Kino-Vorprogramm mit CinemaVision (Teil 1 2 3)

CinemaVision: Werbung und Trailer mit Kodi abspielen

Einer der vielen Vorteile von Kodi ist es, dass viele Medien in direktem Zugriff sind. Sie lassen sich nahtlos nacheinander wiedergeben, ohne eine Disc wechseln zu müssen. Dadurch wird es zuhause möglich, das perfekte Vorprogramm für Euer Heimkino zusammenzustellen: Werbung, Trailer, Audio-Formate oder ein eigenes Heimkino-Intro sorgen für die perfekte Einstimmung auf den Hauptfilm. Für Euch und Eure Gäste entsteht eine unglaublich realistische Kino-Atmosphäre.

Module von CinemaVision: Werbung, Trailer, Gong, Tonformat und Hauptfilm

Natürlich könnt Ihr die Kodi-Playlist verwenden, um ein Vorprogramm ablaufen zu lassen. Die Möglichkeiten sind jedoch sehr begrenzt und die Bedienung ist äußerst umständlich. Wie wäre es, wenn wir Kodi diese Arbeit für uns machen lassen? Mit dem Addon CinemaVision könnt Ihr Euer persönliches Vorprogramm automatisch zusammenstellen lassen und dabei einige zufällige Parameter ins Spiel bringen.

Filmvorführer nennt man die Leute, die im Kino für den Ablauf des Kinoprogramms sorgen. In den 90er Jahren gehörte zu ihrer Arbeit noch das Wechseln der Filmrollen, was sich mit der digitalen Technik aber erledigt hat. Nach wie vor sind sie aber für die Zusammenstellung der Werbung, Trailer und für die Lichtsteuerung zuständig. In einem klassischen Kino, in dem die Vorstellungen noch ein gewisses Niveau haben, muss alles perfekt aufeinander abgestimmt sein. Unter Filmvorführern gibt es sowas wie eine „Berufsehre“, die gewisse Regeln für die Filmvorführung gebietet. Schauen wir mal, ob wir mit CinemaVision dieser Ehre gerecht werden können.

Eines ist schon jetzt sicher: vorbei sind die Zeiten, als man sich ein fest zusammengestelltes Vorprogramm mit Werbung und Trailern auf DVD brennen musste. Auch die modernere Version davon, der USB-Stick am Player, ist mit CinemaVision Geschichte. Wenn schon Werbung, dann voll automatisiert.

CinemaVision installieren

CinemaVision ist eine Weiterentwicklung des weitestgehend eingeschlafenen Addons Cinema Experience. Ihr findet CinemaVision im Addon-Browser von Kodi unter Programm-Addons. Die Installation erfolgt wie bei jedem anderen Addon mit einem einfachen Klick.

Da Ihr das Addon im weiteren Verlauf öfter starten werdet, empfehle ich, unbedingt einen Shortcut auf CinemaVision in Euer Hauptmenü zu legen. Ein Untermenüpunkt von Filme sollte genau richtig sein. Wie Ihr das Hauptmenü einrichtet, funktioniert je nach verwendetem Skin anders.

Einstellungen zu CinemaVision im Addon-Manager von Kodi

Nun könnt Ihr CinemaVision über Euren Menüpunkt oder umständlich über den Addon-Bereich starten. Ihr seht eine Art Zeitstrahl, der viele verschiedene Elemente enthält. Das ist die mitgelieferte Beispiel-Sequenz — ein recht umfangreiches Vorprogramm, das verdeutlichen soll, was CinemaVision alles kann. Macht Euch an dieser Stelle zuerst mit der Bedienung einer Sequenz vertraut.

Wenn Ihr schon ungeduldig darauf wartet, das erste Kinoprogramm laufen zu lassen: immer mit der Ruhe! Wie alles bei Kodi, braucht auch CinemaVision etwas Zeit zur Einrichtung. Ihr solltet unbedingt die verschiedenen Elemente kennen, um nicht gleich zu verzweifeln.

Module einer Sequenz

Die Module in einer Sequenz unterscheiden sich in ihrer Art und Aufgabe. Es dauert am Anfang ein wenig, bis man alle Möglichkeiten richtig verstanden hat. Dabei ist das Verständnis unheimlich wichtig, um nicht die Geduld zu verlieren. Deshalb im Folgenden zuerst ein wenig Theorie.

Trivia

Eine offenbar amerikanische Tradition, die zumindest mir aus deutschen Kinos völlig unbekannt war, sind Quizfragen im Vorprogramm. Mit Trivia habt Ihr die Möglichkeit, CinemaVision für eine festgelegte Dauer eine Art Diashow abspielen zu lassen. Statt Fotos werden jedoch grafisch hübsch aufbereitete Fragen zu Filmen und Schauspielern angezeigt — und im Wechsel die Lösung dazu. Das ganze wird mit Musik untermalt.

Da das hierzulande nicht üblich ist, habe ich keine Verwendung dafür. Ich könnte mir aber vorstellen, dass man unter Verwendung eines schwarzen Bilds damit die Pausenmusik gut realisieren kann. Da ich hierfür aber schon eine andere Lösung habe, ist das noch ungetestet.

Audio Format Bumper

Aus einem Trailer für Dolby-Tonformate
Bild: Dolby

Besser bekannt sind die kurzen Trailer von Dolby, DTS oder THX. Spätestens direkt vor dem Hauptfilm sollte das Audio-Format angekündigt werden: weil es einfach den fetten Sound demonstriert, wach rüttelt oder einfach nur cool ist.

Obwohl der Begriff Bumper hierzulande unüblich ist, bleibe ich erstmal dabei, um Verwechslungen mit Trailern (Filmvorschau) zu vermeiden.

Video Bumper

Dagegen sind Video Bumpers eine etwas allgemeinere Form von „Zwischensequenzen“. Ihr Einsatzzweck ist recht vielseitig. Sie dienen als Begrüßung der Gäste oder als Einleitung und Abschluss für Werbung, Trailer, Hauptfilm und andere Programmpunkte.

Wer sich mit Tarantino-Filmen auskennt, erinnert sich vielleicht an den Text „Our Feature Presentation“ auf buntem Hintergrund. Das ist ein klassischer Video Bumper aus längst vergangener Zeit, mit dem der Hauptfilm angekündigt wurde.

Trailer

Bild: Warner Bros.

Ein besonderes Highlight sind Trailer. Die kann CinemaVision nämlich nicht nur von der eigenen Festplatte wiedergeben, sondern nach Bedarf auch aus dem Internet streamen. Die Auswahl erfolgt auf Wunsch passend zum Genre des folgenden Hauptfilms und lässt sich auf die Filme einschränken, die man tatsächlich in der Kodi-Datenbank hat.

Ich werde wohl noch ein Feature Request an die Entwickler stellen, dass die Auswahl auch nach Erscheinungsjahr des Hauptfilms erfolgen kann. So könnte man ein Kinoprogramm der 90er nachempfinden, wenn man zum Beispiel Armageddon einlegt.

Feature

Ein Feature ist schlicht und einfach der Hauptfilm. An dieser Stelle wird das abgespielt, was zuvor in der Filmbibliothek von Kodi ausgewählt wurde.

Interessant ist, dass man auch mehrere Hauptfilme nacheinander abspielen kann, wenn man sie zuvor der Playlist von Kodi hinzufügt. Die Beispiel-Sequenz zeigt sehr schön, wie man immer wieder eine Pause und ein weiteres Feature abspielt, so lange sich noch ein Film in der Playlist befindet.

Action

Actions sind ein sehr mächtiger Bestandteil von CinemaVision. Hiermit lassen sich verschiedene Befehle ausführen und so eine erweiterte Steuerung des Kinos bewerkstelligen. Ich nutze Actions, um damit den Light Manager anzusteuern und an verschiedenen Stellen im Vorprogramm das Licht immer weiter auszuschalten.

Da man auch Systemprogramme starten kann, ist aber so ziemlich alles möglich. Einer umfangreichen Heimkino-Automatisierung steht damit nichts mehr im Weg.

Condition

Als letzten nützlichen Helfer gibt es Bedingungen. Die sind aktuell noch sehr überschaubar, dafür aber auch ganz praktisch. Kurz gesagt kann man mittels einer Bedingung eine bestimmte Anzahl von Modulen in einer Sequenz überspringen oder zurück gehen. Die eigentliche Bedingung daran ist, dass der Sprung nur erfolgt, wenn

  • noch mindestens ein Film in der Kodi-Playlist ist
  • keine Filme mehr in der Playlist warten
  • immer

Die Beispiel-Sequenz zeigt schön, wie diese Bedingungen genutzt werden, um zwischen mehreren Hauptfilmen eine Pause einzufügen — sofern es denn mehrere Hauptfilme gibt.

Grundeinstellungen

Während Ihr eine CinemaVision-Sequenz betrachtet, ist das Kontextmenü Eure Schaltzentrale. Mit dem ersten Menüpunkt gelangt Ihr in die allgemeinen Einstellungen des Addons. Ihr könntet sie aber genauso gut direkt nach der Installation über die klassischen Menüs von Kodi aufrufen.

Bevor Ihr beginnt, Eure Sequenz einzurichten, müsst Ihr zumindest das Basis-Verzeichnis von CinemaVision festlegen. Hier sucht das Addon standardmäßig nach seinen Video-Inhalten (Trailer, Bumper). Obwohl Ihr für die einzelnen Inhalte teilweise noch andere Verzeichnisse angeben könnt, empfehle ich, unbedingt die Standard-Verzeichnisse von CinemaVision zu verwenden. Dazu gleich mehr.

CinemaVision aktualisiert die verfügbaren Inhalte in seiner DatenbankDirekt unter dem Basis-Verzeichnis habt Ihr die Möglichkeit, die vorhandenen Inhalte zu aktualisieren. Das solltet Ihr immer dann machen, wenn Ihr neue Trailer oder Bumper hinzugefügt habt. Das funktioniert ganz ähnlich wie bei den Filmquellen von Kodi, beschränkt sich hier aber auf das CinemaVision-Verzeichnis.

Die übrigen Einstellungen für die einzelnen Inhaltstypen zeige ich Euch hier einfach in Form von Screenshots.

Die meisten Einstellungen könnt Ihr unverändert lassen. Interessant sind wohl am ehesten die Einstellungen für Trailer. Hier könnt Ihr Quellen wie YouTube oder iTunes hinzufügen bzw. deaktivieren.

Viele Bereiche haben außerdem eine Lautstärke-Einstellung. Damit lassen sich einzelne Inhaltstypen mit einem Prozentwert der tatsächlichen Lautstärke wiedergeben. Das ist praktisch, wenn Werbung und Trailer etwas leiser sein sollen als der Hauptfilm, damit man sich noch unterhalten kann.

Die Grundeinstellungen gelten global. Jede gespeicherte Sequenz kann einzelne Einstellungen für sich überschreiben oder die Grundeinstellung (default) beibehalten. Ändert man später eine Grundeinstellung, gilt der neue Wert für alle Programmpunkte, in denen die Einstellung nicht überschrieben wird. Klassische Vererbung also. Das grundlegende Verständnis dafür hilft Euch ungemein, bei kleinen Änderungen später nicht jede einzelne gespeicherte Sequenz anpassen zu müssen.

Ordnerstruktur

Sobald Ihr das Basis-Verzeichnis ausgewählt und die Einstellungen gespeichert habt, legt CinemaVision dort eine Ordnerstruktur an, mit der es arbeitet. Verwendet diese Struktur unbedingt — sie macht vieles leichter und komfortabler.

Profitipp: Sollte es Euch sehr stören, diese Struktur verwenden zu müssen, könnt Ihr ja einzelne Verzeichnisse daraus durch Symlinks auf den Ablageort Eurer Wahl ersetzen.

Im Folgenden gehe ich kurz auf alle Verzeichnisse und Unterverzeichnisse ein und erläutere, wie ich diese nutze:

  • Actions: Hier werden kleine Textdateien abgelegt, die die Steuerung externer Komponenten ermöglichen.
  • Audio Format Bumpers: Das Verzeichnis wird weiter nach verschiedenen Tonformaten unterteilt, etwa Dolby Digital, DTS, THX und ihren jeweiligen Abwandlungen. Eure Audio Trailer sortiert Ihr also nach dem Format ein, für das sie stehen.
  • Music: Hier können Musikdateien für die Untermalung von Trivia abgelegt werden. Da wir Trivia nicht nutzen, ist das kaum relevant. Eventuell für Pausenmusik interessant.
  • Ratings Bumpers: Damit sind kurze Einblendungen gemeint, die auf die Altersfreigabe des folgenden Inhalts hinweisen. Das Verzeichnis unterteilt sich in die verschiedenen Freigabe-Systeme, darunter auch für uns interessant die FSK. Nun ja, ich kann darauf gut verzichten. In deutschen Kinos ist es ja auch nicht üblich.
  • Sequences: Hier speichert CinemaVision alle Eure erstellten Sequenzen ab. Die Dateien sind im JSON-Format und können mit einem Texteditor bearbeitet werden, wenn man weiß was man tut.
  • Trailers: Kaum zu glauben — hier werden Filmtrailer abgelegt.
  • Trivia: Das visuelle Gegenstück zu Music. Hier können Bilder oder Videos für das erwähnte Frage-Antwort-Spielchen abgelegt werden.
  • Video Bumpers: Eines der wichtigsten Verzeichnisse mit weiterer Unterteilung.
    • 3D Intro & 3D Outro: Hier können verschiedene Hinweise abgelegt werden, nach dem Motto „Bitte setzen Sie jetzt Ihre 3D-Brille auf“.
    • Countdown: Wem es gefällt, der kann hier einen klassischen Countdown ablegen, wie er auf altem Filmmaterial zu finden ist.
    • Courtesy: zu Deutsch Höflichkeit, also kurze Einblendungen wie etwa „Herzlich willkommen in unserem Kino“. Die Abgrenzung zum Theater Intro könnt Ihr Euch selbst überlegen.
    • Feature Intro & Feature Outro: Ein kurzer Video-Schnipsel, der vor bzw. nach dem Hauptfilm angezeigt wird. Da das hierzulande auch nicht so üblich ist, nutze ich das Feature Intro, um dort meinen Kinogong abzulegen.
    • Intermission: Wenn Ihr mehrere Filme oder einen zweigeteilten Film abspielen wollt, wäre hier der richtige Ort, um eine „Pause“-Ankündigung abzulegen.
    • Short Film: Insbesondere im Bereich der Animationsfilme ist es manchmal noch üblich, vor dem Hauptfilm einen Kurzfilm zu spielen. Hier können Klassiker wie „For the Birds“ oder „Partly Cloudy“ abgelegt werden.
    • Theater Intro & Theater Outro: Sehr beliebt in der deutschen Heimkino-Gemeinde sind kurze Intros mit dem Namen des eigenen Kinos. Hier rein damit.
    • Trailers Intro & Trailers Outro: Ähnlich wie beim Hauptfilm könnte hier zum Einklang und Abschluss der Trailershow eine kurze Ankündigung platziert werden.
    • Trivia Intro & Trivia Outro: Da ich Trivia mit Sicherheit nicht in mein Vorprogramm einfügen will, nutze ich diese Verzeichnisse für klassische Kinowerbung. In Intro liegen alle „normalen“ Werbespots. In „Outro“ liegt die gute alte Langnese-Werbung, weil hiervon grundsätzlich ein Spot zwischen Werbung und Trailern laufen soll.

Ihr seht bereits, dass ich einige Verzeichnisse nicht für den vorgesehenen Zweck nutze. Meine Vorstellung eines Kino-Vorprogramms ist eben nicht zu 100% mit dem Konzept von CinemaVision kompatibel. Aber dazu gleich mehr.

Eine Sequenz einrichten

Mir war es wichtig, ein Vorprogramm zu haben, das einerseits lange genug dauert, um als solches wahrgenommen zu werden, andererseits aber nicht die kritische Zeit überschreitet, dass es nervig wird. Ihr kennt sicher diesen Moment im Kino, wo Ihr denkt „jetzt könnte es aber echt langsam mal losgehen“. Davon wollte ich weit entfernt bleiben.

Der Ablauf meines Vorprogramms

Mein Vorprogramm besteht daher aus:

  • 2 × Werbung
  • 1 × Langnese-Werbung
  • 2 × Trailer
  • Kinogong
  • Audio Format Bumper

Das ist gerade genug, um das System dahinter erkennen zu können, etwas Abwechslung zu bieten und ein paar coole Gimmicks einzubauen.

Werbung

Modul: WerbungWie Ihr gesehen habt, bietet CinemaVision kein konkretes Verzeichnis für klassische Werbung. Ich behelfe mir daher mit den Verzeichnissen für Trivia Intro und Trivia Outro, weil ich diese definitiv nicht benötige. Also fügt Ihr zu Eurer Sequenz zuerst einen Video Bumper hinzu, bearbeitet dessen Einstellungen und wählt als Untertyp Trivia Intro aus. Die Auswahl soll zufällig erfolgen und wir möchten 2 Elemente abspielen lassen. Ihr könnt nun einfach Werbespots im Verzeichnis Video Bumpers/Trivia Intro ablegen, über die Grundeinstellungen die Inhalte aktualisieren und schon wird CinemaVision immer eine Auswahl aus der verfügbaren Werbung abspielen.

Als Lautstärke für Werbung habe ich 90% festgelegt — und zwar schon in den Grundeinstellungen des Addons. Da ich Video Bumper größtenteils für Werbung benötige, schien mir das sinnvoll, um global alle Werbespots lauter oder leiser stellen zu können.

Langnese

Modul: LangneseGrundsätzlich möchte ich zum Ende der Werbung immer noch einen Langnese-Spot zeigen, weil es so schön Retro ist. Hierzu benötigen wir einen weiteren Video Bumper in unserer Sequenz. Den stellen wir auf den Typ Trivia Outro ein und legen als Anzahl 1 fest. Wenn wir im Verzeichnis Trivia Outro nun alle verfügbaren Langnese-Werbespots ablegen, wird immer einer davon wiedergegeben.

Trailer

Für Trailer legen wir ein entsprechendes Element in unserer Sequenz an. Alle Trailer liegen im entsprechenden Verzeichnis und sind mit Filmtitel und Jahreszahl in Klammern benannt, ähnlich wie man das auch mit Filmen macht.

Modul: TrailerCinemaVision soll 2 Trailer wiedergeben. Ich wähle außerdem aus, dass ungesehene Trailer bevorzugt wiedergegeben werden und die Auswahl zum Genre des Hauptfilms passen soll. Habe ich als Hauptfilm also einen Fantasy-Film ausgewählt, stehen die Chancen gut, dass auch die Trailer aus dem Genre Fantasy stammen.

Von den verfügbaren Streaming-Diensten (YouTube, iTunes, StereoscopyNews) kommt für mich nur YouTube in Frage, da ich die anderen nicht nutze. Das Streaming von YouTube funktionierte relativ gut und die Trailerauswahl erfolge wie angegeben aus Filmen, die auch in meiner Kodi-Datenbank vorhanden sind. Jedoch gibt es ein paar negative Punkte:

  • Die Trailer werden vom besten Anbieter geladen der gefunden wird, und das ist nicht immer der YouTube-Kanal des Filmverleihs. Sehr oft werden Trailer von freien Filmdiensten geladen, die ihr Logo vor den Trailer schalten und am Ende Hinweise auf andere Videos einblenden. Das geht in einem Kino-Vorprogramm gar nicht!
  • Das Puffern der Videos nimmt auch bei einer sehr schnellen Internetverbindung zu viel Zeit in Anspruch.
  • Man weiß nie, was man qualitativ wirklich bekommt. Es ist eben ein bisschen so, als würde ich auf YouTube rumsurfen und irgendwelche Videos ansehen.
  • Gelegentlich sorgt das YouTube-Modul dafür, dass die CinemaVision-Sequenz abgebrochen wird.

Aus diesen Gründen bin ich schnell wieder davon abgekommen und spiele nun nur noch lokale Trailer ab. Es ist zwar aufwändiger, dieser zu sammeln, aber dafür entsprechen Auswahl und Qualität eben genau meinen Ansprüchen.

Gong

In ein klassisches Kino gehört ein schöner Kinogong zur Einstimmung auf den Hauptfilm. Das ist so der kribbelige Kinomoment schlechthin und sorgt dafür, dass alle mal kurz die Klappe halten und die Popcorn-Geräusche für einen Moment verstummen.

Modul: GongDa man mit CinemaVision keine Audio-Dateien in eine Sequenz einbinden kann, habe ich den Gong in ein Video mit schwarzem Bild konvertiert und als Video Bumper eingebunden. Die Lautstärke steht auf 80%, abweichend von der Grundeinstellung für Video Bumper. Eine kurze Pause im Anschluss entsteht automatisch, weil der Gong für rund 10 Sekunden ausklingt.

Audio Format

Da wir nun die volle Aufmerksamkeit der Zuschauer haben, ist das der beste Moment, mal eben die Fähigkeiten unseres Soundsystems zu demonstrieren. Nichts eignet sich besser dafür, als die guten alten Demos der Audio-Formate. Ein Audio Format Bumper ist also der nächste Punkt im Ablauf unseres Vorprogramms.

Modul: Audio FormatCinemaVision wählt automatisch einen Bumper aus, der zum Soundformat des Hauptfilms passt. Schön! Welche Bumper abgespielt werden, legen wir dadurch fest, dass wir die passenden Dateien in den Verzeichnissen der jeweiligen Audio-Formate ablegen. Da es viele Filme in klassischem Dolby Digital gibt, führt das dazu, dass man häufig die Bumper der 1990er und frühen 2000er Jahre zu sehen bekommt, etwa City, Aurora, Train oder Rain. Da mir das dann doch etwas zu altbacken ist, habe ich die auf meine wenigen Lieblingstrailer reduziert und lieber ein paar der neueren Dolby-Bumper mit aufgenommen (speziell die, wo am Ende nur neutral „Dolby“ zu lesen ist, nichts spezifisches wie „True HD“). Wenn Ihr ein wenig experimentiert, werdet Ihr das System schnell verstehen.

Für den Fall, dass Kodi keine Informationen über das Audio-Format des Hauptfilms vorliegen, könnt Ihr einen Fallback-Bumper angeben.

Zwar bin ich auch ein großer Fan von THX-Bumpern und hätte Lust, davon auch vor jedem Film noch einen einzustreuen — aber andererseits siegt dann doch die Ehrlichkeit. Ich zeige keine Bumper für ein Format, das der Zuschauer nicht auch gleich zu hören bekommt. Da THX im Heimkino sowieso nicht sinnvoll ist und ich deshalb über keine THX-zertifizierte Hardware verfüge, entscheide ich mich bisher manuell für einen THX-Bumper, wenn der Film THX-gemastert ist. Im Gegensatz zur Hardware hört man da nämlich tatsächlich einen gewissen Qualitätsunterschied heraus. Eine Automatisierung habe ich dafür bisher nicht auf Lager.

Hauptfilm

Modul: HauptfilmAls Höhepunkt des Vorprogramms folgt der Hauptfilm. Das Modul hat keine nennenswerten Einstellungen, da hier ja im Grunde nur der Film wiedergegeben wird, so als hätte man ihn ganz normal in Kodi gestartet.

Ich verzichte auch auf jegliche Abschlüsse nach dem Film. Da während dem Abspann das Licht wieder an geht, sieht man ohnehin nicht viel davon. Zum Ende des Hauptfilms übernimmt meine Heimkino-Automatisierung wieder und schaltet den Projektor ab und die Pausenmusik an.

Licht steuern

Module: LichtsteuerungUm den Ablauf noch realistischer zu gestalten, binde ich auch die Lichtsteuerung mit in die Sequenz ein. Das Licht wird in mehreren Stufen ausgeschaltet, um die Gäste während dem Vorprogramm nicht gleich völlig im Dunklen sitzen zu lassen und doch ein einigermaßen kontrastreiches Bild zu ermöglichen. An den folgenden Stellen in der Sequenz habe ich jeweils ein Element vom Typ Action eingebunden:

  1. Zu Beginn der Werbung wird das Leinwand-Licht heruntergedimmt. So hat die Werbung zwar einen Schwarzwert jenseits von Gut und Böse — aber ist ja nur Werbung.
  2. Für die Trailer wird das Leinwand-Licht ausgeschaltet, die Deckenspots bleiben aber weiterhin an. So kann man die Trailer — meiner Meinung nach die einzige interessante Werbung im Kino — wirklich genießen.
  3. Vor dem Kinogong wird das Leinwand-Licht nochmal kurz gedimmt eingeschaltet, aber nur um des Effekts Willen: mit jedem Gong wird synchron eine Beleuchtungskette ausgeschaltet. Ich überlasse es jetzt einfach mal Euch, sowas nachzubauen.

Der Audio Format Bumper läuft anschließend in absoluter Dunkelheit ab. Zur Lichtsteuerung verwende ich den Light Manager Air von jbmedia. Je nachdem, womit Ihr Euer Licht steuert, müsst Ihr die entsprechenden Befehle für die CinemaVision-Actions herausfinden. Dazu wälzt man in der Regel erstmal die Dokumentation des Herstellers und das eine oder andere Forum.

Da Actions ein ziemlich umfangreiches Thema sind, verpacke ich das als separaten Artikel in dieser Serie.

Speichern und Laden

Über das Kontext-Menü habt Ihr Zugriff auf alle wichtigen Funktionen, um Eure Sequenz zu speichern. Ihr könnt es entweder einfach überschreiben (Save) oder unter einem neuen Namen ablegen (Save as). Ebenso könnt Ihr gespeicherte Sequenzen laden.

Das Kontextmenü von CinemaVision

Ich vergebe jeder Sequenz einen Namen, der grob beinhaltet, was darin abläuft. Die wesentlichen Programmpunkte werden aufgelistet und mit einem Plus verbunden. Dafür werdet Ihr ja aber schnell ein eigenes System finden.

Für den Anfang rate ich Euch nur, nicht gleich zu viele verschiedene Sequenzen anzulegen. So lange sich Eure Einstellungen nicht bewährt haben und Ihr mit allen Funktionen vertraut seid, habt Ihr sonst nur einen Haufen Arbeit, alle Sequenzen immer wieder anzupassen.

Nach jedem Speichern fragt Euch CinemaVision, ob Ihr diese Sequenz als Standard festlegen wollt. Die Einstellung könnt Ihr aber auch in den Addon-Einstellungen vornehmen. Es kann je eine Standard-Sequenz für Filme in 2D und 3D festgelegt werden.

Film ab: das Vorprogramm starten

Das Starten einer CinemaVision-Sequenz ist ein wenig gewöhnungsbedürftig und bisweilen umständlich. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Filme in der Wiedergabeliste aus dem Kontextmenü von CinemaVision heraus starten

    Ihr fügt einen oder mehrere Filme zur Abspielliste hinzu. Dieser Weg ist immer dann erforderlich, wenn mehr als ein Hauptfilm abgespielt werden soll. Die Sequenz muss das entsprechend berücksichtigen (siehe Beispiel-Sequenz). Aber auch mit nur einem Film auf der Playlist funktioniert das ausgezeichnet. Mit einer gefüllten Playlist aktiviert Ihr den Wiedergabe-Modus, indem Ihr in der Sequenz-Ansicht das Kontextmenü aufruft und dort Play auswählt. Viele Skins ermöglichen es auch, dass Ihr diesen sogenannten Experience-Modus direkt als Menüpunkt anlegt.

  • Installation des Kontextmenü-Addons über die Einstellungen von CinemaVision

    Ihr wählt einen Film in der Oberfläche aus und startet die CinemaVision-Wiedergabe direkt von hier. Das ist deutlich einfacher, erfordert aber das optionale Kontextmenü-Addon. Dieses könnt Ihr ganz einfach aus den Einstellungen von CinemaVision heraus installieren. Im Kontextmenü für Filme findet Ihr danach den CinemaVision-Eintrag, der sinngemäß auch „Abspielen mit CinemaVision“ heißen könnte.

Start eines einzelnen Films aus der normalen Kodi-Ansicht heraus, wenn das Kontextmenü-Addon installiert ist.

Hat man sich erst einmal daran gewöhnt, klappt das sehr gut. Zuerst hatte ich mir eine tiefere Integration gewünscht, war dann aber doch ganz dankbar, dass sich CinemaVision weitestgehend aus den Angelegenheiten von Kodi heraus hält.

Verschiedene Programmabläufe

Egal wie Ihr eine Sequenz startet, zeigt Euch CinemaVision zuerst noch eine Vorschau auf die Playlist an. Das ist nicht weiter spektakulär, weil meistens nur ein oder zwei Filme auf der Liste stehen. Bevor Ihr Play drückt, habt Ihr die Möglichkeit, das zu spielende Vorprogramm auszuwählen. Standardmäßig ist die Sequenz ausgewählt, das Ihr beim Speichern als Standard definiert habt.

Letzte Kontrolle der Einstellungen los geht

Ich verwende mehrere Sequenzen, die sich hauptsächlich in der Dauer unterscheiden. Länger als der oben beschriebene Ablauf ist aber keines davon. Im Gegenteil, es gibt nur kürzere Versionen, weil ich mir nicht jeden Tag alleine die ganze Werbung antun will. Oft will ich nur einen Trailer sehen und gehe dann gleich zum Gong über. Auf den Audio Bumper will ich aber keinesfalls verzichten.

Auswahl einer anderen Sequenz vor dem Start

Jedes Programm gibt es dann noch in einer Version für einen Film direkt aus Kodi und für den Start einer Blu-ray vom externen Player. Das ist ein Thema für sich, das ich auch in einem weiteren Artikel nochmal aufgreife.

Als kleines Sonderprogramm gibt es eines mit dem Namen „Individuell“ das ich bei Bedarf immer anpasse und rücksichtslos überschreibe. Immer dann, wenn Besuch kommt, der nicht mit jedem Humor und jedem Trailer etwas anfangen kann, wird dieses Vorprogramm speziell auf ihn angepasst. Jede Werbung und jeder Trailer wird darin manuell ausgewählt.


Ein komplettes Vorprogramm im Heimkino ist schon ziemlich abgedreht. Viele werden angesichts der offenkundigen Zeitverschwendung nur den Kopf schütteln. Ein bisschen Verrücktheit gehört zu diesem Hobby aber dazu. Und verrückt ist es mit Sicherheit, sich freiwillig Werbung anzusehen, während man an anderer Stelle nur darauf wartet, sie überspringen zu dürfen. Es kommt aber ganz darauf an, wie witzig und abwechslungsreich das Vorprogramm gestaltet ist. Ich bekomme bisher nur positive Reaktionen.

Auf der offiziellen Webseite von CinemaVision findet Ihre viele weitere nützliche Informationen. Um Zugriff auf die komplette Dokumentation zu erhalten, ist es leider erforderlich, sich zu registrieren. CinemaVision ist komplett kostenlos. Die Kosten, von denen auf der Webseite zu lesen ist, beschränken sich rein auf den Download von Inhalten.

In weiteren Teilen dieser Serie werden wir uns ansehen, wie wir unser Vorprogramm mit Trailern, Werbung und Audio Formaten bestücken können. Wir tauchen noch etwas tiefer in CinemaVision-Actions ein und nehmen uns zum Schluss einige Sonderfälle und Probleme im Programmablauf vor.

Über Bert Kößler

Seit gut 20 Jahren fasziniert mich das Thema Heimkino. Neben den Filmen selbst gilt meine Leidenschaft besonders der Einrichtung, Steuerung und Automatisierung. Bei Heimkino Praxis teile ich meine vielseitigen Erfahrungen mit Anfängern und fortgeschrittenen Heimkino-Enthusiasten.

11 Gedanken zu „CinemaVision: Werbung und Trailer mit Kodi abspielen

  1. ich arbeite schon länger mit Cinemavsion
    aber nun habe ich vieles neu gelernt.
    Die Trailer einbinden ist aber immer
    noch sehr schwierig oder funktionieren
    nicht.Deshalb habe ich jeden Trailer als
    Singlefile extra.Auch mit deiner Anleitung
    werden keine Zufallstrailer abgespielt.
    Trotzdem Danke ich bin auf Teil 2 gespannt.
    Gruss OSR

    1. Vermutlich ist noch YouTube oder iTunes als Quelle für die Trailer aktiv und es kommt zu Problemen beim Download. Zufallswiedergabe von lokalen Trailern sollte eigentlich kein Problem sein, wenn die Einstellungen wie oben beschrieben vorgenommen wurden. Die Dateien werden aber selten bis gar nicht verwendet, wenn noch eine der Streaming-Quellen aktiv ist.

      Ansonsten wäre es auch immer gut zu wissen, was nicht funktioniert bzw. was passiert und wie sich CinemaVision verhält.

      1. Danke für die Antwort.Ich habe nochmals alles überprüft.es ist alles so eingestellt. Einstellung des Trailers. Enabled Yes Source: Default (Directory) Path smb/openenmediavault/hdintern/Cinemavision/Trailers
        Count
        RatingLimit Default
        Filter for 3D based on Feature: Default(yes)
        Volume 100
        Die Trailer werden übersprungen und es geht mit dem nächsten weiter. LG

        1. Bei Count ist nichts angegeben? Bei RatingLimit sollte None eingestellt sein.

          Schau Dir auch mal die Content-Einstellungen an (vergleiche mit Screenshot oben). Dort kannst Du YouTube komplett ignorieren.

          Ein Überspringen deutet immer darauf hin, dass die Inhalte nicht geladen werden konnten. Wenn es eine Weile dauert, bis es weiter geht, stößt er wahrscheinlich an ein Timeout. Das deutet dann wiederum auf ein Verbindungsproblem mit dem Internet hin.

          Unter welchem System läuft das ganze? Ich vermute Windows. Ich hatte zumindest unter Windows 10 einige Probleme mit dem Addon und mit Kodi allgemein.

          1. Einstellungen sind so wie oben beschrieben count habe ich auf 2 gesetzt.Muss ich noch ein wenig rum fummeln ansonsten mache ich das auf Singlefile wenn es nicht anders geht.

  2. Was Werbung, Trailer und eigene Spots des Kinos angeht, sind das mit die wichtigsten Gründe, warum ich lieber zu Hause in meinem „Heimkino“ Filme ansehe, anstatt dafür richtig viel Geld in die Lichtspielhäuser zu tragen.

    Diesen Teil des Kino“vergnügens“ baue ich mir doch zu Hause nicht auch noch nach!

  3. hallo Bert mein mediaplayer hat das zeitliche gesegnet nun habe ich ein neuen und bin dabei wieder cinema einzurichten jetzt kurz noch mal meine frage muss ich die ordner selbst anlegen oder macht es das Programm wenn ja wie und wo kann man diese denn sehen. LG

      1. Hallo Bert,

        ich habe momentan ein Problem mit Kodi das sich nun bishin zu meinem neuen Lieblings-Addon CinemaVision durchzieht. Und zwar hatte ich bei der Wiedergabe von Filmen immer Mikroruckler, auffällig war das sehr bei Kameraschwenks. In den Optionen von der Wiedergabe gab es einen Menüpunkt, „Anpassung der Bildschirmwiederholfrequenz“ oder so ähnlich, der das Problem behoben hat.

        Wenn ich aber nun einen Film mit Vorprogramm von CinemaVision starte, tauchen Probleme auf, da sich mein Fernseher mit jedem neuen Trailer, Werbeclip, oder ähnlichem Filmmaterial die Bildwiederholfrequenz anpasst.

        Kam dir das Problem auch zufällig unter bzw. hast du dafür sogar eine Lösung gefunden? Würde mich über eine Antwort sehr freuen!

        Mit freundlichem Gruß,

        Andy Krautloher

        1. Hallo Andy,

          das Problem ist mir bekannt, ebenso der Effekt mit den Rucklern. Ziemlich nervig.

          Grundsätzlich empfehle ich, die genannte Option zu aktivieren, also die Bildwiederholrate für alle Videos zu vereinheitlichen. Das macht Kodi einfach viel angenehmer, gerade wenn man mal eben irgendwas schnell aufruft, aber gleich wieder stoppen will.

          Wenn dann das Ruckeln auftritt und Du absolut nicht mit dieser Einstellung leben kannst, gibt es die Lösung, über eine Action vor dem Film die Synchronisation auszuschalten und sie nach dem Film wieder einzuschalten (oder alternativ: sie zu Beginn des Programms einzuschalten und vor dem Film wieder auszuschalten). Das Thema hab ich schon auf dem Schirm, der Artikel dazu erscheint in den nächsten Wochen.

          Hier die Actions in der Kurzfassung. Die HTTP-Steuerung für Kodi muss aktiv sein. Benutzer, Passwort, IP-Adresse und Port musst Du entsprechend Deinen Einstellungen anpassen.

          Refresh Rate Sync On.cvaction

          # Synchronisation der Bildwiederholrate einschalten
          http://<Benutzer>:<Passwort>@<IP-Adresse>:<Port>/jsonrpc
          POST: { "jsonrpc": "2.0", "method": "Settings.SetSettingValue", "params": { "setting": "videoplayer.adjustrefreshrate", "value": 2 }, "id": 1 }

          Refresh Rate Sync Off.cvaction

          # Synchronisation der Bildwiederholrate ausschalten
          http://<Benutzer>:<Passwort>@<IP-Adresse>:<Port>/jsonrpc
          POST: { "jsonrpc": "2.0", "method": "Settings.SetSettingValue", "params": { "setting": "videoplayer.adjustrefreshrate", "value": 0 }, "id": 1 }

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