich so eine Sache, da die meisten Arten von Maskierungen eigentlich ziemlich teuer sind. Das liegt aber hauptsächlich an der komplexen Mechanik. Deshalb zeige ich Euch heute, wie Ihr eine manuelle Maskierung selbst bauen könnt.

Heimkino-Front mit Maskierung an der Leinwand

Vorgesehen ist diese für Rahmenleinwände aller Art, ob fertiges Produkt oder Eigenbau. Mit kleinen Abwandlungen bei der Befestigung solltet Ihr in der Lage sein, das Konzept auch auf eine Rollo- oder Motorleinwand zu übertragen. Die Materialkosten liegen bei ungefähr 70 €, können aber je nach bevorzugtem Material und Beschaffungsmöglichkeiten variieren.

Lest Euch vorher unbedingt die Einleitung zu Maskierungen durch, damit Ihr sicher seid, dass eine solche Maskierung die richtige für Euch ist.

Vorüberlegungen

Legen wir los. Unsere manuelle Maskierung besteht zunächst mal aus einem Trägermaterial in der richtigen Größe. Dieses müssen wir irgendwie ziemlich schwarz machen, und zwar so, dass es auch bei Licht betrachtet noch gut aussieht. Damit die Maskierung haftet, kleben wir kleine Neodym-Magnete von hinten gegen die Leinwand. So benötigen wir in der Maskierung nur noch etwas eisenhaltiges, das die Magnete anziehen können.

Hier eine Liste mit Überlegungen, die ich rund um diesen Aufbau angestellt habe:

  • Die Oberfläche der Leinwand darf keinesfalls irgend einen Schaden nehmen! Flecken, Kratzer und Dellen sind inakzeptabel.
  • Aus diesem Grund werden die Magnete nicht an der Maskierung befestigt, sondern von hinten an der Leinwand. Die Magnete könnten Flecken oder Abdrücke hinterlassen.
  • Genauso muss die Rückseite der Maskierung absolut eben sein und darf keine scharfen Kanten haben. Weiches Material ohne Kanten ist vorzuziehen.
  • In die Maskierung müssen flache Metallplatten eingearbeitet werden, damit die Magnete etwas zum Greifen haben.

Trägermaterial

Hierauf will ich ein paar zusätzliche Worte verlieren. Als Trägermaterial kommen viele Sachen in Frage.

Naheliegend ist zunächst dünnes Sperrholz. Möglichst leicht sollte es sein, da bietet sich zum Beispiel Pappel an. Balsaholz, wie man es im Modellbau gern verwendet, wäre diesbezüglich noch besser, dafür bricht das aber noch schneller. Überhaupt ist das Brechen das größte Problem bei Holz. Ihr müsst bedenken, dass die Maskierung ein schmaler Streifen von 2 Metern Länge oder mehr sein wird. Gigantische Hebelwirkung! Die Materialstärke sollte höchstens 3 bis 4 mm betragen. Damit bleibt Ihr einmal wo hängen und sie ist durch. Holz würde ich daher nur für fest installierte, mechanische Maskierungen verwenden.

Weitaus besser geeignet erschien mir daher eine beliebte Variante, die aus Laminatunterlage gefertigt wird. Das sind diese grünen Unterlagen, die unter Fußböden verbaut werden. Das Material ist Styropor sehr ähnlich, bröckelt aber nicht und ist bei normaler Beanspruchung weitestgehend reißfest. Laminatunterlage ist in verschiedenen Stärken erhältlich und lässt sich gut biegen. Gegenüber Holz hat sie außerdem den großen Vorteil, dass sie keinerlei scharfe Kanten haben kann — perfekter Schutz für die Leinwand also.

Meine Entscheidung fiel daher auf Laminatunterlage und ich würde es wieder so machen. Ich habe von anderen Varianten gehört, etwa von schwarz beschichteten Aluminium-Platten, aber das ist jetzt nicht unbedingt das Material, das man mal eben aus dem Baumarkt mitnimmt. Was Ihr letztendlich verwendet, hängt also auch davon ab, worauf Ihr vielleicht einfacher Zugriff habt.

Oberfläche

Das Kernelement der Maskierung ist ihre Oberfläche. Diese muss zwingend schwarz sein, um ihren Zweck zu erfüllen. Es muss aber nicht das schwärzeste Schwarz aller Zeiten sein. Im Bereich der Balken trifft wie schon erwähnt fast kein Licht vom Beamer auf die Leinwand. In vielen Räumen wird es sich eher um Streulicht handeln. Um Reflexionen müsst Ihr Euch also keine Gedanken machen.

Bei einigen Filmen werden Untertitel innerhalb der Balken angezeigt. Wenn die Oberfläche also nicht gänzlich absorbierend ist, hat das auch Vorteile.

Ich habe schwarze DC-Fix Velour-Folie verwendet. Die ist etwas heller als der Rahmen meiner Visivo-Rahmenleinwand, was aber nur bei Licht auffällt und nicht weiter stört. Die Untertitel sind noch ganz gut lesbar.

Nahaufnahme der Maskierung mit leichten Wellen in der OberflächeProbleme ergaben sich durch die Kombination von Velour-Folie und Laminatunterlage als Trägermaterial. Zum einen klebt die Folie dauerhaft nicht richtig auf dem Styropor. Aber selbst wenn sie das täte, gibt es ein Problem mit der Biegung. Wenn man die Maskierung abnimmt und sie sich dabei zwangsläufig biegt, wirft die Velour-Folie Wellen. Diese bleiben auch im angebrachten, geraden Zustand erhalten und bei entsprechendem Lichteinfall sichtbar.

Der Schluss den ich daraus ziehe: Kann man schon machen, ist ok, aber mehr auch nicht. Velour-Folie eignet sich nur in Verbindung mit kaum biegbarem Trägermaterial wie Holz, auf dem sie zudem besser und dauerhaft klebt.

Ich würde bei der nächsten Maskierung, die auf Laminatunterlage basiert, zuerst noch andere Wege probieren — zum Beispiel schwarze Farbe, die ausreichend elastisch ist und somit beim Biegen nicht gleich reißt. Auch ein elastischer Stoff könnte funktionieren.

Kanten

Der Vollständigkeit halber will ich eine mögliche Ergänzung nicht unerwähnt lassen. Häufig werden die langen Kanten der Maskierung mit Schienen als Abschluss ausgestattet.

Dafür könnt Ihr U-Profile verwenden, zum Beispiel aus Aluminium. Die Schienen verhindern, dass sich die Maskierung verbiegen kann. Somit wird bei Holz als Trägermaterial die Gefahr des Brechens eliminiert, während Velour-Folie keine Wellen werfen sollte. Eine prima Ergänzung also.

Ich habe mich für das hier gezeigte Beispiel gegen Schienen entschieden, weil für mich die Nachteile im Falle einer magnetischen Leinwand überwiegen:

  • Es ist schon schwer genug, ausreichend dünne U-Profile zu finden. Die müssten dann aber auch noch hinter die Velour-Folie, was in Kombination mit Laminatunterlage zu sichtbaren Unebenheiten führen könnte.
  • U-Profile sind schon relativ dick, unter 5 mm gibt es da kaum etwas. Ich wollte die Maskierung möglichst dünn und leicht halten.
  • Mit einer Schiene kommt wieder ein hartes Teil ins Spiel, das auf der Leinwand Kratzer hinterlassen kann.

Materialliste

Bevor es losgeht, müsst Ihr eben noch einkaufen gehen. Hier das Material, das ich verwendet habe:

Mir war es wichtig, die Velour-Folie am Stück zu haben, da ich mir das Gefrickel mit den Übergängen sparen wollte.

Die Metallplatten sind ausreichend dünn, um sie verarbeiten zu können. Man kann sie in 3 Teile zerschneiden, und braucht so nur 2⅔ Platten für das gesamte Projekt.

Neodym-Magnete ziehen extrem stark an, sind dabei aber nur wenige Millimeter groß. Ich habe mich für eckige Magnete entschieden, um mehr Klebefläche zu haben. Ihr werdet viel Spaß mit den Dingern haben, besonders wenn mal zwei zusammen kleben.

Benötigtes Material und Werkzeug für die Maskierung: Laminatunterlage und Velour-Folie

Berechnung der Größe

Wir bauen hier eine Maskierung, die von 16:9 auf 21:9 maskiert und damit für den Großteil der Filme nützlich ist. Davon geht jede weitere Überlegung aus.

Die Länge der Maskierung entspricht natürlich exakt der Breite der sichtbaren Bildfläche Eurer Leinwand. Wie gesagt, wir bauen eine Maskierung, die direkt auf der Leinwand aufliegt, nicht auf dem Rahmen. Dadurch können wir die Breite der Maskierung (Höhe der Balken) exakt berechnen. Ausgehend von der Full-HD-Auflösung mit 1080 Bildzeilen nimmt jeder Balken etwa 140 Zeilen ein. Die Berechnung ändert sich nicht, wenn Ihr einen 4k-Projektor verwendet.

Balkenhöhe = (Bildbreite / 16 × 9) / 1080 × 140

Also am Beispiel einer Leinwand mit 203 cm Bildbreite:

(203 cm / 16 × 9) / 1080 × 140 = 14,8 cm

Wir verwenden bewusst die Breite der Leinwand als Berechnungsgrundlage, nicht die Höhe. Dennoch ergeben sich dabei in der Praxis ein paar Probleme:

  • Nicht jede Leinwand ist exakt im 16:9-Format, wodurch sich unbemerkt ein Fehler einschleicht.
  • Das Bild kann nie so perfekt auf die Leinwand ausgerichtet sein. Um Ränder zu vermeiden, überzieht man ein wenig. Dadurch werden auch die Balken schmaler.
  • Die Höhe der Balken variiert von Film zu Film manchmal ganz leicht.

Aller Mathematik zum Trotz solltet Ihr die Balkenhöhe also schlicht und einfach ausmessen! Messt oben und unten sowie links, rechts und in der Mitte. Schnell werdet Ihr merken, ob Euer Projektor richtig ausgerichtet ist. Wenn nicht, korrigiert das gleich mal und messt erneut.

Aus den Messungen könnt Ihr einfach den größten wählen, oder Ihr bildet den Mittelwert und gebt noch 0,5 bis 1 cm Bonus hinzu. Lieber läuft das Bild später ein paar Millimeter in die Maskierung rein, als dass die Balken nicht ganz abgedeckt sind. Minimale Abweichungen werdet Ihr in einem dunklen Raum aber fast nicht wahrnehmen.

Die Maskierung bauen

Jetzt können wir aber endlich loslegen. Achtet auf ausreichend Platz und arbeitet nur auf einer sauberen und festen, flachen Oberfläche: einem großen Tisch oder dem Boden. Ich habe schon Leute ihre Maskierungen auf dem Sofa bauen sehen — das geht garantiert in die Hose.

Trägermaterial zuschneiden

Wenn Ihr Laminatunterlage als Trägermaterial verwendet, werdet Ihr Euch über das einseitig aufgedruckte Gitter freuen. Die Schnittkanten vorher anzuzeichnen ist nicht unbedingt erforderlich. Selbst wenn Ihr zwischen den Linien schneiden müsst, genügt das Raster zur Orientierung.

Achtung: Das Raster ist nicht exakt 1 cm groß! Messt die notwendige Größe unbedingt ab und merkt Euch wo Ihr schneiden müsst.

Den Hauptteil des Trägermaterials habe ich exakt auf die berechnete Größe der Maskierung zugeschnitten. Das könnt Ihr dann an der Leinwand direkt mal prüfen.

Um der Maskierung mehr Stabilität zu verleihen, habe ich eine zweite Schicht Laminatunterlage hinten aufgeklebt. Diese erfüllt mehrere Aufgaben:

  • die Maskierung wird dadurch zu einer Art Verbundmaterial, das in sich eine höhere Stabilität hat
  • zwischen den beiden Schichten werden die Metallplatten untergebracht, wodurch sich deren Dicke nicht weiter auf die Maskierung auswirkt
  • die Rückseite schließt durchgehend mit Laminatunterlage ab, was die Leinwand perfekt vor den Metallplatten und eventuellen Kleberesten der Velour-Folie schützt
  • als Abschluss-Schicht hält sie die umgeklebten Velour-Kanten fest

Die zweite Schicht Laminatunterlage habe ich je 1 cm kürzer als die Hauptschicht zugeschnitten. Dadurch ergibt sich rundum ein Rand von 0,5 cm. Die abschließende grüne Farbe ist somit nicht zu sehen.

Interessant ist die Länge der Maskierung, weil Laminatunterlage meist nur in einer Breite von ca. 120 cm erhältlich ist. Ihr müsst sie also zwingend zusammen stückeln. Freundlicherweise ist das Zeug an den Rändern wie Puzzleteile geformt. Nutzt das und puzzelt die Bahnen zu einer zusammen. Achtet dabei auf eine durchgehend gerade Kante, um anschließend exakt schneiden zu können. Die Verbindungen klebt Ihr einfach mit Paketklebeband oder etwas ähnlichem.

Laminatunterlage schneidet Ihr entweder mit einem sehr scharfen Teppichmesser auf einer entsprechenden Unterlagen — oder mit einer guten Schere. Ich bin mit der Stoffschere aus dem Nähkästchen meiner Frau wesentlich besser klar gekommen. Mit dem Messer reißt die Laminatunterlage sehr leicht ein.

Velour-Folie aufkleben

Die Velour-Folie wird zunächst grob in entsprechende Bahnen zugeschnitten. Auf allen Seiten sollten 3 cm überstehen, die Ihr nach dem Kleben auf 2 cm sauber abschneiden könnt. Ich habe versucht, so viel wie möglich Folie am Stück für andere Anwendungsfälle aufzuheben.

Ich habe, wie oben beschrieben, Probleme mit der Haftung der Velour-Folie auf Laminatunterlage festgestellt. Ich würde daher beim nächsten Mal in Erwägung ziehen, die Schutzschicht nicht von der Folie abzuziehen und sie stattdessen als zusätzliche Verbundschicht zu behalten. Stattdessen klebt das Tesa Teppichverlegeband erheblich besser.

Ganz gleich womit Ihr es verklebt, ist die Vorgehensweise die gleiche:

  1. die Velour-Folie mit der Sichtseite nach unten auf eine ebene Fläche legen, eventuell mit irgend einem Klebeband fixieren
  2. die Schutzschicht von der Rückseite der Folie bzw. des Klebebands ein paar Zentimeter weit schräg abziehen
  3. das Trägermaterial auflegen, ausrichten und am abgezogenen Ende andrücken
  4. jetzt langsam die Schutzschicht schräg herausziehen (bei Verwendung von Tesa Teppichverlegeband klebt Ihr in 2 Bahnen und zieht die Schutzschichten somit nach links und rechts ab)
  5. dabei die Velour-Folie immer mit der flachen Hand straff ziehen und die Laminatunterlage Stück für Stück gleich andrücken

Keinesfalls solltet Ihr zwei Klebeschichten — Velour-Folie und gleichzeitig Teppichverlegeband — einsetzen, da sich so sehr wahrscheinlich die Schutzschichten nicht mehr vernünftig abziehen lassen.

Ränder der Velour-Folie umkleben

Die überstehenden Ränder der Velour-Folie solltet Ihr jetzt auf ca. 2 cm abschneiden. Die müssen als nächstes sauber nach hinten umgeklebt werden.

Entweder liegt dazu die Klebefläche der Velour-Folie schon frei, oder Ihr bringt zwei Streifen Teppichverlegeband auf der Rückseite an. Das kann ja auch mit mehreren kurzen Stücken erfolgen.

Beim Umkleben beginnt Ihr in der Mitte und arbeitet Euch Schritt für Schritt nach außen vor. Da die Maskierung mangels U-Profilen keine flache Kante hat, müsst Ihr die volle Biegung um 180° schaffen. Schön langsam und mit beiden Daumen die Folie gut um die Kante herum schieben bzw. ziehen.

Im Idealfall entstehen keine unschönen Wellen oder Falten. Und wenn doch, sind die ja hinten nicht sichtbar. Keine Panik wenn etwas schief geht — einfach nach gewohntem Schema weiter sauber fortfahren.

Um das etwas zu vereinfachen könnt Ihr den Rand vorher in Einzelstücke von 30–40 cm Länge unterteilen. So könnt Ihr den Rand etappenweise umkleben. Schneidet dazu kleine, spitze Ecken aus dem Rand heraus, wie auf den Bildern zu sehen. Die Spitze darf nicht ganz an den Rand des Trägermaterials heran reichen. Haltet 1–2 mm Abstand, sonst sieht man das später von vorne.

Metallplatten einbauen

Jetzt kommen die Metallplatten hinten drauf. Damit die Maskierung gleichmäßig an der Leinwand gehalten wird, empfehle ich, mehr als eine Platte pro Meter zu verarbeiten. Ich habe mich bei knapp über 2 Metern Länge für 4 Platten entschieden, womit ein Abstand von rund 67 cm entsteht.

Die Breite der Platten sollte etwa 5 cm oder etwas mehr sein (nicht zu viel, sonst wird es zu schwer). Das genügt, um sie später mit den Magneten hinter der Leinwand blind zu erfühlen.

Die erste und letzte Platte kommt direkt an die Enden der Maskierung, mit einem gebührenden Abstand von gut 1 cm, damit sie später sicher verdeckt werden.

Wie oben beschrieben habe ich die Lochplatten gedrittelt. Da ich in Sachen Metallverarbeitung nicht besonders gut ausgerüstet bin, habe ich die Verbindungen zwischen den Löchern einzeln mit einem großen Saitenschneider durchgeknipst. Schön und einfach ist was anderes, aber die verbogenen Enden ließen sich wieder gerade klopfen. Vielleicht habt Ihr ja eine Metallsäge zur Hand.

Die Befestigung erfolgt wieder mit unserer Allzweck-Waffe Tesa Teppichverlegeband.

Rückseite anbringen

Zum Schluss wird noch die bereits vorbereitete Rückseite aus Laminatunterlage angeklebt. Zwei Bahnen Teppichklebeband reichen dafür.

Ihr geht hier genauso vor wie bei der Velour-Folie. Die Enden ein Stück abziehen, die Rückseite ausrichten und dann seitlich die Schutzfolie herausziehen bei gleichzeitigem Andrücken.

Nun habt Ihr eine Rückseite, die trotz allem Metall und Klebeband in der Maskierung Eurer Leinwand keinen Schaden zufügen wird.

Magnete anbringen

Für den letzten Schritt müsst Ihr hinter Eure Leinwand gelangen. Dafür ist es sehr wahrscheinlich notwendig, sie von der Wand abzuhängen. Bei mir war das kein Problem, weil sie frei im Raum von der Decke hängt. Ich konnte sie einfach ein Stück nach vorne klappen.

So eine leichte Schräglage ist ohnehin ganz praktisch für diesen Schritt. Die Maskierungen legt Ihr jetzt nämlich in die Leinwand ein, damit Ihr mit den Magneten in der Hand erfühlen könnt, wo die Metallplatten sind und die Magnete folglich angebracht werden müssen.

Die untere Maskierung sollte problemlos an Ort und Stelle liegen bleiben, aber auch die obere sollte schon jetzt einigermaßen von selbst halten. Vorerst könnt Ihr sie mit ein paar Magneten an den Enden sichern und macht Euch dann zuerst über die inneren Metallplatten her.

Die Magnete stattet Ihr einfach vollflächig mit einem Stück Teppichklebeband aus. Falls Ihr Fotoecken im Haus habt, könnt Ihr auch einfach diese verwenden. Von flüssigen Klebstoffen aller Art oder sogar Heißkleber solltet Ihr unbedingt Abstand nehmen.

Wenn Ihr die Magnete präpariert, legt sie mit viel Abstand zueinander und haltet sie fern von metallischen Gegenständen. Ihr habt sonst viel Freude dabei, sie wieder da weg zu popeln. Neodym-Magnete sind kein Spielzeug und sie zerbrechen leicht, wenn man viel Kraft darauf anwenden muss.

Zwei Magnete pro Metallplatte sollten reichen, um die Maskierung durch Leinwand und Laminatunterlage hindurch sicher zu halten. Wenn Euch das zu wenig Zug ist, klebt halt noch einen dritten hin. Das sind dann so 16–24 Magnete für das gesamte Projekt.


Hast Du noch Fragen zu dieser Anleitung oder ganz allgemein zu Maskierungen?
die individuelle Beratung von Heimkino Praxis hilft weiter


Und fertig! Von nun an könnt Ihr Filme in 16:9 und 21:9 mit perfekt abgegrenztem Bild schauen. Euer einziges Problem ist jetzt noch, wo Ihr die Maskierung hinlegt, wenn sie mal nicht gebraucht wird.

Über Bert Kößler

Leidenschaftlicher Filmvorführer, Popcorn-Koch, Kartenabreißer, Platzanweiser, Programmchef, Projektionist, Reinigungsfachkraft und Kabelmann in einer Person. Neigt zu ausgeprägtem Fanatismus, wenn es um die Steuerung und Automatisierung des Heimkinos geht. Konnte sich zwischen zwei Filmen dazu motivieren, Heimkino Praxis als Ventil für gelegentliche Schreibanfälle zu gründen.

2 Gedanken zu „Manuelle Leinwand-Maskierung mit magnetischer Halterung bauen

  1. Toller Artikel, nachvollziehbar und gut erklärt. Endlich eine Lösung, wie das Heimkino sinnvoll, gut und günstig für beide gängigen Bildformat genutzt werden kann!
    Allerdings würde ich wohl statt der Lochbelche/Metallplatten selbstklebendes metallisches Ferroband einsetzen.

    Das kann man einfach mit der Schere zuschneiden und sollte etwas leichter sein als die Platten.
    Oder unterstützen die Platten auch die Stabilität der Maskierung?

    1. Vielen Dank für die Ergänzung bzw. den alternativen Vorschlag. Das könnte tatsächlich funktionieren. Könnte nur sein, dass ein paar Magnete mehr hinter der Leinwand nötig sind, da das Band natürlich nicht so viel Eisen enthalten wird, wie die Lochbleche und deshalb von vorneherein etwas weniger Zug drauf ist.

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